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Queens University #1

Catching Stardust

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Man bereut nur die Dinge, die man nicht getan hat.

Schmerz. Verlust. Depression. Als Ruth an die Uni in Belfast zurückkehrt, will sie genau das hinter sich lassen – ein Neuanfang, nachdem sie vor einem Jahr ihren besten Freund bei einem Unfall verloren hat. Womit sie nicht rechnet, ist Dominic, der nerdige, sarkastisch veranlagte Einzelgänger, der plötzlich immer wieder in ihrem Leben auftaucht und es so tatsächlich schafft, sie allmählich aus ihrer Einsamkeit herauszuholen. Schnell wird klar, dass die Anziehung zwischen den beiden größer ist, als sie zugeben wollen. Doch die Vergangenheit lässt sich nicht einfach verdrängen und Ruth merkt bald, dass sie nicht die einzige ist, die mit ihren Dämonen zu kämpfen hat…

384 pages, Paperback

First published February 1, 2022

13 people are currently reading
278 people want to read

About the author

Emily Bähr

22 books23 followers
1994 in einem kleinen Dorf der Südpfalz geboren fand Emily Bähr schon früh ihre Liebe zu Büchern und Geschichten aller Art. Der Wunsch, einmal nach England zu ziehen ließ viele ihrer Geschichten eben dort spielen, so nun auch ihre erste Veröffentlichung »Ewig und Du«. Mit diesem Werk verließ sie zum erstem Mal den gewohnten Bereich der Dystopien und wagte sich an eine romantische Komödie - mit Enten.

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Community Reviews

5 stars
68 (24%)
4 stars
91 (32%)
3 stars
84 (30%)
2 stars
31 (11%)
1 star
4 (1%)
Displaying 1 - 30 of 77 reviews
Profile Image for Book.Wide.
117 reviews62 followers
February 18, 2022
Ich glaube dieses Buch ist eines der wenigen, die ich gelesen habe, die relevante Themen wie Angst, Depression und Tod nicht romantisiert. Es kommt kein großer, starker Held daher und plötzlich ist alles Zuckerwatte, nein, die Autorin beschreibt realistisch, emotional und für mich als "Aussenstehende" begreiflich. Natürlich schlägt das auf die Stimmung des Buches, denn es gab viele Passagen, die grau und düster waren, die auch mich ein Stück weit mit sich rissen, doch es passte für mich absolut zur Thematik. Ruth und Dominic waren sehr tiefe Charaktere, mit schweren Vergangenheiten, aber ich liebte ihre Gespräche, vor allem den Sarkasmus von Dominic und die Farben von Ruth. Auch die Freunde und die Kulisse, allgemein der Aufbau und das Storytelling waren super angenehm zu lesen und boten ein sehr gutes Gleichgewicht zwischen tiefgründig und locker/humorvoll. Von mir eine klare Empfehlung 💕
Profile Image for Sparkles.
511 reviews29 followers
May 29, 2022
„Ich weiß, dass du deine eigenen Probleme hast… und das ist vollkommen okay. Ich will… Ich bin nur nicht derjenige, der dir damit helfen könnte, sondern mache am Ende alles nur noch schlimmer.“
(Dominic zu Ruth in Catching Stardust)

Worum geht’s?

Schmerz. Verlust. Depression. Als Ruth an die Uni in Belfast zurückkehrt, will sie genau das hinter sich lassen – ein Neuanfang, nachdem sie vor einem Jahr ihren besten Freund bei einem Unfall verloren hat. Womit sie nicht rechnet, ist Dominic, der nerdige, sarkastisch veranlagte Einzelgänger, der plötzlich immer wieder in ihrem Leben auftaucht und es so tatsächlich schafft, sie allmählich aus ihrer Einsamkeit herauszuholen. Schnell wird klar, dass die Anziehung zwischen den beiden größer ist, als sie zugeben wollen. Doch die Vergangenheit lässt sich nicht einfach verdrängen und Ruth merkt bald, dass sie nicht die einzige ist, die mit ihren Dämonen zu kämpfen hat…

Catching Stardust ist Band 1 der Queen’s University Reihe und in sich geschlossen. Der Protagonist aus Band 2 kommt hier jedoch bereits als Nebencharakter vor.

Inhaltliche Hinweise

Die Geschichte wird durch Dominic und Ruth in der Ich-Perspektive erzählt. Das Buch beinhaltet Thematiken, die triggern können, insbesondere aus dem Bereich Depressionen und Verlust. Das Buch beinhaltet auch sexuellen Content.

Meine Meinung

Ich wollte Catching Stardust lieben. So sehr. Ich habe mich fast ein Jahr lang auf dieses Buch gefreut, ich habe mich in das Cover verliebt, fand die Autorin wahnsinnig sympathisch und der Klappentext klang auch gut. Die Voraussetzungen waren wunderbar, doch dann fing ich an, das Buch zu lesen… Wieder und wieder und wieder, weil ich nie mehr als 1 oder 2 Kapitel durchgehalten habe. Fast zwei Monate habe ich nun gebraucht, um dieses Buch zu beenden, habe so oft übers Abbrechen nachgedacht – aber ich habe durchgehalten. Und leider war Catching Stardust einfach gar nicht mein Ding.

Bereits in das Buch zu finden fiel mir nicht unbedingt leicht. Die Geschichte fängt irgendwie mittendrin an, springt ein wenig zwischen Ruth und Dominic hin und her und gewährt leichte Einblicke in die beiden Hauptcharaktere. Dominic arbeitet in einem Supermarkt, wo Ruth kurzzeitig arbeitet, dann aber merkt, dass es nichts für sie ist. Ruth ist gerade nach langer Zeit erst wieder an die Uni zurückgekehrt, nachdem es einen furchtbaren Unfall gab, bei dem sie ihren besten Freund Oliver verloren hat. Seitdem leidet Ruth sehr, ist depressiv und mal mehr, mal weniger in Behandlung, hat sich zurückgezogen. Jetzt versucht sie, wieder zu Uni zu gehen. Dominic hingegen scheint alles und jeden zu hassen, zu verurteilen, hat Vorurteile und ist von eigentlich allem genervt. Nun treffen die beiden Charaktere beim Arbeiten aufeinander, Dominic hat so gar keine Lust auf Ruth und Ruth ist bald von den Einflüssen überfordert, sodass sie kündigt. Danach laufen sich beide hin und wieder über den Weg, es entwickelt sie wackelig und wenig greifbar eine Freundschaft, später mehr zwischen den beiden, doch beide stoßen sich – wie üblich in solchen Büchern – immer wieder weg, weil sie selbst zu viele Probleme haben. Während Ruth hierüber zumindest teilweise spricht, schließt Dominic Ruth und den Leser relativ lange aus. Es entsteht eine wenig begreifbare Freunschaft Plus, ein wenig Chaos – und jede Menge Fragezeichen.

Ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll und was mich am meisten gestört hat. Zunächst eine Klarstellung: Die Thematisierung von Depressionen war’s nicht. Die ist sogar in meinen Augen sehr gut gelungen, die Autorin hat die Licht und Schatten-Momente gut eingefangen, den steten Wechsel gezeigt und zum Teil auch das schwierige Verständnis vom Umfeld eingebaut. Sie hat Ruth leiden und hoffen lassen, ihr zwischendurch Kraft gegeben, dass sie sich Hilfe holen möchte, dann aber wieder entschieden, dass Ruth es doch nicht tut. Es war ein mutiger Weg, weil man häufig den Charakteren ja ein schönes Leben machen möchte, und ich respektiere diese Entscheidung, ich feiere sie sogar ein wenig, dass man sich auch für Rückschritte und eben nicht nur Fortschritte entscheidet.

Vielmehr war es so, dass ich Ruth hiervon abgesehen wahnsinnig platt fand. Wer sie ist, was sie ausmacht, wieso sie Sachen macht, es hat sich mir nicht erschlossen. Ihre Entscheidungen sind sprunghaft, selten nachvollziehbar und irgendwie fehlte mir der rote Faden. Roter Faden ist generell ein gutes Thema. Ich kann nicht wirklich sagen, worum es in dem Buch eigentlich ging. Entwicklung der Charaktere ist kaum vorhanden, Fortschritte in der Beziehung und auch in der persönlichen „Öffnung“ geschehen einfach so. Gelegentlich gibt es Partys, dateähnliche Treffen von Dominic und Ruth, jede Menge nerdigen Content bezüglich Games. Die Fülle der Fandoms und der eingebauten Referenzen war mir viel zu hoch und das, obwohl sehr viele der Sachen mir was sagten. Das Gleichgewicht zwischen Handlung und Drumherum fehlte für mich. Am wenigsten war eigentlich die Chemie und Anziehung zwischen Ruth und Dominic für mich greifbar, da ich immer das Gefühl hatte, beide mögen sich nicht wirklich, haben keine gemeinsamen Interessen und naja, Dominic ist wohl einer der unangenehmsten Charaktere, die mir seit langer Zeit in einem Romance-Roman untergekommen sind. Vielleicht lag es auch primär an ihm, dass ich das Buch nicht mochte.

