Mächtige Dynastien, ein rachsüchtiger Geist und ein undurchsichtiger Verbündeter. Seit Cass' Familie durch dunkle Magie ermordet wurde, hat sie der Hexerei abgeschworen. Der einflussreiche Hexer Richter Wittmore hat sie bei sich aufgenommen und versucht sie vom Gegenteil zu überzeugen. Sie weigert sich. Als es jedoch zu mehreren mysteriösen Todesfällen in der Gegend kommt und Wittmores Tochter Sarah-Ann versucht, in einer Séance Kontakt mit dem letzten Opfer aufzunehmen, erscheint stattdessen Cass der Geist einer vor langer Zeit hingerichteten Hexe. Und offenbar trachtet jemand auch Cass nach dem Leben. Wem kann sie noch trauen? Dem gut aussehenden Luke, der ihr seine Hilfe anbietet? Oder verfolgt er womöglich ganz eigene Pläne?
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Lynn Raven lebte in Neuengland, USA, ehe es sie für einige Jahre nach Deutschland verschlug. Zurzeit wechselt sie zwischen beiden Ländern hin und her. Als Autorin ist sie in der Urban und High Fantasy gleichermaßen zu Hause und ebenfalls unter dem Namen Alex Morrin erfolgreich. Besonders bekannt sind aber ihre sowohl bei Jugendlichen wie Erwachsenen beliebten All-Age-Romane "Der Kuss des Dämons", "Das Herz des Dämons" und "Das Blut des Dämons".
Wir Fans von Lynn Raven mussten ja eine ganze Weile auf ein neues Buch von ihr warten, vor drei Tagen war es aber endlich soweit und "Witchghost" hat die Welt erblickt. Nachdem die Autorin mich schon einmal im Dark Fantasy Genre mit "Blutbraut", welches zu einem wahren Jahreshighlight geworden ist, überzeugen konnte, hatte ich natürlich auch hohe Erwartungen an "Witchghost". Ganz an "Blutbraut" kommt die Geschichte von Cass und Luke nicht heran, aber auch hier reißt Lynn Raven mit dem dunklen, mysteriösen Mix aus Fantasy, Romanze, Krimi und einigen wohl platzierten Horror-Elementen mit.
Das Cover zeigt (wie eigentlich bei allen Standalones der Autorin, die im cbj-Verlag erschienen sind) das Close-Up einer Frau. Das hier abgebildete Modell hat dunkle Haare, einen stechenden Blick, rote Lippen und trägt ein weißes Kleid, wodurch sich ein interessanter Kontrast aus Hell-Dunkle mit einigen roten Akzenten ergibt. Abgerundet wird der mystische Effekt durch Nebelschwaden, die sich um den Kopf der Frau legen und die Andeutung eines düsteren Waldes im Hintergrund. Ob das Modell nun unsere Hauptfigur Cass, oder vielleicht den Geist der Hexe, die der Geschichte ihren Namen und ihre Spannung gibt, darstellen soll, ist mir nicht ganz klar, da es zu beiden nicht zu 100 Prozent passt. Da mir die Gesamtatmosphäre und Ausstrahlung des Covers aber sehr gut gefällt, ist das kein großes Problem. Das Hexen-Motiv wird auch innerhalb des Buches an den Kapitelanfängen umgesetzt. Hier ist jeweils ein Pentagramm zusehen, das bei den Erzählenden der Familie Castairs mit unterschiedlich vielen Blumen verziert ist, während bei Sarah Ann Wittmores Perspektive das Pentagramm auf dem Kopf steht und mit jedem Kapitel mehr Blätter verliert. Das finde ich sehr spannend umgesetzt, da mir die subtilen Änderungen während der ersten Kapitel gar nicht aufgefallen sind.
Erster Satz: "Die Katze starrte mich an."
Lynn Raven beginnt ihre Geschichte gleich aus mehreren Perspektiven. Zuerst lernen wir unsere Ich-Erzählerin Cassandra Castairs kennen, die bis zu ihrem 18. Geburtstag bei der Familie Wittmore in Neuengland unterkommen soll, da ihre gesamte Familie in kurzer Zeit auf geheimnisvolle Art gestorben ist. Unterbrochen wird ihre Erzählung immer wieder durch kurze Einschübe aus der Vergangenheit, in der Cass´ Urahn William Castairs als personaler Er-Erzähler fungiert und durch kurze Einblicke in Sarah-Ann Wittmores Leben, der Tochter von Cass´ Gastgeber, in der Jetzt-Zeit. Wie die drei Handlungsstränge miteinander verbunden sind und weshalb Lynn Raven ausgerechnet diese Figuren zu Erzählern gemacht hat, erfahren wir erst im Laufe der Geschichte. Schon die Zeitebenen alleine wären verwirrend genug, hinzukommt, dass die Autorin schon in den ersten Kapiteln mit Spezial-Begriffen wie "Coven", "Richter" oder "Vertrauter" um sich wirft, ohne diese genauer zu erklären. Auch im späteren Verlauf der Geschichte wartet man vergeblich auf eine genauere Einführung in die Welt der Hexen und muss sich fast alles aus dem Zusammenhang erschließen. Zuerst irritierte mich das sehr, aber dann habe ich mit der Zeit begriffen, dass genau diese Überforderung beim Lesen auch einen Teil des Reizes der Geschichte ausmacht.
"Da war eine Baumwurzel unter den Blüten... Ich legte die Fingerspitzen auf sie, schickte das Brennen zu ihr. Es strich über meine Haut. *Castairs... Hexe...* Wie ein Flüstern. Etwas, das man hörte, ohne es verstehen zu können. Oder sich daran erinnern. Ich schloss die Augen. Atmete tief und langsam aus. Ein. Aus. *Castairs... Schwester...*"
Nach sehr verwirrenden ersten Seiten in denen wir mit etlichen neuen Namen, Zusammenhängen und Gruppierungen konfrontiert werden und uns in der präsentierten Welt erst einmal zurechtfinden müssen, wird die Handlung ein weniger beständiger als Cass sich auf dem Anwesen der Wittmores einlebt. Die Fragen werden jedoch nicht gerade weniger: Was wollen die Wittmores von Cass? Was hat es mit den mysteriösen Todesfällen in der Gegend auf sich? Wer ist der Geist, der Cass immer wieder erscheint? Auf welcher Seite steht Luke? Welche Fähigkeiten hat er als sogenannter "Vertrauter"? Genau wie Cass wird man vollkommen unvorbereitet in immer neue Situationen geworfen und muss sich vieles selbst erschließen. Das macht die Geschichte anspruchsvoll zu lesen, ist aber äußerst kurzweilig und ermöglicht einen stärkeren Fokus auf die Handlung an sich. Trotz, dass das Buch ein wahrhaftiger Schmöker ist, habe ich es runtergelesen wie 200 Seiten. Die ständig brodelnde Grundspannung, die vielen mystischen Zwischenfälle, Actionszenen, das abwechslungsreiches Setting und nicht zuletzt die Vielfalt an verschiedenen Gefühlen, die hier präsentiert werden, machen das Buch zu einem einzigen Abenteuer, von dem ich gar nicht mehr wollte, dass es zu Ende ging.
"Irgendwie kam ich mir gerade vor wie die Heldin in einem schlechten Horror-Film, die ab einem gewissen Punkt mehr Fragen als Antworten hatte und obendrein noch sehenden Auges in ihr Verderben rannte."
Als ich gelesen habe, es ginge hier um Hexen, war ich mir im ersten Moment nicht ganz sicher, wie ich das finden soll, da dieses Thema genau wie Vampire mittlerweile ein kleines bisschen überstrapaziert ist. Lynn Raven schafft es hier jedoch, alle möglichen Elemente aus Mythen, Sagen, Legenden und Realität zu vermischen, sodass eine Geschichte entsteht, die man noch nie in dieser Form gelesen hat. Geister, Hexen, Tierflüsterer, Zirkel, Rituale, Morde - das ergibt einfach ein unwiderstehlicher Mix. Dazu schreibt Lynn Raven sehr flüssig und leicht verständlich, worunter aber nicht der Detailreichtum der Geschichte leidet. Gefühle bannt sie greifbar in die Seiten und schafft es immer wieder aufs Neue, den Seelenzustand der Protagonistin auch sprachlich zu verkörpern: mal dominieren malerisch schöne Beschreibungen das Bild, in anderen Szenen bekommen wir abgehackte, gehetzte Szenenbeschreibungen in Form von Ein-Wort-Sätzen und Wiederholungen vorgesetzt. Trotzdem schafft es die Autorin in all der dunklen, von Angst und Leidenschaft geprägten Stimmung wunderbar modern und unheimlich erfrischend zu erzählen und Szenen durch humorvolle, sogar ironische Bemerkungen aufzulockern. Natürlich ist irgendwie von Anfang an klar, dass Cass sich in Luke verlieben und das Rätsel um die Morde lösen muss muss. Der Grundverlauf der Handlung ist also relativ vorhersehbar, durch den großen Facettenreichtum und den tollen Schreibstil der Autorin, bildet sich jedoch bald eine unerbittliche Sogwirkung aus.
"Wieder ein Fluch. Noch einer, gefolgt von einem weiteren Schrei. Noch einem. Krachen. Prasseln. Wieder Flüche... Gefolgt von Stille. Die blieb. Lange - "
Auch bezüglich der Figuren wird nur wenig erklärt. Hat Cass nun magische Fähigkeiten? Wurde sie zur Hexe ausgebildet? Was ist mit ihrer Familie passiert? Zwar lesen wir die Geschichte über die meiste Zeit aus ihrer Perspektive, sie ist jedoch keine besonders redselige Erzählerin und teilt mehr spöttische Gedanken als Gefühle oder Erinnerungen mit uns. Insgesamt habe ich sie dadurch als zwar sehr interessanter aber auch etwas eigenwilliger Charakter empfunden. Auf der einen Seite tritt sie als machtvolle, kämpferische Castairs Hexe auf, auf der anderen Seite ist da das verstörte Mädchen, das seine Familie verloren hat. Für eine wirkliche Entwicklung bleibt neben der sehr dominanten Handlung nicht wirklich Raum, das wird aber dadurch wettgemacht, dass wir sie nur nach und nach kennenlernen und die Dynamik in ihrer Person also aus einer zunehmenden Öffnung auch gegenüber dem Leser besteht.
