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Xavier Kieffer #7

Goldenes Gift

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Komm, süßer Tod.

Als sein Imker zu Tode kommt und dessen Bienenstöcke verschwinden, beginnt der Luxemburger Koch Xavier Kieffer zu recherchieren. Hat der Tod mit dem weltweiten Geschäft mit dem Honig zu tun? Der ehemalige Sternekoch Xavier Kieffer lässt von einem Imker speziellen Honig aus der Luxemburger Unterstadt für sein Restaurant produzieren. Als der Mann plötzlich stirbt und seine Bienenstöcke nicht mehr aufzufinden sind, geht Kieffer der Sache nach. Gemeinsam mit seiner Freundin, der Gastrokritikerin Valérie Gabin, findet er sich schnell im Mittelpunkt eines gigantischen Skandals wieder, der um den halben Globus reicht und sowohl die Reinheit des Honigs als auch das Überleben der Bienen gefährdet. Können sie verhindern, dass der Weltmarkt mit gepanschtem Honig geflutet wird? Können sie ihren Widersachern das Handwerk legen, bevor es zu spät ist?

480 pages, Paperback

First published November 4, 2021

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About the author

Tom Hillenbrand

24 books325 followers
Tom Hillenbrand is a German writer. His critically acclaimed scifi thriller "Droneland" deals with mass surveillance.

His award-winning Hologrammatica series is about artificial intelligence, holograms and climate change.

His culinary mysteries revolve around Xavier Kieffer, chef and accidental detective from Luxembourg.

He lives in Munich without any cats.

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Community Reviews

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4 stars
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47 (26%)
2 stars
8 (4%)
1 star
1 (<1%)
Displaying 1 - 24 of 24 reviews
Profile Image for Havers.
902 reviews21 followers
November 24, 2021
Wenn man einem Autor bescheinigt, dass seine Kriminalromane informativ sind, ist das wahrscheinlich nicht das Erste, was er hören möchte. Im Fall von Tom Hillenbrand gehe ich aber davon aus, dass diese Einschätzung nicht unbedingt zutrifft, beschäftigt sich der gelernte Journalist doch in seiner Xavier Kieffer-Reihe ausnahmslos in jedem Band mit den dunklen Seiten der Lebensmittelerzeugung. Den stärksten Eindruck hat bisher „Tödliche Oliven“ bei mir hinterlassen, mit der Konsequenz, dass wir seither unser Olivenöl ausschließlich direkt von einem spanischen Bauern beziehen.

In „Goldenes Gift“ rückt Honig in den Mittelpunkt, ein Lebensmittel, das ich bereits seit einigen Jahren mit Argwohn betrachte. Man schaue sich nur einmal die Herkunftsbezeichnungen der üblichen Supermarktprodukte an. Üblicherweise bestehen diese Honige aus Mischungen. Südamerika, China, EU- und Nicht-EU, eine dubiose Melange, die weder die Qualität noch die Herkunft im Detail für den Endverbraucher nachvollziehbar macht. Anders bei unserem westlichen Nachbarn Frankreich. Dort findet man kaum diese dubiosen Produkte, die unsere Regale beherrschten, dafür aber eine große Auswahl von Miel de Apiculture (Imkerei-Honig), auf den Etiketten versehen mit Namen der französischen Imkerei, konkreter Herkunft sowie Sortenbezeichnung.

Die Krimistory war für mich eher nebensächlich, ist zwar unterhaltsam, aber nur mäßig spannend: Dass Bienenstöcke nicht nur auf dem Land sondern mittlerweile auch in den Städten verteilt sind, ist bekannt. So lässt auch Xavier Kieffer, der luxemburgische Sternekoch, seinen eigenen Honig produzieren. Als der Imker, der die Beuten betreut, tot aufgefunden wird, gehen bei ihm die Alarmlichter an. Zumal auch seine Freundin Valérie, momentan unterwegs in Kalifornien, ihm von seltsamen Vorkommnissen auf einer Mandelplantage berichtet. Als dann auch noch im gesamten Stadtgebiet nach und nach Bienenstöcke verschwinden, erwacht Kieffers kriminalistisches Interesse. Und nachdem seine Freundin zurück ist, gehen die beiden der Sache auf den Grund. Nicht ahnend, dass sie damit in das sprichwörtliche Wespennest stechen.