Von Anfang an hat mich Dominic gestört. Seine Art, seine Handlungen, seine Einstellung. Er tindert permanent, redet abfällig über Leute, verurteilt und beurteilt laufend und hat leider keinen einzigen sympathischen Charakterzug. Selbst wenn er Ruth hilft, macht er mit seinen Gedanken die wenigen Karmapunkte wieder zunichte, indem er einem dauerhaft das Gefühl gibt, auf wirklich gar nichts Bock zu haben. Er stößt aufgrund seiner Vergangenheit alle von sich, aber verstanden habe ich es nicht so unbedingt. Auch als später die ausführlichere Erklärung kommt, war es eher ein „hm, okay“-Gefühl bei mir. Dominic ist leider gar nicht mein Charakter, ich wurde mit ihm nicht warm, ich habe nicht mit ihm mitgefühlt und ich konnte seine Handlungen und seine Haltung auch nicht befürworten.

Leider sind auch die Nebencharaktere eher mau. Die Freundin von Ruth namens Roisin ist sehr stark und präsent, wirkt oft aber wenig verständnisvoll und man fragt sich irgendwie, wieso die beiden überhaupt befreundet sind/waren. Auf einmal ist dann aber eine ganz enge Bindung da. Es ist schwer zu erklären, aber es wirkte alles zu unecht. Dominics Freunde, auf die er auch keinen Bock zu haben scheint, sind vielseitige Nerds, von denen Toast am ehesten auftaucht und sehr selten kluge Sätze raushaut. Irgendwie war alles aber sehr platt, konstruiert, verkrampft. So verklang auch das Ende für mich in einem „echt jetzt“-Moment, wo ich erst dachte, dass ich den Weg der Autorin nicht mag, dann aber alles eh ganz anders ist und irgendwie verkommt. Der Epilog ist dann erwartungsgemäß ausgestaltet. Leider war das alles für mich wenig überzeugend, wenig unterhaltsam und hat mich emotional einfach nicht abholen können.

Mein Fazit

Catching Stardust konnte mich leider in keiner Hinsicht überzeugen. Das Buch hat sicher Potenzial gehabt, die Charaktere haben es mir nur leider zu schwer gemacht, das Buch hat für mich zu wenig Handlung, zu wenig Entwicklung und zugleich leider viel zu viel nerdigen Content, der ablenkt und wenig Freude bereitet hat. Ich habe das Buch wirklich lieben wollen, aber das war mir nicht möglich.

[Diese Rezension basiert auf einem Rezensionsexemplar, das mir freundlicherweise vom Verlag überlassen wurde. Meine Meinung ist hiervon nicht beeinflusst.]

Profile Image for Lesebegeistert_.
437 reviews14 followers
April 1, 2022
Kurzmeinung: Ich mochte das Buch von Anfang an, aber hätte trotzdem nicht gedacht, dass ich es mit einem so einen Wirbelsturm an Gefühlen beende🤯😍. Seite für Seite habe ich mich immer mehr verliebt, in Ruth, Dominic, Roisin, Toast. Was für unbeschreiblich tolle Charaktere - mitten aus dem Leben gegriffen. So real, so nahbar. Alle Dialoge, Gedanken, Verhaltensweisen waren Authentizität pur. Es wurde immer so gut reflektiert, dass man es immer irgendwann nachvollziehen konnte, egal wie „bescheuert“ die Charaktere sich verhalten haben 😄
Die Geschichte ist sehr ruhig, ein wenig nerdig, aber wenn man sich darauf einlässt, ist sie am Ende einfach nur unheimlich eindrucksvoll. Dadurch, dass es Own-Voice ist, wurde auch das Thema Mental Health so greifbar dargestellt, aber dabei zu keiner Sekunde irgendwie beschönigt. Generell war das ganze Buch einfach wahnsinnig echt. Kein Kitsch, keine himmelhohen Versprechungen, kein gekünsteltes Drama. Nur die Wahrheit. So wie es ist. Ohne Schnickschnack. Und dabei einfach so unglaublich gut!
Ach und der Schreibstil ist der Waaaaahnsinn. 🥰 Habs so sehr geliebt, von ganzen Herzen! 💕 Große Empfehlung von mir! (Aber bei Unsicherheit Content-Warnung lesen!)☺️

Rezension:

Obwohl ich das Buch von Anfang an sehr gern mochte, hätte ich doch nicht erwartet wie sehr es letztlich mein Herz erobert. Vor allem gegen Ende entfachte es einen immer stärker werdenden Wirbelsturm an Gefühlen in mir & ich musste feststellen, dass ich mich Hals über Kopf verliebt habe 💕.

Der Schreibstil von Emily Bähr ist mir sofort wahnsinnig positiv aufgefallen. Schlicht, flüssig & doch mit einer enormen Wortgewalt. Wow! Sowohl die Gedanken der Protas als auch alle Dialoge waren einfach mega authentisch. Insgesamt fällt mir ein Wort zu allem in dieser Geschichte ein - Authentizität. Mitten aus dem Leben gegriffen. Neben Ruth & Dominic waren auch die Nebencharaktere wie Toast oder Roisin unglaublich toll, greifbar & echt. Auch, wenn bei weitem nicht alle immer richtig gehandelt haben & auch oft einfach Mist gebaut wurde, konnte ich ihr Verhalten immer an irgendeinem Punkt total gut verstehen.

Die Geschichte ist, vor allem zu Beginn, sehr ruhig & auch ein wenig nerdig, aber wenn man sich darauf einlässt & sich für die eingearbeiteten Themen öffnet, ist sie am Ende einfach nur unheimlich eindrucksvoll, stark, emotional & bereichernd.
Das Thema Depressionen bzw. mental health ist sehr präsent. Besonders aufgefallen ist mir hierbei die unverblümte Darstellung, was ich unglaublich gelungen & sehr wichtig fand. Ruths Gedanken/Gefühle waren so gut nachvollziehbar. Vermutlich liegt dies auch an dem Own-Voice-Aspekt (wodurch mir auch das Nachwort noch einmal den Rest gegeben hat😮‍💨). Am Ende musste ich tatsächlich ein paar Tränchen verdrücken. Es ist also nicht leicht, ich glaube vor allem, wenn ihr selbst betroffen sein solltet. Mich hat’s sehr berührt!❤️‍🩹

Emily Bähr schreibt alles wie es ist, ohne leere Versprechungen, es gibt kein gekünsteltes Drama, es gibt Schmerz, Freude, dunkle sowie helle Zeiten. Alles realistisch. Ohne Schnickschnack. Aber wahnsinnig gut & stimmig umgesetzt - Ich habs geliebt. Von mir eine große Leseempfehlung! 💕
Profile Image for sara .
198 reviews11 followers
March 24, 2022
Sehr treffende Beschreibung von Depressionen, der männliche Protagonist hat es leider kaputt gemacht.

Ich hatte super großen Struggle, diese Rezension zu schreiben. Denn das Thema Depression ist so so wichtig und leider werden sie in New Adult Büchern oft romantisiert, was hier nicht der Fall ist. Ruth als Protagonistin und ihre Perspektive der Handlung hat mir gut gefallen.

Besonders gestört habe ich mich an dem Protagonisten Dominic und das hat mir auch das gesamte Leseerlebnis kaputt gemacht. Im Klappentext wirkte es, als wäre er so ein süßer nerd der schüchtern ist, aber ich hatte nicht den Eindruck, als würde ihn das gut beschreiben. Er ist dermaßen arrogant, auch seinen Freunden gegenüber. Ich hab Verständnis dafür, wie seine Vergangenheit für sein aktuelles Verhalten verantwortlich ist, aber dass er sich nicht binden kann, hat nichts mit seinen super blöden Sprüchen zu tun, die er äußert. Zum Beispiel unterscheidet er zwischen "Oldschool Nerds" (also die wahren Nerds mit Nicolas Cage Shirts) und "Hipster Nerds" (die Marvel nur mögen weil sie Thor heiß finden). Na und? Ist doch völlig egal, wie man in die Fandoms rein kommt.
Wenn es dann doof lief, hat er direkt Ruth und ihrer psychischen Erkrankung die Schuld an allem gegeben.
Ich hatte zu keinem Zeitpunkt bei den Scherzen das Gefühl, dass er sarkastisch ist, weil seine Sprüche nur arrogant, gemein und teilweise sexistisch waren (Ich mag dich nicht nur, weil der Sex gut ist und du wenig redest - WANN IST DAS BITTE EIN KOMPLIMENT?!?!)

Alles im Allem hat mir besonders er das Leseerlebnis kaputt gemacht. Und ich möchte wirklich nochmal betonen, dass das eine psychologisch sehr gute Beschreibung war und auch positiv hervorheben, dass die Erkrankung nicht romantisiert wurde. Aber mehr als 2,25 Sterne sind deswegen leider nicht drin.

