Romy verbringt die Ferien mit ihren Freunden Aurel und Jannis im abgeschiedenen Dorf Ancora. Ohne Handy, mitten in der Natur. Doch im Dorf häufen sich seltsame Ereignisse und Romy merkt, dass ihr unbeschwerter Sommer auf der Kippe steht. Schockiert muss sie feststellen, dass alles, was sie gerade erlebt, exakt einem Gedicht ihrer Mutter entspricht. Doch was hat ihre Mutter mit Ancora zu tun? Und warum endet die letzte Gedichtzeile mit Romys Tod? Um Ancora zu verstehen, muss Romy tief in der Vergangenheit graben und Geschehnisse ans Tageslicht bringen, die besser verborgen geblieben wären. Eine dunkle Bedrohung bahnt sich an – und die Frage: Kann ein Gedicht Wirklichkeit werden?
Colin Hadler wurde 2001 in Graz geboren. Schon ab dem Alter von zwölf Jahren spielte er in Schauspielhäusern Theater. Sein erster Roman erschien 2019. Hadler schreibt Drehbücher, Gedichte und Romane. Noch in seiner eigenen Schulzeit tourte er durch andere Gemeinden und Bundesländer, um Jugendliche wieder zum Lesen zu bringen. Hadler lebt momentan in Wien und studiert Publizistik- und Kommunikationswissenschaft.
Ich bin begeistert! Ehrlich gesagt hätte ich nicht gedacht, dass mich "Ancora - die Zeit ist gegen dich" von Colin Hadler so begeistern würde! Der Autor hat eine spannende und nervenauftreibende Geschichte geschrieben.
Das Cover finde ich ansprechend. Es passt sehr gut zum Buch. Die Farben sind auffällig und stechen ins Auge. Der Schreibstil des Autors hat mich überrascht. Ich kannte bisher noch kein Buch von Colin Hadler, aber werde bestimmt noch weitere Werke von ihm lesen, da mir sein Erzählstil sehr gut gefallen hat. Das einzige was mich manchmal ein kleines bisschen gestört hat, wenn er z.B. "Ich und Jannis" geschrieben hat. Der Esel nennt sich immer zuerst... Aber darüber kann ich noch hinwegsehen.
Die Charaktere wurden toll umgesetzt. Romy ist eine interessante Protagonistin, die ich gerne bei ihrem Abenteuer begleitet habe. Auch ihre beiden Freunde Aurel und Jannis haben sich in mein Herz geschlichen. Ebenso Nathan, Ava und Kira, obwohl alle drei Nebencharaktere für mich ein wenig seltsam gewesen sind. Deswegen waren sie meiner Meinung nach passend für Ancora. Vor allem Kira hat mich mit ihrem Mut und ihrer Willenskraft beeindruckt.
Die Handlung hat mich von Anfang an eingenommen und gut unterhalten. Ich wollte so schnell wie möglich herausfinden, was es mir Ancora und den mysteriösen Geschehnissen auf sich hat. Zu Beginn der Geschichte war ich oft verwirrt und neugierig. Ungefähr ab der Mitte der Geschichte habe ich einige Plottwists erahnen können, aber nicht alle! Vor allem der Plottwist, dass eine neue Beziehung zwischen zwei Charakteren entsteht, hat mich gefreut. Das Ende wurde letztendlich sehr gut und authentisch gelöst. Allerdings hätte ich mir hier vielleicht noch mehr Informationen gewünscht und der gewisse Funke hat mir leider gefehlt.
Positiv anmerken möchte ich außerdem den mega spannenden Prolog, der mich ein bisschen an den Anfang eines Stephen King Romans erinnert hat. Ebenso haben mir die Gedichte und die Prophezeiung gefallen. Wirklich toll umgesetzt!
Ein Lesehighlight ist es für mich nicht geworden, da mir der entscheidende Funke zum Schluss gefehlt hat. Trotzdem hatte ich viel Freude beim Lesen und werde sicher noch lange über "Ancora" nachdenken. Von mir gibt es auf jeden Fall eine Leseempfehlung!
Kann ein Gedicht tödlich sein? Romy begibt sich mit Jannis und Aurel in den Ferien auf eine Abenteuertour nach Ancora, einen kleinen Dörfchen im Wald, das von Aussteigern bewohnt wird. Es passieren seltsame, ja gruselige Dinge! Und irgendwie erinnert Romy alles an ein ihr bekanntes Gedicht... Es ist, wie auch seine vorherigen Bücher, wieder eine Genresprengende Geschichte und diesmal das erste Mal mit einem Fiction Anteil. Ein rasant ablaufender Thriller mit Gruselmomenten und dabei herrlich tiefgründig mit Gedanken über die Macht des verzeihen, Hass, Liebe und Hilflosigkeit die fast Ohnmächtig macht!
Das Buch hat mir bis auf Kleinigkeiten richtig gut gefallen! Es ist irgendwie erfrischend anders. Die Geschichte ist jetzt nicht durchgehend spannend, man kann aber viel miträtseln. Es handelt sich auch um ein Jugendbuch, daher kann ich das verschmerzen.
Meiner Meinung nach ist das Buch etwas für Mystery-Fans. Wenn du Serien wie Fringe und Lost magst, wirst du bestimmt viel Spaß mit dieser Geschichte haben.
Das Dorf Ancora abgelegen in einem Wald ist wie eine Reise zurück in der Zeit, jegliche Technik ist hier untersagt. Hier verbringt Romy mit zwei Freunden ihre Ferien, doch kaum ankommen passieren schon seltsame Dinge in Ancora. Ein Gedicht von Romys Mutter sagt die Geschehnisse in Ancora anscheinend voraus, doch wie ist das möglich? Was hat es mit Ancora, Romys Mutter und dem Gedicht auf sich, das mit ihrem Tod endet...
Colin Hadler hat mit Ancora einen richtig spannenden und packenden Jugendthriller geschrieben. Dabei gelingt es ihm, eine düstere und mysteriöse Atmosphäre zu erschaffen. Bereits das erste Kapitel zieht einen direkt in die Geschichte und fesselt einen an die Seiten.
Der Schreibstil ist super angenehm zu lesen, sodass man nur so durch die Seiten gleitet. Die Geheimnisse um Ancora werden mit jeder Seite mysteriöser und man rätselt die ganze Zeit mit der Protagonistin Romy, was es mit dem ganzen auf sich hat. Romy war mir direkt sympathisch, da sie eine sehr geerdete Person ist, die immer versucht einen klaren Blick zu behalten. Ihr Charakter ist gut ausgearbeitet, wodurch man ihre Gefühle und Handlungen gut nachvollziehen konnte. Der Rest der Personen ist sehr undurchsichtig angelegt, dass man nie genau weiß, wem man trauen kann und quasi jeder verdächtig ist. Die Spannung steigert sich immer weiter bis sich die Ereignisse überschlagen und wir die Wahrheit über Ancora erfahren.
Nach seinen ersten beiden Büchern kann Colin Hadler auch mit seiner dritten Geschichte wieder voll punkten. Eine spannende und undurchsichtige Geschichte mit tollen Charakteren und einer interessanten Auflösung, mit der ich nicht gerechnet hatte. Eine absolute Leseempfehlung für Ancora und verdiente 5 von 5 Punkten.
Groß war die Freude auf das neue Werk von Colin Hadler; immerhin hat er mich schon vor etwas mehr als zwei Jahren mit seinem Debüt restlos für sich gewonnen. Und auch mit "Ancora" liefert er wieder eine spannungsgeladene, atmosphärische Mystery-Geschichte, die es sich zu lesen lohnt. Mit Romy, Jannis und Aurel schickt der Autor drei sehr unterschiedliche Figuren ins Rennen, die aber in ihrer Freundschaft wahnsinnig gut miteinander harmonieren und deren Umgang miteinander stets abwechslungsreich und vielschichtig ausfällt. Allein diese wandelnden Emotionen; das Vertrauen, das Misstrauen, das gegenseitige Öffnen und die Geheimnisse bringen bereits einen wichtigen Punkt in die Geschichte: nämlich die Menschlichkeit. Doch auch die Handlung an sich, begeistert. Es ist undurchsichtig, unvorhersehbar, durchweg spannend, hochgradig interessant und durch das Setting dieses Dorfes, mitten im Nirgendwo, wo das Leben noch sehr ursprünglich gehabt und gelebt wird, auch ein wenig gruselig. Ich hätte mir an der ein oder anderen Stelle vielleicht noch ein wenig mehr von diesem Grusel gewünscht, aber durch den rasanten Ablauf der Story konnte ich trotzdem gut damit leben. Lediglich das Ende war mir persönlich ein wenig zu "abgespaced" - ein Wort, was unsagbar gut passt, denn es geht fast schon ein bisschen in die SciFi - Richtung und passte für mich nicht 100% in das Bild, was ich vom großen Finale hatte. Alles weitere könnt ihr natürlich wieder gern auf meinem Blog nachlesen. Mit einem Klick » hier « gelangt ihr auf direktem Wege zur Rezension.
Wieder einmal konnte mich Colin Hadler regelrecht in seine Geschichte ziehen. Mysteriöser Plott und bildlicher Schreibstil runden dieses Buch zu einer nervenzerreißenden Jugendgeschichte ab .
Der Lesende verbringt mit Jannis, Aurel und Romy den Urlaub in einem Dort namens Ancora, mitten im Wald. Dort gab es vor einiger Zeit einen Chemieunfall und die Bewohner leben dort ohne Technik und anderes neumodisches Gedöns. Ich musste sofort an die Amischen denken, eine täuferisch-protestantische Glaubensgemeinschaft, die ich allgemein sehr interessant finde. Doch Protagonistin Romy bekommt kryptische Nachrichten, die sie hinterfragen muss, bevor ihre Zeit vollends abläuft – und das ganze Dorf schweigt.
Ein wirklich ungewöhnlicher Jugend-Mystery-Thriller, wie ich ihn noch nie gelesen habe. Die Gedichte von Romys Mutter fügen sich perfekt in den Kontext ein, weil der Autor einfach einen richtig schönen Stil hat und dieser dadurch nur noch mehr hervorgehoben wird.
Die Spannungskurve ist durchweg sehr hoch, aber man muss durchaus auch mit den ganzen Figuren und Charakteren mitkommen, die im Buch auftauchen. Natürlich haben die Jugendlichen auch mit ihren Gefühlen zu kämpfen, denn Romy und Aurel sind ein Paar, deren Beziehung nicht unbedingt unter dem hellsten Stern des Himmels brennt.