"Hier war... nichts. Als würde sich alles vor einem unsichtbaren Raubtier ducken und den Atem anhalten. Ein Raubtier, das sich nach Hexerei anfühlte. Dunkel. Alt. Und faulig..."
Überrascht hat mich auch, dass die Liebesgeschichte sehr stark im Hintergrund steht. Luke ist zwar ein netter Kerl, bleibt hier aber deutlich blasser, als ich das von z.B. "Blutbraut" gewohnt war. Über den dortigen Love Interest, Joaquín, könnte ich seitenweise schwadronieren, Luke hingegen ist echt nicht schlecht, wird mir aber keine schlaflosen Nächte bescheren. Positiv gesehen läuft die sich anbahnende Liebe zwischen Luke und Cass aufgrund der fast vollkommen fehlenden Romantik an keiner Stelle Gefahr, kitschig oder nervig zu werden. Kritisch betrachtet bekommen wir erst gegen Ende die erotische Anziehungskraft zwischen den Beiden mit und können die wachsende Nähe zwischen der geheimnisvollen Hexe und ihrem zwielichtigen Vertrauten nur erahnen. Wer also auf glühende Liebesszenen und Liebe, Drama, Wahnsinn wartet, wird wahrscheinlich enttäuscht. Wer jedoch dem Romantik-Anteil in Fantasy-Geschichten sowieso keine große Bedeutung beimisst, wird hier von der rasanten Handlung überzeugt werden.
"Die Toten tun dir nichts, Cassandra", hatte Granny immer gesagt. "Du musst nur die Lebenden im Auge behalten. Und jene, die zurückkommen."
Als die Geschichte gegen Ende nochmal auf einen absoluten Showdown zuging, begann ich die Vorhersehbarkeit des Buches noch einmal zu hinterfragen und war mir plötzlich absolut nicht mehr sicher, wie das alles wirklich ausgehen würde. Irgendwie hatte ich so das Gefühl, dass Lynn Raven da tatsächlich alles zuzutrauen wäre. Ich hielt alle virtuellen Daumen für meine Protagonisten gedrückt, dass sie doch bitte - bitte - ein halbwegs schönes Ende finden würden. Anscheinend haben meine Stoßgebete zum Lesegott auch etwas gebracht, denn auch wenn das Ende viel zu kurz war und eine Menge Potential verschenkte, bekamen eigentlich alle alles was sie wollten.
Fazit:
Ein dunkler, mysteriöser Mix aus Fantasy, Romanze, Krimi und einigen wohl platzierten Horror-Elementen. Schreibstil, Handlung und Figuren sind mal wieder "typisch Lynn Raven", was leicht enttäuscht sind die Liebesgeschichte und das Ende.
MEINE MEINUNG Seit einiger Zeit bin ich wieder total im Fantasy-Fieber, weswegen mir die Veröffentlichung von "Witchghost" sehr gelegen kam. Obwohl mir der Name der Autorin nicht unbekannt war, hatte ich zuvor noch nie etwas von ihr gelesen, war aber sehr gespannt.
Obwohl Cass einer sehr mächtigen Hexen-Familie entstammt, hat sie der Hexerei den Rücken zu gekehrt. Seitdem ihre Eltern bei einem Feuer ums Leben gekommen sind, möchte sie mit der Welt der Magie nichts mehr zutun haben. Der einflussreiche Hexer Wittmore möchte sie wieder ans Hexen bringen, wenn auch zunächst ohne Erfolg. Als Cass allerdings von den mysteriösen Morden der Umgebung erfährt und beginnt, den Geist einer längst verstorbenen Hexe zu sehen, widmet sie sich doch wieder mehr ihren Kräften und ist fest entschlossen, das Mysterium zu klären.
Cass war mir leider das ganze Buch über durchweg unsympathisch. Sie hat ihre Eltern erst vor knapp einem Jahr in einem Feuer verloren und auch ihre Großmutter ist kurz darauf gestorben, weswegen sie nun von Pflegefamilie zu Pflegefamilie geschickt wird, bis sie endlich volljährig ist. Sie ist ganz schlau und pfiffig, aber leider kann ich nicht mehr positives über sie sagen. Sie hat eine unglaublich sture Art, die auf Dauer wirklich anstrengend wurde. Sie hat gelernt, nicht gleich jedem zu vertrauen, was zunächst gar nicht mal so blöd ist, allerdings bemüht sie sich auch gar nicht, ihre Mitmenschen zunächst näher kennen zu lernen. Sie schreibt jeden Menschen in ihrem Umfeld gleich ab, steckt ihn in eine Schublade und lässt dort auch niemanden mehr raus. Insgesamt war sie für mich bis zur letzten Seiten einfach zu unnahbar und als Protagonistin zu verschlossen. Ich hatte am Ende nicht wirklich das Gefühl, sie sonderlich gut zu kennen, obwohl ich knappe 500 Seiten mit ihr verbracht habe.
Ansonsten sind alle andere Figuren eher Nebenfiguren, die Cass' unsympathische Art ausstehen müssen - manche haben es mehr verdient, als andere. Insgesamt waren die meisten Figuren allerdings eher böse Teilnehmer der Geschichte, bis auf Luke, den ich persönlich sehr lange einfach nicht einordnen konnte. Ich finde einfach, dass es in dieser Geschichte zu viele Antagonisten gibt, ein paar stellen sich offensichtlich gegen Cass, bei anderen merken wir es erst im Laufe der Handlung, aber insgesamt hatte sie eigentlich niemanden auf ihrer Seite, was ich sehr schade fand.
Der Roman ist größtenteils in der Ich-Form aus Cass' Perspektive geschrieben worden. Einige Kapitel sind in der Er- oder Sie-Form aus den Perspektiven anderer Charaktere verfasst worden, einige davon auch in der Vergangenheit, was ich sehr mochte. Mit dem Schreibstil an sich bin ich leider ebenfalls nicht warm geworden. Besonders zu Beginn ist es mir wirklich schwer gefallen, dem Buch zu folgen und ich wollte es öfters wieder zur Seite legen und abbrechen, was ich bei Rezensionsexemplaren aber noch nie gemacht habe - also habe ich mich aufgerafft und mit der Zeit habe ich mich schließlich an den Stil gewöhnen können, auch wenn er mich nie vollkommen packen konnte.
Aber kommen wir mal zur Handlung. Der Klappentext klang sehr spannend und weil ich selbst bisher eher wenig über Hexen gelesen habe mich eigentlich immer eher in Fae- und Vampir-Universen befinde, war ich sehr gespannt.
Leider war es ganz anders, als erwartet und ich weiß nicht einmal so recht, wo ich hier anfangen soll.
Wie bereits erklärt, wandert Cass nach dem plötzlichen Tod ihrer Eltern von Pflegefamilie zu Pflegefamilie. Diese sind ebenfalls allesamt Hexen-Familie und alle wollen Cass wieder dazu bringen, sich wieder der Magie zu widmen, ebenso auch der Richter Wittmore. Warum das alle so dringend wollen? Weiß ich irgendwie nicht so recht.
So, aber das erstmal zur Grundlage. Das Buch selbst spinnt zwei Handlungsstränge, die eigentlich gar nicht so viel miteinander zutun haben. Auf der einen Seite steht der Tod von Cass' Eltern, denn es wird schnell klar, dass das Feuer kein Unfall war und Cass beginnt, eher nebenbei, sämtliche Dinge zu hinterfragen. Insgesamt steht dieser Handlungsstrang aber eher im Hintergrund. Dann haben wir aber noch die Geschichte von Sarah Warren, einer Hexe, die vor ewigen Zeiten hingerichtet worden ist und nun nach einer Séance als Geist auf der Erde wandelt. Klingt beides erstmal sehr spannend, ist aber leider sehr schwach umgesetzt worden.
Zunächst einmal fehlten mir einige Erklärung zur Welt der Hexen. Es gab vieles, was ich nicht verstanden habe und vieles, was mir zu oberflächig erklärt worden ist, sodass ich mir vieles selbst zusammen gereimt habe, was aber auch nicht ganz Sinn der Sache ist- finde ich.
Dazu kommt, dass die Geschichte unglaublich vorhersehbar war. Wie gesagt fand ich die Idee und die Grundlage wirklich gut, aber leider habe ich nach wenigen Kapiteln geahnt, wie es ausgehen würde und all meine Vermutungen sind dann tatsächlich eingetreten, was etwas schade war. Ich bin eigentlich wirklich super schlecht darin, foreshadowing zu erkennen und bin bei jedem noch so offensichtlichen Hinweis doch letztendlich überrascht - eigentlich. Hier gab es für mich keine plötzlichen Wendungen, kein spannendes Finale und nichts Überraschendes.
Auch die angeteaserte Liebesgeschichte fehlte für mich komplett. Beziehungsweise existierte da schon etwas, aber das war so inszeniert, dass ich es kaum wirklich ernst genommen habe. Für mich gab es da kein Feuer, nicht mal einen Funken zwischen dem angeblichen Liebespärchen und in meinen Augen hat Cass Luke eher nur benutzt, als dass sich zwischen ihnen eine wirkliche Beziehung entwickelt hat.
FAZIT Ich kann nur sagen, dass ich die Idee und auch zunächst die Vibes und Atmosphäre total mochte. Auch die (leider viel zu wenigen) magischen Szenen habe ich sehr gemocht und vor allem das Prinzip von Sarah Warren, einer Hexe, die nun als Geist auftaucht, fand ich klasse. Insgesamt wurde es einfach zu langweilig und vorhersehbar umgesetzt, was mich total enttäuscht hat.