Die Defizite des Plots werden allerdings durch die akribisch eingearbeiteten Informationen rund um das „Goldene Gift“ wettgemacht. Nachdem man das Buch zuklappt, ist man bestens informiert über die kriminellen Machenschaften der Honigindustrie: Colony Collapse Disorder, heißt das Verschwinden ganzer Bienenvölker nach dem Einsatz von Pestiziden. CRISPR; der Einsatz von Gentechnik, um Resistenzen zu erzeugen. IER, Ion Exchange Resin, ein Verfahren, das den Nachweis von Fremdzucker im Honig schier unmöglich macht. Hintergrundinformationen zur Zucht von Killerbienen. Und nicht zuletzt das Transshipping zur Verschleierung der Herkunft.

Was lernen wir daraus? Am besten kauft man seinen Honig direkt bei einem vertrauenswürdigen Imker.
Profile Image for Alexandra Scherer.
Author 25 books2 followers
November 29, 2021
Nicht ganz warm geworden
Der Verlag Kiepenheuer & Witsch stellte mir freundlicherweise ein Vorableseexemplar des neuesten Romans von Tom Hillenbrand zur Verfügung. Deshalb kann dieser Artikel als Werbung eingestuft werden. Die Meinung zum Buch ist allerdings meine eigene und keinesfalls durch das freie Buchexemplar beeinflusst.

Der Cover weckte meine Neugierde. Auf einer schlicht gehaltenen Seite ist ein Honigglas auf einer Theke zu sehen und darüber der Titel. Mir gefiel die Aufmachung sehr gut und machte mich neugierig auf die Handlung, in der der Hobbyermittler und Chefkoch Xavier Kieffer aus Luxembourg ermittelt.

Zur Handlung:
Der luxemburgische Chefkoch und Restaurantbesitzer Xavier Kieffer hat einen Handel mit einem Imker abgeschlossen. Für ein gewisses Entgelt, erhält Xavier „Stadtimkerhonig“ speziell für sein Restaurant. Nach dem spektakulären Tod des Imkers, versucht Xavier, seine Schäfchen ins Trockene zu bringen. Oder besser gesagt, den ihm noch zustehenden Honig zu ergattern. Dabei stolpert er durch Zufall über Ungereimtheiten, was den Tod des Imkers und dessen Bienen betrifft.
Parallel dazu stolpert seine Freundin Valerie in Amerika über einen Bienenraub.
Beide Fälle scheinen zunächst nichts miteinander zu tun zu haben, aber im Laufe des Buches stoßen Valerie und Xavier auf eine internationale Verschwörung, bei der es um gepanchten Honig, Genmanipulation und das ganz große Geld geht.


Fazit
Der Krimi hat eigentlich alles, was für mich zu einem gelungenen Krimi gehört. Lokalkolorit, spezielle Ermittler mit Ecken und Kanten und ein interessantes und in dem Fall von Honig auch sehr aktuelles Thema. - Und doch: so richtig warm wurde ich mit Xavier und seiner Valerie nicht.
„Goldenes Gift“ ist der siebte Roman mit Xavier Kieffer. Vielleicht liegt es daran, dass ich die vorherigen Bände nicht kenne. Aber ich fand die Person Kieffer sehr distanziert, fast zweidimensional, ebenso seine Freundin Valerie. Die Bezüge und Beschreibungen von Luxemburg haben in mir nicht unbedingt den Drang ausgelöst, das Land zu besuchen. Wobei die Erwähnung der lokalen Spezialitäten bei mir dann doch Neugierde geweckt haben. Bin ich schließlich eine bekennende Gourmande.
Einige Handlungsstränge fand ich leicht unglaubwürdig und eventuell nicht ganz ausgearbeitet. Die Informationen allerdings, die sich auf die Bienen, internationale Honigpanscherei und Genetik bezogen ,waren spannend und brachten mich zum Nachdenken.
Profile Image for Jens Kreet.
Author 3 books19 followers
December 28, 2021
Ich bin ein großer Fan der Xavier-Kieffer-Reihe. Es kann sein, dass mein Rating daher nicht ganz objektiv ist, da ich von Anfang an hohe Maßstäbe an Bücher dieser Reihe anlege. Was mir besonders aufgefallen ist: Das Buch wirkte stellenweise so gestreckt wie der Honig, von dem im Buch die Rede ist. Ich bin überzeugt, wenn der Roman die in den ersten Bänden übliche Länge von 250 Seiten gehabt hätte, wäre auch dieser Roman ein Buch geworden, das man in einem Rutsch ausliest.

