Bestsellerautor Albrecht Müller zeigt, dass und wie sich die Verhältnisse grundlegend verschlechtert haben. Die Revolution ist überfällig! Aber leider im Grundgesetz nicht vorgesehen …
Der Idee nach haben wir eine schöne Demokratie, tatsächlich aber verhärtete Verhältnisse: Die Einkommen sind ungerecht verteilt. Große Vermögen in wenigen Händen und Finanzkonzerne beherrschen die Wirtschaft. Die Parteien sind programmatisch entkernt, die Medien konzentriert und meist angepasst. Frieden? Gemeinsame Sicherheit? Stattdessen wird auf Konfrontation und Kriegsvorbereitung gesetzt, fremdbestimmt von den USA. Europa zerbröselt. Die Revolution ist überfällig, resümiert Albrecht Müller, aber es wird sie nicht geben. Sein Rat an Gleichgesinnte: Tut euch zusammen, verhindert das Schlimmste und setzt auf bessere Zeiten!
Bereits am Anfang des Buches entsteht der Eindruck eines verbitterten, frustrierten, alten Mannes, wenn er in der Einleitung schon vorweg greift, dass ihm eh niemand zu hört. Er reist dann unglaublich viele Themen an, widmet jedem aber nur 3-4 Seiten, was deutlich zu kurz ist. Zum Beispiel um zu erklären, wieso er sich von der USA freisetzen will, da sie zu imperialistisch und nicht auf Partnerschaft aus sind, aber sich im nächsten Kapitel China annähern will. Das kann man vielleicht argumentieren, aber sollte das dann auch irgendwie tun. Weiterhin ist es komisch, wie in einem Buch über Probleme unserer Zeit die Klimakrise nichtmal eine Seite füllt. Könnte daran liegen, dass er beim ersten erwähnen schreibt, dass sich die Wissenschaft nicht sicher ist, ob es einen Klimawandel gibt oder nicht. Was will man auch von einem Buch erwarten, dass im Titel schon kapituliert? Einfach nicht lesen.
Albrecht Müller schafft auch in diesem Buch, gerade in diesem, die Leser in den Bann zu ziehen und allerhand Dinge zu berichten, die man vergeblich in „Qualitätsmedien“ sucht. Vieles hat Zeug, die Leser zu schockieren. Bei so mancher Darlegung der Ereignisse schnappt man nach Luft und fragt sich, ob wir so langsam in der Bananenrepublik gelandet sind. Oder haben wir diese noch nie so wirklich verlassen? Nüchtern, sachlich schildert Albrecht Müller diese unzumutbaren Zustände. Vllt auch deshalb wirken sie noch krasser und schockierender. Und es wird schnell auch dem Blinden mir Krückstock klar, dass dieser Unfug sehr bald und sehr schnell geändert gehört. Und zwar zu den Gunsten der Menschen, die in Frieden leben und ihre Kinder und Enkel aufwachsen sehen wollen. Die Frage ist bloß, welche Kraft möchte sich mit dieser Herkulesaufgabe befassen. Schauen Sie ins Inhaltsverzeichnis. Die Überschriften geben einen guten Überblick. Zu jedem Punkt findet man reichhaltige, spannende Inhalte. Und sie alle zusammen erklären den Titel.
Fazit: Dieses Buch ist ein Augenöffner, auch für Fortgeschrittene. Unbedingt lesen. Und im Freundes- und Bekanntenkreis ausdiskutieren.