PS: S€x ohne Emotionen hat nichts damit zu tun, dass man "erwachsen" ist. Auch Erwachsene können sich erst dann jemandem s€xuell öffnen, wenn sie sich emotional verbunden fühlen. WEIL EIN SPEKTRUM IST. Ich weiß, dass viele immer noch so denken und die Aussage ist wahrscheinlich nicht aus dem Nichts gegriffen, aber ich möchte sowas nicht mehr lesen, ohne dass darauffolgendend erklären wird, dass die Aussage Bockmist ist.
Profile Image for Durch.Welten.Und.Zeilen.
262 reviews31 followers
July 24, 2022
Für mich gehört das Buch eindeutig in die Kategorie "kann man lesen, verpassen tut man aber auch nichts". Der Schreibstill war recht angenehm zu lesen und die Charaktere waren mir eigentlich ziemlich sympathisch. Das ganze konnte mich aber leider absolut nicht fesseln. Für mich hatte das Buch kaum eine Handlung. Auch das die zwei Hauptcharaktere wegen nichts wochenlang nicht miteinander geredet haben fand ich ziemlich komisch. Vor allem da das öfters vorkam. Kann sein dass das Teil der Persönlichkeiten der Charaktere ist, aber es machte das ganze auch ziemlich langweilig. Ich konnte auch nicht tiefere Gefühle bei den zwei nachvollziehen. Das ganze war für mich leider ziemlich oberflächlich.
Profile Image for Alisa.
84 reviews157 followers
January 31, 2022
Vielen Dank an den Forever by Ullstein Verlag und NetGalley für das digitale Rezensionsexemplar im Austausch für eine ehrliche Bewertung!

„Catching Stardust“ von Emily Bähr hat mich von Anfang an angesprochen. Ich finde es sehr wichtig, dass Themen wie Depressionen oder Angstzustände heutzutage kein Tabu mehr sein dürfen, weshalb ich es umso interessanter fand, dieses Buch zu lesen - und ich habe es regelrecht verschlungen!

Hier muss ich gleich erwähnen, dass ich positiv überrascht bin. In den meisten Büchern, die ich über diese Themen gelesen habe, werden die Probleme romantisiert und die Charaktere werden durch einen Partner urplötzlich aus dem Tief geholt und alles scheint wieder perfekt zu sein.
In „Catching Stardust“ war dies nicht so. Mir hat es gefallen, wie authentisch die Probleme angesprochen wurden - Gedankengänge, widersprüchliche Tätigkeiten, impulsive Handlungen. Es wurde offen gezeigt, wie viele Facetten diese Themen besitzen und dass all dies wirklich ein täglicher Kampf für Betroffene ist, der einem auch einmal die Energie raubt und man zu Nichts mehr im Stande ist.

Auch die Charaktere haben mir sehr zugesagt. Jeder Einzelne wurde authentisch präsentiert, wobei die Hauptcharaktere natürlich mehr im Vordergrund standen. Sie hatten ihre eigenen Schwächen und Stärken und diese wurden offen präsentiert, was dafür sorgte, dass sie wirklich facettenreich waren. Ebenfalls hat mir gefallen, dass über viele Nerd-Themen gesprochen wurde, welche die ganze Geschichte umso sympathischer machen, wodurch aber der Fokus nicht nur auf dem Thema Mental Health lag, sondern die Geschichte hierdurch etwas leichter wurde und durch die Thematik nicht erdrückend schien - eine wirklich gute Mischung und Balance aus Humor und Ernsthaftigkeit.

Ich bin wirklich positiv von der Geschichte überrascht und empfehle sie gerne weiter - aber hier muss natürlich auch darauf aufmerksam gemacht werden, dass die Geschichte vielleicht nicht für jeden etwas ist und sie vielleicht für den ein oder anderen triggernd sein kann. Dies muss man einfach im Hinterkopf behalten.

Ich freue mich sehr auf Band 2 und weitere Bücher der Autorin.
Profile Image for Steffi.
3,286 reviews183 followers
February 4, 2022
"Catching Stardust" hat mich total neugierig gemacht und ich war sehr gespannt was mich bei der Geschichte erwartet.

Der Einstieg in die Geschichte ist recht düster und man lernt sehr viel von der teilweise sehr dunklen Gedankenwelt von Ruth kennen. Dominic ist hingegen recht positiv, auch wenn er selbst schlechte Erfahrungen gemacht hat.

Ich muss aber leider sagen, dass ich mit Ruth und Dominic überhaupt nicht warm geworden bin. Die beiden sind für mich sehr fremd geblieben und so richtige Sympathien konnte ich für die beiden auch nicht aufbringen. Auch die Liebesgeschichte hat für mich nicht so richtig funktioniert, die Chemie war zu nüchtern und es haben Funken zwischen den beiden gefehlt.

Ich habe mich leider über weite Strecken eher gelangweilt, als dass mich die Geschichte begeistern konnte. Mir war die Stimmung insgesamt leider auch zu düster.
Profile Image for chiara_ha.
53 reviews6 followers
March 30, 2022
4-4,5

Die Thematik der Depression wurde super anschaulich und authentisch beschrieben! Wirklich toll, dass hier nicht der Ritter kommt und alle Probleme sich in Luft auflösen ☺️
Profile Image for Sue  | DieSueschauerin.
162 reviews7 followers
March 8, 2023
Ich mochte die Geschichte, aber sie hat sich für mich leider sehr gezogen. Es war oft schwer mich für die Geschichte zu motivieren. Sie ist eher ruhig, was auch an den Hauptfiguren liegt, und Friede, Freude, Eierkuchen sieht man vergebens. Diese Geschichte ist ähnlich wie Ruth geprägt von Stimmungsschwankungen. An manchen Tagen war mir das dann auch einfach zu viel. Die Triggerwarnungen sind definitiv angebracht.
Ruth hat mir öfter Rätsel aufgegeben, genauso Dominik, was ihr Verhalten anging. Das hat die Motivation leider auch immer mal wieder beeinträchtigt. Ansonsten mochte ich die Figuren alle sehr gerne. Es war ein toller Mix an Figuren. Weiter hinten im Buch haben mich die Figuren allesamt genervt in einer Szene. Ruth zieht sich für eine Woche zurück und ihre Freund*innen machen nichts. Da hab ich mich schon gefragt, was das für Freund*innen sind.
Profile Image for Corinna | Corinnas World of Books.
2,628 reviews67 followers
February 23, 2022
MEINUNG :
In „Catching Stardust“ geht es um die Geschichte von Ruth, die Dinge aus der Vergangenheit loslassen und sich auf etwas Neues konzentrieren.
An der Uni in Belfast möchte sie neu anfangen und der Verlust ihres besten Freundes geht ihr immer noch nahe. Als Dominic in ihr Leben tritt, ahnt sie nicht, was das Schicksal vorhat …

Ruth studiert Physik und möchte endlich die Dinge wie Schmerz, Verlust und Depression hinter sich lassen. Doch so einfach ist das nicht. Man spürt, wie sehr sie noch mit vielen zu kämpfen hat.

Dominic hat es bisher nie leicht in seinem Leben gehabt und nur durch ein Programm die Chance auf sein Studium bekommen. Er ist auf den ersten Blick eher ein Einzelgänger und hatte bisher wenige Beziehungen.

Der Schreibstil ist angenehm flüssig und wird im Wechsel aus der Perspektive von Dominic und Ruth erzählt. Der Leser kann sie so beide näher kennenlernen und ihre Gedanken und Gefühle erfahren während der Handlung. Die Thematik, die hier angesprochen wird, hat mich sehr berührt und ich bewundere die Autorin, dass sie es so im Buch zeigt.

Die Geschichte hat mich mit jeder neuen Seite mehr in die Handlung gezogen. Dominic und Ruth könnten auf den ersten Blick nicht unterschiedlicher sein, aber je mehr man in die Geschichte eintaucht, bekommt man einen anderen Blickwinkel.
Ruth hat mir Depressionen zu kämpfen seit einem schlimmen Verlust, und die Autorin hat hier deutlich gezeigt, wie sehr ihre Protagonistin leidet. Dominic hat auf der anderen Seite Angst, dass ihm jemand zu nahekommt und lässt sich auf keine feste Beziehung ein. Beide haben einiges im Leben erlebt und man spürt, dass beide immer einen Weg zueinanderfinden.
Zuerst ist es nur eine Freundschaft, doch dann spürt man etwas anderes.
Das Ende hat die Geschichte abgerundet und ich bin gespannt auf den 2 Band.

Das Cover ist ein wunderschöner Eyecatcher und macht neugierig auf die Geschichte.

