Barbara Vorsamer weiß, wie es sich anfühlt, wenn morgens ein Elefant mitten auf ihrer Brust sitzt. Dann reicht ihre Kraft nicht einmal, um sich im Bett umzudrehen. Dann nimmt das Gefühl der Wertlosigkeit überhand und irgendwann bleibt als Ausweg nur noch die Einweisung in die geschlossene Psychiatrie. Es war ein schmerzhafter Prozess, es brauchte Therapien und Klinikaufenthalte, bis Barbara Vorsamer lernte, Gefühle nicht länger zu unterdrücken, sondern sie in ihrer Ambiguität zuzulassen. Intensiv, berührend schreibt Vorsamer über das Versinken in tiefdunkler Depression, über Schmerzen und Trauer. Es sind persönliche Fragen, die weit über das Private hinausweisen. Denn wir müssen auch als Gesellschaft mal darüber reden, wie es uns geht.
Jahreshighlight/ REZENSION - Ein schmerzhaft schönes trotzdem Autorin: Barbara Vorsamer Verlag: dtv 💫5/5
Hey... Bevor ich anfange möchte ich anmerken das dieses Buch - wie der Titel des Covers es auch schon verrät - von Depressionen und Migräne - handelt oder eher wie die Autorin schrieb: "Dieses Buch handelt vom Aufstehen, obwohl man keine Lust hat, genauso wie vom Liegenbleiben, weil manchmal nicht anders geht. Es handelt davon, dass es vielleicht gar nicht das Ziel sein muss, die eine Methode, den ein Arzt und das einem Medikament zu finden, dass alle Schmerzen wegbläst, um dann, endlich, so richtig mit dem Leben zu beginnen. Es geht darum, dass man auch und gerade als psychisch Kranke und Schmerzpatientin leben darf und - dazu komme ich am Ende dieses Buches - leben muss. Ich beschreibe meinen Weg durch den Dschungel der Gefühle, der körperlichen oder der seelischen, es geht um Zusammenhänge zwischen Körper, Geist und Seele, aber auch darum, dass es manchmal keinen gibt und sich einen einzureden niemanden weiterbringt. Es geht darum über Schmerzen und Gefühle zu reden, und darum, dass das manchmal gar nicht hilft. Und dann wieder darum, warum es trotzdem guttut, es zu machen. Ich habe keine Lösung. Aber ich weiß inzwischen, dass die verzweifelte Suche nach einer Lösung einen am Leben hindern kann und dass es vielleicht am wichtigsten ist, jetzt sofort damit anzufangen. Trotz allem." (S. 11f) Es geht um viel mehr wie man herauslesen kann. Der Schreibstil war sehr angenehm. Vor allem bei so einem Themaauf den Punkt. Ich hatte nicht das Gefühl, dass man irgendwie d
Unglaublich viel Gefühl. Von Schmerz bis Hoffnung. Ich weiß nicht wo ich anfangen soll. Welches Zitat ich als mein Lieblingszitat wählen soll, wenn es doch so viele waren. Der Schreibstil wahr authentisch, direkt und an den passenden Stellen sachlich. Ebenso sehr informativ und verständnisvoll in der Perspektive der Autorin erzählt. Es war sehr einfach zu lesen und gleichzeitig treffen mich ihre Worte immer und immer wieder ins Herz. Ich habe meine Textmarker so oft einsetzen müssen. Jede Farbe meiner Markierungen hatte eine Bedeutung. Info, Lieblingszitat und Erfahrung (seitens der Autorin). Aber auch in diesem Buch hat Farbe eine Bedeutung. Die Autorin erklärt, dass sie sich Gefühle wie Farben vorstellt. "Ein reiches, gesundes Gefühlsleben wäre dann wie ein Regenbogen, in dem jede Farbe ihren Platz hat, jede Mischung, jede Schattierung. Eine Depression ist in diesem Bild aber keine Farbe, sondern die dicke Wolke, die sich darüber schiebt, bis alles schwarz aussieht." (S. 22)
Sensibel und wortgewand in seiner Einfachheit und doch nicht einfach.... So war das Buch für mich. So oft macht sie so bildhafte und tiefgründige Beispiele die mich mehr und mehr zum Nachdenken brachten. Über andere, über mich. Unglaublich viel Gefühl. Von Schmerz bis Hoffnung. Ich weiß nicht wo ich anfangen soll. Welches Zitat ich als mein Lieblingszitat wählen soll, wenn es doch so viele waren. Der Schreibstil wahr authentisch, direkt und an den passenden Stellen sachlich. Ebenso sehr informativ und verständnisvoll in der Perspektive der Autorin erzählt. Es war sehr einfach zu lesen und gleichzeitig treffen mich ihre Worte immer und immer wieder ins Herz. Ich habe meine Textmarker so oft einsetzen müssen. Jede Farbe meiner Markierungen hatte eine Bedeutung. Info, Lieblingszitat und Erfahrung (seitens der Autorin). Aber auch in diesem Buch hat Farbe eine Bedeutung. Die Autorin erklärt, dass sie sich Gefühle wie Farben vorstellt. "Ein reiches, gesundes Gefühlsleben wäre dann wie ein Regenbogen, in dem jede Farbe ihren Platz hat, jede Mischung, jede Schattierung. Eine Depression ist in diesem Bild aber keine Farbe, sondern die dicke Wolke, die sich darüber schiebt, bis alles schwarz aussieht." (S. 22)
Sensibel und wortgewand in seiner Einfachheit und doch nicht einfach.... So war das Buch für mich. So oft macht sie so bildhafte und tiefgründige Beispiele die mich mehr und mehr zum Nachdenken brachten. Über andere, über mich.