Die Charakterausarbeitung ist sehr gut gelungen. Es kommen viele Namen auf einen zu, aber die Charaktere sind sehr gut voneinander abzugrenzen, weil sie nie an Einzigartigkeit verlieren. Irgendwann weiß man nicht mehr, wem man trauen kann und das ganze Konstrukt wird immer mysteriöser.
Wirklich gut gelungener Mysterythriller für junge und junggebliebene Fans mit Gänsehaut Garantie und sehr klugem Aufbau.
Was hab ich mich auf ‚Ancora – Die Zeit ist gegen dich‘ gefreut, das neuste Buch von Colin Hadler, der mich mit ‚Wenn das Feuer ausgeht‘ völlig überzeugen konnte. ‚Ancora‘ hat nur auf den ersten Blick Ähnlichkeiten mit dem 2020 erschienen Roman: Einfache Hütten, Wald, offline. Doch das Geheimnis von Ancora hat es in sich. Und der Weg zur Aufdeckung der Wahrheit könnte nicht spannender sein!
Anfangs war ich noch gar nicht so überzeugt. Mir kam es stellenweise so vor, als ob Szenen fehlen würden, denn die Zeit schreitet schnell voran, aber das erfahre ich nur dadurch, dass es die Protagonist*innen erwähnen, nicht, weil es erzählerisch dargestellt worden wäre. Dadurch empfand ich den Beginn der Geschichte etwas holprig, zumal die Ausgangssituation trotz ihres Versprechens von ganz viel Spannung etwas konstruiert gewirkt hat. Klar, Colin Hadler hat diese Geschichte entworfen und gebaut, doch es wirkte etwas unrund. Das hat sich aber ziemlich schnell verflüchtigt, zumal im Laufe der Geschichte genug erklärt und aufgedeckt wird, dass sich alles fügt.
Wie kann ich jetzt von ‚Ancora‘ schwärmen, ohne zu viel zu verraten? Vielleicht sollte ich nur Wörter wie unglaublich spannend, mysteriös und geheimnisvoll verwenden? Das wäre aber ein bisschen zu wenig. Denn wie der Klappentext verrät, ist Ancora ein abgeschiedenes Dorf, das Stadtkinder wie Romy an ihre Grenzen zu bringen vermag. Ohne Handy, ohne fließendes Wasser, dafür mit vielen guten Vorsätzen, wieder zu sich selbst zu finden und ihre Liebesbeziehung wieder auf den Weg zu bringen. Doch Ancora ist nicht nur in seiner Autarkie besonders, denn die seltsamen Ereignisse häufen sich und auf einmal findet sich Romy in einer Prüfung auf Leben und Tod wieder. Spannende und mysteriöse Dinge gehen in Ancora vor sich, jede*r Bewohner*in ist verdächtig, denn alle bergen ein großes Geheimnis. Dabei schafft es Colin Hadler, derart fesselnd zu erzählen, dass die 350 Seiten wie im Zeitraffer gelesen werden. Mysteryelemente machen das Ganze zu einer noch außergewöhnlicheren Erfahrung, die völlig in ihren Bann zieht. Ein Jugendthriller, wie ich ihn mir wünsche!
Zum Schluss noch ein klitzekleiner Wermutstropfen: Leider habe ich die zarte Liebesgeschichte, die ‚Ancora‘ bietet, nicht fühlen können. Sie ist wunderschön beschrieben, bestärkend und Mut machend, doch die Emotionen haben mich nicht erreicht. Doch da die Geschichte ihren Fokus nicht darauf gelegt hat, fand ich es trotzdem schön, die Romanze zu verfolgen und mich für die Figuren zu freuen. Denn sie haben es nach ‚Ancora‘ sowas von verdient, glücklich zu werden.
Ich empfehle ‚Ancora‘ allen Leser*innen, die Lust auf ein großes Geheimnis und ganz viel Spannung haben, sich auf Mysteryelemente einlassen können oder auch Fans der deutschen Netflixproduktion ‚Dark‘ sind. Diese werden voll auf ihre Kosten kommen. 4,5 Sterne.
Das Buch ist sehr gut geschrieben, sodass man es nicht aus der Hand legen kann. Der Schreibstil ist so gut. Das Setting ist toll, ich wurde sofort abgeholt. Dieses Buch beinhaltet soviel. Spannung, Mystery, Drama. Ich war völlig fasziniert und habe schon so das ein oder andere vermutet, aber es war nicht das, was ich dachte. Ich wurde von Beginn an gefesselt, der Prolog hat mich schon abgeholt. So mysteriös...Die Beschreibungen dieses Buches haben mich nach Ancora "reisen" lassen. Die Protagonisten waren gut durchdacht und die Hintergründe, die man nach und nach erfährt, sind schon etwas angsteinflössend, aber erklären das eine oder andere. Das Romy selbst merkt, dass mit ihr etwas nicht stimmt, gibt ihr Rätsel auf, wird aber später erläutert. Dies habe ich mir ein wenig eher erhofft, aber das was sie erlebt, lässt eigentlich drauf schließen (ich habe es eigentlich nur nicht verstanden...) Ich kann euch dieses Buch ans Herz legen, ich hatte schöne Stunden um herauszufinden, was in Ancora passiert und hatte viel Spaß! Für mich ein tolles Jahreshighlight!!!
Ich habe vor längerer Zeit bereits „Wenn das Feuer ausgeht“ von Colin Hadler gelesen und war unheimlich gespannt, wie sich der Autor seitdem weiterentwickelt hat. Bereits das Cover des Buches mit dem „Guckloch“ drin ist der absolute Hammer und macht unheimlich neugierig.
In „Ancora“ planen die drei Freunde Romy, Aurel und Jannis ihren Sommer im komplett abgeschiedenen Selbstversorgerdorf Ancora zu verbringen, in dem es kein Handynetz gibt und die Bewohner in einer ganz eigenen Gemeinschaft leben. Doch schnell merkt Romy, dass immer wieder unerklärliche Vorfälle geschehen, einige Personen sich immer seltsamer Verhalten und sie immer tiefer in die Geschehnisse hineingezogen wird. Doch dann stellt sie fest, dass die Ereignisse in Ancora eins zu eins in einem Gedicht ihrer Mutter beschrieben werden.
Ancora beginnt mit einem spannenden Prolog, der mich direkt packen konnte und bereits andeutet, dass das Dorf Ancora nicht so friedlich ist, wie es zunächst scheint. Die eigentliche Handlung geschieht dann Schlag auf Schlag. Die Ankunft in Ancora war zunächst etwas holprig und die genauen Beweggründe für den Aufenthalt etwas unklar, doch die mysteriösen Ereignisse und die Atmosphäre von Ancora konnten mich schnell in ihren Bann ziehen. Da ich mir lange absolut keinen Reim darauf machen konnte, warum und wie all die übernatürlich scheinenden Ereignisse passieren und miteinander zusammenhängen und das Erzähltempo keine Längen zulässt konnte ich das Buch kaum noch zur Seite legen.
Gespickt ist die Handlung immer wieder durch Gedichte von Romys Mutter und ihr selbst, was gut zum Buch und zum Autor gepasst hat, dessen poetisch-philosophischer Schreibstil mir bereits im Vorgängerroman aufgefallen ist.
Etwas schwer getan habe ich mich mit den vielen verschiedenen Protagonist*innen und ihren Beweggründen, die teils offen bleiben oder erst spät deutlicher werden. Insbesondere Anfangs hatte ich Schwierigkeiten die Rolle der vielen Personen einzuordnen, bei manchen war es auch nicht relevant ihnen Tiefe zu verleihen, bei anderen hätte ich es mir im Nachhinein aber gewünscht.
Insgesamt ist Ancora ein ungewöhnlicher Jugend-Mystery-Thriller, dessen Schreibstil mich absolut gefesselt hat und dessen Erzähltempo dafür sorgt, dass keine Längen aufkommen. Zwischenzeitlich war mir manches etwas zu abgedreht, allerdings fand ich die Aufklärung am Ende gelungen. Lediglich bei den einzelnen Protagonist*innen hätte ich mir teils mehr Tiefe gewünscht, auch wenn das Buch als Gesamtwerk für einen 350 Seiten langen Jugendthriller recht tiefgehend ist. Insgesamt gebe ich daher 4 Sterne und bin gespannt darauf, was Colin Hadler in Zukunft noch schreiben wird.
Romy ist auf der Suche nach Inspiration für ihr Gedichtband. Da hat Jannis, ihr bester Freund, die Idee, ins abgeschiedene Ancora zu reisen, um dort als Freiwillige im Dorf zu arbeiten. Romy ergreift die Gelegenheit und nimmt ihren festen Freund Aurel mit, um an der kriselnden Beziehung zu arbeiten. Doch, was als erholsamer Sommerurlaub gedacht war, entpuppt sich als gefährlicher Horrortrip, bei dem mysteriöse und unerklärliche Dinge geschehen. Romy beginnt merkwürdige Dinge zu sehen und zu hören. Wird sie langsam verrückt oder schweben sie und ihre Freunde wirklich in Lebensgefahr?
Leider muss ich sagen, dass dieses Buch mich von Anfang an auf dem falschen Fuß erwischt hat. Die Geschichte beginnt mit einem Epilog, der zwar Spannung und Aufregung verspricht, dies aber sprachlich für mich überhaupt nicht rüberbringen konnte.
Der Schreibstil wirkte nicht ganz ausgereift, an manchen Stellen etwas holprig, eben nicht ganz rund. Die Dialoge waren teilweise nicht authentisch, ganz besonders beim Prolog fand ich es sehr gestelzt.
Mit Gedichten kann ich grundsätzlich wenig anfangen, aber die von Romy fand ich furchtbar. Es wirkte, wie von einem Kind, das sich das erste Mal an der Reinform versucht. Als Schulaufgabe vielleicht ganz okei, aber Romys Plan war ein Gedichtband zu veröffentlichen... dafür war die Qualität der Gedichte in meinen (zugegebenermaßen laienhaften) Augen nicht annähernd ausreichend.
Zur Idee kann ich sagen, dass ich sie ziemlich spannend fand. Die Welt, das Dorf mit den vielen Geheimnissen, merkwürdigen und gruseligen Vorkommnissen, skurrilen Figuren und auch ein paar phantastischen Elementen, gaben Stoff für eine aufregende Geschichte.
Aber ich bin einfach nicht ins Buch reingekommen. Ich habe überhaupt nicht kapiert, was die Figuren antreibt, wieso sie so handeln, wie sie es tun. Das hat der Autor für mich nicht deutlich genug herausgestellt, deswegen fand ich es total merkwürdig, dass Romy die Prüfung so wichtig wurde, dass Jannis sich plötzlich völlig mit der neuen Situation identifizieren konnte und dass Aurel ständig überreagiert hat und ausgetickt ist. Für mich war das null nachvollziehbar, wie die Figuren agiert haben.
