Die Autorin ist, wie so oft in Werken des Junius Verlags, sehr bemüht, der Inhalt liest sich durchaus interessant und die dargebotenen Theorien und Bezüge etwa auf Umberto Ecos „Die Poetik des offenen Kunstwerkes“, Rüdiger Bubners „Über einige Bedingungen gegenwärtiger Ästhetik, Kants „Kritik der Urteilskraft“, Adornos „Ästhetische Theorie“ oder Bourriauds „Esthétique relationelle“ sind interessant und geben einen Einblick um verschiedene Ansätze der Bestimmung der Gegenwartskunst. Nichtsdestotrotz hat dieses Werk ein ähnliches Problem wie andere Überblickswerke: Durch die Begrenztheit der Seiten muss sich eine Auswahl des Inhalts ergeben, und diese Auswahl scheint für einen Laien zwar nicht willkürlich, aber auch nicht unbedingt hilfreich getroffen. Ein hochinteressantes Werk, das mich als Laien aber nicht unbedingt mit einem Gefühl entlässt etwas "Konkretes" systematisch gelernt zu haben.