Meiner Empfindung nach haben die Figuren zu oft an ihren Heißgetränken genippt (achtmal habe ich gezählt, vermutlich war es öfter), sich eine angezündet, den Rauch tief inhaliert, ihrem Gegenüber eine Zigarette gegeben, ein Glas Rivaner nachgeschenkt usw. Was mir bei der Kieffer-Reihe eigentlich besonders gefällt, nämlich dass vor dem nächsten Mord noch schnell ein Rezept der gehobenen Küche vorgestellt wird, kam hingegen zu kurz.

Die Idee, Valerie und Xavier parallel ermitteln zu lassen, war super, auch, dass beide sich aus unterschiedlichen Richtungen dem Fall nähern. Dass die Recherche-Aktionen von Valerie so oft schiefgegangen sind, war einerseits sympathisch, zum anderen aber auch eine Nummer zu schräg, besonders wenn sie die Grenzen zur Legalität mal wieder überschritt. Die Verfolgungsjagd am Ende fand ich viel zu lang. Wo war überhaupt die eine Person plötzlich hin? Darüber wurde nichts verlautet.

Was mir besonders gefiel, war, dass der Schauplatz Universität des Saarlandes vorkam und auch der St. Johanner Markt in Saarbrücken. Die Erwähnung des Symbols der Eule hatte es schon angedeutet, als ehemaliger Student an der Uni des Saarlandes verbinde ich dieses Emblem nach wie vor mit dieser Lehranstalt. Die Mensa wurde vorzüglich getroffen und auch die Beschreibung des Marktes war sehr gut.

Man merkt überhaupt, dass Hillenbrand exzellent Bescheid weiß über die Dinge, über die er schreibt. Da passt alles perfekt bis in die Details, etwa, dass der Koch, wenn er nach oder in Frankreich unterwegs ist, immer den Zug nimmt, weil es dort das schnellste Verkehrsmittel ist. Ich glaube, das wissen nicht viele deutsche JournalistInnen.

Trotz allen Gejammers über dieses Buch werde ich mir auch das nächste wieder reinziehen. Für mich ist Xavier Kieffer Kult, aber nicht jeder Teil der Reihe hat 5 Sterne verdient.
Profile Image for Bücher in meiner Hand.
76 reviews
November 9, 2021
Eigentlich wollte ich die Serie nicht mehr unbedingt weiter verfolgen, doch das Thema Honig interessiert mich und ich war gespannt, mit was Tom Hillenbrand seinen Privatermittler, den Koch Xavier Kieffer, konfrontiert.

Dass ein Imker bei seiner Arbeit gestorben ist, weiss bald die ganze Stadt, sowas spricht sich in Luxemburg einfach schnell herum. Xavier kannte den Imker, da er von ihm Honig bezog. Aber nicht nur weil der Imker ihm noch Honig schuldet, ist Xavier in Alarmbereitschaft - irgendwas ist komisch und als kurz darauf die ersten Honigstöcke verschwinden, bestätigt sich sein Gefühl.

Da zeitgleich in Amerika Valérie einen Bienenstockraub beobachtete, wissen beide, dass an den jeweiligen Geschichten etwas dran ist und sie versuchen mehr über das Honiggeschäft heraus zu finden. Mehr noch als Xavier ist es Valérie, die darüber einen Artikel schreiben will und sich bald drauf in den an Luxemburg angrenzenden Ländern auf die Suche begibt. Xavier bleibt, bis auf einen kurzen Ausflug nach Deutschland, für einmal in seinem Heimatland und ermittelt dort mit der für ihn typischen Beharrlichkeit.

Tim Hillenbrand lässt Xavier, der mit Technik auf Kriegsfuss steht, modernster Technik gegenüberstehen. Der Autor hat wohl so ziemlich alles, was er über Honigpanschereien und Bienenwissenschaften heraus gefunden hat, in diesem siebten Band irgendwo untergebracht. Deshalb ist es interessant zu lesen, was die Bösen in der Welt sich alles einfallen lassen, um zu mehr Honigertrag, zu einfacherer Blütenbestäubung, etc. zu kommen.

"Goldenes Gift" zeigt auch auf, dass es wichtig ist, nicht zu knausern und im Supermarkt nicht den billigsten Honig zu kaufen, sondern, wenn immer möglich, seinen Honig von lokalen Imkern zu beziehen. Wer den Preis nicht zahlen möchte und nur ein müdes Lächeln dafür übrig hat, der ist der richtige Leser für diesen Krimi. Spätestens nach der Lektüre ist auch ein Skeptiker überzeugt.

Obwohl ich fand, dass einiges zu konstruiert überall rein gequetscht wurde, insbesondere den Amerikateil mit Valérie, und mich die ewige Raucher-Debatte zwischen den beiden nervte, hat mir die Honig-Thematik und die damit verbundenen Möglichkeiten gut gefallen.

