Seit vielen Jahren sammelt Hauke Goos in seiner beliebten SPIEGEL-Kolumne »Schöner schreiben« Glanzstücke der deutschen Sprache: Sätze aus Romanen, Auszüge aus Briefen oder Passagen aus Reden, die zeigen, was Sprache leisten kann – nicht nur Inhalte zu übermitteln, sondern dabei auch originell, elegant und kraftvoll zu klingen. Die 50 schönsten dieser Fundstücke erscheinen nun erstmals in einem Buch. Klassiker finden sich darunter, aber auch moderne Sprachartisten: Büchner und Kafka, Rosa Luxemburg, Sigmund Freud und Wolfgang Herrndorf, die Bibel, Joseph Roth und Benjamin von Stuckrad-Barre. Jedes einzelne eine Einladung, einen Autor, ein Werk oder eine Schreibschule kennenzulernen und die Magie der deutschen Sprache zu entdecken.
Ein nettes Buch, das die Kunst der deutschen Sprache anhand vieler bekannter Literatur bis zum Vater unser thematisiert. Es ist schön, immer mal wieder ein Kapitel zu lesen. Gleichzeitig hat es mich aber nicht ganz gefesselt. Es eignet sich mehr als Zwischendurch Lektüre.
Kaum ein Mensch sammelt nichts, seien es Briefmarken, Kochbücher oder Bonsais . Mit Hauke Goos verbindet mich das Sammeln von Sätzen. Sätze, die in Büchern hervorstechen und mich berühren. Solche Sätze und Zitate bilden die Grundlage zu den von Hauke Goos verfassten Kolumnen. In knapper Form stellt er Überlegungen zu diesen Sätzen an, ordnet sie in der Zeit- und Kulturgeschichte ein und kreiert damit eine kleine Schatztruhe. Das Buch hat mich sehr inspiriert.
Hier wird gezeigt, was die deutsche Sprache leisten kann und geleistet hat. Überhaupt, was Sprache kann, und das weit über eine rein narrative Ebene hinaus. Gute Bücher sind nämlich nicht nur gute Geschichten, sondern vor allem gut erzählt. Hauke Goos hat viele solcher Stellen, die sprachlich beeindrucken, gesammelt und gebündelt. Für alle Sprach-Liebhaber eine Inspiration.