Fazit

„Catching Stardust“ ist eine einzigartige Liebesgeschichte, die auch ein Thema anspricht, das jeden betreffen kann.
Profile Image for Nadine Merschmann.
Author 1 book8 followers
February 27, 2022
Ein Buch, welches unter die Haut geht...
Lange habe ich kein New Adult Buch mehr gelesen, welches mich so berührt hat! Zunächst tat ich mich etwas schwer mit den für die Zielgruppe üblichen Komponenten: vor Sarkasmus triefende Dialoge, die obligatorische ausführliche Sexszene und das schnelle Schließen von Freundschaften. Aber spätestens ab der zweiten Hälfte gewann das Buch eine solch unfassbare Tiefe, dass ich es nicht mehr aus der Hand legen konnte! Mehrmals musste ich mit den Tränen kämpfen. Und das nicht nur, weil ich selbst von den Themen im Buch betroffen bin, in mehrfacher Hinsicht. Sondern auch, weil man die Gefühle zwischen den Zeilen spürt. Es ist ein ähnlicher Effekt, wie ich auch bei den Büchern von Matt Haig feststellen konnte: Es gibt Autor:innen, die kratzen oberflächlich an einer Wunde und dann gibt es solche, die den Finger immer tiefer in eine Wunde pressen. Emily Bähr gehört zu letzteren. Ich bekam stellenweise eine Gänsehaut beim Lesen, weil einfach alles so echt wahr. So real. Ein Buch, welches ich so schnell nicht wieder vergessen werde und ich freue mich schon auf Band 2! Nehmt die Triggerwarnungen bitte ernst. Ich musste das Buch mehrfach aus der Hand legen, weil mir die Themen einfach zu nahe gingen, aber anderseits habe ich es trotzdem geschafft, wenn es mir besser ging, das Buch zu Ende zu lesen und darum bin ich der Geschichte sehr dankbar. Ich vergebe 5 Sterne.
Profile Image for ˗ˏˋ lia ˎˊ˗.
642 reviews438 followers
February 12, 2024
“heute will ich genau das zurück. keine umarmung, keinen kuss, sondern nur jemanden, der mir zuhört. der mit mir hier oben sitzt und mir sagt, dass ich weitermachen soll — egal, was kommt.”

die thematik von catching stardust liegt mir sehr am herzen, weshalb ich ganz gespannt auf das buch war. trotz anfänglicher schwierigkeiten in die story reinzukommen, hat mich letzten endes vor allem der schreibstil und die authenzität der autorin überzeugen können.

die charaktere fand ich jedoch leider sehr flach, weshalb ich mich — trotz verbundenheit aufgrund persönlicher geschichten — doch sehr distanziert zu ihnen gefühlt habe. bei einer thematik wie dieser hätte ich dies mir ehrlich anders gewünscht. auch ständige wiederholungen von begriffen, sätze oder beobachtungen, die durch beide protagonist:innen erfolgten, haben mich gestört; wie auch der einbau von plot points als nutzen für den moment, der direkt im nächsten an relevanz verlor.

nichtsdestotrotz empfinde ich catching stardust als unglaublich wichtige geschichte, die die relevanz von mental health durchleuchtet, welches doch ein thema ist, dem im new adult bereich zu wenig beachtung geschenkt wird.

→ 3.5 stars
Profile Image for Lesejunkie Ela.
423 reviews5 followers
July 13, 2022
Ich danke dem Verlag und NetGalley für das kostenlose Rezensionsexemplar.

Meine Meinung:
Eines Vorweg:
Zu Beginn möchte ich erwähnen, dass in diesem Buch ernste Themen wie Depressionen & Verlust behandelt werden.

Mit diesem Buch hat mich die Autorin sehr überrascht.
Die Story hatte ich nicht so realistisch erwartet.
Sie beschreibt ungeschönt das Gefühlsleben einer depressiven Person und die damit verbundenen Handlungen, die für manch anderen nicht nachvollziehbar sind. Das stetige Auf und Ab, die Stimmungsschwankungen, ….

Sehr emotional und tiefgründig geschrieben, in einem Schreibstil, der flüssig, modern und sehr vereinnahmend ist

Ruth und auch Dominic sind zwei unheimlich sympathische und authentische Charaktere, die abwechselnd ihre Story aus ihrer Sicht geschildert haben und dabei sehr detailliert und realistisch geblieben sind.
Mich hat die Geschichte von Anfang bis Ende komplett überzeugt.

Fazit:
Eine klare Leseempfehlung!
Profile Image for •*cari*•.
71 reviews
February 11, 2024
„Wir sind nichts als Sternenstaub, der versucht, seinen Weg zurück ins All zu finden.“

Ich habe das Buch von einer Freundin geschenkt bekommen (fettes danke nochmal!) und habe es direkt verschlungen. Die Autorin konnte perfekt die Gefühle und Emotionen der beiden Protagonist:innen auffangen. Die Dynamik der beiden hat mir direkt von Anfang an gefallen. Das hin und her necken sowie aber auch die ernsteren Themen. Toast und Roisin habe ich sofort in mein Herz geschlossen!

Das Thema Mental Health wurde genau auf den Punkt gebracht, ohne etwas zu beschönigen. Bitte Rücksicht auf die Triggerwarnung nehmen.

Die Kapitel sind schnell zu lesen. Besonders gefallen hat mir auch das Farbschema.

Freue mich auf Band 2 der Reihe und hoffe, dass Ruth und Dom dort nochmals zu sehen sind!
Profile Image for ʚ Aileen ɞ.
616 reviews349 followers
November 20, 2024
Bücher, die sich mit Themen wie Drogen- oder Alkoholmissbrauch sowie psychischen Erkrankungen befassen, landen normalerweise eher selten auf meinem SuB, weil sie oft ziemlich erdrückend sein können, aber Catching Stardust hat mich wirklich überrascht. Der Schreibstil ist großartig, und sowohl Ruth als auch Dominic haben mir als Protagonisten sehr gut gefallen. Bei Roisin war ich anfangs etwas unsicher, doch sie hat sich im Laufe der Geschichte als eine wirklich gute Freundin entpuppt. Jedenfalls bin ich jetzt schon sehr gespannt auf Toasts Geschichte!
Profile Image for jackysbookworld.
207 reviews20 followers
September 21, 2022
4,5 Sterne ! ⭐️

Dieses Buch war meine Rettung gegen meine Leseflaute die jetzt über Wochen angehalten hat! Der leichte und angenehme Schreibstil der Autorin hat das Lesen super angenehm gemacht. Die Story an sich ist schon sehr extrem teilweise aber dennoch super schön geschrieben! Ich konnte mich sehr lange nicht mehr so gut mit einer Protagonistin identifizieren wie mit Ruth. Ich konnte ihre Gedankengänge und Empfindungen an sehr vielen Stellen nachvollziehen und auch nachempfinden! Sie wird einen besonderen Platz in meinem Herzen haben ❤️
Profile Image for Lisa.
53 reviews2 followers
March 4, 2022
Nach Beenden des Buches weiß ich immer noch nicht, wie ich fühlen soll. Das Cover ist wirklich unfassbar schön und lädt sofort zum Lesen ein, passt aber einfach nicht zum Inhalt.
Ich muss zugeben, dass ich selten ein Buch gelesen habe, in den Depressionen, Trauer, etc. nicht romantisiert wurden und genau das macht die Autorin auch nicht. Das fand ich total interessant, da man als selber nicht Betroffene einen ganz anderen Blick auf das Thema erhascht.
Leider bin ich aber mit den Protagonisten überhaupt nicht warm geworden. Ruth konnte ich auf der einen Seite verstehen, beim Lesen hat man immer wieder die schwere, graue Wolke über ihr gespürt, aber so richtig lieb gewonnen habe ich sie nicht. Natürlich tat sie mir leid und auch wie sie an all dem Passierten gewachsen ist, hat mich beeindruckt, aber mehr auch nicht.
Dominic ist mir leider auch zu fern geblieben. Mit ihm kam ich leider überhaupt nicht zurecht, seine Art gefiel mir einfach nicht, weil er zunehmend nüchtern wirkte und ich einfach keine Liebe oder positive Gefühle gespürt habe, wenn er mit Ruth zusammen war.

Der Schreibstil der Autorin ist flüssig zu lesen, aber auch hier finde ich, war es allgemein viel zu nüchtern gehalten. Da fehlen mir leider die Emotionen, damit ich am Ende sagen kann: das war ein Buch, was mich nachhaltig beeindruckt hat, was mich gepackt und berührt hat.

Profile Image for Brina.
665 reviews
February 25, 2022
Erster Eindruck:
Ein hübsches Cover mit schlichten Farben, das einem direkt ins Auge fällt. Ich hatte von Emily Bähr noch kein Buch bisher gelesen, doch das Interesse kam schnell auf, da ich den Stil und die Art des Schreibens toll finde. Sehr angenehm zu lesen.