Fazit: Ein vielschichtiger und kurzweiliger siebter Band, der gut unterhält.
4 Punkte.
406 reviews1 follower
November 14, 2021
+ + Valerie und Xavier ermitteln diesmal parallel [#7 - Xavier Kieffer]

Das ist mein zweites Buch mit dem luxemburgischen Koch Xavier Kieffer und deshalb kann ich nicht beurteilen, wie es im Vergleich zu den anderen Fällen ist.

Nachdem Xaviers Honiglieferant tot aufgefunden wurde, verschwinden nach und nach Bienenstöcke, von denen einige dem Koch gehören. Als Xavier sich auf die Suche nach den Bienenstöcken macht, kommt ihm öfters der Vorstand vom örtlichen Imkerverband in die Quere.

Parallel hat Xaviers Freundin Valerie ebenfalls mit Honig und Bienen zu tun. In Kalifornien macht sie eine Entdeckung, die ihr keine Ruhe mehr lässt. Valerie nimmt mehrmals die Verfolgung verdächtiger Personen auf und bringt sich öfters selbst in Gefahr. Sie will eine Story veröffentlichen und so wieder Sinn in ihren Alltag bekommen.

Der fachliche Hintergrund über Honig, Honigqualität und Bienenzucht war interessant, das meiste war mir bekannt, aber nicht alles im Detail.

Für einen Krimi hat mir die Spannung etwas gefehlt, aber trotzdem war ich mit der Aufklärung zufrieden.

"Goldenes Gift" ist ein gemütlicher Krimi, mit viel Lokalkolorit und einem Showdown am Ende.
30 reviews
May 4, 2025
Es war nicht mein erster Krimi von Tom Hillenbrand mit Xavier Kieffer, aber ich fand ihn schwächer als die Vorgänger. Sehr informativ, aber teilweise etwas flach und unglaubwürdig.
Profile Image for Fanny.
246 reviews
January 2, 2022
Normalerweise kaufe ich keine deutschen Bücher im Buchhandel weil sie sich immer interessant anhören, aber nie das halten was sie auf der Rückseite versprechen. Da dieses Buch bei Thalia als ein Bestseller gepriesen wurde dachte ich mir mal eine Ausnahme erlauben zu können.

Leider wurde damit meine Theorie aber mal wieder bestätigt. Zu aller erst: der Titel "Goldenes Gift." Anhand dessen dachte ich es würde um giftigen Honig gehen. Falsch gedacht. Es spielt nur einmal ein Honig eine "giftige" Rolle (an der Stelle habe ich mich echt gefreut und dachte das Buch kommt jetzt endlich in Fahrt!) und sogar die ist leider nur ganz kurz erwähnt und tötet nicht sonder verursacht Halluzinationen und Übelkeit.

Auf der Rückseite des Buches steht das Herr Kieffer ein ehemaliger Sternekoch ist. Dies wurde im Buch selber kein einziges Mal erwähnt so weit ich weiß, allerdings habe ich zum Schluss hin etliche Seiten übersprungen weil es alles so langweilig war.
Auch steht dort "...sondern auch um das Überleben der Bienen geht..." nennt mich verrückt, aber ich habe jetzt nichts herauslesen können was die Überlebenschance der Bienen stark verringern würde. Ja, es wird mit den Bienen auf genetischer Ebene gespielt, aber ich meine irgendwo wurde erwähnt das sie sich außerhalb des Labors nicht fortpflanzen können und ausserdem steht auf den letzten paar Seiten auch das die Arbeiterinnen die genetisch manipulierten Königinnen jedesmal getötet haben. Vielleicht hat derjenige der den kurzen Text hinten geschrieben hat das Buch nicht gelesen?

So, jetzt mal abgesehen vom irreführenden Titel und Zusammenfassung auf der Rückseite: die Erzählung kommt nur sehr langsam voran. Auch wenn was interessantes geschieht ist dies über unendlich viele seiten verstreut, die man getrost überspringen kann denn es passiert eh nichts das wichtig für die Geschichte ist. Der meiste Text wird verschwendet an verwirrenden Beschreibungen von der Luxemburgischen Topographie, irgendwelchen unverständlichen kulinarischen Begriffen (die ganz am Ende erklärt werden aber das habe ich erst bemerkt als ich fertig war mit dem Buch), und Valerie die leute verfolgt ohne dafür einen guten Grund zu haben, aber jedesmal auf Gold stößt.