Auch die Bewohner:innen von Ancora konnte ich gar nicht so richtig greifen. Man hat sie nicht wirklich kennengelernt. Es wurde mir gesagt, dass Kira Romy gerne mag, aber gespürt hab ich davon nichts. Und die plötzliche Vertrautheit zwischen einigen der Bewohner:innen und Romy kam für mich auch irgendwie aus dem Nichts. Es gab glaube ich einen Zeitsprung, weswegen ich nicht mitverfolgen konnte, wie sie sich angefreundet haben, aber das kann ja nicht Sinn der Sache sein.
Die Idee hatte echt viel Potential, aber der Umsetzung, dem Schreibstil und den Charakteren konnte ich so gar nichts abgewinnen. Wirklich sehr schade, weil, was Romy und ihre Freunde erleben und die vielen Geheimnisse, haben mich schon neugierig gemacht. Ich musste mich nur leider regelrecht dazu zwingen, weiterzulesen.
Die Auflösung war in Ordnung, nicht ganz nachvollziehbar, aber es werden doch nochmal einige Fäden zusammengezogen, was dann am Ende ein ganz gutes Gesamtbild ergibt.
Es tut mir wirklich wahnsinnig leid, ich hätte das Buch so gerne gemocht, aber von mir gibt’s keine Leseempfehlung.
Düster und beklemmend, spannend… und auch gruselig? Man weiß nicht so recht, was einen erwartet. Macht das die Spannung aus? Ja, definitiv! . Romy verbringt ihre Sommerferien im Dörfchen Ancora - mitten im Nirgendwo, abgeschieden von der Zivilisation, fernab von Handy und Co. Das einzige was es hier gibt: Wald. Freundlich werden sie, ihr Freund Aurel und ihr bester Freund Jannis von den Dorfbewohnern aufgenommen. Doch schon bald häufen sich seltsame Vorfälle. Was passiert in der Dunkelheit des Waldes? Was verbergen die Menschen in Ancora? Und hat hier wirklich etwas Übernatürliches seine Finger im Spiel oder sieht Romy Gespenster? . Woooowiiiii dieses Buch vereint so viele verschiedene Themen. Ein Mystery-Thriller mit modernen Ansätzen aus den Augen einer jungen Heranwachsenden, die noch nicht so wirklich weiß, wohin mit sich. . Ich empfinde dunklen Wald als unglaublich beklemmend - ich liebe Wald, aber er kann auch düster und bedrückend sein. Das ist die Stimmung des Buches. Düster. Drückend. Spannend. Man fühlt sich mitten im Geschehen, aber eigentlich hast du keine Ahnung was um dich herum passiert. Alles erscheint verdächtig. Wer ist sich wohl gesonnen? Und wem kann man vertrauen? . Romy gefällt mir - sie ist neugierig, am Boden geblieben und vertraut den Menschen in ihrer Umgebung. Ob das ein Fehler ist? Das weiß man nicht. Sie meistert die Sache in jedem Fall bravourös und kommt der Wahrheit auf die Spur. Und ganz nebenbei auch sich selbst. . Fazit: Ein ganz spezielles Jugendbuch, oberklasse und nichts für schwache Nerven!
Es soll ein entspannter Urlaub werden, eine Zeit, in der es Aurel und Romy vielleicht gelingen wird, ihre prekäre Beziehung zu kitten. Ancora, die Destination, liegt mitten in der Wildnis. Abgeschieden von jeglicher Zivilisation. Die Wasserversorgung erfolgt direkt aus einer Quelle. Hier nutzt man Öllampen für die Beleuchtung und Lebensmittel werden lokal angebaut. Das Dorf besteht aus Holzhütten und in der Mitte des Dorfplatzes befindet sich ein Brunnen ohne Wasser, hier halten die Bewohner gerne Zwiesprache.
Direkt nach der Ankunft scheint noch alles wunderbar. Die kleine Gruppe wird von der Wortführerin von Ancora, Ava, empfangen, die sich in einem weißen Umhang mit Blumenkette vorstellt. Jeder sucht sich sein Zimmer und schnell haben sich die Neuankömmlinge an die Umgebung gewöhnt.
Während Romys bester Freund Jannis sofort in dem alternativen Leben aufgeht, tut sich Aurel allerdings eher schwer. Romy hingegen wird von einem merkwürdigen Gefühl heimgesucht. Sie scheint am Ziel einer Reise angekommen zu sein, die ihr helfen könnte Antworten zu finden. Denn seit einiger Zeit geschehen merkwürdige Dinge, die bei ihr Fragen aufwerfen. Immer wenn ihr Gefahr droht, scheint die Zeit still zu stehen. Warum, das weiß Romy nicht. Gelegentlich greift sie zu ihrem Notizbuch und schreibt in Gedichtform ihre Gedanken nieder. Das Buch ist die Arbeit einer Kassandra, verschriftliche, unheilvollen Nachrichten aus der Zukunft.
Die Freunde haben sich noch nicht eingelebt, da passieren schon die ersten gruseligen Dinge. So steht zum Beispiel ein Mann mit einer Holzmaske vor dem Gesicht an Romys Fenster und bewirft dieses mit Kieseln. Als wäre das nicht schon unheimlich genug, findet Romy im Wald kurz darauf blutrot bemalte Steine, die das Wort „HILFE!“ bilden. Sie entdeckt mitten auf einem Feld ein Kind mit einem Raben auf der Schulter, dass von einer Sekunde auf die andere plötzlich verschwunden ist.
Und dann steht plötzlich die Zeremonie an. Die Feuerprobe, die es den Bewohnern ermöglichen soll, herauszufinden, ob sie in Ancora bleiben wollen oder nicht. Als bei den Feierlichkeiten Romys Name gezogen wird, ist diese nicht sonderlich enttäuscht. Viel eher ist sie neugierig. Sie stellt sich den Prüfungen und begibt sich damit nicht nur in Gefahr, sondern sie kommt Dingen auf der Spur, die vielleicht besser nie aufgedeckt hätten werden sollen.
Meinung:
„Ancora – Die Zeit ist gegen dich“ beginnt wie ein klassischer Horrorfilm. Schon auf den ersten Seiten merkt der Leser, dass in dem abgelegenen Gebiet irgendwo im Nirgendwo, nicht alles mit rechten Dingen zugeht. Ihm wird ein LKW-Fahrer namens Erik vorgestellt, der auf seiner Tour durch einen Zufall Ancora nahekommt. Ein langgezogener schmerzerfüllter Schrei in der Dunkelheit, ein Mädchen – vielleicht siebzehn oder achtzehn Jahre alt - das in einem zerfetzten weißen Kleid mit Blutspritzern darauf und einem verweinten Gesicht auf ihn zukommt. Das um Hilfe bettelt und ihn, nachdem sie in den LKW eingestiegen ist warnt, dass sie, wird Erik nicht bald losfahren, sterben werden.
Kein Wunder also, dass man auch im weiteren Verlauf, als die Jugendlichen Aurel, Romy und Jannis beschließen, ihren Urlaub in Ancora zu verbringen, stets ein ungutes Gefühl beim Lesen in sich verspürt. Immer wieder geschehen mysteriöse Dinge. Immer wieder treten auch unter den Jugendlichen Spannungen auf.
Durch die wenigen Informationen, die nur tröpfchenweise geliefert werden, gerät man als Leser stark ins Grübeln. Was ist vor Jahren in Ancora geschehen? Was geschieht noch heute hier? Schon das Prequel deutet an, dass es Bewohnern oder auch Gästen (?) des Dorfes nicht einfach gemacht wird, dieses jemals wieder zu verlassen. Doch auch die Aussage eines Dorfbewohners, dass es hier Dinge gibt, über die man besser schweigt, und dass man das Dorf nicht so schnell verlassen kann, wenn man es erst einmal betreten hat, hinterlassen ein ungutes Gefühl.
Das Buch ist an unsere Wirklichkeit angelehnt, hat aber auch einige Fantasyelemente, was es von unserer Realität abhebt.
Fazit:
„Ancora – Die Zeit ist gegen dich“ gelingt es, Fantasy- und Horrorelemente mit jenen des klassischen Thrillers zu vermischen. Die Geschichte ist nicht immer unvorhersehbar und leider manchmal klischeelastig.
Geschickt werden aber diverse Zeit- und Handlungsebenen etabliert, die zum Miträtseln einladen.
Man bekommt eine Geschichte geliefert, die Fans von Mystery-Serien wie „Twin Peaks“, „Lost“ und „Akte X“ gefallen wird.
Ein verlassenes Dorf, in dessen Nähe vor Jahren ein Chemiewerk in die Luft geflogen ist, Dorfbewohner, die ganz offensichtlich einiges zu verschweigen haben und drei Jugendliche, deren Beziehungsstatus ungeklärt ist. All das macht neugierig.
Zum Ende hin, das im Übrigen durchaus gelungen ist, zeigt der Autor leider nicht, dass er "show, don't tell“ beherrscht.
Buchzitate:
Oft finden wir aber nur deshalb keine Antworten, weil wir uns die falschen Fragen stellen.
Die Kälte hat sich in der Zwischenzeit durch meine dünne Jacke gefressen und nagt an meiner Haut. Mein Verstand scheint regelrecht eingefroren. Da ist der Wald. Der Wald und ich.
Das Cover hat mich sehr neugierig auf die Geschichte gemacht. Es ist nicht zu bunt, aber dennoch ein Hingucker und einladend mit einem tollen Klappeffekt. Ich liebe es!
Romy, ihr Kumpel Jannis und ihr Freund Aurel machen Urlaub in Ancora. Es ist ein abgeschiedenes Dorf mitten im nirgendwo. Ich konnte gut abtauchen und mir das Dorf und ihre Bewohner gut vorstellen. Viele übernatürliche Ereignisse passierten, wo ich mir absolut keinen Reim drauf machen konnte, wie das alles mit der Protagonistin Romy zusammen hängen könnte. Dadurch wurde ich die ganze Zeit über sehr gut unterhalten.
Die Protagonistin wurde mir im laufe der Story sympathisch und ich konnte mich immer besser in ihre Gedankenwelt hineinversetzen. Sie ist eine aufgeweckte junge Frau, neugierig und auch abenteuerlustig. Mein Manko zu der Story ist jedoch die Liebesgeschichte. Dazu möchte ich nichts verraten, aber ich habe es nicht fühlen können.