Ich würde so gerne davon schreiben, wie toll dieses Buch war, aber leider kam es nicht ansatzweise an andere Werke der Autorin heran. Dass man fast keine Erklärungen zur Welt und Magie der Hexen bekommt hätte ich ja noch verzeihen können, aber leider war dieses Buch einfach ein bisschen langweilig. Vor allem das Ende war so untypisch unspektakulär für ein Lynn Raven Buch und viele der über 500 Seiten drehten sich um Shoppen, Mädchenabende und die Sache mit der Tierquälerei (letzere hat einfach irgendwie gar nicht in das Buch gepasst, finde ich). Dann wurde noch auf 2 Seiten die Hintergrundgeschichte des männlichen Hauptcharakters besprochen, der generell einfach zu blass und uninteressant war. Sonst waren die männlichen Charaktere in Ravens Büchern immer facettenreich und so mysteriös, hatten dunkle Geheimnisse und waren romantisch. Luke allerdings ist nichts davon und sein Hintergrund spielt für den Verlauf des Buches auch keine Rolle. Auch nicht, dass er ein Vertrauter ist. Ich bin sowieso verwirrt, was die Handlung angeht? Am Anfang wird angedeutet, dass es dem Richter darum geht, Cass in seinen Coven (übrigens einer von vielen Begriffen, der nicht erklärt wurde) zu holen und, dass er eventuell etwas mit dem Tod von Cass' Familie zu tun hat, aber dahingehend wird gar nichts so richtig aktiv aufgeklärt. Der zweite Handlungsstrung um Sarah Warren war zwar mit mehr Action verbunden, aber ebenfalls unzureichend erklärt und endete eben mit diesem so antiklimaktischem Finale. Ich hatte auch so meine Probleme mit der Protagonistin. An manchen Stellen kam sie sehr eingebildet und besserwisserisch rüber und Luke hat sie teilweise wie ihren Diener behandelt. Kein Wunder, dass Ann sie nicht leiden konnte und ein weiterer Grund, warum die Liebesgeschichte in diesem Buch so unglaubwürdig war. Bis auf ein einziges Mal hat sie im ganzen Buch nur an sich selbst gedacht. Was ich an dem Buch mochte waren die Idee und Pointers und eigentlich auch die (weinige) Magie. Es war auch schön, mal wieder ein deutsches Buch zu lesen und ich mag Ravens Bücher immer noch. Tatsächlich habe ich mich mehrmals beim Lesen dabei ertappt, wie ich mir gewünscht habe, jetzt Blutbraut in den Händen zu halten. Es ging ja thematisch schon sehr in diese Richtung. Ich werde es bestimmt bald nochmal lesen.
#LynnRaven diese Autorin bedeutet Kindheit für mich. Ohne Witz: Eines der ersten “erwachseneren” Bücher waren Der Kuss des Kjer und das unter ihrem Pseudonym veröffentlichte Buch Der Spiegel von Feuer und Eis. Mein Gott, habe ich diese Bücher geliebt. Und als ich dann vor wenigen Wochen dieses Buch als Rezensionsexemplar gelistet gesehen hatte, musste ich es einfach anfragen.
Der Anfang ließ mich jedoch urplötzlich zweifeln. Ich hatte mir ein etwas erwachseneres Buch vorgestellt. Dass das Buch dann doch so YA war, hatte mich etwas abgeschreckt. Doch nach meiner anfänglichen Überraschung ließ ich mich doch darauf ein und musste feststellen, dass sich hier ein gutes, wenn auch an mancher Stelle unvollständig wirkendes Buch verbirgt. Die Storyline, die sich um eine 17-jährige dreht, die mehr oder minder auf der Suche nach den Möder*innen ihrer Familie ist und gleichzeitig eine Hexe ist, die mit dergleichen nichts zu tun haben wirkte doch irgendwie neu auf mich. Tatsächlich enpfand ich die Storyline mit am schwächsten, während mich die Charaktere sehr verzaubert haben und ich besonders die Gespräche absolut liebte.
Der Schreibstil ist locker und immerzu lustig. Ich hatte mich oft mit einem Grinsen auf den Lippen erwischt. Andere Male empfand ich die ein oder andere Floskel der Protagonistin deplatziert, zu altmodisch (für eine 17 jährige im Jahr 2021) und/oder nicht verständlich (ein paar Mal musste ich echt nachdenken, in welchem Kontext das nun stand). Auch manche Andeutungen im Buch, musste ich mehrere Male lesen, bis ich sie raffte, was mir bisher so nicht oft passiert ist.
Insgesamt also ein ganz solides Buch, welches ich als leicht-lockere Ferienlektüre empfehlen kann. Meinen Vorstellungen von damals, wurde es leider jedoch nicht gerecht. 3,5/5 Sterne ⭐️
Ich war wirklich total gespannt auf mein erstes Buch der Autorin. In der Geschichte begleiten wir Cass, die nach dem Tod ihrer Familie der Hexerei abgeschworen hat. Dem Hexer Richter Wittmore, bei dessen Familie sie unterkommt, gefällt das jedoch gar nicht. Dann kommt es jedoch zu einigen mysteriösen Todesfällen...
Die Grundidee der Geschichte der Geschichte hat mir echt gut gefallen und das Hexenthema hat mich von Anfang an total fasziniert. An den Schreibstil und die verschiedenen Perspektiven musste ich mich erstmal gewöhnen, aber dann ließ sich das Buch sehr flüssig lesen.
Besonders Cass war eine überraschend taffe und starke Protagonistin, die definitiv weiß was sie will. Sie hatte ihre Ecken und Kanten, was erfrischend war und mir richtig gut gefallen hat. Allgemein fand ich, dass die Charaktere sehr gut und einzigartig ausgearbeitet wurden. Die Handlung selbst war auf jeden Fall spannend und besonders mochte ich die düstere und geheimnisvolle Stimmung. Trotz dessen hätte ich mir mehr Erklärungen zum Setting und zu einigen Geschehnissen gewünscht. Man wird schon zu Anfang ohne Vorwarnung in Die Welt geworfen, was ich zwar spannend fand, jedoch hätte ich mir wenigstens zu einem späteren Zeitpunkt mehr Informationen gewünscht. Viele Fragen sind offen geblieben. Teilweise haben mich dadurch die Handlung und die Wendungen eher verwirrt und die Geschichte konnte mich nicht so richtig packen. Was ich leider auch vermisst habe war die versprochene Lovestory, die meiner Meinung nach sehr im Hintergrund bleibt.
Für mich war es eine interessante Hexengeschichte für zwischendurch. Auch wenn mich das Buch nicht so recht fesseln konnte, so habe ich es dennoch gerne gelesen.
"Witchghost" von Lynn Raven hat mich vom Stil her extrem an "Chilling Adventures of Sabrina" erinnert. Die Geschichte ist sehr modern und hat mich auf den Herbst eingestimmt. Man kann es sehr gut rund um Halloween lesen.
Das Cover hat mich zuerst nicht angesprochen, der Klappentext dafür umso mehr! Zu sehen ist Protagonistin Cass. Das Cover ist passend zum Buch, aber Geschmackssache, da es die Vorstellungskraft des Lesers einschränkt. Ich mag Hexengeschichten sehr gerne, seit ich die "Charmed'-Serie angeschaut habe. Der Schreibstil der Autorin hat mir soweit gut gefallen.
Die Charaktere haben toll miteinander harmoniert. Ich mochte vor allem die humorvolle und sarkastische Art der Protagonistin. Cassandra (Cass) ist sehr taff und cool drauf. Sie ist interessant und hat mich unterhalten. Luke ist mir zu Beginn noch unnahbar gewesen, aber nach und nach lernt man seinen Charakter zu verstehen. Es wurde schnell klar, dass beide voreinander eine Rolle spielen.
Die Nebencharaktere und die Mordfälle wurden spannend umgesetzt. Die kleine Lovestory spielt eher im Hintergrund und wäre für mich persönlich nicht unbedingt nötig gewesen. Sie hat mir trotzdem sehr gefallen, da hier ein männlicher Charakter unterdrückt wird und generell Rollen vertauscht sind. Also Klischees gibt's kaum.
Die Handlung ist mitreißend. Ich konnte ihr allerdings manchmal nicht gut folgen, da mir die Szenensprünge zu wenig erklärt wurden und hin und wieder der Zusammenhang fehlte. Die Rückblicke in die Vergangenheit waren ebenfalls etwas verwirrend, aber sehr passend für die Geschichte. Sie sind ähnlich gemacht, wie die aus Vampire Diaries. Das Ende hat die Geschichte für mich abgerundet. Einen weiteren Teil hätte ich mir trotzdem sehr gut vorgestellen können.
Das Buch kann ich für alle empfehlen, die über eine starke und taffe Protagonistin lesen wollen, die sich trotz Schwierigkeiten nicht unterkriegen lässt und für sich einsteht. Besonders zu empfehlen ist es für die Jahreszeit Herbst.