Desweiteren fand ich die Geschichte unheimlich verzwickt mit viel zu viel Personen (ich musste mir mal wieder alle namen aufschreiben und habe nach 2 dinA4 endlich alle erfasst).

Interessant fand ich das Honig gepanscht wird mit Zucker, das wusste ich wirklich nicht.
This entire review has been hidden because of spoilers.
450 reviews1 follower
December 7, 2021
Als ein Stadtimker zerstochen auf einem Dach liegt glaubt jeder, das war ein Unfall. Aber Xavier hate auch ein paar Beuten an den Toten gegeben, um dann Honig zurückzubekommen und der ist misstrauisch. Zur gleichen Zeit in Amerika kommt seine Freundin Valerie einem Beutendiebstahl auf die Spur, doch noch hat sie keine Idee, was das bedeutet. Xavier in Luxemburg und Valerie meistens in Frankreich auf der mysteriösen Suche nach dem was dem Imker in Luxemburg geschehen ist und langsam, aber sicher wird klar, dass die beiden Fälle verknüpft sind.
Das Honig so gefährlich ist, war mir bisher noch nicht klar, doch das Buch Goldenes Gift von Tom Hilenbrand hat mich eines Besseren belehrt. Tom Hillenbrand nimmt uns Leser mit in die Geheimnisse des Honigs. Hier geht es nicht nur darum, was alles mit dem Honig passieren kann, sondern auch in die Welt der Biologie und Genforschung. All das wird umkleidet von einem Krimi, der in diesem Gewerbe sehr umtriebig ist. Der Autor bekommt es gut hin die Story und die regionalen Besonderheiten der Gegend, hier Luxemburg unter einen Hut zu bringen. Man kann sich sehr gut in diesem Raum orientieren und ebenso werde auch ein paar lukullische Besonderheiten angesprochen. Aber klar der eine Hauptdarsteller, Xavier, Eigentümer und Koch eines sehr guten Restaurants in Luxemburg ist und der, sehr authentisch, in diesen Fall hineinschlittert. Natürlich ist auch seine Neugier ein großer Antrieb von Xavier. Seine Freundin Valerie ist Journalistin eines internationalen Blogs, in dem Restaurants beurteilt werden. Ihre Neugier, die sie an den Tag legt, in ihrem Fall Honigdiebstahl und Honigpanscherei, ist schon berufsbedingt sehr ausgeprägt. So entwickelt sich eine sehr amüsante, aber auch spannende Story, die sich bis zum Ende sehr rasant entwickelt. Es helfen auch die kurzen Abschnitte, die in schnellen Wechsel zwischen den beiden Hauptakteuren hin und her wechselt. Sehr schön wird das Ganze am Ende, wie von selbst zusammengeführt.
Alles in allem ist das ein sehr interessanter regionaler Krimi, der mich Leser sehr gut in die Geheimnisse des Honigs mitnimmt und mir die Schönheit Luxemburgs näherbringt. Ich habe diesen Krimi mit Interesse gelesen und mich auf eine Reise mitgenommen gefühlt. Wer diese Art Krimis mag, sollte diesen lesen.
Profile Image for Jenni.
109 reviews
December 4, 2021
Es ist der siebte Fall für den Hobby-Ermittler und Chefkoch Xavier Kieffer. Dieser bezieht in seiner Heimatstadt in Luxemburg von einem Stadtimker seinen Honig. Zumindest bis dieser plötzlich tot aufgefunden wird..
Warum will Kieffers Koch plötzlich lieber Honig aus dem Supermarkt, als den von seinen eigenen Bienen? Und welchen Spuren ist Valerie in den USA mit den Bienenstöcken auf den Fersen?

Für mich war es der erste Fall um Kieffer und seine Freunde und kann sagen das es absolut möglich ist die Reihe unabhängig voneinander zu lesen. Allerdings hätte ich mir ab und an Mal doch die ein oder andere Hintergrundinfo gewünscht, die vermutlich einfach in den Bänden vorher angesprochen wurde.

Ich mochte sehr den bildlichen Schreibstil und auch die Beschreibung der Umgebung in Luxemburg. Man hatte oft das Gefühl mit den Charakteren durch die Gässchen zu schlendern. Auch gefiel mir die Verbindung der Nationalitäten der Charaktere sehr gut, von allen ist etwas dabei! Gerade die Szenen an der Theke mit Pekka waren unglaublich lustig.
Die Kapitellänge war angenehm und auch der Sprung zwischen den Perspektiven brachte eine tolle Abwechslung und Spannung in die Geschichte.