Der Schreibstil von Colin Hadler ist fast poetisch oder besser gesagt philosophisch. Denn die Handlungen wurden immer wieder von Gedichten von Romys Mutter untermauert. Auch enthält das Buch tolle Zitate, die mein Marker Herz höher schlagen lassen. Die Autorin hat einen packenden Jugend-Mystery-Thriller geschrieben. Mit interessanten Charakteren, einer spannenden Welt und einer Auflösung die mich überraschte.
Spannend bis zur letzten Seite Was bei dem Buch als erstes ins Auge springt, ist das geniale Cover. Auf den Bildern sieht man es gar nicht aber das Loch ist ausgestanzt und das Auge auf die Klappe darunter gedruckt. Sowas hatte ich noch nicht gesehen und es ist ein totaler Eyecatcher, der mir sehr gefällt. Die Geschichte ist von vorne bis hinten sehr spannend und sehr atmosphärisch. Immer wieder überkommt einem beim Lesen eine Gänsehaut. Ständig passiert irgendetwas mit dem man nicht gerechnet hat und dennoch passt alles logisch zusammen und ergibt am Ende ein sinnvolles Gesamtbild. Wie ich das liebe! Das ganze Buch ist so genial erdacht und mit viel Liebe zum Detail aufgebaut. Die Gedichte, die die Geschichte ausmachen sind so wunderschön geschrieben und perfekt in die Handlung eingebaut. Auch mit dem Schreibstil weiß der Autor zu überzeugen. Das ganze Buch enthält so viele starke und prägnante Zitate und ist sehr überzeugend erzählt. Man möchte einfach jedes Wort glauben. Romy als Protagonstin gefällt mir auch sehr gut. Sie hat so viele gute Eigenschaften. Man muss sie einfach mögen. Sie ist willensstark, neugierig, mutig und gerecht. Ich konnte mich sehr gut in sie hineinversetzen. Auch die Nebencharaktere sind sehr authentisch gestaltet und bekommen im Laufe der Geschichte viel Hintergrund und Tiefe mit dem ich nicht gerechnet hätte. Die ganze Idee hinter der Story hat mich direkt überzeugt. Ein Gedicht als Zukunftvision und das gefangen in einem Dorf ohne Handyempfang abgeschieden von der Außenwelt. Genial! Colin Hadler hat bei diesem Buch alles richtig gemacht und überzeugt und fesselt von der ersten bis zur letzten Seiten. Ich für meinen Teil wünsche mir noch mehr Bücher dieser Art. Eine klare Leseempfehlung für alle, die unvorhersehbare spannende Geschichten lieben.
Danke an Vorablesen, die mir ein Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt haben. Meine Meinung ist davon jedoch unabhängig. Achtung, Suchtgefahr! Einmal angefangen, fiel es mir schwer, das Buch wieder aus der Hand zu legen. Ähnlich ging es mir immer bei den Büchern von Ursula Poznanski. Falls ihr also Fan der Autorin seid, kann ich euch Ancora von Colin Hadler nur ans Herz legen (besonders wenn ihr Saeculum mochtet; die Geschichten haben sehr ähnliche Vibes von wegen Gemeinschaft abseits der Zivilisation, keine Technologie und mysteriöse Ereignisse).
Zusammen mit Romy, ihrem besten Freund Janis, ihrem festen Freund Aurel, und einem Gedicht von Romys Mutter sind wir unterwegs nach Ancora. Ein Dorf, abseits aller Zivilisation und ihr Zuhause für die nächsten sechs Wochen. Dort angekommen stellt unsere Protagonistin jedoch relativ schnell fest, dass dort nicht alles mit rechten Dingen vor sich geht. Seltsamerweise scheint das Gedicht von Romys Mutter die Ereignisse vorherzusagen... aber was hat ihre Mutter mit Ancora zu tun? Und das Gedicht endet mit Romys Tod: ist das Ereignis unaufhaltbar? Romys Misstrauen wächst, und auch ihre Freundschaft mit Kira, einem jungen Mädchen aus Ancora, sorgt für Spannungen in der Freundesgruppe. Ist das noch Spaß und Urlaub, oder sollten die drei besser fliehen?
Die Ereignisse überschlagen sich, und ich hatte echt Schwierigkeiten, das Buch zwischendurch aus der Hand zu legen. Bis zum Ende rätselt man mit, versucht die Puzzleteile zusammenzusetzten und weiß nicht genau, ob hier übernatürliche Faktoren mitspielen oder es für alles eine reale Erklärung gibt. Der Schreibstil von Colin Hadler passt perfekt zum Genre. Spannend geschrieben und so, dass es realistisch für eine Teenagerin ist (das Buch ist ja in der ich-Perspektive aus Romys Sicht geschrieben).
Der Thriller ist bis zum Ende spannend. Allerdings ist es doch auch verwirrend zwischendurch, mit Zeit- und Ortswechseln, und die Auflösung am Ende habe ich nicht zu 100% verstanden. Trotzdem war Ancora einer der besten Jugendthriller, die ich in letzter Zeit gelesen habe. Colin Hadler ist definitiv ein Autor, den ich mir merken werde für die Zukunft! Ich gebe 4 von 5 Sternen.
Darum geht’s: Das Talent Gedichte zu schreiben hat Romy von ihrer Mutter geerbt. Sie liebt es auch, immer wieder in den alten Gedichten ihrer Mutter zu stöbern. Das entsprechende Heft nimmt sie auch mit, als sie mit ihren Freunden Aurel und Jannis in das abgeschiedene Dorf Ancora fährt, in dem sie einen unbeschwerten Sommer im Einklang mit der Natur und ganz ohne Handy und Verbindung zur Außenwelt verbringen möchte. Für die jungen Stadtmenschen ist bereits die Anreise eine Herausforderung. Und als sich immer mehr seltsame Ereignisse ereignen, die zu Romys Entsetzen genauso in den Gedichten ihrer Mutter beschrieben sind, setzt Romy alles daran herauszufinden, was in dem mysteriösen Dorf vor sich geht, nicht ahnend, in was für eine Gefahr sie sich selbst damit begibt.
So fand ich‘s: Schon nach wenigen Absätzen war ich nicht nur mittten drin in der Geschichte, sondern auch begeistert von Colin Hadlers Erzählstil. Seine Art zu schreiben ist jung, frisch und schnörkellos. Er schafft es, mit wenigen Worten eine dichte Atmosphäre zu schaffen und lebendige Bilder vor dem inneren Auge entstehen zu lassen.
Die Geschichte ist von Anfang an wirklich spannend, bleibt aber durchweg ohne Hektik und ohne Effekthascherei und ist daher dem empfohlenen Lesealter absolut angemessen. Es gibt einzelne Abschnitte, bei denen für meinen Geschmack das Tempo doch etwas höher hätte sein dürfen. Aber immer wenn ich merkte, dass ich ungeduldig werde, hat mich der Autor mit einem neuen unerwarteten Detail oder einer unverhofften Wendung überrascht.
Je länger man liest, umso mehr beginnt man das eine oder andere zu erahnen, ohne aber auf die vollständige Auflösung zu kommen. Bis zum Schluss hin gibt es immer wieder Twists, die die Spannung hochhalten. Die Mysteryelemente sind gekonnt dosiert und so in den Plot verpackt, dass man dem Autor die Geschichte abnimmt.
Für mich ist Colin Hadler eine tolle Autorenentdeckung. In seiner Danksagung, die auch seine phantasievolle Art zu schreiben widerspiegelt, verspricht er ein „Wiederlesen“ in einem nächsten Buch. Da nehme ich ihn gerne beim Wort und freue mich auf neuen Lesestoff von ihm.
- 3,5 Sterne: Ganz okay, aber man hätte mehr daraus machen können! -
* Spoilerfreie Rezension! *
Inhalt
Sich entspannen, an ihrem Gedichtband weiterschreiben, sich selbst besser kennenlernen, ihre Beziehung retten – das alles erhofft sich die junge Romy von ihrem mehrwöchigen Sommerurlaub im abgeschiedenen Dorf Ancora. Strom, Handyempfang und Leistungsdruck gibt es dort nicht. Doch schon in der ersten Nacht passieren seltsame Dinge. Sind Romy und ihre Freunde vielleicht doch nicht so willkommen, wie sie dachten?
Übersicht
Einzelband oder Reihe: Einzelband Erzählweise: Ich-Erzählerin, Präsens Perspektive: weibliche Perspektive Kapitellänge: kurz Tiere im Buch: + Im Buch werden keine Tiere gequält. Es werden Tiere geschlachtet (keine Beschreibungen), ein Huhn wird kopfüber in die Küche getragen, wo es später geschlachtet wird. Bechdel-Test (zwei Frauen mit Namen sprechen miteinander über etwas anderes als einen Mann): bestanden! Frauenfeindliche / gegenderte Beleidigungen: --- Feministisch? Ja.
Warum dieses Buch?
Nach den vielen Dystopien, die ich in letzter Zeit gelesen habe, musste endlich wieder einmal ein spannender Thriller her, der in der Gegenwart spielt. Als ich „Ancora“ entdeckt habe, wusste ich sofort: Das wird mein nächstes Buch!
Kurzrezension
Das hat mir gefallen…
Atmosphäre & Setting (4 Lilien)
Das Setting – dieses abgeschiedene, kleine Dörfchen irgendwo im Nirgendwo ohne Strom und Handyempfang – hatte natürlich viel Potential und ich fand es grandios gewählt. Besonders in der ersten Hälfte des Buches habe ich die Atmosphäre als sehr dicht und stellenweise sogar richtig düster und unheimlich wahrgenommen. Vor allem die gruselige Stimmung in den finsteren, nur durch Kerzen- und Mondlicht erhellten Nächten hat mir sehr gut gefallen!
„Sie lebt. Die Dunkelheit lebt. Und sie wartet nur darauf, dass man unvorsichtig wird und einen Fehler macht." E-Book, Position 78
Protagonistin (4 Lilien)
Mit Romy hat der Autor eine starke, sympathische, mutige und wissenshungrige Protagonistin geschaffen, die Mädchen als Vorbild dienen kann und mit der sich Jugendliche bestimmt identifizieren können. Auch ich habe sie gerne durch die Geschichte begleitet– auch wenn ich ihr Verhalten nicht immer ganz nachvollziehen konnte.
