Im August ist Paris wie ausgestorben, Cafés und Restaurants sind geschlossen, die Pariser am Meer oder in ihren Ferienhäusern auf dem Land. Commissaire Lacroix genießt die Ruhe, bis er eine Vorladung der besonderen Art erhält: Madame de Touquet muss etwas mit ihm besprechen und duldet keine Widerrede. Persönlich getroffen hat Lacroix sie noch nie, doch ihr Ruf eilt der Grande Dame voraus. In ihrer Wohnung, einem Prachtbau an der Seine mit Blick auf den Eiffelturm, schildert sie dem Commissaire ihr Anliegen: Jemand will sie töten, seit Wochen verabreicht man ihr kleine Dosen Arsen. Lacroix soll zu ihrem jährlichen Sommerfest nach Giverny kommen, wo Madames Familie residiert und die Lacroix’ ein kleines Sommerhaus besitzen, ganz in der Nähe von Monets berühmtem Seerosenteich. Der Commissaire mischt sich unter die Schönen und Reichen, genießt Champagner und Foie gras und merkt bald: Auch in den feinsten Kreisen geht es mitunter reichlich schmutzig zu.
Den Charme à la Simenon, an den diese Reihe sich anlehnt, mag ich. Ein wenig behäbig die Ermittlungen, schönes Setting. Für nostalgische Krimiliebhaber eine Empfehlung. 3 1/2 Sterne von mir.
Ein Kriminalfall in der Pariser Classe supérieure, dessen Haupthandlung in der Nähe von Monets Garten in Giverny stattfindet. Es ist das vierte aus der Lacroix-Pariskrimi-Reihe des Kriminalschriftstellers Alexander Oetker, der diese unter dem Pseudonym Lèpic veröffentlicht. Ein recht unterhaltsamer, gemütlicher und leicht zu lesender Kriminalroman, der Einblicke in die Lebensart der "besseren Gesellschaft" und deren Abgründe bietet. Agatha Christi lässt grüßen. Eine kurzweilige Abwechslung - ausgewählt wegen des Titels, ein weiteres Buch aus dieser Reihe werde ich aber wohl nicht lesen.
Dies ist der dritte Kriminalroman um den ruhigen Pariser Commissaire Lacroix, der von seinen Kollegen und Mitarbeitern auch gerne „Maigret“ genannt wird, weil er nicht zu letzt durch das Rauchen einer Pfeife so verdammt viel Ähnlichkeit mit der Figur des George Simenon hat.
In den Sommermonaten, besonders im August, machen die Pariser Urlaub und fahren ans Meer oder aufs Land. Auch Lacroix genießt diese Zeit, in der viele Cafés und Restaurants geschlossen haben. Doch diesen August erhalten er und seine Frau, die Bürgermeisterin im 5. Arrondissement, eine ganz besondere Einladung.
Die ehrwürdige Dame Madame de Touquet hat etwas mit dem Kommissar zu besprechen und duldet keinen Aufschub. Sie erwartet Lacroix in ihrem Prachtbau nahe den Tuillerien mit Blick auf den Eiffelturm und teilt ihm mit, dass sie vermutet, vergiftet zu werden. Er möge sich der Sache annehmen und solle mit seiner Gattin am Abend auf das Landhaus von ihr in Giverny kommen. Dort findet das jährliche Sommerfest statt und er könne dabei am besten ihre Verwandten, die vier Söhne mit Gattinnen und Lebensgefährtinnen, in Augenschein nehmen.
Wie immer beschreibt Alex Lépic, der mit bürgerlichem Namen Alexander Oetker heißt und als solcher andere Krimis in den Bestsellerlisten hält, das Paris in anmutender und bildhafter Sprache, so dass man als Leser sofort gewillt ist, dorthin wieder eine Reise zu tun.
Die Figur des Kommissars ist bewusst angelegt wie die des Maigret. Beide haben ein Lieblingscafé, beide sind verheiratet, beide rauchen Pfeife. Einziger Unterschied: Lacroix nervt es gewaltig, wenn er in den Medien auch mit seinem Spitznamen Maigret genannt wird. Das ist ihm zuwider. Er hat das Gefühl, dass ihn das unter Druck setzt.
Der Kriminalfall verläuft zunächst mit geradlinigen Ermittlungen bis es eine unverhoffte Überraschung gibt. Ab dem Moment kann der Leser mit seinen Spekulationen aufhören, denn es kommt doch anders als erwartet.
Das Buch ist immer eine Empfehlung wert. Gute Unterhaltung, gepaart mit Spannung und einem angenehmen Pariser Ambiente. Es eignet sich nicht nur für Parisliebhaber und Simenon-Fans, sondern verführt den einen oder anderen zu einem Besuch in diese quirlige Stadt.
Ich mag eigentlich den Charme von Kriminalgeschichten, die sich den alten Klassikern verpflichtet fühlen. Doch diese Geschichte hat mich sehr gelangweilt. Die Ermittlungsarbeit war für mich wenig nachvollziehbar, die Charaktere fand ich ermüdend und die Auflösung nicht überraschend. Das wird für mich der letzte Fall aus der Reihe gewesen sein.
Juhu, endlich ist wieder ein neuer Lépic da! Der vierte Fall des Pariser Kommissars verstrickt seine Arbeit mit der Freizeit, denn alter Adel aus Giverny bittet ihn um Hilfe – und genau dort steht eigentlich das Wochenendhaus der Familie Lacroix. Die Aufklärung führt nicht nur in komplizierte Familienverhältnisse, sondern ist auch wichtig um diesen Ort der Ruhe wieder zu einem zu machen. Jeder und jede, der die Reihe bereits kennt wartet bestimmt schon auf diese Neuerscheinung, und alle die das Vergnügen noch nicht hatten, können ruhig hier einsteigen, genießen und sich dann die anderen Fälle vornehmen. Aber Achtung, Sehnsucht nach Paris, einem Seerosengarten und köstlichem Essen sind vorprogrammiert!