Für mich persönlich ein absolutes Highlight waren die Anekdoten aus der Gastronomie und der Küche, die für mich einfach sehr nachvollziehbar und amüsant waren (ich habe selbst in der Gastronomie gelernt :)) Noch dazu finde ich das Glossar am Ende des Buches gut gelungen.

Negativ aufgefallen ist mir vor allem ein Charakter (den ich hier aber nicht nennen möchte, damit ich niemanden spoilere und keine Vorurteile beeinflusse). Ich kam mit dieser Person einfach nicht auf eine Wellenlänge und war in jedem Abschnitt einfach nur genervt. Auch waren diese Abschnitte oft etwas zu konstruiert und nicht so nachvollziehbar.
Manchmal hatte ich kleine Probleme mit den eingebauten fremdsprachigen Ausdrücken, die meinen Lesefluss etwas gestört haben.

An sich war es eine angenehme Lektüre für zwischendurch und ich bin mir sicher ich werde die anderen Fälle von Kieffer auch noch lesen!
1,407 reviews7 followers
November 5, 2021
Ein kulinarischer Krimi
Als der Stadtimker, der auch für Xavier Kiffer einen speziellen Honig herstellt tot aufgefunden wurde und seine Bienen verschwunden sind, beginnt der ehemalige Sternekoch zu recherchieren.
Auch seine Freundin, die Gastrokritikerin Valérie Gabin hat in Kalifornien beobachtet wie Bienen nachts plötzlich in einen LKW verladen wurden.
Noch ahnen die Beiden nicht, dass sie einem weltweiten Skandal auf der Spur sind.

Die kulinarischen Krimis von Tom Hillenbrand sind keine gewöhnlichen Krimis. Hier ermittelt kein Kommissar sondern Xavier Kieffer ein sympathischer Koch und Restaurantbesitzer aus Luxemburg.
„Goldenes Gift“ ist bereits das 7. Buch der Xavier Kieffer Reihe.

Es geht in den Fällen meist um eine bestimmte Dinge, um ein Lebensmittel, was dann von Xavier Kieffer, dem ehemaligen Sternekoch näher beleuchtet wird.
In „Goldenes Gift“ geht es um den Honig und um die Panscherei mit Honig.
Man erfährt einiges über Lebensmittel-Panscherei und auch über Honig und Bienen.

Da es ja ein kulinarischer Krimi ist kommt natürlich auch das gute Essen nicht zu kurz. Xavier Kieffer kocht nicht nur in seinem Restaurant sondern geht auch gerne gut essen. Als Koch der früher selber in einem Sternerestaurant gearbeitet hat und als Lebensgefährte von Valérie Gabin der Gastrokritikerin kennt er natürlich die besten Restaurants. So läuft einem beim Lesen schon manchmal das Wasser im Mund zusammen.
„Goldenes Gift“ ist ein leichter und unterhaltsamer Krimi, mit vielen Informationen über Honig und Bienen.
Allerdings hat er mich nicht ganz so überzeugen können wie seine Vorgänger.
Profile Image for yesterday.
489 reviews3 followers
November 13, 2021
Zum siebten Mal rettet der Koch und Restaurantbesitzer Xavier Kieffer die kulinarische Welt Mitteleuropas. Wie gewohnt, kombiniert Tom Hillenbrand einen unterhaltsamen und lehrreichen Krimi mit einem (kulinarischen) Problem unserer Zeit.

Diesmal geht es um Bienen. Das Thema Bienensterben betrifft uns alle. Doch durch aktuellere Krisen wird die Biene leider immer wieder aus dem Bewusstsein verdrängt. Hillenbrand holt sie in “Goldenes Gift” vor den Vorhang.

Was passiert, wenn Bienen es nicht mehr schaffen, alle unsere Felder und Plantagen zu bestäuben? Mit dieser Zukunft beschäftigen sich nicht nur Politik und Wirtschaft. Der Luxemburger Xavier Kieffer und seine Lebensgefährtin Valérie Gabin entdecken, dass auch zwielichtige Personen sich dazu Gedanken machen.

Zur Abwechslung sterben hier im Krimi nicht nur Bienen, sondern auch ein Imker. Praktischerweise kannte Xavier ihn persönlich und nach ein paar Nachforschungen scheint da etwas ganz und gar nicht zu stimmen. Parallel dazu recherchiert Valérie über merkwürdige Diebstähle im Zusammenhang mit Bienenvölkern und gepanschtem Honig.