„Ich weiß nicht wieso, aber dieses Dorf, dieses Tal, macht etwas mit mir.“ E-Book, Position 613
Feminismus (4 Lilien)
Aus feministischer Sicht gibt es nicht viel auszusetzen: Das Buch ist frei von gegenderten Beleidigungen (das ist mir gerade bei Jugendliteratur immer sehr wichtig!), besteht den Bechdel-Test, enthält viele starke Frauen und sogar Diversität in Form einer lesbischen Liebesgeschichte. Einen Punkt Abzug gibt es für die vereinzelten Geschlechterstereotypen. Wächst da etwa gerade eine neue Generation von modernen, feministisch eingestellten männlichen Autoren heran? Der vorliegende Jugendroman stimmt jedenfalls hoffnungsvoll!
Das lässt mich zwiegespalten zurück…
Schreibstil (3 Lilien)
Der Schreibstil lässt mich eindeutig zwiegespalten zurück. Einerseits ist er natürlich einem Jugendbuch angemessen (weder zu einfach noch zu komplex) und stellenweise angenehm zu lesen, andererseits fand ich ihn auch manchmal holprig und wurde hin und wieder aus dem Lesefluss gerissen.
Geschichte / Themen (3,5 Lilien)
Für mich ist „Ancora“ ein solider Mysterythriller für Jugendliche, den auch ich ganz unterhaltsam fand. Thematisch stehen Selbstfindung, Liebe, Freundschaft, das Leben in einer Gemeinschaft und Kritik an der Leistungsgesellschaft im Mittelpunkt. Das volle Potential des Settings und der Idee konnte der Autor aber leider nicht nutzen, hier fehlten mir Tiefe und ein besser durchdachter Plot. Vieles wurde mir einfach zu hastig und oberflächlich abgehandelt, und gegen Ende wurde die Geschichte zunehmend wirrer. Da hat mich „Ancora“ dann auch (emotional) verloren.
„Nachdem in den 70er Jahren ein nahegelegenes Chemiewerk explodiert ist, wurde die ganze Gegend für längere Zeit zur Sperrzone erklärt. Dutzende Mitarbeiter sollen bei der Explosion ihr Leben verloren haben.“ E-Book, Position 91
Spannung (3 Lilien)
Leider hat das Buch außerdem ein großes Problem mit seinem „Pacing“ (= Tempo, Struktur). Was der gruselige, fesselnde Prolog verspricht, kann der Rest der Geschichte leider nicht halten. Anfangs kommt die Geschichte nur langsam ins Rollen, der Spannungshöhepunkt befindet sich seltsamerweise in der Mitte des Buches, danach liegen noch viele Seiten vor einem, in denen aber nicht mehr viel passiert. Versteht mich nicht falsch – die Geschichte hat durchaus ihre spannenden Momente, aber zwischendurch bricht der Spannungsbogen leider immer wieder ein.
Figuren (3 Lilien)
Die meisten Nebenfiguren (es gibt natürlich auch ein paar Ausnahmen) blieben meiner Meinung nach leider relativ blass, eindimensional und austauschbar. Sie waren zwar nicht (alle) unsympathisch, aber ich werde sie wohl leider schnell wieder vergessen.
Das hat mir nicht gefallen:
Dialoge (2 Lilien)
Die Dialoge fühlten sich stellenweise wirklich sehr hölzern, konstruiert und künstlich an. Es gab zum Beispiel plötzliche Themenwechsel und Witze, die nicht so richtig passten – das war in meinen Augen leider oft kein normaler Gesprächsverlauf, in dem sich ein Satz aus dem anderen ergibt.
Mein Fazit
„Ancora – Die Zeit ist gegen dich“ ist für mich ein solider Mysterythriller für Jugendliche, der mit einer dichten Atmosphäre, einer starken Protagonistin und einem überzeugenden Setting punktet, der aber leider (!) sein volles Potential nicht nutzen kann und Schwächen beim Plot, beim Tempo und bei der Figurenzeichnung aufweist. Das Zielpublikum kann mit diesem Buch bestimmt ein paar schöne Lesestunden verbringen und auch ich fand es nicht schlecht – ich habe nur einfach mehr erwartet…
Den Abbruch erwartete ich bei meinen frühen ersten Zweifeln nicht, aber da es endlos weiter damit ging, dass durch die Geschichte gehetzt wird ... An den seltsamsten Stellen gibt es Zeitsprünge zum nächsten Tag oder einem jedenfalls nicht interessanteren Ereignis, bei der Feuerprüfung nicht zumindest anfangs Kommunikation - ich wäre auch mit Geplänkel einverstanden, besser als stundenlanges Herumirren mit zwei angeblich nicht ganz Unerfahrenen in der Natur. Auch diese Umsetzung hätte glaubwürdig sein können, nur fesselte mich die Geschichte nach wie vor nicht. Das Dorf Ancora und mysteriöse Vorgänge sind an sich spannend, tragen die Geschichte aber natürlich nicht alleine. Emotional kam bei mir wenig an, wenn ich außer Acht lasse, wie enttäuscht ich von den häufigen unnötigen Zeitsprüngen war, was mich nervte, bevor es spannend hätte werden können. Schade, mehr kann ich nicht sagen.
Drei Jugendliche verbringen den Sommer zusammen in einem Dorf, das völlig abgeschieden ist von der Welt. Es gibt weder Handyempfang, noch irgendwelche Technik – die Bewohner scheinen aus einer anderen Zeit zu stammen. Jeder von den dreien hat ein anderes Ziel für diesen Sommer. Romy möchte schreiben und die Beziehung zu ihrem Freund Aurel stärken. Aurel selbst will beweisen, dass er Romy genug liebt, um trotz seiner eigentlichen Ablehnung spontane Abenteuer mit ihr zu erleben. Und Jannis versucht, seinen Platz in einer Gemeinschaft zu finden, die ihm all das bietet, was ihm bisher im Leben gefehlt hat. Aber Ancora gibt so viele Rätsel auf, dass es die Protagonisten alle auf unterschiedliche Weise in seinen Bann zieht und prüft, denn die Zeit verläuft hier anders als im Rest der Welt…
Meinung:
Vom grundsätzlichen Aufbau und der Thematik, ist dieses Buch relativ klassisch. Das muss nicht schlecht sein, im Gegenteil. Ich für meinen Teil weiß, dass mich diese Art von Geschichten immer wieder packt, sodass mich der Inhalt des Buches direkt angesprochen hat: Ein rätselhafter Ort, von dem man als Leser genauso wenig weiß, was man davon halten soll, wie es die Protagonisten tun, zwischenmenschliche Spannungen und eine mysteriöse Vergangenheit mindestens einer dieser Personen. Dazu ein im ersten Moment scheinbar idyllisches Umfeld in einem Sommer, der für die Teenager in erster Linie Freiheit bedeutet. Die Spannung, die bereits im Prolog beginnt, kann der Autor meiner Meinung nach im gesamten Buch aufrecht erhalten. Zu keinem Zeitpunkt hatte ich das Gefühl, dass es Längen gibt oder überflüssige Passagen. Die Geschichte lässt einen kaum zur Ruhe kommen und ich hatte Mühe, abends das Buch wegzulegen und habe oft auch während ich nicht gelesen habe, gerätselt, was es mit Romy, Aurel, Ava und den anderen auf sich hatte. Besonders positiv aufgefallen ist mir zusätzlich der sehr frische Schreibstil des Autors. Zum einen in Bezug auf die Sprache an sich. Das äußerte sich beispielsweise darin, dass er völlig neue Bilder und Vergleiche findet, die ich so bisher noch nicht gelesen habe. Oder darin, dass er in Dialogen hin und wieder altbekannte Redensarten verwendet, die Sprecher selbst diese aber neu umdeuten. Zum anderen webt der Autor viele aktuelle Themen und Ideen in den Text mit ein, was dazu führt, dass die Jugendlichen wirklich wie Jugendliche unserer Zeit wirken und nicht so, als hätte man sie aus den 60ern in das 21. Jahrhundert entführt, wie es bei einigen Romanen durchaus der Fall ist. An der Art, wie sie beispielsweise über Social Media und Sexismus reden, merkt man, dass Colin Hadler die Aktualität seiner Geschichte trotz der vielen fantastischen Elemente am Herzen liegt. Trotz dieser vielen positiven Punkte, muss ich auch etwas Kritik äußern, denn es war für mich leider kein perfektes Buch. Das lag unter anderem daran, dass ich mit keinem der Protagonisten wirklich warm geworden bin. Selbst Romy, in deren Kopf man ja steckt, war mir irgendwie die ganze Zeit über fremd. Viele ihrer Gedanken und Handlungen konnte ich nicht nachvollziehen. Das ist aber wahrscheinlich wirklich einfach nur meinem persönlichen Empfinden geschuldet. Darüber hinaus fand ich es etwas schade, dass der Autor viel erklärt. Das geschieht entweder, wenn die Charaktere selbst sehr ausführlich über ihre Vergangenheit beispielsweise reden, oder wenn Romy selbst Handlungen aufgrund von vergangenen Ereignissen analysiert. Besonders im Bezug auf Jannis familiären Hintergrund und Aurels Persönlichkeit hat es mich oft gestört, dass Hadler den Leser nicht selbst mitdenken lässt, sondern manche Charaktereigenschaften und Hintergründe so offensichtlich erklärt.
Fazit: Bis auf die wenigen genannten Minuspunkte ist „Ancora“ ein wirklich gelungenes und vor allem sehr spannendes Buch. Die perfekte Lektüre für einen langen Sommerferientag, um sie am Stück zu verschlingen. ;)
Ein abgeschiedenes Dorf mitten in der Natur. Kein Handy, kein Internet, kein Kontakt zur Außenwelt. Das ist genau das, was Romy jetzt braucht und so verbringt sie den Sommer mit ihren Freunden Aurel und Jannis dort. Kaum dort angekommen, häufen reihen sich seltsame Ereignisse aneinander, die Romy an ihrem Verstand zweifeln lassen. Vollkommen außer sich ist sie jedoch erst, als ein Gedicht ihrer Mutter eben genau diese Ereignisse abbilden. Was ist hier los? Und was hat ihre Mutter mit dem Ganzen zu tun?
