Wien, 1916 Die letzten Jahre des Ersten Weltkriegs sind eine harte Zeit für den Wiener Buchhändler Oskar Nowak und seine Frau Marie. Doch der Beginn des neuen Jahrzehnts bringt endlich wieder Licht in das Leben des Paares. 1920 kehren die Kunden in die Buchhandlung zurück, und mit der freigeistigen Freundin Fanni bekommen die 1920er-Jahre ihren berühmten goldenen Glanz: Nächtliche Kaffeehausbesuche und Theatervorstellungen eröffnen Marie eine unbekannte Welt. Doch was hat es mit diesen Frauenversammlungen auf sich, zu denen Fanni sie mitnehmen will? Ein Wahlrecht für Frauen? Soll sich Marie ihrer Freundin in diesem Kampf anschließen?
Petra Hartlieb wurde 1967 in München geboren und ist in Oberösterreich aufgewachsen. Sie studierte in Wien Psychologie und Geschichte und arbeitete danach als Pressefrau bei verschiedenen Verlagen in Wien und Hamburg, später als Literaturkritikerin für den NDR, Ö1 und die Financial Times. Seit 2001 betreibt sie mit ihrem Mann eine Buchhandlung in Wien.
El final ha sido muy emotivo, me gustaría que la autora no continúe con la historia, está bien así, el círculo se cierra. Ahora tengo que leer a Arthur Schnitzler.
Ach Mist, ich hab aus versehen den letzten Teil einer Buchreihe gelesen ohne es zu merken. Für meinen Geschmack war es trotzdem zu leichte Lektüre. Ich meine es ist Wien- Was ist mit Sigmund Freud, Lotte Lehmann, Jazz, Kunst und die wilden 20er Jahre? Charaktere können auch andere Dinge machen außer in der Küche zu sitzen und sich um ihre Kinder zu kümmern. Und selbst wenn dann mal was spannendes unternommen wird, wie zu einer Frauenversammlung der Sozialisten zu gehen, dreht sich alles nur darum, dass ein paar Reihen vorher die Nichte sitzt. Hat mich fast schon geärgert- da hat man die wundervolle Gabe schreiben zu können, und dieses Buch fühlt sich an wie ungenutztes Potenzial.
Ich habe das Buch gelesen ohne zu wissen, dass es anscheinend der vierte Teil in einer Reihe ist. Was allerdings kein Problem war, denn alle eventuellen Wissenslücken werden ausreichend geschlossen. Das Buch liest sich ohnehin sehr schnell und die Charaktere haben nicht sonderlich viel Tiefgang und bleiben einem relativ fremd - machen aber durchgehend einen sympathischen Eindruck. Wären es Menschen, die man auf der Straße trifft, würde ich Gespräch jedenfalls nicht schnellstmöglich beenden wollen. Obwohl das Buch einige schwere Themen aufgreift, bleibt es doch leichte Lektüre. Auch den Zeitsprüngen konnte man gut folgen.
Alles in allem ein Buch, dass man schnell liest und für das man nicht besonders viele Kapazitäten benötigt, aber alles andere als langweilig. (Obwohl auch der Klappentext trügt und den Inhalt eher schlecht wieder gibt.)
Wieder ein nettes Buch von Petra Hartlieb über Marie und Oskar im Wien des frühen 20. Jahrhunderts. Die Geschichte geht weiter und wie gewohnt sind historische Ereignisse und Persönlichkeiten in die fiktive Geschichte eingewoben. Meiner Meinung nach das beste und ereignisreichste Buch der Reihe.
Der letzte(?) Band dieser Buchreihe beinhaltet die größte Zeitspanne: Von 1915 - 1931. Zu Beginn steht der Erste Weltkrieg natürlich im Vordergrund: Oskar wird nach 5 Monaten an der Front verwundet, hat aber aufgrund seiner traumatischen Erfahrungen schreckliche Angst, wieder zurück zu müssen. So bittet Marie, die noch dazu ungewollt schwanger ist, die Golds um Hilfe.
Von Hungersnöten und eiskalten Kriegswintern bis hin zur Nachkriegszeit, der Spanischen Grippe und den ersten Frauenversammlungen: Zeitgeschichtlich kommt man wie immer voll auf seine Kosten. Das Thema Antisemitismus, Judenhass & Nationalsozialismus ploppt immer wieder hier auf (weshalb es mir schwer fällt zu glauben, dass dies der letzte Roman der Reihe gewesen sein soll!-man könnte die Geschichte noch gut fortsetzen!) Weiters liegen Freude & Leid hier nah beieinander, von tragischen Verlusten bis zu neuem Glück und eine Überraschung für Marie eines Abends vor ihrer Tür.
Der Roman endet mit Arthur Schnitzler's Tod im Herbst 1931 und einem Wiedersehen mit Heini. Taschentuch-Garantie ist im letzten Teil aufjedenfall gegeben!
Eindeutig ein Buch für alle, die sich für Österreichs Vergangenheit interessieren!
Jetzt erst fällt mir auf, dass ich gerade den 3. Teil einer Reihe gelesen habe, doch das hat mich während des Lesens überhaupt nicht gestört. Ich hatte alle Gedanken voll damit zu tun, mit Marie und ihrer Familie mitzufühlen: Die tiefen Schicksalschläge stimmten auch mich melancholisch, während die freudigen Ereignisse mich an das Gute im Leben glauben liessen. Das Leben während und nach des zweiten Weltkriegs von einer teils jüdischen Familie wurde von Petra Hartlieb so echt geschildert, dass ich fast glaube, sie ist genau so passiert.
Eine schöne Geschichte und ein tolles Finale der Serie. Die Zeitsprünge waren etwas gewöhnungsbedürftig und haben mir nicht so gut gefallen. Oft war es für mich nicht ganz klar wie alt jetzt welcher Charakter schon ist, in welchem Jahr wir uns grad befinden und obwohl viel passierte, fehlt es mir manchmal auch an Tiefe.
Sehr gut gefallen haben mir die genau recherchierten historischen Fakten, die hier eingebaut wurden. Zudem hat mich die Geschichte rund um Marie und der Familie Schnitzler berührt. Ich kann das Buch weiterempfehlen!
Der bittersüße, warme O-Ton der dieser Geschichte beilebt, hat mich von der ersten Seite an dazu gebracht, das Buch kaum mehr aus der Hand zu legen. Umrahmt von bildlichen und wahrheitsgemäßen Beschreibungen in und rund um Wien in der Zwischenkriegszeit beschreibt die Autorin die Protagonistin mit einer tiefen, ehrlichen mütterliche Liebe und großem Mut, der nicht auf den ersten Blick erkennbar ist, aber im Verlauf der Geschichte immer wieder eine Rolle spielt wird. 1 Stern Abzug weil das Ende etwas enttäuschend formuliert war.