Die Krimis aus der Kieffer-Reihe lesen sich immer locker und sind ohne zu mahnend zu wirken, informativ. Wir treffen auch hier wieder “alte Bekannte”, lieb gewordene Nebenfiguren. Jeder Band kann aber auch wunderbar unabhängig voneinander genossen werden, man bekommt nie das Gefühl, Wissenslücken in Bezug auf die Figuren zu haben.
Profile Image for Galladan.
389 reviews3 followers
November 7, 2021
Interessanter Krimi mit Lokalkolorit und viel Fachwissen

Goldenes Gift: Ein kulinarischer Krimi. Xavier Kieffer ermittelt (Die Xavier-Kieffer-Krimis 7) von Tom Hillenbrand, erschienen im Kiepenheuer & Witsch Verlag am 4. November 2021.

Xavier Kieffer bekommt einen Anruf von seinem Imker, kurz darauf ist der Imker tot und Kieffer bemerkt, dass mehr und mehr Beuten des Imkers verschwinden. Derweilen ist Valérie Gabin in den USA unterwegs und beobachtet durch Zufall wie jemand ein Bienenvolk mitten in der Nacht entfernt. Das Paar fängt an Fragen zu stellen und Nachforschungen zu betreiben und finden einige Unregelmäßigkeiten im Honighandel.
Es geht um weltweiten Betrug im Honiggeschäft, Lebensmittelpanscherei und Schlimmeres. Der Leser bekommt viele Information zu Bienen und Honig und wie alles ineinandergreift.

Da sich Kieffer häufig zu Fuß bewegt, hat man immer mehr das Gefühl sich dort auszukennen und durch die regionale Küche, die immer wieder erwähnt wird, kann man sich richtig gut in diesen Krimi hineinversetzen.
Ich finde die Werbung für das Rauchen, inklusive Markennamen, nicht gut. Dafür habe ich einen Punkt abgezogen. Wie ein Sternekoch und eine Gourmetkritikerin sich so Geruchs- und Geschmackssinn zerschießen können, bleibt darüber hinaus auch unverständlich.
Profile Image for Karola.
812 reviews7 followers
January 6, 2022
Bienen, die Imkerei und gepanschter Honig – ein weltweit ausgetragener Plot!
Dieser Krimi spielt an diversen internationalen Schauplätzen: im Zentrum des kriminellen Geschehens steht die romantische Luxemburger Unterstadt und Umgebung, seit 1994 Unesco-Weltkulturerbe. Das angrenzende Saarland mit ihrer Universität, das nicht weit entfernte Paris sind weitere wichtige Stätten von mysteriösen Aktivitäten. Selbst in den USA, im Central Valley, der Kornkammer Kaliforniens besonders mit seinem großflächigen Obstanbau, spielt sich etwas Seltsames ab..
Akteure sind der ehemalige Sternekoch Xavier Kieffer und seine Langzeitfreundin Valerie Gabin, die als Gastrokritikerin eigentlich Gabin Sterne vergab für herausragenden Service von Restaurants weltweit.
Der Tod eines Imkers, der Honig auch für sein Restaurant produziert, lässt Xavier auf die Suche nach den verschwundenen Bienenstöcken gehen. Zeitgleich wird Valerie im Central Valley verwirrt durch den vermeintlichen Diebstahl von Bienenstöcken, die aber am nächsten Tag wieder an gleicher Position scheinbar unverändert abgestellt sind.
Fragen zur Reinheit des Honigs, überprüft in Speziallabors, und die weltweite Überflutung mit gepanschtem Honig sind Gegenstand dieses Krimis neben Genmanipulationen an Bienen und deren Überleben. Bei der Suche nach Antworten geraten beide Akteure in sehr gefährliche Situationen.
542 reviews
November 14, 2021
Das Geschäft mit dem Honig