Protagonisten:
Ruth & Dominic tragen beide eine Art Schutzwall um sich und doch äußert sich das sehr unterschiedlich. Nach ein paar Sätzen, fiel es mir leicht mich in Ruth zu versetzen. Zu sehen wie sie sich in den unterschiedlichen Situationen verhält, die guten und weniger guten Momente, haben sich sehr real angefühlt. Wenn sich ihr Humor zeigte oder man sah wie sie etwas aus sich herauskommt, hat man sofort lächeln müssen und sich gefreut sie so zu erleben.
Dominic ähnelt Ruth in manchen Dingen, wie ich bereits sagte, doch bei ihm merken wir das er eine andere Art der Kompensation gefunden hat, um mit den Dingen die er erlebt hat umzugehen. Man kann in gewisser Weise „kaputt“ sein und sich doch mit anderen Menschen ein kleines Stück Normalität zurückholen.
Dann gab es da noch Roisin, die bei mir einen bleibenden Eindruck hinterlassen hat, da sie zeigt wie es für andere sein kann, die damit umgehen und doch nicht genau in den Schuhen des anderen zu stecken.

Meinung:
Auch wenn es kurz so wirkt, als würde die Autorin das Klischee des ersten Eindruck voll ausnutzen wollen, lasst euch davon nicht täuschen. Denn der erste Eindruck ist nicht immer der wichtigste. Emily Bähr zeigt uns damit, das man sich sehr wohl täuschen kann, wenn man sich nur darauf verlässt. Von Dominic und Ruth zu lesen, ihre Geschichten zu erfahren, war interessant und regt zum Nachdenken an. Humorvoll und doch ernst, leichte Momente die es einfacher machen die schweren zu ertragen. Wirklich sehr toll und ein wichtiges Thema das verständlich dargestellt ist. Denn es ist ein Kampf, jeden Tag. Wie die Autorin eine Erkankung beschreibt, die sich nicht einfach so in Worte fassen lässt, da jeder es anders erleben und fühlen kann, hat mich beeindruckt und wurde meiner Meinung nach dennoch sehr treffend beschrieben. Ich selbst lese nicht sehr viel aus dem Genre, jetzt mehr als früher und doch finde ich es gut, das es nicht immer eine locker leicht, fröhliche Geschichte sein muss, sondern eine die einen innehalten lässt und dazu anregt sich wirklich in die Charaktere einfühlen zu wollen. Ich bin gespannt auf Band 2 und ob es für mich genauso ein Must-Read sein wird, wie Catching Stardust. Von meiner Seite eine klare Lese- und Kaufempfehlung.
57 reviews
September 12, 2022
Die Mental Health Repräsentation finde ich sehr gelungen, die Liebesgeschichte habe ich leider gar nicht abgekauft bzw. gefühlt.
Profile Image for Heidelperle.
41 reviews2 followers
October 14, 2022
Catching Stardust hat mich beim Lesen sehr berührt.
Wir begleiten Ruth und Dominic in zwei Perspektiven durch die Geschichte. Während Ruth mit einer schweren Depression zu kämpfen hat, nachdem sie ihren besten Freund verlor, muss Dominic sich im Laufe des Romans seiner eigenen Vergangenheit stellen.
Dieses Buch hat zurecht eine Triggerwarnung. Denn die Autorin hat Ruths Gefühlslage meiner Ansicht nach sehr authentisch dargestellt. Depression hat viele Gesichter, man kann sie auf viele Weisen erleben und an anderen Menschen sehen und ich finde, das wurde in diesem Buch weder verharmlost noch überspitzt dargestellt.
Während dies ein absoluter Pluspunkt für die Geschichte ist, ist der relativ offensichtliche Spannungsbogen dann eher dämpfend. Gleich zu Anfang wird man mit Halbsätzen geteasert, dass da bei Dominic und Ruth mehr dahintersteckt als es auf den ersten Blick scheint, das war dann so offensichtlich, dass sich mir eher die Frage gestellt hat, was passiert ist und nicht ob was passiert ist. Die einzelnen Teaser waren auch eher nervig als spannungsaufbauend, sodass ich froh war, dass man zumindest bei Ruth relativ bald erfahren hat, was ihre Depression ausgelöst hat.
Durch den angenehmen Schreibstil der Autorin habe ich mich jedoch in keiner Weise gehetzt gefühlt beim Lesen, viel mehr lädt sie zum Träumen ein, auch wenn die Thematik des Buches eine schwere Grundstimmung transportiert.
Die Charaktere waren beide sehr authentisch, hatten keinerlei Anspruch darauf perfekt sein zu wollen, bis zum Ende hin nicht, was sie mir sehr sympathisch gemacht hat. Für beide geht es darum, den Alltag zu überstehen, vor allem für Ruth, deren Gefühlswelt immer wieder in einen Strudel von Traurigkeit zieht.
Was mich bei Dominic gestört hat war seine permanente Art, allem und jedem einen bestimmten Sticker aufzudrücken. Das ist an sich nicht direkt etwas negatives, jedoch hat er sich geärgert, dass das bei Ruth nicht hinhaut und damit wurde sie zu etwas „besonderem“ in dem Roman für ihn gemacht. Dass aber kein Mensch wirklich genau einen Sticker haben würde, wenn man ihn oder sie näher kennenlernt, hat er dabei völlig außen vor gelassen. Da er Ruth näher kennenlernt, ist es auch irgendwie klar, dass er ihr nicht den einen Sticker geben kann, sondern dass ihre Persönlichkeit eben aus vielen Facetten besteht, so wie die Persönlichkeit jedes Menschen. Das hat mich teilweise etwas genervt, jedoch legt sich dieser Zwang, Sticker zu verteilen und Leute in Schubladen zu stecken irgendwann oder ist einfach nicht mehr so präsent.
Bis zum Ende hin konnte mich das Buch fesseln, ich habe es innerhalb weniger Tage durchgelesen. So sehr hat mich lange kein Liebesroman mehr begeistert, trotz der kleinen Macken, die er für mich hatte. Diese stören aber kaum, wenn man sich nicht zu sehr darauf versteift, insgesamt behalte ich das Buch in sehr guter Erinnerung. Allerdings sollte man sich klar sein, dass die Grundstimmung einen teilweise schon sehr runterziehen kann, vor allem wenn man selbst oder jemand im engeren Umfeld mit Depressionen zu kämpfen hat. Sollte man davon leicht getriggert werden, würde ich das Buch erstmal eher auf dem Stapel ungelesener Bücher lassen, bis man sich wirklich dazu bereit fühlt.
In diesem Sinne, viel Spaß beim Lesen, sollte dieser Roman nun auf deiner Wishlist gelandet sein 😊
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157 reviews2 followers
February 28, 2022
Ruth ist außen wie bunte Zuckerwatte und doch innerlich grau, still und melancholisch. Ist sie in einem Moment laut und fröhlich, kann sie im nächsten fallen und nicht wieder aufstehen. Ihr Schmerz reißt ihr immer wieder den Boden unter den Füßen weg. Sie kämpft, überlebt und bricht doch zusammen. Aber es gibt die Momente, in denen sie locker ist, lacht und ihre Sprüche an Sarkasmus kaum zu übertreffen sind. In denen die junge, unbeschwerte Frau hindurchblitzt, die sie vor dem Unfall gewesen ist.

Diese Momente des Auftauchens aus den dunklen Tiefen der Depression werden mehr, als sie auf Dominic trifft. Seine Nähe bringt sie dazu mehr aus sich herauszukommen und Menschen an sich heranzulassen. Für Ruth bedeutet das aber auch sich einzugestehen, dass noch lange nicht alles wieder gut ist. Es sind langsame Schritte, durchzogen von Flashbacks und Rückschritten, aber auch von Freude und Spaß.

Emily Bähr ist eine Meisterin der großen und intensiven Gefühle. Sie lässt so viel Herz in Ruth und Dominic fließen, so viel Glaubwürdigkeit und Sympathie. Ihre Kommunikation ist so geradeheraus und direkt, ohne künstliche und selbstgeschaffene Kluften, die es zu überwinden gilt.
Das ist für mich die Präsentation, die wir für dieses Thema brauchen.

Fazit: Emily Bähr hat mit »Catching Stardust« eine großartige, wie unheimlich einfühlsame Geschichte über den Schmerz von Verlust, Depressionen und die Auswirkungen auf das Leben geschrieben. Gleichzeitig fließt auch so viel Humor, Persönlichkeit und Liebe mit ein. Ein Herzensbuch, ein Highlight, eine Lieblingsgeschichte, die mich aufgrund der sensiblen Umsetzung von den Socken gehauen hat!
26 reviews
March 19, 2022
Eine etwas düstere und melancholische Geschichte, aber mit sehr wichtiger Message

Ehrlich gesagt hätte ich im Vorfeld aufgrund des Covers eine fröhlichere Geschichte erwartet, aber gute Geschichten treffen einen meist unerwartet von der Seite. So war es auch bei CATCHING STARDUST von Emily Bähr.
Meine Erwartungen wurden sehr schnell angepasst, als ich die ersten Seiten gelesen hatte. Die Geschichte dreht sich um Mental Health, allen voran das Thema der Depression. Wir begleiten die Protagonistin Ruth durch ihre Höhen, ihre Tiefen und alles was dazwischen liegt. Es wird nichts beschönigt. Diesen Klartext mochte ich sehr gerne an diesem Buch, da solche Themen einfach eine bedingungslose Ehrlichkeit verdienen, die in vielen Teilen unserer Gesellschaft noch nicht angekommen ist.
Da für mich aber Ruths und auch Dominics Probleme so viel Raum eingenommen haben, kam für mich die Liebesgeschichte leider zu kurz. Die Schwierigkeiten der beiden mit vermeintlich banalen Alltagssituation umzugehen und ständig von unsichtbaren Hürden behindert zu werden, konnte ich bestens nachvollziehen. Die Gefühle füreinander eher weniger.
Hier hätte ich mir gewünscht, dass auch den positiven Emotionen mehr Raum gelassen worden wäre.
Trotzdem ist es für mich ein gut erzähltes und wichtiges Buch, das ich gerne gelesen haben.