Ich habe mich sehr auf das neue Buch von Lynn Raven gefreut. Ich habe vor ein paar Jahren ihre Bücher regelrecht verschlungen. Sie konnten mich bis jetzt alle überzeugen und hier war es nicht anders. Der Schreibstil der Autorin ist wie immer sehr leicht und angenehm zu lesen. Die Geschichte wird hauptsächlich aus der Sicht von Cass erzählt. Aber es gibt jedoch auch ein paar Kapitel die aus der Sicht von William und Sarah-Ann erzählt werden. Dadurch lernen wir die Charaktere besser kennen.Ich habe Witchghost an einem Tag verschlungen und konnte gar nicht mehr aufhören als ich angefangen habe. Ich habe Cass sehr schnell ins Herz geschlossen und konnte sie absolut verstehen. Sie ist eine sehr starke Protagonistin, die sich selbst auch treu bleibt, was ich am meisten an ihr mochte. Luke war auch richtig toll, nur muss ich ehrlich sagen, dass ich nicht ganz verstanden habe was die beiden verbindet hat. Die Chemie hat einfach meiner Meinung nach nicht gestimmt, da sind null Finken gesprüht jedenfalls habe ich keine bemerkt. Trotzdem war die Geschichte einfach nur wow... Ich habe noch nie so etwas ähnliches gelesen und bin einfach nur von der Idee der Geschichte begeistert. Auch wenn ein paar Sachen vorhersehbar waren, blieb es trotzdem spannend und ich kann euch Witchghost nur empfehlen, wenn ihr nach einer tollen Hexengeschichte sucht. Das Buch bekommt von mir 4 Sterne
Eigentlich bin ich ein sehr großer Fan von Lynn Ravens Büchern, besonders von Der Kuss des Kjer und Blutbraut. Doch ihr neues Buch Witchghost konnte mich überhaupt nicht begeistern. Ich bin nie richtig in das Buch reingekommen, weil der Schreibstil plötzlich so anders war und leider nicht mein Geschmack. Die Hauptfigur Cass war mir auch ziemlich unsympathisch und die ganze Welt der Hexen war mir zu ungenau beschrieben. Da ich nur bis ca Seite 130 gelesen habe, habe ich nicht wirklich etwas von der Liebegeschichte zwischen Cass und Luke mitbekommen, aber ich habe zwischen den beiden auch gar nichts gespürt. Für mich schien da kein Potential da zu sein, dass sich noch mehr aus den beiden entwickelt. Besonders diese Tatsache hat mich auch ein bisschen enttäuscht, weil ich die Liebesgeschichte bei Der Kuss des Kjer und Blutbraut von der ersten Sekunde an, in der sich die Protagonisten das erste Mal begegnet sind, geliebt habe.
Ich habe mich sehr gefreut, als ich mitbekommen habe, dass von Lynn Raven ein neues Buch erschienen ist - und bin ehrlich gesagt etwas enttäuscht... Die Geschichte an sich war nicht mein Problem, aber mir fehlte es an allen Ecken und Enden an Tiefe (vor allem bezüglich der Charaktere und der gesamten Hexerei). Auch was den Schreibstil angeht, bin ich eigentlich "Besseres" gewohnt :/
Allein das Cover und der Titel haben meinen Namen geschrien, denn ich LIEBE Storys mit Hexen. Der Klappentext hat mich richtig neugierig gemacht.
Vielleicht waren meine Erwartungen oder Freude auch zu hoch, aber so richtig konnte mich das Buch nicht abholen. Während Nasti beim Buddyread an mir vorbeizog, dümpelte ich Ewigkeiten in der ersten Hälfte des Buches rum. Es konnte mich einfach nicht so richtig fesseln.
Aber von vorne - worum geht es denn überhaupt? Eine noch nicht ganz volljährige Hexe, Cass, die sich nach dem Tod ihrer Eltern, die durch dunkle Magie ermordet wurde, der Hexerei abgeschworen hat, ist zu Gast bei einem einflussreichen Hexer-Richter. Dieser will sie überzeugen sich der Hexerei zuzuwenden. Während ihres Aufenthalts geschehen mysteriöse Todesfälle und bei einer Séance erscheint Cass ein Geist. Hiernach geht sie der Sache auf den Grund und erfährt einige interessante Dinge.
Man startet direkt ins Geschehen und hat öfters nur Fragezeichen über dem Kopf. So recht ändert sich das nicht im Laufe des Buches, vielmehr hatte ich dauerhaft dieses Gefühl, dass mir Hintergrundinformationen fehlen. In die Romance-Storyline zwischen Cass und Luke habe ich nicht so recht reingefunden. Das lag vermutlich auch daran, dass ich nicht so wirklich eine Bindung zu den Protagonisten entwickelt habe und es so schnell ging. Cass an sich ist eine tolle Prota – stark, unabhängig und nicht blöd. Naja anfangs, bis sie auf einmal ihre Ansichten über Board wirft. Luke auf der anderen Seite ist irgendwie so grau. So wirkliche Eigenschaften kann ich ihm gar nicht zuweisen, da er kaum Tiefgang bekommen hat.
Leider konnte „Witchghost“ mich nicht vollkommen überzeugen. Die Story rund um Cass hatte mehr Potential, die aus meiner Sicht nicht so recht genutzt wurde. Persönlich brauche ich aber auch etwas mehr Futter am Knochen - aber das ist ja rein objektiv. Für Zwischendurch aber ein nettes Buch.
Zu Beginn war ich etwas skeptisch, da ich zwar schon einige Bücher über Hexen gelesen habe, aber nie etwas, wie das, was der Klappentext verspricht. Schnell nach Beginn wurde aber klar, dass dieses Buch wirklich gut ist!
Es war von Anfang an wirklich spannend und packend, zwar gab es zwischendrin langweiligere Passagen, diese waren aber meist schnell wieder vorbei. Ich fand die Geschichte wirklich sehr interessant, weil es nicht 0815 war, wie die meisten Hexengeschichten, sondern wirklich etwas besonderes, das ich so noch nie gesehen/gelesen habe. Von der Stimmung her hat es mich irgendwie an die "Beautiful Creatures" Reihe beziehungsweise den Film dazu erinnert, da es auch dort meist recht düster und geheimnisvoll zugeht.
Die Charaktere waren ein Kapitel für sich. Cassandra war sehr eigenwillig, aber auf einer Seite auch wirklich sympathisch, während ich bei Sarah-Ann und ihrer Clique verzweifelt nach einem Funken Sympathie gesucht habe. Luke fand ich einigermaßen okay. Meiner Meinung nach hatte er nicht wirklich etwas spannendes an sich.
Fazit:
"Witchghost" befasst sich zwar wie viele andere Bücher mit dem Thema Hexen, setzt dieses aber um einiges besser um, als so manch anderes Buch. Wenn man einen guten Urban Fantasy Roman für zwischendurch sucht, ist man hier eindeutig an der richtigen Stelle!
Der Klappentext des Buches hatte mich direkt angesprochen. Ein Buch über Hexen und Geister, das ist definitiv etwas für mich. Bislang hab ich nur dieses Buch der Autorin gelesen, ihr Schreibstil gefällt mir ganz gut.
Die Handlung war an sich sehr verwirrend und wirkte sehr stark konstruiert. Zu der Protagonistin konnte ich leider kaum Sympathie aufbauen, ich weiß nicht woran es lag. Ich konnte ihr ab einem gewissen Punkt nicht mehr folgen und fand ihre Äußerungen und Rückschlüsse recht unlogisch. Sie wirkte das ganze Buch über ziemlich unnahbar. Auch die Liebesgeschichte der Protagonisten war leider nicht wirklich nennenswert. Es knisterte sehr wenig zwischen den beiden.
WITCHGHOST ist ein Buch mit viel Potenzial, dass allerdings einige Schwächen aufweist und mich daher leider nicht wirklich überzeugen konnte.
Eine düstere, unterhaltsame Geschichte, die leider etwas vorhersehbar ist.
Witchghost war mein erstes Buch von Lynn Raven. Da ich schon viel Gutes von der Autorin gehört habe und ich Hexengeschichten sehr mag, war ich gespannt auf dieses Buch. Wer düstere Hexengeschichten mag, bei denen stark die Verbundenheit zur Natur im Fokus steht, könnte hier glücklich werden. Das Buch hat für mich immer wieder Thriller-Elemente vermittelt, was überhaupt nicht schlimm war, im Gegenteil, denn dadurch kam die düstere Atmosphäre gut rüber. Es gab Morde aufzuklären und die seltsamen Ereignisse, die die Protagonistin Cass im Laufe der Geschichte heimsuchen, haben für Spannung gesorgt. Ich habe das Buch recht schnell durchlesen können, da es eigentlich nie langweilig wurde. Die Handlung kommt schnell zur Sache und ab da wollte ich wissen, wie es weitergeht und wie sich alles auflöst. Cass war mir eine sympathische, wenn auch hin und wieder etwas eigenwillige Protagonistin, die ich aber dennoch ins Herz geschlossen habe, da sie genau weiß, was sie will, und sich da von niemandem reinreden lässt. Sie ist stark und selbstbewusst, ohne dabei jedoch zu perfekt zu wirken. Sie ist zugleich auch immer wieder sehr sarkastisch, was sich enorm im Text selbst widergespiegelt hat, denn das Buch ist voll mit direkten Gedanken von ihr. Das ist nicht schlimm, wenn man sich erst einmal daran gewöhnt hat. An machen Stellen war mir dieses gedankliche „Ich muss alles sarkastisch kommentieren“-Ding etwas zu viel, an anderen hingegen war es sehr unterhaltsam. Es ist der Autorin gelungen, Cass sehr greifbar darzustellen, ich konnte ihre Entscheidungen und Bewegründe gut nachvollziehen und in den kleinen Nebenstorys, die es gab, hat sie mir immer gut gefallen. Das Buch beinhaltet auch eine kleine Liebesgeschichte – Luke wohnt ebenfalls im Haus des Richters und soll eigentlich der Vertraute von Ann, der Tochter des Richters, sein. Über Luke erfährt man leider sehr wenig, sodass er im Vergleich zu Cass eher blass bleibt. Man weiß von einem Teil seiner Vergangenheit und weshalb er dort wohnt und dass er Hexen eigentlich nicht mag. Das war es im Großen und Ganzen aber auch schon. Ich hätte mir da noch mehr Infos gewünscht, vielleicht auch ein bisschen mehr emotionalen Einblick in ihn. Die Autorin hat die Liebesgeschichte zwar nicht total überstürzt, aber emotional kam bei mir leider auch nicht so viel rüber. Die beiden hatten schöne Szenen, keine Frage, aber irgendetwas hat mir gefehlt. Ein kleines Probleme sehe ich auch bei dem Richter Wittmore. Er möchte Cass ja eigentlich dazu bringen, ihre Ausbildung als Hexe anzutreten. In der ersten Hälfte des Buches übernimmt er noch einige Versuche, sie zu überreden, doch im Laufe der Geschichte ist das kaum noch Thema. Ich habe das Gefühl, das Ganze hätte sich auch erledigt, hätte das Buch anders geendet. Es kam mir auch hier irgendwie so vor, als hätte etwas gefehlt.
