Als Sarah Conti in dieser stürmischen Oktobernacht an den Tatort gerufen wird, traut sie ihren Augen nicht. Auf einer Grünfläche der Zürcher Seepromenade liegt eine Leiche, die auf furchtbare Weise entstellt ist. Der Tote war ein Mann von Rang und Namen. Aber bald zeigt sich, dass Kaspar Feldmann auch Beziehungen zu einem berüchtigten Netzwerk quer über Europa pflegte. Sollten Fememorde auch in der Limmatstadt angekommen sein? In einem Ambiente, das bekannt ist für Sicherheit, gepflegte Verhältnisse und gediegene Heucheleien? Je weiter Sarah und ihr Team recherchieren, umso mehr öffnen sich Abgründe aus Schweigen, Schwermut und Schrecken. Wo eben noch das Licht des Wohlstands und der Lebensfreude zu glänzen schien, drängen dunkle Wolken heran. Schließlich muss die Kommissarin um ihr eigenes Leben fürchten.
Ich bin normalerweise ein absoluter Thrillerfan, lasse mich aber auch gerne mal auf Krimis ein und wurde schon das ein oder andere mal überrascht. "Ein kaltes Herz" von Fabio Lanz konnte mein Interesse wecken, mich aber leider letzten Endes doch nicht so mitreißen wie gedacht.
Direkt zu Beginn des Krimis lernen wir Protagonistin und Ermittlerin Sarah Conti kennen - eine Koryphäe auf ihrem Gebiet, dazu begnadete Pianistin, gutaussehend, beliebt - mir schon eine Spur zu unfehlbar. In ihrem Zuständigkeitsbereich Zürich hat sie schon einiges erlebt - das Auftauchen einer männlichen Leiche mit herausgerissenem Herzen, bringt jedoch auch Sarah Conti an ihre Grenzen.
Für mich persönlich gab es in diesem Buch einiges, das mich nicht ganz überzeugen konnte, welches im Endeffekt auch die Dinge sind, die mich meist am Genre Krimi generell stören.
1) Eine nüchterne Erzählweise: Eine Mordserie mit verstümmelten Leichen als Fall zu behandeln, erfindet das Rad nicht gerade neu. Wenn alles emotional und spannend aufgeladen ist und mich die Besorgnis und Aufgewühltheit der Handelnden überzeugen kann, ist dies jedoch durchaus ein "Thema", welches mich fesseln kann. Leider war das in diesem Buch nicht der Fall. Der Leichenfund wird schnell abgehandelt und sowohl Ermittler wie auch alle anderen Beteiligten wirkten von Anfang an etwas zu abgeklärt.
2) Ermittlerin ohne Ecken und Kanten Wie schon angedeutet, konnte mich auch Protagonistin Sarah nicht wirklich von sich überzeugen. Ohne es näher beschreiben zu können, hatte ich doch häufiger das Gefühl, dass sie genau so war, wie ein Mann sich eine gutaussehende Ermittlerin vorstellen würde. Immer best dressed, hört nach Feierabend gern klassische Musik und trinkt dazu ein Glas Wein. Ich fühlte mich ihr einfach nicht verbunden, sie war mir ein bisschen zu aalglatt.
Alles in allem war "Ein kaltes Herz" leider nicht mein Buch. Dennoch hoffe ich, dass es seine Liebhaber findet und Sarah in eventuellen Folgebänden noch zeigen darf, was in ihr steckt. ☺️
Sarah Conti ist Ermittlerin bei der Züricher Kriminalpolizei. Sie hat schon viel gesehen, doch die Leiche des ermordeten Anwalt ist auch für Sarah ein grausamer Anblick. Dem bekannte Anwalt wurde das Herz herausgerissen. Sarah Conti nimmt die Ermittlungen auf und stößt bei der Familie auf eine Mauer des Schweigens. Schnell findet Sarah heraus, dass der bekannt Anwalt in ein Netzwerk aus Lügen, Gewalt und gefährlichem Gedankengut verstrickt war. So wird auch Sarah vom Jäger zur Gejagten.
„Ein kaltes Herz“ ist der Beginn einer neuen Krimi-Reihe von Fabio Lanz. Im Mittelpunkt steht Sarah Conti, eine außergewöhnliche Ermittlerin. Sie liebt Musik und wollte eigentlich Pianistin werden. Sarah Conti hat ein schnelles Auffassungsvermögen und kombiniert recht gut. Sie ist auf schwierige Fälle spezialisiert doch dieser Fall bringt sie fast an ihre Grenzen. Die Ermittlungen gestalten sich schwierig. Nach und nach trägt die Ermittlerin die einzelnen Puzzleteile zusammen. Dabei gerät sie selbst in Gefahr.
Ich muss zugeben, ich habe eine Weile gebraucht um mit Sarah warm zu werden. Als ich mich an ihre Art gewöhnt habe konnte ich ihr Tun sehr gut nachvollziehen. Sarah Conti ist eine interessante Ermittlerin mit der ich gerne noch mehr Fälle lösen würde.
Der Autor Fabio Lanz war mir bisher auch unbekannt. Seinen Krimi „Ein kaltes Herz“ erzählt er spannend. Der Schreibstil ist flüssig und gut verständlich. Ich freue mich auf weitere Fälle dieser Art.
Auf der Suche nach Schweizer Krimis bin ich über dieses Buch gestolpert und fand den Klappentext ganz ansprechend.
Man merkt früh, dass der Autor Insipiration aus Büchern wie Dan Brown's "Da Vinci Code" u.Ä. gezogen haben muss. Ein Mysterium, düstere Geheimnisse der Vergangenheit und alles scheint merkwürdig verstrickt und verwoben zu sein.
Obwohl der Anfang vielversprechend ausfiel, fiel es mir schwer irgend einem der Charaktere (selbst der Hauptprotagonistin) etwas abzugewinnen. An keiner Stelle erschienen sie mir wie Personen des echten Lebens. Die Hauptprotagonistin makel- und tadellos, ohne jeglichen Charakter. Die übrigen Personen eindimensional und jeglicher Tiefe mangelnd.
Der Aufbau der Geschichte selbst erschien grob, undurchdacht und viele der Entwicklungen an den Haaren herbei gezogen. Ohne wirkliche Spannung, Konflikte oder andere Szenen, die etwas Turbulenz in das Geschehen gebracht hätten, das uninspiriert vor sich hin plätschert.
Ein genussvolles Leseerlebnis für mich als Heimweh-Zürcher. An der in feiner Sprache gehaltenen Erzählung stört mich als Schweizer lediglich die Verwendung des in der Schweiz weniger gebräuchlichen ß statt ss, und als Zürcher der "falsche" Genus vom Wort Tram. Für mich sollte es "das Tram" heissen, und nicht "die Tram"