Fazit: Ein Buch mit einer Mischung aus Erfahrung, Weisheit, sachlicher Information und Erkenntnissen, die mich nachhaltig geprägt haben und ich mir sicher bin, dass ich diese Seiten in meinem Leben öfter aufschlagen werde. Dieses Buch ist für mich die Definition von Mehrwert und kann es wirklich nur herzlichst empfehlen, wenn sich eine Person bereit dazu fühlt, sich mit dem Thema "Depression" näher auseinanderzusetzen. Ich denke dieses Buch kann auch vielen Menschen gefallen die sonst keine Sachbücher lesen. Einfach weil es den Leser direkt anspricht und man das Gefühl hat, dass die Autorin selbst einem ihre Erkenntnisse und Erfahrungen auf den Weg gibt. Und nicht das man es selber liest.
Das Gegenteil von „depressiv sein“ ist „das Leben spüren“
Wow! Dieses Buch hat mich echt wahnsinnig beeindruckt! Barbara Vorsamer erzählt aus ihrem Leben, berichtet wie sie Depressionen, Suizidgedanken und schlimme Migräneattacken überstanden hat und übersteht. Es ist wirklich schön geschrieben, soweit man das über so schwerwiegende Themen sagen darf, und ich bin nur so durch die Seiten geflogen.
Ich fand es sehr bewegend, wie sie von ihrem Leben erzählt hat, weil es zeigt, was für ein starker Mensch sie ist. So klare Worte zu finden und über sein eigenes Leiden zu schreiben, ist definitiv nicht leicht. Das Kapitel über ihre Fehlgeburt hat mich wirklich sehr berührt und ich finde es furchtbar, dass sie und ihr Mann so eine Erfahrung durchstehen mussten.
Ich habe keine Migräne, und auch keine Suizidgedanken, aber ich konnte das Geschriebene trotzdem sehr gut nachvollziehen. Gerade die Äußerungen über chronische Schmerzen. Ich glaube, dass jeder in dem Buch etwas für sich finden kann, auch wenn er nicht unter den angegebenen Krankheiten leidet.
Vorsamer gibt dem Leser einen sehr tiefen und intimen Einblick in ihr Leben, ihre Gefühle, und Gedanken. Zuvor las ich schon Bücher über Depressionen, aber dieses hier ist definitiv das Beste! Sie erklärt was Gefühle eigentlich sind, spricht offen über ihre Klinikaufenthalte, räumt mit den Behauptungen auf, dass Gründe für die Depression in der Kindheit lägen und zeigt, dass mentale Krankheiten ebenso zu behandeln sind wie physische.
Das Buch liest sich wie ein Sachbuch über Depressionen, doch die Autorin wird hierbei auch sehr persönlich und spricht über ihre Mutterrolle, Fehlgeburten, Tode ihrer Mutter und besten Freundin. Dennoch macht das Buch Mut, denn sie zeigt, dass Depressionen zu behandeln sind. Durch Medikamente und Klinikaufenthalte, was nicht stigmatisiert sein sollte.
Ich hatte noch nie das Bedürfnis in ein Buch hereinzuschreiben. Aber als ich "Mein schmerzhaft schönes Trotzdem" gelesen habe, musste ich mir einfach einen Kulli nehmen und Dinge wie "JAA!!", "endlich sagt es Mal jemand" und "so true!" an den Rand kritzeln. Es war so schön mal ungeschönte Erfahrungen von einem anderen Menschen mir Depressionen zu lesen. Ich hab mich so unfassbar bestätigt und gehört gefühlt. Ist definitiv auch was für Angehörige, die einen vielleicht nicht immer verstehen.