Das Buch wird hauptsächlich aus Cass‘ Perspektive erzählt, es gibt jedoch auch die Perspektiven von Ann und von William. Letztere Perspektive spielt allerdings ein paar Jahrhunderte zuvor zu einer Zeit, als es um eine Mordserie ging, deren Auswirkungen bis in die Gegenwart zu spüren sind und die niemand anderen betreffen als Cass. Die anderen Perspektiven haben Spannung in die Geschichte gebracht, gerade die Ereignisse von William haben neue Infos eingebracht – manchmal jedoch auch zu viele bzw. genauer gesagt direkt am Anfang … Wie schon erwähnt, es geht in Witchghost u.a. darum, dass es aktuelle Morde aufzuklären gibt, Morde, die vermutlich magischen Ursprungs sind. Diese Morde hängen aber eng mit denen von vor einigen hundert Jahren zusammen. Direkt das zweite Kapitel ist aus Williams Sicht und schildert, wer für die damaligen Morde verantwortlich ist (und im Übrigen auch, was mit ihm selbst passiert). Alle späteren Kapitel aus Williams Sicht spielen dann chronologisch jedoch VOR diesem zweiten Kapitel (also vor Williams ersten Kapitel). Man weiß nur leider sowohl dort als auch in Cass‘ Kapitel bereits, wer die Schuldigen sind und wer eben auch im Umkehrschluss zu Unrecht beschuldigt wurde. Das nimmt der Geschichte einen großen Teil der Spannung, da man zwar Cass dabei verfolgt, wie sie versucht, die Wahrheit herauszufinden, man selbst aber längst Bescheid weiß. Ich weiß nicht, ob das notwendig war oder ob man es nicht hätte anders schreiben können – sprich: Das zweite Kapitel ganz weglassen (und später ans chronologische Ende von Williams Kapitel packen – dort wiederholt sich das Ganze im Übrigen auch noch mal, wir lesen also diese Szene einfach doppelt).
Ich fand das Buch trotz allem unterhaltsam und habe es gerne gelesen, muss aber – eben auch wegen der eben genannten Sache – sagen, dass es leider sehr wenig Unvorhersehbares hatte. Man wusste von Anfang an, was früher passiert war und konnte sich dadurch auch recht schnell herleiten, was nun in der Gegenwart los ist. Die Überraschungen, die es gab, waren eher klein und überschaubar, aber hatten keineswegs einen „Wow“-Effekt oder einen überraschenden Plottwist. Ich habe wirklich bis zum Ende gehofft, dass alles ganz anders kommt, aber bis auf eine kleine Stelle, die sich dann jedoch auch als Irrtum offenbarte, war das Ende sehr vorhersehbar und konnte mich leider nicht über die Maßen mitreißen. Gelesen habe ich es dennoch gern, aber es bleibt mir vermutlich nicht im Gedächtnis.
Ansonsten hatte ich so meine Probleme mit dem Schreibstil. Das ist sicherlich auch Geschmackssache – ich kann Lynn Raven zumindest zugutehalten, dass ihr Schreibstil aus der Masse hervorsticht! Sie schreibt allerdings sehr abgehackt. Oft in ganz knappen Sätzen. Sätze, die länger sein könnten, werden getrennt. Werden mit einem Punkt beendet. Statt mit einem Komma fortgeführt. Teils über lange Absätze hinweg. Seitenweise. Merkt ihr was? So ungefähr, wie ich das gerade geschrieben habe, war das. Es war nicht immer „schlecht“ (wenn man das überhaupt so sagen kann), mein Problem war schlicht, dass ich ständig beim Lesen dieser Passagen gestolpert bin, da der Satz meinem Empfinden nach eigentlich noch weiter hätte gehen sollen, doch stattdessen kam ein Punkt und der nächste knappe Satz bestand aus ganz wenigen Worten und könnte so eigenständig gar nicht funktionieren. Ellipsen waren ebenfalls oft anzutreffen. Ja, ich weiß, Ellipsen sind ein Stilmittel, aber es war mir oft einfach over the top – das ist es nämlich, wenn ich beim Lesen ständig hängen bleibe und noch einmal zurückgehen muss. Und mir passiert so etwas nicht oft beim Lesen. Nicht das ganze Buch war voll davon, aber gerade in Beschreibungen, zum Beispiel der Natur oder von Cass‘ Gefühlen und Wahrnehmungen, hat sich dieser Stil gehäuft. Ich habe viel flüssiger lesen können, als auch die Sätze länger und weniger abgehackt waren. Leider gab es auch einige Szenen, gerade auch am Ende, wo ich durch den Schreibstil kaum verstanden habe, was gerade passiert ist. Mir haben da Erklärungen gefehlt, weil alles auf das totale Minimum heruntergebrochen war, es gab viele Ein-Wort-Sätze.
Generell habe ich das Gefühl, dass dieses Buch noch viel besser hätte sein können! Ich fand es ja keineswegs schlecht, sondern habe mich unterhalten gefühlt, aber man hat in diesem Buch so wenig zu dem erfahren, was über die reine Geschichte hinausgeht. Ich liebe übernatürliche Geschichten, die in unserer Welt spielen, und umso schöner ist es, wenn man die Verknüpfungen zwischen beidem merkt. Hier fehlten mir Infos dazu, wie es für die Hexen ist, unter den Menschen zu leben. Ist es einfach? Gibt es Probleme? Bis ganz zum Schluss bleibt man da im Dunkeln (und das am Schluss erscheint mir als Ausnahmesituation, was wiederum nicht sicher zu sagen ist, da man nur die nötigsten Infos erhält). Auch werden immer wieder Begriffe und Sachverhalte in den Raum geworfen, ohne diese näher zu erklären. Was genau ist ein Coven? Wie genau kann ich mir das vorstellen? Was ist ein Vertrauter – wie Luke einer ist - und was genau ist die Verbindung zwischen ihm und einer Hexe? Ja, man kennt den Begriff aus ähnlicher Literatur, aber ich möchte in diesem Buch eine Erklärung für eben dieses Buch. Dann hätte ich vielleicht auch besser verstanden, was an der einen Stelle zwischen Cass und Luke abging. Dieses Problem hatte ich generell mit dem Buch. Es bleibt oft etwas oberflächlich, Dinge werden nicht sonderlich tief erklärt. Dabei hatte die Geschichte wirklich viel Potenzial - vor allem, wenn sie nicht bereits zu Beginn alles vorweggenommen hätte … Kann man machen, wenn es später den mega Plottwist gibt, der bleibt aber leider aus.
Fazit: Trotz meiner Kritikpunkte hat es mir Spaß gemacht, Witchghost zu lesen. Die düstere Atmosphäre gefiel mir sehr und auch die Protagonistin Cass – welche keine der starken Protagonistinnen ist, die das jedem auf die Nase binden müssen, sondern zu gegebener Zeit bedachtsam handelt und dabei ihre Stärke zeigt. Ich würde das Buch empfehlen, wenn man naturverbundene, dunkle Hexengeschichten mag und es kein Problem für einen ist, dass es der Handlung ein wenig an Tiefe und Unvorhersehbarkeit mangelt.
Als ich das Wort "Dark Fantasy" hörte, MUSSTE ich dieses Buch lesen. Leider wurde der Begriff hier leider komplett falsch verwendet und ich dementsprechend enttäuscht.
Schon mit den Schreibstil hatte ich meine Probleme. In Cass Sicht war ihr Schreibstil sehr abgehackt, was ich sehr irritierend und verwirrend fand. Zudem wurden viele Wortwiederholungen benutzt und die kann ich persönlich bei Büchern überhaupt nicht ausstehen.
Cass war für mich eine recht tolle Protagonistin, da ich ihre Art sehr gerne mochte. Sie war stark, mächtig, reich und unabhängig. Sie machte ihr Ding und achtete nicht darauf, was andere von ihr dachten. Doch auch dies hat sich ab der 2. Hälfte des Buches geändert. Durch ihre Beziehung zu Luke wurde sie total weich, was an sich ja nicht schlimm ist, aber sie benahm sich einfach wie eine 0815 Teenager, die sich nur von ihren Emotionen und Hormonen verleiten lies und diese Version von Cass war einfach nervig und erbärmlich im Gegensatz zu der vom Anfang.
Apropo Luke. Er war ein total oberflächlicher Charakter. Ich könnte nichts zu ihm sagen, außer dass er mit Tieren sprechen konnte und Hexen hasste. Doch auch seine Hass gegenüber Hexen kamen und gingen so plötzlich, was keinen Sinn machte und er auch nie begründet hatte. Seine Beziehung zu Cass war auch total oberflächig, da sie sich nur ein paar Mal trafen und direkt ineinander verliebt waren.
Zu den anderen Charakteren und Plots kann ich nur sagen, dass sie total instabil waren. Z. Bsp. der Richter. Nach der Hälfte hat er anscheinend seine Mission Cass zum Lernen zu bringen komplett verworfen. Und auch die Sache mit Sarah-Ann und Sarah Warren wurde so lange aufgebaut und total enttäuschend gelöst.
Generell hat mir an der Geschichte nur die Hexen-Vibes und die erste Hälfte des Buches gefallen. Die spukigen Vibes und den Murder-Mistery hatten total viel Potenzial, welches leider durch die 2. Hälfte zerstört wurde.