Fazit: Das Buch behandelt wichtige Themen, die mehr Aufmerksamkeit verdient hätten. Sie werden auf eine sehr starke und authentische Art und Weise erzählt. Leider kam mir dadurch die Liebesgeschichte ein wenig zu kurz, was der Hauptmessage des Buches aber keinen Abbruch tut.

Ich bedanke mich für das Rezensionsexemplar.
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536 reviews8 followers
February 17, 2022
Der New Adult-Roman "Catching Stardust" von Emily Bähr kommt mit einem wunderschönen Cover daher. Die pastellige Farbgestaltung lässt mich an Prinzessinnen, Feen und Einhörner in einer rosaroten Welt denken. Damit weckt das Cover eine Erwartungshaltung, die letztendlich im Kontrast zum Inhalt steht.

In "Catching Stardust" treffen mit Ruth und Dominic zwei ziemliche Problem-Charaktere aufeinander. Beide haben für sich persönlich schlimme Dinge erlebt. Die Verarbeitung läuft eher mäßig. Ruth hat schwere Depressionsschübe. Dominic ist ein Meister der Verdrängung.

Triggerwarnung! Der Roman ist keine leicht-romantische Liebesschnulze. Die Protagonisten sind psychisch und emotional gebrochen. Am Anfang mochte ich beide noch. Dann haben sie aber angefangen, mich zu nerven. Vor allem Ruth. Extreme Stimmungsschwankungen und düstere Momente gehören zu ihrem Krankheitsbild. Ich habe auch versucht, mich in sie hineinzuversetzen, mit ihr zu fühlen und sie ein Stück weit zu verstehen. Gelungen ist es mir nicht.

Neben Kennenlernen, Freundschaft plus und Love geht es auch um dunkle Themen wie Tod und Trauer und den Umgang damit. Ruth und Dominic haben mich mit ihrem jeweiligen Denken, Fühlen und Handeln aber nicht erreicht. Ab einem gewissen Punkt war mir fast schon egal, ob sie noch mit dem Leben und einander klarkommen oder nicht.

Fazit: "Catching Stardust" beginnt stark, sympathisch und liebenswert. Irgendwas hat aber gefehlt, um mich gefühlsmäßig bei der Stange zu halten. Insgesamt war das Buch für meinen Geschmack letztendlich noch mittelprächtig nett - aber nicht mehr. Schade eigentlich...
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407 reviews10 followers
December 11, 2022
Ich gebe offen zu: dieses Buch hatte ich überhaupt nicht auf dem Schirm. Mir ist es bei Instagram aufgefallen, aber ich wurde nicht so angesprungen und überzeugt, dass ich es unbedingt besitzen geschweige denn lesen wollte. Durch einen Zufall ist es dann doch in meinen Händen gelandet und ich dachte, es würde auf meinem SuB versauern. Doch aus einer Laune heraus habe ich es begonnen und konnte es gar nicht mehr weglegen…

„Catching Stardust“ ist ein typischer New Adult Roman, wie ich ihn liebe: Mit Tiefe, Spice und ganz viel Gefühl. Doch ganz eindeutig sind hier nicht die ganz großen Gefühle das beherrschende Thema, sondern eine psychische Erkrankung mit all ihren Folgen und Nebenerscheinungen: Depression. Das Thema kommt nicht selten zum Einsatz und wurde schon von vielen Autor:innen toll beschrieben und spürbar gemacht, doch Emily Bähr hat die Krankheit in ihrer Geschichte noch einmal ganz anders lebendig werden lassen. Feinfühlig, aber eben auch eiskalt realitätsnah. Es tut weh, es ist anstrengend und es ist selbstzerstörerisch. Die Triggerwarnung zu Beginn ist sehr richtig und wichtig und sollte unbedingt beachtet werden. Emily Bähr lässt durch ihre Protagonistin Ruth den Strudel aus Hochgefühl und Niedergeschlagenheit so real werden, dass ich mich zugleich frustriert und ertappt sowie verstanden gefühlt habe. Das ist wirklich einmalig!

Ruth ist jemand, den ich gerne zur Freundin hätte. Ich mag ihre Art, ihr Wesen und verstehe ihre Gefühle. Sie ist mutig und stark, auch wenn sie mir da wahrscheinlich total widersprechen würde. Auch wenn es ihr ihre Depression nicht leicht macht, ist sie ein lebensbejahender und bunter Mensch. Dominic ist weder Nerd, noch Bad Boy, aber auch kein richtiger Good Guy. Er hat Ecken und Kanten und wirkt irgendwie mysteriös. Ähnlich wie Ruth ist es bei ihm auch sehr schwer, ihn in eine Schublade zu packen und ihn darin verweilen zu lassen. Durch diese Eigenschaft der beiden war eine gewisse Unberechenbarkeit in der Handlung der Geschichte, auch wenn ich natürlich ahnte, worauf es hinaus läuft. Trotzdem war das ein neues Gefühl und es hat mir richtig Spaß gemacht!