"Mein schmerzhaft schönes Trotzdem" ist kein klassischer Ratgeber und das ist auch gut so. Stattdessen erzählt Barbara Vorsamer in diesem Buch von ihren persönlichen Erfahrungen, ihren Gedanken und Gefühlen, und welche Erkenntnisse sie daraus gewonnen hat, woraus wir Leser:innen wiederum etwas für uns selbst mitnehmen können. Nur sind das eben keine vorgefertigten, allgemeinen und unpersönlichen Ratschläge, sondern Denkanstöße und Impulse, die man freier interpretieren und auf sich selbst anwenden kann, aber nicht muss. Ich bin mir sicher, dass jede:r etwas anderes aus diesem Buch herauslesen und mitnehmen wird und das ist toll!
Natürlich ist dieses Buch nicht immer leicht zu lesen und ich empfehle euch dringend die beigefügte Triggerwarnung zu beachten, da Depressionen nicht das einzige sensible Thema sind, welches hier behandelt wird.
Barbara Vorsamer beschreibt ehrlich und unbeschönigt, wie sich Depressionen für sie anfühlen und vor allem auch wie ihr (alltägliches) Leben mit Depressionen aussieht. Sie nimmt kein Blatt vor den Mund oder gibt utopische Heilversprechen, was dieses Buch in meinen Augen umso wertvoller macht. Sie erzählt einfach klar und deutlich, wie die Dinge bei ihr liegen, was manchmal ganz schön hart sein kann, dafür aber eben auch immer ehrlich und authentisch. Außerdem ist die Autorin reflektiert, was ich als sehr erhellend und gewinnbringend empfunden habe. Man merkt, dass sie sich sehr viel mit sich selbst, ihren Gedanken und Gefühlen auseinandersetzt hat. Sie differenziert unter unterschiedlichen Gesichtspunkten und Denkenweisen betrachtet und analysiert hat.
Barbara Vorsamer schreibt jedoch nicht zu wissenschaftlich, sondern lebensnah und greifbar. Fachspezifische Inhalte werden in eigenen Worten gut verständlich und nachvollziehbar aufbereitet, sodass ich ihren Ausführungen stets gut folgen konnte.
Ihr Schreibstil ist nahbar, ohne einen dabei zu sehr zu erdrücken. Es war nie zu belastend und zerreißend, zumindest nicht für mich. Vielmehr empfand ich ihre Erzählungen als ermutigend und bestärkend. Sie geben Kraft, spenden Trost und machen Hoffnung, ohne den Ernst der Lage zu verkennen. Es geht hier um das Leben mit Depressionen und nicht um das Heilen von Depressionen - Ein wichtiger Unterschied, über den viel mehr gesprochen und geschrieben werden sollte.
"Mein schmerzhaft schönes Trotzdem" ist ein wundervolles und wichtiges Buch, das viel zu geben hat.
Barbara Vorsamer erzählt in diesem Buch ihre Geschichte: ihr Leben, ihre Migräne, ihre Depression, von Suizidgedanken, Tod und Schmerz. Schonungslos gibt sie uns einen Einblick, welche Auswirkungen die Depression auf ihr Leben, ihre Familie und ihre Freunde hat - und wie schwer es Betroffenen nach wie vor gemacht wird.
"Wie fühlen sich Depressionen an? Menschen, die ich nicht erschrecken will (meine Kinder zum Beispiel), würde ich so etwas sagen wie: Ich bin dann sehr traurig und kann nicht aufstehen. Das trifft es aber nicht ganz. Wer traurig ist, weil die Oma oder das geliebte Meerschweinchen gestorben ist, der fühlt etwas, einen ganz, ganz starken Schmerz in der Brust. Wenn ich depressiv bin, fühle ich mich zwar so ähnlich. Ich bin mir aber gleichzeitig sicher, dass dieser Schmerz nie mehr weggehen wird und dass ich dieses Gefühl verdient habe. Das ist kaum auszuhalten, weswegen meine Seele zwischendurch immer wieder ganz zumacht. Dann fühle ich diesen Schmerz nicht mehr. Aber auch sonst nichts mehr. Als wäre ich inne drin schon tot, so tot wie ich es, wenn ich mir erlaube, etwas zu fühlen, wirklich sein will." pos. 262
Der Schreibstil der Autorin ist angenehm zu lesen, man hat eher das Gefühl, mit ihr zu plaudern. Man merkt auch sofort, dass die Autorin hier nicht einfach nur irgendetwas abschreibt, was sie in Fachbüchern gelesen hat, sondern Wissen aus eigener Erfahrung mitbringt - und dieses auch schonungslos an uns weitergibt. Das Buch ist stellenweise harter Tobak und - zumindest als selbst Betroffene - nicht einfach zu lesen, gleichzeitig habe ich mich selten so verstanden gefühlt.