Dies war mein erstes Buch von Lynn Raven und normalerweise lese ich keine Einzelbände, habe jedoch bei "Witchghost" eine Ausnahme gemacht, da ich bereits das ein oder andere Mal positiv überrascht worden bin und auch dieser Autorin eine Chance geben wollte. Und obwohl das Buch für einen Einzelband durchaus okay war, habe ich persönlich gemerkt, dass die Autorin wohl nicht für mich schreibt, doch das ist nur meine persönliche Meinung und ich freue mich für jeden, der dieses Buch genießen konnte.
Inhalt:
Hexenfamilien sind mächtig und werden je nach Gebiet von Richtern geführt. Diese sind sehr magiebegabt, jedoch sind nicht nur die Lebenden gefährlich. Auch Tote haben noch Zugriff auf die Lebenden - vor allem, wenn sie von diesen beschworen werden.
Zusammenfassung:
Cassandra ist die Letzte einer mächtigen Hexenfamilie und hat der Hexerei nach dem Tod ihrer Familie abgesagt. Sie wird an den Richter Wintermore weitergereicht, wie sie Ann und Lukas kennenlernt. Mysteriöse Todesfälle lassen sie jedoch unsicher werden und Ann und ihre Freunde haben eine Séance mit einem Geist, den Cass sieht, ehe ein anderer Richter sich umbringt und sie auch da den gleichen Geist sieht - jenen der Sarah Warren. Sie und Luke versuchen mehr über den Tod des Richters herauszufinden und sie überhört ein Gespräch, in dem der Richter Luke befehlt, ihm sich Cass gefügig zu machen. Währenddessen zischen Sarah-Ann Schatten (der Geist von Sarah Warren, der sie besetzt hat) zu, Cass loszuwerden, welche wiederum immer mehr über Sarah Warren und deren Hinrichtung erfährt. Sie geht dann mit den anderen Mädels shoppen, welche eine Hexe in ihrem Alter - Sue - mobben und nachdem Cass von Sarahs Vision angegriffen geht, geht sie weg und sieht mit Luke, wie ein Hund von Jungs geschlagen wird. Sie retten das Tier und Cass findet ein Feuerzeug des Richters - das gleiche wie im Haus ihrer Eltern, welche durch einen Brand starben. Sie macht ihn dafür verantwortlich und verliebt sich auf ihrer Antwortsuche in Luke. Cass beschwört Sarah Warren und erfährt, dass diese ermordet wurde, ebenfalls wie ihr Vorfahr William, und Sarah Rache nimmt (unter anderem an Wittmores Vorfahren). Sie tanzt dann mit Luke und bindet sich an ihn, woraufhin dieser sie mit Ann von sich stößt, damit Cass verschwindet. Diese kehrt aber zurück und erkennt, dass Sarah Warren von Ann Besitz ergriffen hat. Ann hat demnach versucht ihren Vater zu töten und sich selbst wiederzubeleben. Cass und Luke schaffen es, den Geist aufzuhalten und werden von ihrem Onkel John von der Polizei befreit. 3 Jahre später haben sie geheiratet und sich eingelebt.
Meinung:
Ich hatte leider ziemliche Probleme mit dem Buch. Die Welt an sich war erstens kaum ausgebaut - ich habe nicht das Gefühl gehabt, dass diese ordentlich gestaltet war (ein Nachteil, den ich oft an Einzelbänden erkenne). Ich fand sie zu unscheinbar, zu unerklärt. Es wurden Begriffe verwendet, welche kaum erklärt wurden. Zudem gab es Hexen, Hexenfamilien, Richter, Geister, und dennoch hatte ich das Gefühl, dass nur die Oberfläche hiervon angekratzt wurde. Es hat sich teilweise einfach nicht wie ein Fantasy-Buch angefühlt, weil mir das für Hexen einfach zu wenig Magie war.
Der Plot an sich hatte Potenzial: eine Hexe, die nicht hexen möchte. Damit hätte man viel anfangen können, aber wie gesagt gab es kaum Fantasy und für mich einfach keinen roten Faden. Cass hat mit Luke versucht mehr über alles herauszufinden, währenddessen hat sie mit Sarah-Ann und ihren Freundinnen was unternommen. Die Szene, in der Sue gemobbt worden war, fand ich einfach unnötig - ebenso wie die Hexer, welche Tiere quälen. Es hätte ja interessant werden können, wenn es noch einmal wichtig geworden wäre, aber Sue selbst hatte danach eigentlich keine Relevanz bzw. keinen Auftritt mehr. Ich hatte das Gefühl, nur Filler zu lesen, oder dass hier Teile herausgenommen wurden, welche aber interessant hätten sein können.
Der Schreibstil hat mir zudem Schwierigkeiten bereitet. Umschreibungen und kurze Sätze sind einfach nicht mein Stil. Statt die Dinge beim Namen zu nennen, hat sie Autorin zum Beispiel stets die Phrase "die Schnauze des Autos" verwendet, z.B. "ging um die Schnauze des Porsches vorbei" oder so. Zudem gab es extrem kurze Sätze, vor allem am Ende bestanden Absätze teilweise aus nur einem Wort, was sich einfach nicht gut hat lesen lassen. Damit hatte ich extreme Probleme und ehrlicherweise hat mich das auch ziemlich aus dem Lesefluss gerissen.
Die Charaktere waren mir auch einfach zu unnahbar. Luke war der typische Bad Boy, den Cass plötzlich einfach geliebt hat, ohne dass es für mich nachvollziehbar wäre. Beinahe jeder in diesem Buch war unsympathisch - außer Sue, aber diese hatte ja nur eine Szene - und irgendwie fand ich es einfach nur anstrengend.
Das ist jedoch nur alles persönlich und ich freue mich wie gesagt für jeden, dem das Buch gefallen hat. Für mich war es nur leider nichts.
Mächtige Dynastien, ein rachsüchtiger Geist und ein undurchsichtiger Verbündeter
Seit Cass‘ Familie durch dunkle Magie ermordet wurde, hat sie der Hexerei abgeschworen. Der einflussreiche Hexer Richter Wittmore hat sie bei sich aufgenommen und versucht sie vom Gegenteil zu überzeugen. Sie weigert sich. Als es jedoch zu mehreren mysteriösen Todesfällen in der Gegend kommt und Wittmores Tochter Sarah-Ann versucht, in einer Séance Kontakt mit dem letzten Opfer aufzunehmen, erscheint stattdessen Cass der Geist einer vor langer Zeit hingerichteten Hexe. Und offenbar trachtet jemand auch Cass nach dem Leben. Wem kann sie noch trauen? Dem gut aussehenden Luke, der ihr seine Hilfe anbietet? Oder verfolgt er womöglich ganz eigene Pläne?
Cover:
Dieses großartige Cover hatte mich sofort in den Bann gezogen und ich musste einfach herausfinden was es mit dem Inhalt auf sich hat. Wenn man das Buch gelesen hat, weiß man auch wer die Person auf dem Cover ist und das dieses wirklich sehr gut gewählt wurde. Das Buch liegt auch toll in der Hand und fühlt sich super an, es ist sehr robust und es sind auch keine Leserillen beim lesen entstanden.
Der Schreibstil:
So einen tollen Schreibstil bin ich schon lange nicht mehr beim lesen begegnet, er ist sehr fesselnd aber auch gleichzeitig sehr Bilderhaft. Sobald du das Buch aufgeschlagen hast, hast du das Gefühl in eine Art von Nebel abzutauchen, einer düsteren spannenden Welt voller Hexen und Geheimnissen. Die Autorin hat ein tolles Setting erschaffen mit einem großartigen Feeling was perfekt zur Geschichte gepasst hat. Die Mischung aus Moderner Welt und Hexenwelt wurde unheimlich gut ineinander verflochten. Die Charaktere sind alle sehr real und jeder auf seine weise besonders. Die romantischen Szenen und der Humor der jungen Cass haben mir sehr gefallen, es war nicht zu viel aber auch nicht zu wenig, perfekt in die Geschichte hinein geflochten.
Meine Meinung:
Einfach nur WOW! Es wird schwer richtige Worte zu finden, aber probieren wir es mal. Man wird sofort in das geschehen der Geschichte geworfen und muss ab sofort wirklich gut aufpassen, alle Namen im Hinterkopf zu speichern. Die Hauptgeschichte ist aus der Sicht von Cassandra geschrieben, die lieber Cass genannt werden will. Cass war mir auf anhieb sehr sympathisch, ich mag ihren Sarkasmus und ihren stumpfen Humor wirklich sehr. Sie möchte wenig mit den Leuten vom Coven zu tun haben und verbirgt dabei geschickt einige Geheimnisse. Cass ist wirklich sehr intelligent und das unterschätzen viele, damit weiß sie aber immer ein Ass im Ärmel zu haben. Einige Kapitel sind auch aus der Sicht anderer Charaktere geschrieben über die man erst sehr wenig weiß. Im laufe des Lesens setz sich immer mehr ein großes Puzzle zusammen und oft ist es dann doch anders als man dachte. Ich empfand das Buch wirklich sehr spannend, der Schreibstil ist sehr fesselnd, die Charaktere alle sehr intersannt und jeder auf seine weiße einzigartig obwohl sie alle aus der selben Feder stammen. Euch erwarten auf jeden fall viele Actionreiche Szenen, eine spannende Geschichte die mit der Vergangenheit aller Familien verwoben ist und eine tolle Protagonistin. Zum Ende hin hat es sich dann etwas gezogen aber das war okay, vielleicht wollte die Autorin einen Harmonischen Abschluss schaffen. Dies war mein erstes Buch von Lynn Raven und definitiv auch nicht mein letztes.
Fazit:
Im ganzen eine sehr großartige und spannende Geschichte mit Suchtfaktor. Schon lange kein Buch mehr in so kurzer Zeit gelesen.