Was bin ich froh, dieses Buch nicht ignoriert zu haben! Es kam zum richtigen Zeitpunkt in mein Leben und hat mir Erkenntnis und Unterhaltung gebracht. Ich werde definitiv auch den zweiten Band lesen!
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485 reviews21 followers
March 2, 2022
Die Geschichte von Ruth und Dominic lässt mich leider etwas gespalten zurück. Erst einmal ist der Schreibstil irgendwie sehr nüchtern und ich brauchte etwas, um reinzukommen. Danach bin ich zwar relativ schnell durchgekommen, aber so richtig drin war ich bis zum Schluss trotzdem nicht.
Die angesprochenen Themen wie Depressionen, Tod und Mental Health im Allgemeinen werden sehr realistisch verarbeitet und keineswegs romantisiert, was zu einer eher durchweg düsteren Stimmung führt. Besonders die Gedankenwelt von Ruth ist sehr dunkel und pessimistisch. Das fand ich an sich eigentlich gar nicht so schlimm, aber es gab so viele einzelne ,Baustellen‘ in der Geschichte, dass die Liebesgeschichte an sich leider sehr in den Hintergrund gerückt ist und für mich deshalb auch nicht funktioniert hat oder greifbar war. Die Chemie ist dauerhaft sehr nüchtern und es fehlen jegliche Funken.
Außerdem sind die einzelnen Stränge der Vergangenheit, auf denen die Geschichte der beiden aufbaut, nicht richtig verknüpft und aufgelöst, so dass man stellenweise das Gefühl hat etwas verpasst oder überlesen zu haben.
Insgesamt war es okay und ich möchte Band 2 trotz allem lesen, aber es konnte mich leider nicht komplett überzeugen.
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590 reviews9 followers
February 16, 2022
Ich habe mich in Catching Stardusk verloren. Es war so schön und tiefgründig, zugleich aber auch schmerzhaft und deprimierend. Das Buch hat eine breite Palette an Charaktere und einen ganz eigenen Humor. Ich liebe Ruth als Protagonistin, denn sie ist bunt und strahlend, wenn sie will, aber sie kann auch grau sein und müde. Sie ist eine sehr vielfältige und besondere Persönlichkeit, die ich sofort mochte. Denn sie ist nicht gekünstelt oder oberflächlich, sie ist vielmehr eine sehr emotionale und tiefgründige Person. Ihre Art mit Dingen umzugehen, finde ich sehr faszinierend.
Mir hat sehr viel an dem Buch gefallen. Sowohl der nerdige Touch der Story, der das Buch gleich sympathischer gemacht hat, als auch die unperfekten Protagonisten. Mit unperfekt meine ich im Allgemeinen das sie viele eigene Probleme haben, sprunghaft sein können und doch so voller Emotionen stecken, die sie kaum zeigen können. Ab und zu fand ich das Buch fast schon erdrückend, da die Charaktere so voller Emotionen waren diese aber nicht richtig zeigen konnten. Ich habe ihren Schmerz gesprüht, ihre Angst und ihre Hoffnung. Die Autorin hat eine Geschichte erschaffen, die mir immer in Erinnerung bleiben wird, weil sie sehr realistisch über Depressionen und andere Themen spricht. Es hat mir gefallen die Entwicklung der beiden Charaktere zu verfolgen, vor allem da die Geschichte aus beiden Personen erzählt wird. Dadurch wird die Story viel umfassender und spannender. Insgesamt betrachtet hat mir die Geschichte sehr gefallen und ich hatte viel Spaß beim Lesen. Ich kann also sagen das sowohl das Cover als auch der Inhalt des Buches wunderschön ist und ich kann euch das Buch zu 100% empfehlen.
Die Story ist sehr tiefgründig. Eine junge Frau die gezeichnet von Trauer und Schmerz ist kehrt nach einem Jahr Funkstille zurück an ihre Uni, um Physik zu studieren. Doch sie hat den Verlust ihres besten Freundes nicht verarbeitet und kämpft sich nun ins Leben zurück. Dabei trifft sie auf einen jungen Mann der Probleme mit Nähe hat und freundet sich mit ihm an, bis mehr daraus entspringt. Doch hat ihre Verbindung eine Chance, wenn die beiden selbst so viele Baustellen offen haben?
Ruth ist eine zierliche junge Frau, die auch als 12-Jährige durchgehen könnte. Sie ist bei ihrer Mutter aufgewachsen und sehr oft umgezogen, bis sie ihren besten Freund Oliver kennengelernt hat. Dieser war für sie ihr Anker und ihr zweites Zuhause. Doch durch ein Unfall wird er ihr genommen und sie bleibt alleine mit ihren Gefühlen für ihn zurück. Vom Charakter her ist sie sonst freundlich, hilfsbereit, lustig, ein bisschen nerdig und offen. Jedoch hat sie der Unfall stärker mitgenommen als ihre Freundin. Sodass sie an Depressionen leidet und sehr oft lieber im Bett bleiben will. Jedoch kennt sie Mittel und Wege damit umzugehen und will nun, ein Jahr nach dem Unfall wieder Physik weiterstudieren. Dabei trifft sie auf Dominic der sie nicht loslässt und sie irgendwie aus ihrem Schneckenhaus rausholen kann. Ihre Entwicklung ist demnach auch sehr groß. Denn sie fängt an ihr Leben wieder richtig in den Griff zu bekommen und öffnet sich ihren Freunden und Dominic gegenüber. Sie schafft es sogar zu ihrem Therapeuten zu gehen und ihre Gefühle für Dominic zu akzeptieren und auszuleben, was ein großer Fortschritt ist. Ich finde sie vom Charakter her sehr tiefgründig und mag sie sehr.
Dominic ist ein schwieriger Mann, der eine schwere Kindheit hatte. Sein Vater ist früh von ihm gegangen und hat hinter sich einen Scherbenhaufen hinterlassen. Seine Mutter konnte mit dem Verlust nicht umgehen und ist daran zerbrochen. Ebenso wie Dominic, der nun unter Bindungsproblemen leidet. An sich ist er humorvoll, freundlich, gleichgültig und distanziert. Doch in ihm wohnt ein Nerd, der es liebt zu zocken. Jedoch ist er kein Party Mensch. Er lebt eher zurückgezogen, unternimmt ab und an was mit seinen Freunden und geht nur oberflächliche Beziehungen ein. Zumindest bis er Ruth kennenlernt. Diese geht ihm unter die Haut und scheint etwas in ihm aufzudecken das zu lange geschlafen hat. Seine Entwicklung ist vielversprechend, da er es schafft eine tiefergehende Beziehungen zu Ruth einzugehen und sich in sie verliebt. Zugleich schafft er es auch die Briefe seiner Mutter zu lesen und sich mit ihr zu verabreden. Vom Charakter her finde ich ihn sehr sympathisch und mag ihn.
Zusammen sind die beiden ziemlich interessant zu beobachten. Sie haben beide eine ziemlich nerdige Seite an sich und haben beide in ihrer Vergangenheit emotionale Schmerzen erfahren. Zusammen versuchen sie darüber hinwegzukommen und bauen sich etwas auf das viel tiefer geht als sie erst wollten. Ich mag die beiden zusammen sehr und liebe ihre Chemie.
Das Ende war ziemlich realistisch gehalten und doch schlicht und einfach perfekt. Denn unsere Protagonisten finden zusammen, jedoch nicht so wie sie bisher zusammen waren, sondern auf einer tiefergehenden emotionalen Ebene. Sowohl Dominic als auch Ruth sind sich über ihre Gefühle im Klaren und wollen diese nun offenbaren, doch ob die andere Person genauso fühlt, ist ungewiss zumindest für die beiden. Denn würde Dominic nicht so empfinden wie Ruth dann könnte das dazu führen das Ruth an dem zerbricht. Doch darüber muss man sich keine Sorgen machen, denn alles kommt genauso wie es sein sollte. Die Charaktere schaffen es sich ihre Gefühle zu zeigen und die Vergangenheit zu akzeptieren, was ein große Schritt ist. Dennoch ist alles ziemlich realistisch gehalten, denn Ruth geht es nicht auf einmal perfekt und auch Dominic ist nicht der perfekte Boyfriend. Es ist vielmehr so, dass es wie das Wetter wechselt. Es gibt gut und schlechte Tage, aber dafür sind es Tage, die von Gemeinsamkeiten der Liebe der beiden gekennzeichnet sind. Für mich war das Ende super und ich bin glücklich darüber das Buch gelesen zu haben. Weshalb es von mir 4,5 Sterne gibt.
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122 reviews1 follower
April 29, 2022
Wir halten an Dingen fest, die uns viel bedeuten. Gleichzeitig lässt uns manches nicht los, das uns passiert ist.
Emily Bähr gibt uns Einblick in das Leben zweier Menschen, die schwer zu tragen haben und dabei versuchen ihre Gefühle zu schätzen. Es ist eine gefühlfvolle Art, welche uns Ruth' Probleme näherbringt und Dominics Vergangeneheit unter Verschluss hält. Doch wer andere abgrenzt, grenzt sich selber ein - und so ergibt sich ein langer Weg aus der Dunkelheit, der doch nur sagen will:
Bereue nicht den Staub, sondern erlebe die Sterne...
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1,158 reviews12 followers
July 8, 2022
Eine besondere NA-Romance mit viel Tiefe.


Vorneweg:

Ich habe sehr lange keine Zeit dafür gefunden, Rezensionen zu schreiben und versuche gerade alles nachzuholen, was erstmal liegen bleiben musste. Da meine Impressionen nicht mehr top aktuell sind und ich sicherlich auch schon einige Aspekte wieder vergessen habe, die mir damals aufgefallen sind, weiche ich hier von meinem üblichen Rezensionen-Schema ab und schildere euch stattdessen meine Eindrücke und Gedanken zum Buch, die mir aus dem Bauch heraus noch in den Sinn kommen. Ist ja vielleicht auch mal ganz spannend für euch, wie ich nach einer gewissen zeitlichen Distanz auf die Geschichte zurückblicke 🙃

Und los geht's!


Meine Meinung:

Dieses Buch war ganz anders als ich es zunächst erwartet hatte und zwar in einem positiven Sinne, es hat mich wirklich überrascht. "Catching Stardust" ist definitiv keine leichte, unterhaltsame Zwischendurchlektüre, sondern erstaunlich tiefgründig, ernsthaft und sehr ergreifend.

Emily Bähr spricht in diesem Roman komplexe und sensible Themen an, welche sie meinem Empfinden nach sehr authentisch und greifbar umsetzt. Durch die detaillierten Beschreibungen ging mir die Geschichte von Dominic und Ruth sehr nahe. So gut die Autorin die Thematik auch eingefangen hat, man muss es lesen können. Also nehmt die Triggerwarnung zu Beginn bitte ernst. Ich empfand die Geschichte als sehr anrührend, intensiv und beklemmend.

Der Einstieg ist ausgesprochen stark und hat mich sofort gecatcht. Ich bin schnell in der Geschichte versunken und obwohl sie danach immer mehr in ein Dahinplätschern verfiel, flogen die Seiten nur so dahin und ich konnte nicht aufhören zu lesen. Die Geschichte mag nicht unbedingt spannend und ereignisreich sein, aber darum geht es hier auch einfach nicht. Es geht um die Charaktere, ihre Geschichte, emotionale Tiefe und Awareness - All das kommt sehr gut rüber.

Die Charaktere sind außergewöhnlich, vielfältig und erfrischend anders. Es sind ohne jede Frage tolle Figuren, aber es waren leider nicht unbedingt meine Figuren. Sie werden gut beschrieben, sind vielschichtig und greifbar, dennoch konnte ich mich kaum bis gar nicht mit ihnen identifizieren. In meinem Herzen habe ich sie einfach nicht verstanden. Das lag aber keinesfalls an der Autorin und ihrer Charaktergestaltung, sondern ganz allein an mir. Die Figuren waren mir selbst einfach zu unähnlich als dass ich mich gut in sie hätte hineinversetzen können, aber das heißt natürlich nicht, dass es keine gelungenen Charaktere gewesen sind.

