Ryan Creed unterrichtet Kryptografie an einem amerikanischen College und ist ein leidenschaftlicher Rätselknacker. Eines Tages erhält er einen Brief mit einem mysteriösen Auftrag: Er soll für den anonymen Absender eine seltene Goldmünze finden, den 1933er Double Eagle. Mit von der Partie ist Sarah: vielseitig begabt und richtig tough. Doch die beiden sind nicht die einzigen, die nach der Münze suchen. Und beim Showdown in den alten Kohleminen von Seattle wartet eine böse Überraschung ... Hinweise können überall im Buch versteckt sein, kreative Lösungen sind gefragt, ausschneiden, zeichnen, knicken – alles ist erlaubt. Live-Escape-Feeling im All-Ager-Format!
Vorweg: Ich habe dieses Buch als Rezensionsexemplar vom Verlag zur Verfügung gestellt bekommen, dafür möchte ich mich an dieser Stelle noch einmal bedanken, dies hat jedoch keinen Einfluss auf meine Meinung.
Mein erstes EXIT Buch!
Ich war schon öfter in Escape Rooms, habe auch schon mal ein EXIT-Spiel gespielt und war daher sehr neugierig, wie diese Erfahrung sich wohl in Buchform gestalten würde.
Mir war von vornerein klar, dass ich mir für diese Erfahrung einen ruhigen Abend oder Nachmittag lang Zeit nehmen möchte, Diese Entscheidung war auf jeden Fall die richtige, da ich mich insgesamt drei Stunden lang damit beschäftigen konnte.
Man begibt sich in diesem Buch zusammen mit Ryan Creed auf die Suche nach etwas sehr Wertvollem und wird mit verschiedenen Rätseln konfrontiert, die auf dem Weg dahin gelöst werden müssen.
Das Buch umfasst insgesamt 200 Seiten, die sich auf die Geschichte rund um Ryan Creed und insgesamt zehn Rätsel aufteilen. Das gesamte Buch ist sehr aufwendig und detailreich gestaltet, was einen Preis von 16 € definitiv rechtfertigt. Die Geschichte fand ich spannend und hätte sie wahrscheinlich sogar auch interessant gefunden, wenn man nicht auch mit gerätselt hätte. Ab und zu fand ich es etwas nervig, wenn man Textsprünge hatte, ohne dass ein Rätsel der Grund dafür war, da dies den Lesefluss ein wenig gehemmt hat, ich aber allgemein nicht als negativ auffassen würde. Es ist eben kein normaler Roman, den man von Seite 1 bis Seite XY durchliest Die Rätsel haben verschiedene Kenntnisse und Fertigkeiten angesprochen, was das ganze Erlebnis sehr abwechslungsreich gestaltet hat. Meine Favoriten waren das erste mit dem Alternativalphabet und das mit dem Morsecode.
Einen Stern muss ich trotz des positiven Erlebnisses und des ganzen Rätselspaß dennoch abziehen, da ich zwei Punkte bemängeln muss. Einerseits finde ich den Preis von 16 € zwar gerechtfertigt, aber ich finde es trotzdem viel, wenn man bedenkt, dass man dieses Buch (genauso wie die Spiele) nur einmal „durchrätseln“ kann. Ich würde mich sehr freuen, wenn man sich für zukünftige Alternativen zu den Aufgaben überlegen muss, bei denen man etwas ausschneiden muss oder ob man diese nicht so gestalten könnte, dass man die Elemente vielleicht heraustrennen kann, damit man es mehrfach spielen oder an andere weitergeben kann. Außerdem war die Tippgestaltung für mich auch ein wenig doof. Da ich bei den Aufgaben, für die ich welche brauchte immer erst mit dem dritten Tipp etwas anfangen konnte und da dann immer direkt die Lösung beistand, sodass ich immer drei Tipps verbraucht habe, obwohl mir die Ansätze der ersten beiden selbst einfielen.
Alles in allem bin ich aber froh, dass ich das Format „EXIT-Buch“ mal ausprobieren konnte und habe wirklich schöne Stunden damit verbringen können. Eine Empfehlung für alle Rätsel- und „EXIT“-Fans.
Kleiner Tipp für die jetzt beginnende Weihnachtszeit: So ein Buch ist auch eine tolle Geschenkidee!
Spannende Rätsel, aber ich hätte mir mehr erwartet
Worum geht’s? Ryan Creed ist Dozent für Kryptographie. Er erhält einen mysteriösen Brief, der ihn nach Seattle führt, wo er den Auftrag erhält, 30 1933er Double Eagles zu finden. Doch nicht nur er ist auf der Suche nach den Münzen.
Meine Meinung: „Der Fall des Ryan Creed“ von Inka und Markus Brand ist ein Exit Buch, das nicht unbedingt für Anfänger geeignet ist. Ich habe schon mehrere Exit Games gespielt, sowohl live in Räumen, als auch die Spiele, die man kaufen kann. Und auch ein Buch hatte ich schon, daher wusste ich, was mich erwartet.
Die Geschichte war auch ganz nett, allerdings haben mich doch einige Dinge gestört. Z.B. die Vergangenheit von Ryan als Hacker und seine Zeit beim FBI. Diesen Teil fand ich total spannend und habe die ganze Zeit darauf gewartet, dass z.B. Mr. Power oder Mr. Smith sich als Doom98 herausstellen oder die Vergangenheit irgendwie mit der Gegenwart zu tun hat. Aber scheinbar war dieser Part komplett bedeutungslos, was ich doch ein bisschen schade fand. Auch die andere Geschichte war gut gemacht. Die Rätsel haben mir Großteils gut gefallen und waren auch gut lösbar, auch wenn das Buch definitiv eher nichts für Anfänger ist. Bei dem Rätsel mit den Loren sind wir (ich habe das Buch gemeinsam mit meinem Mann durchgespielt) leider trotz der Hilfestellung nicht auf die Lösung gekommen, weil wir immer auf 1 oder 2 Zahlen mehr gekommen sind, als gesucht. Aber vielleicht ging es nur uns so? Auch die Lösungstipps selbst waren etwas ungeschickt aufgebaut, da man oft erst mit dem dritten Tipp wirklich etwas anfangen konnte. Auch hätte ich mir mehr Rätsel gewünscht, oft war viel Text mit viel Blättern zu lesen.
Dennoch hat uns das Buch einige Abende lang gut unterhalten, die Charaktere in dem Buch waren gut gewählt und ich werde sicher noch weitere Bücher ausprobieren.
Fazit: „Der Fall des Ryan Creed“ von Inka und Markus Brand ist ein Exit Buch, das meinen Mann und mich einige Abende lang wirklich gut unterhalten hat. Bis auf ein Rätsel waren alle Rätsel gut und ohne Hilfe zu lösen, auch wenn das Buch definitiv nicht für Anfänger ist. Die Geschichte selbst hat mich etwas zwiespältig zurückgelassen. Z.B. der Teil mit Ryans Hackervergangenheit hat mir total gut gefallen und ich habe immer darauf gewartet, dass diese Vergangenheit in die Gegenwart hineinspielt, leider war der Teil für die Lösung am Ende komplett irrelevant. Ich hätte mir ein paar mehr Rätsel gewünscht und die Tipps hätten etwas geschickter gewählt werden können.
Dennoch gute 3 Sterne für diesen Fall, der doch unterhaltsam und kurzweilig war.