Cass Familie wurde durch die dunkle Magie ermordet und hat seitdem der Hexerei abgeschworen. Hexer Richter Wittmore hat sie bei sich aufgenommen und versucht sie vom Gegenteil zu überzeugen. Dann kommt es zu mehreren mysteriösen Todesfällen und eine Seance bei der Kontakt zu dem letzten Opfer aufgenommen wurde. Offenbar hat es auch jemand auf Cass abgesehen und sie ist sich nicht mehr sicher, wem sie überhaupt noch vertrauen kann…
Dieses Buch habe ich als Rezensionsexemplar vom Bloggerportal erhalten, vielen Dank dafür! Das beeinflusst jedoch in keiner Weise meine Meinung! Ich muss ehrlich sagen, dass ich alles liebe, was mit Hexen, Vampiren und anderen magischen Wesen zu tun hat. Deshalb habe ich mich auch so auf dieses Buch gefreut. Leider wurde ich dann aber enttäuscht. Dieses Buch konnte mich nicht fesseln, was ich sehr schade finde, da es sich so super angehört hatte. Vorab möchte ich noch anmerken, dass diese Rezension nicht dafür da ist, dass Buch in irgendeiner Art und Weise schlecht zu reden, sondern nur meine persönliche Meinung ist. Überzeugt euch selbst, ich würde mich freuen, wenn euch das Buch gefallen würde.
Cass mochte ich eigentlich echt gerne. Sie ist eine tolle Protagonistin und auch ihre Art hat mir gut gefallen. Sie ist stark, unabhängig und zieht ihr Ding durch. Sie achtet nicht auf das, was andere sagen, sondern tut das, was ihr Herz begehrt. Jedoch hat sie dann ab ca. der Hälfte des Buches eine Entwicklung gemacht, die mir absolut nicht gefallen hat. Alles was sie ausgemacht hat, wirft sie über Bord und wirkt wie eine junge Frau, die sich nur von ihren Emotionen leiten ließ und war ab dort an nervig und anstrengend. Ab dem Moment habe ich den Draht zu ihr verloren.
Mit Luke bin ich echt nicht warm geworden. Er hatte keine Persönlichkeit, er hatte nichts, was ihn ausgemacht hätte. Luke war oberflächlich und nicht gründlich genug ausgearbeitet. Auch seine Beziehung zu Cass war sehr oberflächlich. Ich habe da keine Verbindung gespürt, noch hat es irgendwie geknistert. Sie haben sich einige Male getroffen und zack, waren sie ineinander verliebt.
Auch die Nebencharaktere sind oberflächlich und flach. Sie haben keinen Tiefgang, man kann zu ihnen keine Bindung aufbauen. Sie haben genau wie Luke keine Persönlichkeit bzw. irgendwas was sie besonders macht. Ich finde das unfassbar schade, denn viele Charaktere wie z.B. der Richter oder Sarah-Ann hätten sehr viel Potential gehabt, tolle Charaktere zu werden.
Da dies mein erstes Buch der Autorin war, kannte ich den Schreibstil noch nicht. Ich fand ihn ganz in Ordnung, teilweise war er verwirrend und abgehackt. Das hat mir absolut nicht gefallen. Manchmal war er jedoch leicht und flüssig, da bin ich ziemlich zwiegespalten. Außerdem waren die Kapitelenden manchmal genauso abgehackt, was mich beim Lesen schon doch sehr gestört hat.
,,Witchghost‘‘ hat es leider nicht geschafft, mich zu überzeugen. Der Klappentext klang vielversprechend und auch die Rezensionen auf Instagram waren überwiegend positiv. Umso trauriger finde ich, dass es mir nicht gefallen hat. Aber nur weil es mir nicht gefallen hat, heißt es nicht, dass es euch nicht gefallen könnte. Macht euch bitte selbst ein Bild von dem Buch.
Cass Castairs hat innerhalb kürzester Zeit sowohl ihre Eltern, als auch ihre Großmutter verloren. Fortan wird sie von einer Familie zur nächsten weitergereicht und alle versuchen sie dazu zu bringen, ihre Macht zu nutzen und endlich eine richtige Hexe zu werden. Doch sie hat nach den Todesfällen mit der Hexerei abgeschlossen und weigert sich standhaft, ihre Kräfte zu nutzen. Kurz vor dem Erreichen ihrer Volljährigkeit wird sie zu Richter Wittmore geschickt und lebt dort mit ihm und seiner Tochter Sarah-Ann unter einem Dach. Als Ann und ihre Freundinnen in einer Seance einen Toten beschwören wollen, erscheint stattdessen der Geist einer uralten Hexe und es werden Anschläge auf Cass‘ Leben verübt. Cass verstrickt sich immer mehr in die Geschichte des Covens und weiß schon bald nicht mehr, wem sie überhaupt noch trauen kann.
Hexengeschichten habe ich noch nicht allzu oft gelesen und war deswegen sehr gespannt auf die Story. Die Geschichte wird aus drei verschiedenen Sichtweisen erzählt, was mir an sich immer ganz gut gefällt. In dem Fall fand ich es nur etwas verwirrend, dass die Geschichte aus Williams Sicht nicht chronologisch verlief und dadurch sein erstes Kapitel schon ziemlich viel vorweg nahm. Hier hätte ich es spannender gefunden, wenn nicht so viel direkt am Anfang verraten worden wäre.
Die Kapitel sind teilweise ziemlich kurz, was mich überhaupt nicht stört. Der Schreibstil von Lynn Raven hat mir sehr gut gefallen, sie hat es geschafft, dass mir Cass sehr sympathisch wurde. Auch die vielen Anspielungen auf andere Bücher und Filme waren witzig, manchmal kannte ich die Referenzen aber auch nicht und hatte dann nur Fragezeichen im Kopf. Auf jeden Fall scheint „übergangslos“ das Lieblingswort der Autorin zu sein. ;-)
Generell fand ich die Stimmung sehr gut aufgebaut, ziemlich düster und gefährlich. Die Idee war super spannend und ich wollte auch immer weiterlesen, trotzdem fand ich einiges ziemlich vorhersehbar und hätte mir gewünscht, dass am Ende noch mehr Dinge aufgeklärt werden. Denn bei mir sind zum Schluss einige Fragen offen geblieben, was ich persönlich nicht so gut finde. Gerade bei der Liebesgeschichte war mir einiges nicht klar und kam mir konstruiert vor.
Dass die Magie in dieser Geschichte eher wie die „klassische“ Hexerei, also sehr Naturverbunden und ursprünglich war, hat mir sehr gut gefallen. Diesen Ansatz finde ich generell sehr interessant und fand das gut umgesetzt. Die Freundinnen von Ann wurden für mich zu sehr als „Meangirls“ dargestellt, obwohl sie wirklich harmlos waren und eigentlich nicht wirklich etwas getan haben.
Abschließend kann ich sagen, dass der Schreibstil der Autorin, Cass als Protagonistin und die Idee an sich das Buch wirklich lesenswert für mich gemacht haben, ich hätte mir nur etwas mehr gewünscht, vorallem eine bessere Aufklärung. In der Mitte gab es einige Kapitel, die sich für mich etwas gezogen haben, da hätte ich mir mehr Kapitel über Ann und den Richter gewünscht, die mir beide ziemlich fremd geblieben sind.
•MEINUNG• Da ich schon viel Gutes von der Autorin gehört habe, war ich gespannt auf dieses Buch.
•Schreibstil• Der Schreibstil war sehr jugendhaft und locker. Die Autorin verband auch viel Sarkasmus in ihre Worte und in Cass, was ich persönlich echt mochte und mich so ein paar mal zum grinsen bringen konnte. Was mich allerdings gestört hat war, dass einige Sätze ziemlich knapp waren und das über Seiten hinweg. Häufig dann wenn etwas beschrieben wurde.
•Protagonisten• Cass war für mich eine sehr unterhaltsame Protagonistin. Sie ist stur und weiß was sie will. Was gepaart mit ihrem Sarkasmus vielleicht manchmal zu viel, aber nie langweilig wurde.
•Atmosphäre• Durch die Morde in der Geschichte empfand ich während dem lesen (oder hören, da ich die Geschichte auch zwischendurch gehört habe) eine dunkle Atmosphäre, selbst wenn sie nicht so detailliert ausgeschrieben waren.
•Spannung• Wie schon angeschnitten geht es in "Withghost" grob darum, dass Morde aufgeklärt werden sollen. Man hat direkt nach dem zweiten Kapitel erfahren wer für die Morde verantwortlich ist. Alle Kapitel aus Williams Sicht die folgten spielten sich dann vor dem was im zweiten Kapitel passierte ab. Leider weiß man deshalb sehr früh wer der Schuldige ist und konnte Cass Suche nach dem Schulidigen kaum Spannung entziehen.
•Romance• Da es ein Jugendroman ist ist dieser Aspekt wirklich von Person zu Person abhängig. Jedoch finde ich persönlich das die Liebesbeziehung zu Luke sehr oberflächlich dargestellt wurde. Ich hatte keine emotionale Bindung zu ihm. Allgemein gab es viele Protagonisten die zwar zur Handlung beigetragen haben, aber man kaum eine Verbindung zu ihnen bekommen konnte. Allerdings darf man nicht vergessen das vorab schon bekannt war, dass der Fokus mehr auf der Geschichte liegt.•Fragen• Es blieben bei mir viele Fragen zurück und ich frage mich ob es vielleicht noch einen zweiten Band geben wird. Ich habe bis zum endehin nicht wirklich verstanden was ein Coven ist und wie man sich das vorstellen kann. Es fehlten mir viele andere Randinfos die für das Lesevergügen einer Fantasygeschichte sprechen.
•Fazit• Eine Geschichte die mich häufig zum grinsen brachte, aber ich vermutlich einfach zu alt für die Geschichte war. Leider war vieles für mich zu oberflächlich und zu Handlungszentriert. Deshalb kann ich diese Geschichte nur Personen empfehlen, die nicht tiefgehende aber lockere sowie mysteriöse Geschichten mögen. Alles Liebe, Christina✨
Nachdem Cassandras Familie bei einem Feuer ums Leben gekommen, versucht jetzt jede einflussreiche Hexenfamilie sie für sich zu gewinnen. Gerade befindet sie sich bei der Familie von Richter Wittmore, aber Cass will nichts mit der Hexerei zutun haben. Aber bei den Wittmores scheint es nicht so harmonisch zu sein wie zuerst gedacht und je länger Cass bei ihnen wohnt, um so mehr Geheimnisse kommen ans Licht.