Charaktere:
Die Geschichte um das abgelegene Dorf Ancora wird aus der Sicht von Romy erzählt. Romy, die für ihr Leben gern Gedichte schreibt und sich da ihre Mutter zum großen Vorbild nimmt, ist voller Tatendrang als sie sich gemeinsam mit ihrem besten Freund Jannis und ihrem festen Freund Aurel auf den Weg nach Ancora macht. Mit der Protagonistin konnte ich einfach nicht warm werden. Ich hatte steig das Gefühl eine gewisse Distanz zu ihr zu wahren, was mitunter daran lag, dass ihr Empfinden mehr beschrieben und weniger anhand von Handlungen gezeigt wurde. Da hätte ich mir mehr show, don’t tell gewünscht. Romy durchlebt ein Auf- und Ab der Gefühle – sei es in Bezug zu Aurel, von dem sie sich in Ancora immer mehr entfernt oder in Bezug auf die seltsamen Geschehnisse. Dieser stetige Wechsel war für mich nicht ganz nachvollziehbar und Romy agiert in einigen Szenen unvorhersehbar und etwas haltlos, sodass ich dem Sinn hinter ihren Handlungen ab einem gewissen Punkt nicht mehr erkennen konnte. Insgesamt blieben mir persönlich die Figuren zu blass und wenig greifbar.
Schreibstil:
Für sein junges Alter von gerade mal zwanzig Jahren, kommt der Autor mit einem unfassbar malerischen Schreibstil und poetischen Bezügen daher, wofür ich an dieser Stelle ein großes Lob aussprechen möchte.
Der Auftakt der Geschichte hat mich sofort gefesselt und war durchweg spannend: Romy, Aurel und Janis sind auf dem Weg nach Ancora, als sie plötzlich das Gefühl haben verfolgt zu werden. Eine gesunde Mischung aus Psychothrill und Mystery. Je weiter die Geschichte jedoch in die zugrundlegende Thematik einsteigt, desto weniger konnte ich dem Handlungsverlauf folgen. Es reihen sich scheinbar zusammenhangslose Geschehnisse aneinander und Romy verhält sich in meinen Augen plötzlich ganz seltsam. Insgesamt fand ich es sehr verwirrend sodass ich letztlich leider die Lust an der Weiterverfolgung der Geschichte verloren habe.
Das besondere Etwas:
Das Dorf Ancora macht für mich das Besondere der Geschichte aus. Colin Hadler erschafft eine kleine Welt, fernab vom Stadtleben und Technik. Im Dorf lebt eine eingeschworene Gemeinschaft von Selbstversorgern, die mich irgendwie ein bisschen an einen Indianerstamm erinnert hat. Den Gedanken einfach mal offline zu sein und sich mehr mit sich selbst auseinanderzusetzen, sich bewusst Auszeiten zu nhemen, finde ich super spannend und ganz, ganz wichtig.
Fazit:
„Ancora“ ist erst das zweite Buch, das ich jemals abgebrochen habe. Ich glaube, dass ich mir von der grandiosen Idee hinter dieser Geschichte einfach etwas anderes erwartet habe. Ich konnte mich mit der Protagonistin Romy leider gar nicht identifizieren und so weder ihr eigenes Gefühlschaos noch ihre Handlungen richtig nachvollziehen. Während des Lesens habe ich mich einem Strudel aus unzusammenhängenden Geschehnissen verloren und aus S.136 beschlossen, dass das Buch einfach nichts für mich ist. Dennoch fasziniert mich der malerische und poetisch angehauchte Schreibstil des Autors, der wohlgemerkt erst zwanzig Jahre alt ist und mit „Ancora“ bereits sein drittes Buch veröffentlicht hat.
Durch Zufall bin ich auf Ancora von Colin Hadler aufmerksam geworden. Der Klappentext hat mich sehr angesprochen, weshalb ich unbedingt mehr darüber erfahren wollte. In diesem Fall hab ich das Hörbuch gehört, das bei Hörbuch Hamburg erschienen ist. Gesprochen wurde es von Julia Preuß. Mir hat ihre Art unglaublich gut gefallen. Sie schafft es mit sehr viel Leidenschaft, Feingefühl, aber auch Eindringlichkeit, den Charakteren Leben einzuhauchen. Für mich ist es das erste Buch des Autors, aber nicht zwingend das letzte. Weil mir diese Story wirklich enorm gut gefallen hat. Sein Schreibstil ist sehr einnehmend und fesselnd, weshalb man auch flugs von der Story nicht mehr lassen kann. Die Atmosphäre empfand ist düster, geheimnisvoll, aber auch sehr melancholisch. Was einfach wunderbar zur ganzen Handlung passt. Im Fokus steht Romy. Mir hat sie unglaublich gut gefallen, sie ist bodenständig, tough und macht sich gern ihr eigenes Bild. Die anderen Charaktere waren für mich sehr schwer zu durchschauen, was aber nicht als schlecht zu werten ist. Dadurch wirkt es sehr geheimnisvoll und man weiß eigentlich nie, was in Ihnen vorgeht. Insgesamt sehr greifbar, authentisch und lebendig in ihrer Art. Die Handlung hat mich direkt gepackt. Ich mochte dieses Setting, jegliches Fehlen von Technologie unglaublich gern. Es schafft ein gewisses Survival Feeling, was direkt Abenteuerlust weckt. Und Hallo, mit Zeitreisen kriegt man mich eigentlich immer. Weil ich diese Thematik unglaublich faszinierend und vielfältig finde. Die Ferien gestalten sich nicht so, wie man es erwartet. Diese komplexe Story, war nicht das, was ich mir vorgestellt hatte. Es wurde noch besser, anders, intensiver, emotionaler. Dabei hab ich die ganze Zeit sehr mit Romy mitgefiebert. Colin Hadler gelang es einige Wendungen einzustreuen, die ich so nicht erwartet hatte. Er bringt Aspekte zum Vorschein, die mich nachdenklich gemacht haben. Die in mir den Wunsch geweckt haben, tiefer und eindringlicher hinter die Fassade zu schauen. Was man dabei erblickt, hätte überraschender kaum sein können. Ich wusste nicht, ob ich erschüttert sein oder Mitgefühl zeigen sollte. Denn urplötzlich gerät man auf ein völlig neues Level. Obwohl es Sci-Fi Einschübe hat, so fand ich das extrem genial. Da man gerade diese Wende hier überhaupt nicht erwarten würde und deshalb umso sprachloser ist. Fakt ist, mich konnte Ancora extrem gut unterhalten und unentwegt für Begeisterung und emotionale Momente sorgen. Denn neben Action gibt es auch viel Verletzlichkeit. Schwäche, die als solche ganz andere Emotionen produziert und auch nicht unbedingt als Schwäche zu werten ist. Definitiv eine Leseempfehlung.
Fazit: Colin Hadler hat mit „Ancora“ etwas für mich sehr überraschendes und vielfältiges geschrieben. Ein Mix aus Survival, Action und Sci-Fi. Eine komplexe Handlung, ein absolut atmosphärisches Setting und eine Protagonistin, die mich sehr begeistert hat. Daneben findet man auch viel Verletzlichkeit, Melancholie und tragende Aspekte. Ein Jugendbuch, das ich sehr empfehlen kann. Gesprochen von einer sehr ausdrucksstarken Julia Preuß.
Ein mysteriöses abgeschiedenes Dorf, ein geheimnisvolles Gedicht und eine Prophezeihung, die sich scheinbar unweigerlich erfüllt? Das klang für mich direkt nach einem sehr spannenden Setting mit ganz viel Potential! Ich war super neugierig und bin dann auch recht schnell in die Geschichte eingetaucht. Die Atmosphäre mit dem mysteriösen Dorf, von dem niemand etwas gehört hat und das völlig abgeschieden irgendwo in einem Bergtal angesiedelt ist kam dabei direkt zu Beginn wirklich gut rüber. Es war so ein Gefühl von Einsamkeit und dunkler Vorahnung, die einen beim Lesen umgab. Man wurde direkt in die Handlung geworfen, ohne dass man groß etwas über die Protagonistin Romy und ihre Freunde Aurel und Jannis erfahren hat. Nur sporadisch bekam man hier und da mal eine Information über ihren Hintergrund. Das fand ich ein bisschen schade, da Romy mir zwar grundsätzlich sympathisch war, ich aber trotzdem keine wirkliche Bindung zu ihr aufbauen konnte. Dazu fehlten mir einfach einige Szenen, aus denen man ein paar Hintergründe erfährt und ihren Charakter besser einordnen kann. So konnte ich beispielsweise bis zum Ende nicht wirklich verstehen, warum sie, gerade bei ihrer Vergangenheit nicht weitere Nachforschungen angestellt hat, sondern die ganze Zeit sehr passiv agiert hat. Auch ihre Beziehungen zu Aurel und Jannis war für mich nur eine grobe Skizze, die ich aber nie wirklich greifen konnte. Insgesamt führte das auch leider bei mir dazu, dass ich zu niemandem eine wirkliche Nähe aufbauen konnte und auch dementsprechend nicht mitgefiebert habe. Das lag aber vielleicht auch daran, dass es für mich gar nicht so klar war, worauf man eigentlich hin fiebert. Antworten, klar. Aber auf welche Fragen denn nun genau? Und warum wurden nicht die entsprechenden Leute direkt darauf angesprochen? Alles passierte scheinbar so zufällig und wirkte auf mich zu stark künstlich konstruiert, dass die Protagonistin kaum aktiv agieren musste. Es gab zwar immer wieder spannende Einzelszenen, die den lesenden zum Nachdenken und rätseln angeregt haben, aber es gab für mich einfach keine gesamte Spannung, die sich durch die Geschichte durchgezogen hat. Mich hat es an dieser Stelle leider einfach nicht gepackt. Es war mir an vielen Stellen auch zu diffus und die Protagonistin Romy war mir zu unkritisch. Sie hat kaum jemandem Fragen gestellt, alles so hingenommen. Dadurch kam es zu wenigen Interaktionen zwischen ihr und anderen Dorfbewohnern und auch zu ausbleibenden Konflikten, die Situationen zugespitzt, und damit Spannung geschaffen, hätten.
Die in der Geschichte passierende Liebesgeschichte fand ich eine schöne Idee, passte für mich aber irgendwie nicht so recht in die Geschichte rein. Dazu hatte ich einfach zu wenig Bezug zu den Figuren, als dass ich da große emotionale Regungen beim Lesen gehabt hatte. Das Ende der Geschichte auch so eine Sache. Auf der einen Seite war für mich der Schluss sehr schlüssig, klärte Fragen auf machte die Geschichte rund. Allerdings war die Auflösung vom Inhalt her doch zu weit hergeholt für meinen Geschmack. Hier hätte ich mir noch ein wenig mehr Raffinesse gewünscht.
Mein Fazit: Ein solider Jugendthriller, dem ich jedem Fan von Mysterien und Geheimnissen empfehlen kann. Die Geschichte lässt sich sehr zügig lesen und hält im Laufe der Handlung immer mal wieder die eine oder andere Überraschung bereit. Mich persönlich hat die Geschichte leider nicht so ganz abholen können, da mir die Charaktere zu oberflächlich skizziert waren und auch die Spannung nicht konstant genug vorhanden war. Insgesamt hätte es für mich noch viel aufregender und fesselnder sein können, aber so für zwischendurch war die Geschichte wirklich gut.