Stadtimkern kommt immer mehr in Mode, das Geschäft mit dem Honig boomt, die Nachfrage ist groß. Auch der Koch und Besitzer des Deux Églises hat vom luxemburger Stadtimker Bienenstöcke aufstellen lassen und erhält so Honig mit einem eigenen Etikett. Doch dann wird gerade dieser Imker umgebracht, eigentlich sieht es nach einem Unfall aus, doch Xavier Kieffer glaubt nicht daran. Währenddessen ist seine Freundin Valérie in Kalifornien und kommt da mit geheimnisvollen Honigdieben in Kontakt. Ein neuer kulinarischer Krimi, wieder mit vielen Gerichten, die alle im Glossar erklärt werden. Viel Neues über das weltweite Geschäft mit dem Honig und ein Krimi, bei dem man sich lange fragt, wie denn wohl alle Fäden zusammen laufen werden. Ein guter Krimi, jedoch nicht der Beste aus der Reihe, aber das ist hier ein Jammern auf hohem Niveau. Besonders schön in diesen Zeiten: die tollen Beschreibungen von Luxemburg, die das Fernweh wecken.
12 reviews
June 16, 2022
Goldenes Gift ist genau wie seine anderen Romane eine Freude zu lesen.
Tom Hillenbrand verbindet wie immer Spannung und informativ gestaltete Themen mit charmanten Witz und einer fühlbaren Liebe zu Luxembourg.
Ganz besonders hat mir dieses Mal das mit eingehobene Thema Genetik gefallen. Ich hoffe sehr, dass er es in einem seiner Science-Fiction Romane aufgreift und vertieft.
Xavier Kieffer als Hauptrolle ist fantastisch dargestellt und ich fühle mich ihm sehr verbunden. Kein üblicher Held sondern ein ganz normaler Koch mit etwas zu viel Neugierde, ein wenig Pech und sehr viel Glück.
Am besten hat mir aber witzigerweise dieses Mal gefallen, dass der Verfolgte sich nicht umdreht, sondern sich aufs weglaufen konzentriert. Endlich mal jemand, der weiß, wie man flüchtet! Danke dafür 😊
Profile Image for Dragonreading.
296 reviews1 follower
July 19, 2022
Den Autor kannte ich bislang noch nicht, doch klang der Klappentext gut - Krimis mit kulinarischem Bezug haben das gewisse Extra für mich. Ein Koch, der recherchiert, als bei seinem Honiglieferanten die Bienenstöcke verschwinden und der Imker tot aufgefunden wird - eigentlich eine gute Idee für einen tollen Krimi. Die Story schlängelte sich so dahin, da es schon der 7. Band um den Koch war, habe ich mich gefragt, ob es besser gewesen wäre auch die anderen Teile zu kennen? Vielleicht wäre ich besser in die Geschichte hinein gefunden. So ließ sich das ganze zwar nett lesen, aber zu meinen Favoriten wird der Koch nicht werden, dafür waren mir doch zu viele unerklärliche Wendungen in der Geschichte. Wer leichte Sommerlektüre mag, ist hier gut beraten - Tiefgang fand ich leider nicht.
7 reviews
February 1, 2025
Wie jeden Winter lese ich eine Ausgabe. Nun war es diese. Wie schon im letzten Jahr werde ich die Erzählung langsam müde, es liegt vielleicht daran dass ich aus Luxemburg stamme und die ganzen Beschreibungen welche man in jedem Buch findet, zwar eine tolle Erinnerung an meine Heimat sind, sich aber leider zu sehr wiederholen. Auch allgemein war das Thema weniger meins und ich hatte mit etwas Realistischerem gerechnet, ausser dieses Szerario gibt es wirklich. Das erste Buch und letzte Ernte bleiben meine Favoriten. Vielleicht aber auch weil ich sie in noch grösseren Abständen gelesen habe.
Profile Image for Marion.
61 reviews
January 1, 2022
Hatte mich sehr auf die Fortsetzung der Xavier-Kieffer-Reihe gefreut, leider hat mich der neue Band etwas enttäuscht, zum Teil war es zähflüssig wie Honig. Schade, die Story an sich hatte Potenzial.
122 reviews
April 25, 2022
Originell wie immer weil es in Lux spielt. Und interessantes Thema-Bienen und Honig
15 reviews
August 18, 2025
Hat mir wieder gut gefallen. Ich freue mich schon sehr auf den nächsten Teil, der in Kürze erscheinen wird!
103 reviews
January 2, 2025
Ich habe bereits mehrere Bücher des Autors gelesen.
Das zählt zu den besseren (weil nicht ganz so langatmig).
Ich frage mich, ob die Themen auf einer realen Grundlage basieren. Dh ich bin überzeugt, dass viele Aspekte gut recherchiert sind, ob die Forschung tatsächlich so weit ist, weiß ich nicht. Vorstellbar wäre es...
Und ich hoffe sehr, dass die Nahrungsmittelindustrie sich wenigstens an einige ethische Grundsätze hält.
Profile Image for Helma.
162 reviews6 followers
November 21, 2022
Nicht übermäßig spannend, aber nach dem ich über die Honigpanscherei gelesen habe, bin ich froh, dass ich meinen Honig direkt vom Imker beziehe. 😐
Displaying 1 - 24 of 24 reviews

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