Nach so vielen Jahren hat Lynn Raven endlich wieder ein Buch geschrieben, was mich echt gefreut hat. Ich mag ihre Bücher wirklich sehr und wollte dieses hier unbedingt lesen. Die Autorin entführt ihre Leser in eine Welt voller Hexen, die nach einer strengen von Männern dominierten Hierarchie leben. Insgesamt ist die Handlung recht düster und gruselig, was mir sehr gut gefallen hat .
Erzählt wird die Geschichte aus verschiedenen Perspektiven. Für die Sich von Cass benutzt die Autorin immer die Ich-Form, was einem die Hauptfigur auf jeden Fall auch näher bringt. Am Anfang fand ich die Handlung etwas verwirrend, denn die Autorin erklärt eher wenig und man weiß ja auch noch nicht wer die ganzen Personen sind, aus deren Sicht die Handlung erzählt wird. Außerdem gibt es auch Rückblicke in die Vergangenheit, die ebenfalls etwas verwirrend waren. Glücklicherweise legt sich das Choas später, wobei ich mir insgesamt mehr Erklärungen gewünscht hätte.
Cass ist ein ziemlich taffer Charakter, ich mochte sie. Natürlich gibt es eine Romanze, die aber gar nicht so aufdringlich ist wie vermutet. Über Luke erfährt man für meinen Geschmack fast schon etwas zu wenig.
Insgesamt wurde ich sehr gut erhalten, trotzdem fand ich aber, dass die Autorin das Potential der Idee nicht richtig ausgeschöpft hat. Da hätte man noch viel mehr heraus holen können.
Trotzdem gibt es von mir 5 von 5 Punkte, aber für ein Highlight hat es dieses Mal nicht gereicht.
Ein relativ gelungener Fantasy-Roman über Cass, die von einer sehr mächtigen Hexenfamilie abstammt. Als jedoch ihre Eltern und ihre Großmutter unter mysteriösen Umständen sterben, muss sie beim mächtigen Hexenrichter Wittmore einziehen, der sie dazu überreden will, ihre Kräfte zu trainieren. Aber Cass hat daran kein Interesse und beginnt zusammen mit dem attraktiven Luke nachzuforschen als es plötzlich zu seltsamen Todesfällen kommt, die irgendwie übernatürlich wirken. Der Schreibstil ist angenehm locker und einfach gehalten, so dass man wirklich schnell und gern beim Lesen voran kommt und erzählt dabei aus Cass' Sicht. Diese überzeugt einen schnell mit ihrer starken und schroffen Art, die sehr authentisch wirkt. Aber auch Luke und die anderen Charaktere sind ganz in Ordnung, wenn man teilweise auch nicht so viel von ihnen erfährt. Der Plot selbst ist dabei interessant und abwechslungsreich und man fühlt sich nicht nur in der Story wohl, man möchte eigentlich auch immer wissen wie es weiter geht. Die Auflösung ist dann ebenfalls gut gelungen, wenn einiges da leider auch etwas schnell ging und bestimmte Punkte nicht vollkommen abgehandelt wurden. Außerdem erfährt man vielleicht etwas wenig über die Welt der Hexen und an der ein oder anderen Stelle wäre eine genauere Erklärung vielleicht noch ganz nett gewesen. Ansonsten aber insgesamt ein wirklich unterhaltsames Buch mit einer coolen Protagonistin, das jeder Hexen-Fan gern mal lesen kann.
Lynn Raven überzeugt gewohnt mit einer interessanten Prämisse und Charakteren, die einen eins ums andere Mal überraschen können. Ihr Schreibstil ist besonders und hebt sich von den anderen Schreibstilen deutlich ab. Sie spielt mit unterschiedlichen Perspektiven, Zeiten, Motiven und kreiert eine wunderbar düstere Geschichte, die mir manchmal eine Gänsehaut beschert hat. Auf der einen Seite magisch, düster und bezugnehmend auf das patriarchalische System gesellschaftskritisch, webt sie eine Geschichte mit einer taffen Protagonistin, die sich nicht auf der Nase herumtanzen lässt, ihren eigenen Kopf und einen sehr sarkastischen Humor hat. Cass ist eine Protagonistin nach meinem Geschmack, die viele Ecken und Kanten, aber auch ein warmes Herz hat. Die Liebesgeschichte wird die meiste Zeit eigentlich nur angerissen und bleibt im Hintergrund. Für meinen Geschmack vllt. ein bisschen zu sehr, sodass die Verbindung zwischen den beiden ein wenig untergeht bzw. auch der junge Mann selbst. An dieser Stelle wäre auf jeden Fall noch mehr Potential gewesen. Die Handlung an sich war durch die Perspektivwechsel, die düstere Atmosphäre und den Zeitenwechsel sehr interessant, abwechslungsreich und vielversprechend, sodass ich das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen wollte. Ich bin durch die Seiten geflogen. Die Auflösung an sich hat mir gefallen, aber an dieser Stelle verlor sich leider auch ein wenig der rote Faden. Viele Twists am Ende sind sehr verwirrend, in sich unschlüssig und erschlossen sich mir nicht. Ein paar mehr Erläuterungen und Seiten wären schön gewesen, um der Geschichte einen runden Showdown zu verleihen. Der "Epilog" hingegen hat mir ein Lächeln auf die Lippen gezaubert, sodass ich das Buch zufrieden schließen konnte. Lynn Raven konnte mich wieder ein paar Stunden aus der Realität entführen und ich bin sehr dankbar dafür. Ich hoffe, dass ihr nächstes Buch nicht mehr so lange auf sich warten lässt wie beim letzten Mal. Ich vergebe 4/5 Sterne und eine Empfehlung.
Witchghost ist eine spannende Fantasygeschichte, welche blutrünstiger ist, als ich gedacht hätte. Ich brauchte ein bisschen, bis ich in der Geschichte wirklich angekommen bin, was vor allem an den fehlenden Erklärungen liegt. Die Geschichte und die Handlung ist wirklich faszinierend und verhext, allerdings kommen diese Erklärungen viel zu kurz, was das Verständnis hindert und auch dafür gesorgt hat, dass ich nicht immer ganz verstanden habe, wer nun was kann und wer wer ist. Auch das Ende ist leider so. Es passiert relativ schnell sehr viel und wird nicht richtig erklärt, daher hatte ich kaum Zeit es richtig zu verarbeiten, was nun alles geschehen ist. Dies schadet der Handlung sehr und lässt mich ein bisschen verwirrt zurück.
Dennoch ist das Buch wirklich cool und perfekt für Zwischendurch, wenn man mal Lust auf Fantasy hat und in eine andere Welt eintauchen möchte. Auch ist das Cover ein echter Hingucker. Ich liebe die Zeichnung sehr und kann es kaum erwarten, es in mein Regal zu stellen.
Wenn man jedoch mal in der Geschichte ist, fliegen die Seiten nur so dahin. Ich hätte nicht gedacht, dass ich so schnell lesen werde, vor allem da ich zu Beginn eher lang gebraucht hatte.
Fazit: Ein wirklich tolles und spannendes Fantasybuch, welches voller Hexentricks und gefährlichen Gegnern ist.
Unsere Protagonisten ist Cassandra Castairs, sie kommt aus einer sehr angesehenen alten Hexenfamilie. Seit ihre Familie auf mysteriöse Weise ums Leben gekommen ist, hat sie sich dazu entschieden sich der Hexerei abzuwenden. Daraufhin wird sie zu dem Richter und Ihrer Tochter Ann geschickt, die von ihr fordern sich wieder der Hexerei zuzuwenden. Allerdings kommt es zu ein paar Morden in der Gegend und mysteriöse Dinge passieren, die Cassandra aufklären möchte.
Der Schreibstil ist sehr flüssig gestaltet, besonders gefallen mir die kleinen Einschübe von Cassandras Gedanken. Es lässt sich leicht lesen. Allerdings hätte ich mir gerne eine Auflistung oder einen Stammbaum der Personen gewünscht, da die Zusammenhänge kaum erklärt werden und es nicht so leicht ist diese nachvollziehen zu können. Da es aber wichtig ist die Zusammenhänge zu verstehen um die Handlung nachvollziehen zu können, finde ich es sehr schade, das dies nicht ausführlich erklärt wird. Durch diese Unwissenheit ist es auch manchmal etwas schwer der Handlung folgen zu können, da es öfter zu unerwarteten Konversationen kommt.
Insgesamt hat mich das Buch sehr gut unterhalten. Mit einem Stammbaum wäre es allerdings noch besser gewesen.
Wir begleiten hier Cassandra, die von einem Vormund zum nächsten gereicht wird, in der Hoffnung, dass einer sie dazu bringen kann, ihre Hexenkräfte für den Coven zu nutzen. Doch Cassandra denkt gar nicht daran, zumindest bis ein unruhiger Geist auftaucht und die Richter des Coven sterben...
Ich mochte die Geschichte sehr gerne. Der Hexenanteil war sehr schön eingebaut und tatsächlich wenig übersinnlich.
Es gab (leider) die ein oder andere Sache, über die gestolpert bin, die beim näheren drüber nachdenken keinen Sinn machte (z. B. der Schlüssel zum Dachboden), aber unterm Strich hat mich das nicht allzu sehr gestört.
Ich habe die Charaktere sehr geliebt und die Geschichte deshalb förmlich verschlungen. Der Sarkasmus von Cassandra und die Sticheleien zwischen Cassandra und Luke waren einfach everything! Große Liebe für die beiden!
Empfehlung, wenn ihr auf Hexengeschichten steht und über kleine Unstimmigkeiten hinwegsehen könnt.