In gewisser Weise war es für mich auch ganz gut, diesen Abstand zu haben, da ich sonst womöglich nicht so gut mit der Schwere der Themen hätte umgehen können wie es jetzt der Fall war. Womöglich war es von der Autorin ja sogar genauso gewollt.

Dementsprechend hat mich die Geschichte von Dominic und Ruth auf emotionaler Ebene aber natürlich auch nicht ganz so sehr mitgerissen wie es andere Werke getan haben, aber wie gesagt: Ich weiß nicht, ob ich noch mehr hätte verkraften können. Bewegt haben mich ihre Geschichten nämlich in jedem Fall, es war nur eben mehr so, dass ich mir vorstellen konnte, wie sie sich dabei fühlen könnten und nicht so, dass ich beim Lesen aktiv immer genau das mitgefühlt hätte, was sie beiden gerade fühlten. Es war eher so, als würden sie mir ihre Geschichte sehr offen und detailliert erzählen oder als würde ich ihre Tagebücher lesen. Ich habe ihre Geschichte einfach nicht direkt am eigenen Leib gespürt.

Ebenfalls nicht gespürt habe ich aber leider auch die Anziehung zwischen Ruth und Dominic. Die Liebesgeschichte der beiden war für mich etwas verworren und hat mich bis zum Ende nicht ganz abgeholt. Für mich lag der Fokus des Buches allerdings auch gar nicht auf ihrer Beziehung, sondern vielmehr auf ihren einzelnen Geschichten und Entwicklungen, Ruth's sowie Dominic's eigenen Themen und Problemen und das ist auch völlig okay so.

Die Freundschaften habe ich teilweise ebenfalls als seltsam empfunden, aber irgendwie passten sie so auch zu den Charakteren. Das Nerdige ist einfach nicht meine Welt und ich glaube ich bin diesbezüglich auch zu wenig durchgestiegen, um alle Details und Hintergründe der Geschichte so zu verstehen wie sie wohl von der Autorin gedacht waren und das war vermutlich auch mein Hauptproblem bei diesem Buch.

Emily Bähr schreibt sehr anrührend, authentisch und poetisch. Ihre Worte gehen unter die Haut, sind sehr gefühlvoll und greifbar. Die Autorin hat definitiv ein Händchen für sensible Themen und hat mit diesem Buch bei mir unheimlich viel ausgelöst. "Catching Stardust" wird eindeutig nicht mein letztes Buch von Emily Bähr gewesen sein!


Fazit:

Dieses Buch zu bewerten fällt mir schwer, da ich es einerseits gerade was die Darstellung psychischer Probleme und innerer Konflikte anbelangt sehr gelungen finde, es mich anderseits aber leider nicht so ganz erreichen konnte. Die beiden Protagonist:innen machten es mir unglaublich schwer, mich in sie hineinzuversetzen, was sich negativ auf mein ganzes Leseerlebnis ausgewirkt hat. Ich kann "Catching Stardust" empfehlen, aber es war nicht unbedingt MEIN Buch.


3,5/ 5 Sterne ⭐️
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423 reviews2 followers
February 24, 2022
Authentische und sanfte Liebesgeschichte mit wichtigem Thema…

Ruth kommt nach einem Jahr voller Trauer und Isolation an die Uni nach Belfast zurück. Sie weiß, dass es schwer wird, aber sie kämpft um jeden einzelnen Schritt nach vorn. Gleich zu Beginn lernt sie Dominic kennen, zu dem sie sich gleich hingezogen fühlt und auch wenn sie es sich nicht gleich eingestehen will, aber da ist mehr zwischen ihnen. Doch auch Dominic hadert mit seinem Leben und weiß nicht so recht, wie er mit diesen Gefühlen für Ruth umgehen soll.

Ruth hat ein hartes Jahr hinter sich. Sie ist deutlich gezeichnet, von dem, was passiert ist. Und so fällt es ihr äußerst schwer, sich auf neue Menschen einzulassen oder aber auch Kontakt zu alten Bekannten wieder aufzunehmen. Aber sie kämpft, jeden Tag, immer wieder aufs Neue. Jeder Schritt nach hinten ist ein kleiner Neustart und ich bewundere Ruth dafür. Trotz ihrer Tiefs, in denen sie sehr erschöpft wirkt, ist sie ein Energiebündel und rappelt sich immer wieder auf. Noch besser gelingt ihr das in Momenten mit Dominic. Er wirkt ein wenig, wie das Licht am Ende des Tunnels, auch wenn sein Licht zu dem Zeitpunkt ebenfalls nur gedämmt leuchtet. Durch ihre Vergangenheit ist sie jedoch sehr verletzlich und verzieht sich schnell zurück in ihr Schneckenhaus, wenn sie sich angegriffen fühlt. Aber sie lernt aus diesen vielen Situationen und versucht, ihren Weg zu finden. Ich fand Ruth als Hauptfigur echt stark. Wie sie sich zurück ins Leben kämpft ist beeindruckend. Und auch wenn Dominic sie vielleicht ein wenig schiebt, ist sie es selbst, die Entscheidungen trifft und dazu steht. Trotzdem ist sie ein wenig unnahbar und distanziert, so dass es mir schwerfiel, eine Verbindung zu ihr aufzubauen.

Dominic kämpft auch mit seiner Vergangenheit. Er wirkt manchmal ein bisschen verloren und einsam, auch wenn er Freunde hat. Doch als er Ruth kennenlernt, merkt er, wie es auch sein könnte und man spürt, dass er sich das so auch wünscht, nur dauert es einen Moment bis zu dieser Erkenntnis. Man sieht förmlich, wie er zu strahlen beginnt, wenn er mit Ruth zusammen ist. Das so eine positive Aura um ihn entsteht. Wie Emily Bähr das hinbekomme ist genial.

Die Nebenfiguren fand ich auch alle interessant, wobei Toast schon etwas hervorsticht. Er ist zwar sehr speziell, aber eben auch besonders.

Die Handlung hat mir insgesamt auch sehr gut gefallen. Es wurde ein ansteigender Spannungsbogen mit kleineren Konflikten und kleineren überraschenden Wendungen aufgebaut. Ich konnte dieses Buch nicht mehr aus der Hand legen. Ich musste einfach immer wissen, wie es weitergeht… Es ist emotional schon eine Herausforderung, denn während Ruths Tiefs ist der Roman zum Teil sehr bedrückend. Und man möchte irgendwie auch eingreifen, kann es aber nicht. Gleichzeitig bewegt es natürlich und wühlt auf. Wirklich einzigartig. Die gewählten Themen sind sehr schwer, aber das rechne ich Emily Bähr hoch an. Ein authentische Liebesgeschichte, sanft erzählt, ohne Kitsch und ohne ständig rosarote Wolken. Und trotzdem sind da diese besonderen romantischen Momente, zwischen Ruth und Dominic, die man einfach fühlt.
Nur ein Punkt hat mich etwas gestört. Während eines von Ruths Tiefs war sie so völlig isoliert und auch wenn zu erlesen ist, dass sie SMS erhalten hat, so hat sich doch niemand auf den Weg zu ihr gemacht, trotz ihrer Erkrankung. Aber vielleicht sollte das auch so sein, um das Gefühl der Einsamkeit für den Leser / die Leserin noch zu verstärken.
Für mich ist auch sehr gelungen aufgezeigt worden, wie wichtig es ist, miteinander zu reden, um keine Missverständnisse entstehen zu lassen.
Dann kam das Ende. Und auch das Ende hat total gepasst. Nicht zu viel, sondern genau auf den Punkt.

Der Schreibstil ist wundervoll. Alles liest sich flüssig. Sprachlich passt es prima zur Geschichte, zu den Themen und in dieses Genre. Die Dialoge sind authentisch und auch tiefgründig. Manchmal muss man es auch kurz wirken lassen. Die atmosphärischen Beschreibungen sind ebenfalls passend zur Stimmung zum Ton des Buchs gewählt. Und die Darstellung der emotionalen Ebene ist intensiv und hat mich bewegt. Ich war gefangen in dieser Geschichte.

Von mir erhält dieses Buch eine klare Kaufempfehlung (4/5 Sterne), weil es eine besondere und einzigartige Geschichte ist, weil die Liebesgeschichte sanft und authentisch ist und weil die Figuren etwas Besonderes sind. Ein halbes Sternchen ziehe ich aber ab für Ruth, weil sie mich als Leserin nicht richtig an sich ran gelassen hat. Ein weiteres halbes Sternchen ziehe ich dafür ab, dass Ruth während eines ihrer Tiefs alleingelassen wurde. Bei dieser Erkrankung hätte ich mir gewünscht, dass man persönlich nach ihr sieht, um auch die Gefahr dieser Krankheit nochmal deutlich zu machen. (Und damit meine ich keine hoch dramatische Szene.) Das ist aber nur meine persönliche Meinung. Trotzdem ist dieses Buch absolut lesenswert.

WICHTIG! VORHER UNBEDINGT DIE TRIGGERWARNUNG LESEN!

Vielen Dank an Emily Bähr und den FOREVER Verlag für diese Geschichte.
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