Romy und ihre beiden Freunde Aurel und Jannis verbringen einen ungewöhnlichen Urlaub mitten in der Natur, ganz ohne Handy. Im Dorf Ancora sind die Leute sehr naturverbunden und das Gefühl der Gemeinschaft ist ihnen wichtig. Ausserdem sind die Leute im Dorf spiritueller Natur. Seit Romy und die beiden Jungs da sind, geschehen seltsame Dinge, Romy sieht nachts Merkwürdiges, Botschaften finden sich im Wald und es wird immer unheimlicher. Wirklichkeit und Einbildung scheinen immer mehr zu verschwimmen und die Frage steht im Raum "auf wen kann Romy sich wirklich verlassen"?
Ich bin eigentlich sehr gut ins Hörbuch eingestiegen und hatte Lust einen spannenden und mystischen Thriller in Jugendbuchstil zu erleben. Die Handlung hat mich anfangs auch richtig in seinen Bann gezogen, ein recht einsames Dorf, fernab der Zivilisation, indem man eben nicht immer erreichbar sein kann, dazu die naturverbundene, spirituelle und altmodische Gemeinschft der Dorfbewohner haben gleich eine düstere Atmosphäre geschaffen. Auch die Beschreibungen des Dorfes und der Menschen darin waren bildhaft und lebendig und so hatte ich keine Probleme mir alles vor meinem inneren Auge vorzustellen.
Der Autor setzt zu Anfang auf klassische Gruselaspekte wie merkwürdige Geschehnisse, Schreie und merkwürdige Botschaften im Wald. Dies hat mir noch alles sehr gut gefallen und da hatte ich auch immer eine gewisse Gänsehaut dabei und habe mich gefragt wie das Buch wohl ausgehen wird.
Leider driftet das Hörbuch aber nach einem sehr guten Beginn in einige langatmige Dialoge und Geschehnisse ab, die einzelnen Liebesbeziehungen und Freundschaften und deren Sorgen und Probleme nehmen leider viel zu viel und immer mehr Raum ein, dies hat mir leider nicht gefallen. Eine kleine Lovestory hätte ich nicht schlimm gefunden aber die vielen Auseinandersetzungen untereinander waren einfach ermüdend und teils langweilig und haben die eigentliche Handlung ins stocken gebracht. Hier hätte man viel, viel kürzen dürfen. Die Protagonisten sind mir immer mehr auf die Nerven gegangen, sie sind mir leider alle sehr fern geblieben und ich konnte vorallem Romys Handlungen nicht immer nachvollziehen.
Auch Teile vom Ausgang der Geschichte waren mir leider sehr schnell klar und spätestens ab der Mitte vom Buch hatte ich eine Ahnung worauf das Ganze herausläuft. Der Schluss war im Großen und Ganzen schon nachvollziehbar aber einige Aspekte fand ich wiederum nicht sehr schlüssig. Leider würde ich spoilern wenn ich dies hier weiter ausführen würde.
Die Sprecherin des Hörbuchs hatte eine angenehme Stimme und hat sich bemüh dem ganzen Spannung zu geben aber leider hat sie es wegen der Handlung des Hörbuchs nicht geschafft.
Fazit: Eine Leseempfehlung würde ich geben für Jugendliche, die ein wenig Spannung und ganz viel zwischenmenschliche Beziehungen vertragen können, für eingefleischtere Thrillerfans wie mich war das ganze leider in vielen Teilen zu langatmig.
Unvorhersehbarer und spannender Jugendthriller mit Mysteryelementen
'Ancora - Die Zeit ist gegen dich' war mein erstes Buch des österreichischen Autors Colin Hadler und es hat eingeschlagen wie eine Bombe. Colin Hadler weiß wie er seine Leser*innen an die Seiten fesselt. Spätestens nach dem unglaublich mitreißendem Prolog konnte ich das Buch schon nicht mehr aus der Hand legen. Der Auror hält die Spannung im weiteren Verlauf der Handlung nicht nur dauerhaft hoch, sondern steigert diese sogar noch. Denn in Ancora ist nichts so wir es auf den ersten Blick scheint und ehe du dich versiehst, findest du dich in einer Prüfung auf Leben und Tod wieder. Traust du dich nach 'Ancora'?
Mit 'Ancora - Die Zeit ist gegen dich' hat Colin Hadler einen Mysterythriller geschrieben, der nicht nur Protagonistin Romy und ihre Freunde an ihre Grenzen bringt, sondern auch mir viele Gänsehautmomente beschert hat. Abgeschieden von der Außenwelt, mitten im Wald ohne Handyempfang, fließend Wasser und anderen technischen Schnickschnack liegt Ancora. Eine Kommune, in der die Menschen - so scheint es - im Einklang mit der Natur leben. Romy und ihre Freunde Aurel und Jannis wollen ihren Urlaub in Ancora verbringen; vom Alltag abschalten und die Seele baumeln lassen. Doch schon nach ihrer Ankunft häufen sich seltsame Ereignisse. Dinge verschwinden, ein Maskierter lauert Romy auf und ein altes Gedicht von Romys Mutter scheint plötzlich zur bösen Realität zu werden.
Colin Hadler ist mit diesem Einzelband ein unglaublich packender Jugendthriller gelungen, der nicht nur mit seinen sehr undurchschaubaren Charakteren bei mir gepunktet hat. Auch die Mysteryelemente haben sich perfekt in die Handlung eingefügt und mich vorallem gegen Ende ins Staunen versetzt. Ancora birgt viele Geheimnisse und Rätsel, hochspannende Szenen, aber auch ruhige Momente sowie eine kleine Liebesgeschichte, die sehr sanft eingebettet ist. Der Fokus liegt aber wie gesagt auf dem Mysteryteil und so habe ich mich durchwegs gefragt wer in Ancora welches Spiel spielt, wer Freund und wer Feind ist. Fast jeder in Ancora scheint verdächtig und hütet Geheimnisse. Einmal angefangen konnte ich das Buch einfach nicht mehr zur Seite legen, wollte ich doch unbedingt wissen wie Romys Wettlauf mit der Zeit endet.
Ich kann dir das Buch auf jeden Fall empfehlen, wenn du gerne Mysterythriller liest.
Fazit:
Kein Strom, kein fließendes Wasser, kein Handyempfang, eine Prüfung auf Leben und Tod! Willkommen in Ancora!
Colin Hadler hat mit 'Ancora - Die Zeit ist gegen dich' einen unglaublich tollen Pageturner geschrieben, der mit vielen Spannungsmomenten, unglaublichen Mysteryelementen und undurchschaubaren Charakteren zu fesseln weiß.
Wenn du gerne Mysterythriller liest, dann kann ich die 'Ancora' sehr empfehlen!
Obwohl mich die Idee der Geschichte eines Dorfes in einem Tal ohne Handyempfang, fließend Wasser oder Strom sehr interessiert hat, konnte mich "Ancora" von Colin Hadler nicht wirklich überzeugen. Wer auf Mystik-Thriller steht, die ein bisschen an einen klassischen Horrorfilm erinnern (Ausflug mit Stopp im Grünen, daraufhin seltsame Ereignisse), kommt auf jeden Fall auf seine Kosten, denn der Gruselfaktor war beim Hören sehr hoch.
Herzlichen Dank an Netgalley.de u. Silberfisch-Verlag aus dem Hause Hörbuch Hamburg Verlag für das kostenlose Rezensionsexemplar (Hörbuch)!
Kurz zur Story: Die Jugendliche Romy macht sich gemeinsam mit ihrem festen Freund Aurel u. ihrem besten Freund Jannis auf, um "Ferien" in einem europäischen Dorf fernab der Zivilisation zu machen. Das Dorf Ancora hat weder Handyempfang noch fließend Wasser oder Strom. Romy will die Zeit dort nutzen, um sich für ihre selbst geschriebenen Gedichte inspirieren zu lassen. Was zunächst noch nach einer aufregenden Erfahrung klingt, entpuppt sich sehr schnell als das Gegenteil: Denn im Dorf geschehen seltsame Ereignisse u. alles lässt sich auf die Gedichte ihrer Mutter zurückführen. Und somit stellt sich Romy die Frage, welches Geheimnis sich hinter Ancora verbirgt.
Ich habe das Buch als Hörbuch von Silberfisch-Verlag gehört u. kam durch die angenehme Erzählerstimme von Julia Preuß sehr schnell in die Geschichte rein, auf die ich mich durch den ansprechenden Klappentext sehr gefreut habe. Leider kam sehr bald die Ernüchterung, denn irgendwie habe ich mich direkt in den Schauplatz eines Horrorfilms à la "Wrong Turn" hineinversetzt gefühlt: Ein abgeschiedenes Dorf jenseits der Zivilisation (das niemand kennt), gruselige Gestalten im Wald, seltsame Ereignisse u. zu geheimnisvolle Dorfbewohner.
Die Geschichte wird dabei aus der Ich-Perspektive von Romy erzählt, zu der ich nicht wirklich eine Verbindung aufbauen konnte. Warum das so war, kann ich nicht genau sagen. Ich habe auf jeden Fall nicht verstanden, warum sie mit ihrem Freund Aurel u. ihrem besten Freund Jannis in den "Urlaub" fährt, um zum einen die besonderen Erfahrungen dieser zeitweisen Abgeschiedenheit zu machen u. gleichzeitig ihre Beziehung wieder aufleben zu lassen - da waren die Konflikte dieser Dreiecksgeschichte irgendwie vorprogrammiert. Es kommt, wie es kommen muss u. eine Beschuldigung folgt der nächsten, parallel zu den sich anhäufenden Ereignissen, die im Laufe der Geschichte immer heftiger u. verstörender werden.
Gerade am Ende überschlagen sich die Ereignisse dann u. es kommt zur Auflösung von allem. Insgesamt hat dann alles Sinn ergeben u. wurde auch logisch erklärt, war für mich aber dennoch kein wirkliches Lese-Erlebnis. Wirklich schade, aber für Fans dieses Genres bestimmt ein Highlight. Für mich leider nicht.
Ancora und ich hatten eine recht schwierige Lesezeit zusammen. Ich habe das Buch im Wechsel gelesen und gehört, je nach dem wie es im Alltag besser gepasst hat, und ich kann vermelden, dass ich beides gleichermaßen verwirrend fand.
