Holly Wakefield arbeitet als Kriminalpsychologin. Ihr Spezialgebiet: Serienmörder. Es gibt einen guten Grund, weshalb sie die Beste in ihrem Job ist - aber den behält sie für sich. Als Detective Inspector Bishop von der Met Police Holly kontaktiert, um einen Mordfall zu untersuchen, ist Holly entsetzt von den brutal zugerichteten und theatralisch positionierten Leichen. Bishop sieht diese Verstümmelungen nicht zum ersten Mal, und bald ist klar: Da draußen ist ein Serienmörder. Und er wird wieder töten.
Holly ist es gewohnt, sich in die Psyche von Mördern hineinzuversetzen. Aber dieser Killer hat etwas mit ihr gemeinsam, das sie seit Ewigkeiten geheim hält. Zum ersten Mal seit ihrer Kindheit ist Holly gezwungen, sich ihrer dunklen Vergangenheit zu stellen ...
Ganz in Ordnung, aber kein Leseerlebnis: Zwar ist der Thriller mit einigen spannenden Exkursen in die Geschichte berühmter Serientäter an sich recht gut konstruiert, aber der Wow-Effekt hat sich nie eingestellt. Tatsächlich massiv gestört haben mich so manche stigmatisierende Begrifflichkeiten (geisteskrank, Irrenanstalt, Insassen), die in der heutigen Zeit wirklich nicht mehr sein müssen. Auch eine bemühte Wortgewandtheit und gleichzeitig zahlreiche Wortwiederholungen, die nichts mit einem rhetorischen Stilmittel gemein haben, haben meine Begeisterung stets im Zaum gehalten. Und nicht zuletzt haben so manche Dialoge, die zwanghaft intelligent wirken wollten, für ein Stirnrunzeln und unverständliches, genervtes Hochziehen der Augenbrauen gesorgt. Abgesehen davon ist der Auftakt wirklich nicht schlecht, aber mich persönlich animiert er nicht dazu, Folgebände zu lesen.
1.5 Sterne -langatmige Ausschweifungen über die Psychologie der Killer (eher das Gefühl in einer Kriminologie Vorlesung zu sitzen und nicht einen Thriller! zu lesen) -kaum/keine Spannung -oberflächliche Charaktere -sehr schön gestaltetes Cover -flüssiger Schreibstil Fazit: Für mich war das leider kein gelungenes Debüt und gerade am Anfang hat man sich gefühlt als würde man einen zweiten Band lesen. Zudem kam für mich kaum Spannung auf, was ich bei einem Thriller einfache erwarte. Dennoch war der Schreibstil sehr flüssig und gut lesbar.