"Wer Gefühle loswerden will, muss sie fühlen." pos. 386
Vieles, was die Autorin schreibt kommt mir selbst sehr bekannt vor und habe ich selbst erlebt. Manches wiederum wurde mir zum Glück erspart, wieder anderes war bei mir dafür schwerer oder einfach "anders". So oder so gibt das Buch Einblicke in die schmerzhafte Welt der Depression und den mühsamen Kampf, den man nicht nur mit der Krankheit, sondern auch mit dem Umfeld und der Gesellschaft führen muss. Ob man nun selbst Erfahrungen mit psychischen Krankheiten hat oder das Buch lesen möchte, weil man jemanden kennt, dem man gerne helfen möchte: "Mein schmerzhaft schönes Trotzdem" ist ein unglaublich ehrliches, wichtiges, schmerzhaftes aber auch fantastisches Buch, das mich zum Lachen, Weinen, zum Verzweifeln und zum Hoffen gebracht hat. Es zeigt, wie wichtig es ist, Menschen um sich zu haben, die verständnisvoll und geduldig sind und einem helfen - einen aber auch einfach mal in Ruhe lassen, wenn nötig. Und es zeigt auch, dass das Leben wertvoll und wunderschön ist, auch wenn es oft schmerzhaft und gemein und nicht gewollt ist.
Für mich ist "Mein schmerzhaft schönes Trotzdem" eines der besten Bücher über Depressionen - sowohl für Betroffene als auch Angehörige.
"Das Gegenteil einer Depression ist nicht Freude. Das Gegenteil einer Depression ist Lebendigkeit." pos. 1197
Sehr schön - und sehr wichtig - ist die Triggerwarnung am Anfang des Buches. Es wäre wirklich toll, wenn so etwas endlich zur Normalität werden würde.
Fazit
Authentisch, informativ, schmerzhaft, hoffnungsvoll - und einfach großartig - das ist "Mein schmerzhaft schönes Trotzdem". Selten habe ich mich so verstanden gefühlt und selten habe ich mir so viele Stellen im Buch markiert. Wenn ich mich für ein Buch über Depressionen entscheiden müsste, dann wäre es dieses hier.
Ein sehr wertvolles, schmerzhaftes, aber dabei wunderbar geschriebenes Buch über eine Krankheit, über die wir noch immer viel zu wenig und zu schambehaftet sprechen. Depression und Migräne belasten die Autorin bereits seit Jahrzehnten, und sie lädt die Leser*in ein, sie auf dem Rückblick auf die bereits überstandenen Zeiten damit zu begleiten. Dabei erzählt sie von Schicksalsschlägen, die viele Menschen so oder so ähnlich auch erleben, und auch von psychischen und physischen Zuständen, die leider auch viele kennen. Aber egal ob wir auf eigene, ähnliche Erfahrungen zurückgreifen können oder nicht, das Buch erlaubt uns einen Einblick in die mühsame und schmerzhafte Welt von Menschen, die das erleben, und sagt uns: Das gibt es, damit kann ein Mensch leben, damit ist niemand allein, es gibt Hilfe, es wird auch wieder besser, es ist wunderbar und wichtig, liebe, verständnisvolle Begleiter*innen an der Seite zu haben, und trotzdem ist das Leben wertvoll und wunderschön.
Ich danke Barbara Vorsamer für dieses wunderbare Buch und lege es allen wärmstens ans Herz.
Barbara Vorsamer gibt uns einen ehrlichen, persönlichen und vielseitigen Einblick in ihr Leben mit Depressionen, Suizidgedanken und anderen einschlägige Schicksalsschlägen.
es fällt mir schwer, dem buch eine solche rezension zu geben, da es ja ein sehr persönlicher Erfahrungsbericht ist. ich denke es war einfach nicht das, wonach ich in diesem moment gesucht hatte und der schreibstil wirkte etwas holprig
Es hat mir sehr geholfen, Depression nachzuvollziehen (glaube ich zumindest). Das Buch betrachtet in mehreren kurzen, gut lesbaren Kapiteln Depression in verschiedenen Facetten und Zusammenhängen.