Der Klappentext und die Grundidee hinter dem Dörfchen Ancora fand ich beide sehr spannend und echt interessant. Dann noch den mysteriösen, magischen, düsteren Touch dazu und ich wollte unheimlich gern wissen, was mich da für eine Geschichte erwartet. So tauchte ich auch direkt ein in das Geschehen, lernte Romy, Jannis und Aurel kennen, lebte und bangte mit ihnen in Ancora, doch je länger ich hörte oder las, desto mehr verlor mich die Story.
Das lag zum Einen daran, dass ich keinerlei Beziehung zu den Figuren aufbauen konnte. Alle drei blieben mir fremd und auf Distanz, was ich schade fand, denn die Truppe war so vielfältig, dass ich angenommen hätte, mich zumindest mit einer der Figuren identifizieren zu können. Ich fand sie aber leider alle sehr undurchschaubar und stellenweise richtig unsympathisch, Jannis und Aurel noch mehr als Romy. Romy hat man dadurch, dass sie die Geschichte erzählt, zumindest ein bisschen besser verstehen können, doch zu den beiden jungen Männern fehlte mir jeglicher Draht.
Zum Anderen habe ich irgendwann schlichtweg den Überblick verloren über dieses „Was ist echt, was nicht?“. Vielleicht habe ich an einer entscheidenden Stelle nicht hingehört oder einen Satz überlesen, aber ich wurde im Laufe des Buches immer verwirrter, habe mich immer öfter gefragt, gab es dafür jetzt eine logische Erklärung oder geht es da wirklich nicht mit rechten Dingen zu? Es war sehr kurios, was dort abging, und wenn ich nicht zu 100% bei der Sache war, musste ich Passagen auch mehrmals zu mir nehmen, um genau zu kapieren, was da gerade passiert ist. Aber wie eben schon geschrieben, hat das eben auch nicht immer geklappt. Auch das Ende konnte mit seiner Auflösung dann nicht mehr bei mir punkten.
Mein Fazit: Spannend war es, aber leider auch extrem verwirrend und für mich weder gelesen noch gehört wirklich ein Genuss. Wahrscheinlich war ich zu unaufmerksam oder die Geschichte vielleicht einfach umständlich mysteriös, eventuell beides. Aber ich bin mit dem Buch nicht klargekommen. Momente mit Potenzial wurden nicht ausgebaut, langweilige umso mehr aufgebauscht. Für mich war das Buch leider nichts. Von mir gibt es daher, so leid es mir tut, auch nur 2 von 5 Sternen.
Die Jugendliche Romy und ihr Freund Aurel sind seit ca. einem Jahr ein Paar. Schön langsam kehrt in der Beziehung Alltagsroutine ein, weswegen sie diese neu beleben wollen. Aurel fallen immer wieder spannende Dinge ein, die er mit Romy unternimmt. So entsteht zwischen den beiden der Plan, die Ferien in einem einsamen Dorf zu verbringen, abgeschieden von der Zivilisation, wie ein Schritt in die Vergangenheit. Begleitet werden sie von Romys bestem Freund Yannis. Was wie ein nettes Abenteuer klingt, wird aber schnell zum bitteren Ernst. Romy wird bald klar, dass es alles andere als ein Zufall war, dass sie in Ancora gelandet ist. Während Romy schön langsam die neue Umgebung schätzen lernt, kommt Aurel überhaupt nicht mit dem einfachen Leben zurecht. Ein Abenteuer beginnt, das die drei Jugendlichen in den Bann zieht und ihr Leben nachhaltig verändern wird.
Das Buch ist sehr spannend geschrieben. Bereits der Prolog ist super geschrieben und macht neugierig auf mehr. Woher kommt das blutende Mädchen? Wer ist sie, die plötzlich vor einem LKW-Fahrer auftaucht? Und so geht es weiter. Praktisch jedes Kapitel endet mit einem Cliffhanger, immer mehr Fragen werden aufgeworfen. Durch die Hinweise, dass mit Romys Zeitwahrnehmung etwas nicht stimmt, weiß man lange nicht, in welchem Genre sich das Buch bewegt: Krimi? Science Fiction? Die Charaktere sind sehr gut beschrieben. Was macht ein einsames Dorf abseits von jeglichen Einflüssen der modernen Welt mit uns? Wie verändern sich die Personen? Diese Dinge konnte der Autor sehr treffend heraus arbeiten. Als Romy dann in einem alten Gedicht nicht nur alles erkennt, was ihr aktuell widerfährt, sondern auch düstere Prophezeiungen ihrer Zukunft lesen muss, wird es erst so richtig spannend. Praktisch jede Seite bietet neue Überraschungen und unerwartete Wendungen. Das Ende kommt überraschend, bietet nochmals neue Erkenntnisse und liefert einen krönenden Abschluss. Ich lese seit meiner Kindheit sehr viele Bücher und bin daher entsprechend anspruchsvoll geworden. Seit langem habe ich kein Buch mehr so faszinierend gefunden. Trotz aktuell wenig Zeit zum Lesen habe ich das Buch in drei Tagen durchgesuchtet. Colin Hadler hat schon einige andere Werke verfasst, die nun ganz schnell auf der Wunschliste gelandet sind und sicher bald von mir gelesen werden.
Rezension „Ancora: Die Zeit ist gegen dich | Ein Gedicht prophezeit deinen Tod – fliehen oder bleiben?“ von Colin Hadler
Meinung
In der heutigen Zeit ohne Technik zu leben kann sich kaum noch einer vorstellen. Doch in Ancora, einem abgelegenen Dorf im Wald ist genau diese untersagt. Als würde man eine ganz andere, eigene Welt betreten. Genau hier zieht es Romy und ihre Freunde in den Ferien hin. Doch passieren dort seltsame Dinge und wie kann ein Gedicht die Geschehnisse voraussagen?
Colin Hadler gelingt mit Ancora ein packender, höchst spannender und mysteriöser Jugend Roman. Dem Autor gelingt es dabei auf perfekte und einnehmende Weise eine düstere und mysteriöse Gänsehaut Atmosphäre zu erschaffen. Bereits die ersten Seiten zogen mich in die Geschichte und fesselten mich an sie. Ich stand permanent unter Strom und das Adrenalin durchfloss mich mit jedem Wort.
Der Schreibstil ist angenehm und ebenso einnehmend, wie die Atmosphäre. Die Geheimnisse, die Ancora umgeben, wurden mit jedem Kapitel mysteriöser und ich rätselte mit Protagonisten Romy, was es bloß alles damit auf sich hat. Romy war mir direkt sympathisch, da sie eine bodenständige Figur ist, die immer den Blick aufs wesentliche behält. Ihr Charakter ist sehr gut ausgearbeitet, weshalb ich ihre Gefühle und Handlungen stets nachvollziehen konnte.
Die anderen Protagonisten waren dahingehend sehr, sehr undurchsichtig, und ich wusste praktisch nie, wem ich trauen konnte. Wer Freund und wer Feind ist, da ich beinahe jeden verdächtigte. Die Spannung legt regelrechte Purzelbäume hin und überschlägt sich immer mehr, bis auch die Ereignisse sich zuspitzen und ich die Wahrheit über Ancora erfuhr. Eine Wahrheit, die einem rasant und ohne sie vorher kommen zu sehen entgegen prallt.
Für mich war es die erste Geschichte des Autors, doch bleibt sie nicht die letzte. Denn dieses Buch ist ein Must Read Page Turner der Extraklasse und sie punktet auf ganzer Linie.
Fazit
„Ancora“ zieht dich in eine hoch spannende, mysteriöse und undurchsichtige Jugend Geschichte, die vor allem mit seinen tollen Charakteren, Geheimnissen und Rätseln, aber auch einer perfekten Auflösung brilliert. Nichts an diesem Buch ließ sich vorhersehen und ich bleibe absolut begeistert, ungläubig und staunend zurück. Wow trifft es nicht im Ansatz. Lies Ancora und siehe selbst!!!
Romy verbringt die Ferien mit ihren Freunden Aurel und Jannis im abgeschiedenen Dorf Ancora. Ohne Handy, mitten in der Natur. Doch im Dorf häufen sich seltsame Ereignisse und Romy merkt, dass ihr unbeschwerter Sommer auf der Kippe steht. Schockiert muss sie feststellen, dass alles, was sie gerade erlebt, exakt einem Gedicht ihrer Mutter entspricht. Doch was hat ihre Mutter mit Ancora zu tun? Und warum endet die letzte Gedichtzeile mit Romys Tod? Um Ancora zu verstehen, muss Romy tief in der Vergangenheit graben und Geschehnisse ans Tageslicht bringen, die besser verborgen geblieben wären. Eine dunkle Bedrohung bahnt sich an – und die Frage: Kann ein Gedicht Wirklichkeit werden?
„Ancora – Die Zeit ist gegen dich“ von Colin Hadler hat mich mit seinem Cover und dem Klappentext vom Lesen überzeugt und ich wurde nicht enttäuscht. Wir begleiten Romy, ihren besten Freund Jannis und ihren festen Freund Aurel nach Ancora. Ein abgeschiedenes, Selbstversorger-Dorf mitten im Nirgendwo. Jannis ist ein Abenteurer, der die Erfahrung sucht, Romy will an ihren Gedichten weiterarbeiten und gleichzeitig versuchen, die kriselnde Beziehung zu Aurel zu kitten. Doch kaum sind sie in Ancora angekommen, passieren merkwürdige Dinge und auch die Menschen sind irgendwie anders drauf. Auch Romy merkt, dass sie tiefer mit diesem Ort verbunden ist, als sie je geglaubt hätte und begibt sich auf eine gefährliche Suche. Romy ist eine sehr sympathische Hauptfigur. Ich bin froh, dass wir nur sie begleiten, denn wechselnde Hauptfiguren hätten die Atmosphäre gestört. Sie ist neugierig und mutig aber keine Superwoman, die in allem ein Überflieger ist. Die Ereignisse in die sie hineinstolpert und die Dinge, die sie herausfindet, sind wirklich mystisch und verworren. Viele falsche Fährten und unglaubliche Wendungen machen diese Geschichte zu einem richtig guten Mystery-Thriller im Jugendbereich. Ich würde gerne noch mehr über die Handlung verraten aber möchte nicht spoilern, denn man muss das einfach selbst lesen und sich seine eigene Meinung bilden. Mich hat die Geschichte um Ancora und Romy wirklich gepackt und immer wieder überrascht. Das Ende war nicht ganz so stark wie der Rest des Buchs aber das war für mich in Ordnung. Ich bin trotzdem begeistert von dieser Geschichte. Gerne mehr davon!