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Die Brücke der Ewigkeit

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Der erste historische Roman über den Bau der berühmten Prager Karlsbrücke - ungekürzt gelesen von Wolfgang Wagner.

Prag, 1342. Der halbwüchsige Otlin wird Zeuge einer Hochwasser zerstört die große Moldau-Brücke und reißt seine Familie in die Fluten. In seiner Angst stößt der Junge ein Gelübde Wenn Gott seine Familie rettet, will Otlin ihm eine neue Brücke bauen, eine Brücke der Ewigkeit. Wie durch ein Wunder überlebt seine Familie. Jahre später erhält der inzwischen zum Baumeister gereifte Otlin Gelegenheit, sein Versprechen an Gott einzulö Der Kaiser beauftragt ihn, die neue Moldau-Brücke zu bauen. Doch Otlin hat Feinde, allen voran den Steinmetz Rudolph, der sich um das Amt des Bauleiters betrogen fühlt. Um den Konkurrenten auszuschalten, ist Rudolph jedes Mittel recht. So zwingt er ausgerechnet die Frau, die Otlin liebt, Teil seines tödlichen Racheplans zu werden.

608 pages, Paperback

Published November 29, 2021

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Wolf Hector

4 books

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Displaying 1 - 14 of 14 reviews
Profile Image for black-eyes-black.
263 reviews8 followers
January 26, 2022
„Die Brücke der Ewigkeit“ ist ein historischer Roman, welcher unter dem Pseudonym Wolf Hector geschrieben wurde. Das zentrale Thema ist hierbei der Bau der Karlsbrücke in Prag, dieser Aspekt wird durch eine ansprechende fiktive Handlung untermalt.

Klappentext:
Prag, 1342. Der halbwüchsige Otlin gerät in eine Katastrophe: Die aufgepeitschte Moldau zerstört in einer Gewitternacht die Judithbrücke und reißt seine Mutter mit in die Fluten. In seiner Angst stößt er ein Gelübde aus: Wenn Gott seine Mutter rettet, will Otlin ihm eine neue Brücke bauen, eine Brücke der Ewigkeit. Wie durch ein Wunder überlebt sie. Jahre später erhält Otlin Gelegenheit, sein Versprechen einzulösen. Er bewirbt sich bei einem Wettbewerb, doch er hat Feinde, allen voran den Steinmetz Rudolph, der ebenfalls aufs Amt des Bauleiters der neuen Brücke schielt. Um den Konkurrenten auszuschalten, sucht Rudolph Hilfe bei der gerissenen Astrologin Ricarda, die ein Bettlermädchen als Waffe missbraucht.

Wolf Hector ist ein Pseudonym von Thomas Ziebula, welcher unter verschiedenen Pseudonymen schreibt. Aus seiner Feder habe ich schon diverse Bücher gelesen, von Fantasyreihen bis zu historischen Romanen. Daher war ich auch sehr auf sein neustes Werk gespannt und auch das Thema fand ich ansprechend.
Schon der erste Eindruck ist ein positiver. Dieses Buch ist mit einem umfangreichen Bonusmaterial ausgestattet. Neben einer hilfreichen Zeittafel ist eine ebenso hilfreiche Karte vom historischen Prag beigefügt wurden, sodass man die Handlung besser nachverfolgen kann. Aber auch ein Nachwort wurde beigefügt, in dem der Autor noch mal darauf eingeht, was den Fakten und welches Geschehen der Fiktion entspringt.
Der Schreibstil ist, wie ich es bereits aus seinen anderen Büchern gewohnt bin, sehr flüssig und bildhaft. Dem Autor geling es, dass man einen guten Einblick in das damalige Leben bekommt. Er schafft es, dass man als Leser das Gefühl hat, in das 14. Jahrhundert zurückversetzt zu werden. Zusammen mit den Protagonisten wandert man durch das historische Prag und bekommt dabei interessante und umfangreiche Informationen zum damaligen Leben. Hector entführt uns ins 14. Jahrhundert und nimmt den Leser dabei mit, den Bau der Karlsbrücke – auch die Brücke der Ewigkeit – mit zu verfolgen. Dabei merkt man dem historischen Roman an, dass der Autor hierfür umfangreich recherchiert hat.
Auf vielseitige Weise wird in diesem Buch Spannung erzeugt. Zum einen wird die Geschichte aus unterschiedlichen Perspektiven erzählt. Dadurch bekommt man einen umfangreichen Einblick in die Gedanken der Charaktere und auch die Sicht auf die Handlung an sich ist dadurch breiter gefächert. Und dann bedient sich der Autor eines geschickten taktischen Schachzugs – er beginnt mit dem Ende des Buches. Zu Beginn wird ein Teil des Endes der Handlung verraten, ohne genaueres bekannt zu geben. In dieser Rahmenhandlung erfährt der Leser, wie die Geschichte teilweise ausgehen wird. Gekonnt wird aber der genaue Ablauf der eigentlichen Handlung als Rückblende eingebaut. Stellenweise wird zu der Rahmenhandlung zurückgeblendet und man bekommt wieder einen Einblick in das aktuellere Geschehen. Erst im Laufe des Buches erhält der Leser einen intensiveren Eindruck über den genauen Hergang. Und erst Stück für Stück erkennt man, wie es dazu gekommen ist. Es ist spannend zu lesen, was genau abgelaufen ist und wie es zu diesem Ergebnis gekommen ist.
Positiv möchte ich auch die Charakterdarstellung erwähnen. Diese sind sehr lebhaft, authentisch und lebendig dargestellt. Auch sind diese nur schwarz oder weiß dargestellt, stattdessen haben die Charaktere ausgeprägte Grauschattierungen. Ein wichtiger Charakter ist Maria- Magdalena, sie verkleidet sich zunächst noch als Junge mit dem Namen Max und erst später läuft sie auch als junge Frau offen herum. Sie ist Halbwaise und auf der Suche nach ihrem Vater. Daher schlägt sie sich alleine durch Leben und kämpft in Prag dabei ums Überleben. Sie kommt später bei der Sterndeuterin Ricarda Scorpio unter. Diese ist eine vielschichtige Person, die man erst im Laufe des Buches besser kennen lernt. Bei ihr ist nicht alles so, wie man zu Beginn des Buches noch glauben würde. Ein wesentlicher Charakter ist Jan Otlin, ihn lernt man bereits als Jungen kennen und verfolgt sein Leben mit. Er wird beauftragt, die Karlsbrücke über die Moldau aus Stein zu bauen. Aber auch der Antagonist wird umfangreich dargestellt, sodass man stellenweise sogar ein wenig Mitleid mit ihm haben könnte. Aber dann benimmt er sich wieder widerlich, sodass man ihm nicht nur Gutes wünscht.
Etwas schade fand ich, dass der Brückenbau nur teilweise in die Handlung eingebunden wird. Zu gerne hätte ich mehr darüber gelesen. Manchmal hätte ich mir ausführlichere Details zu diesem Thema gewünscht.

Insgesamt konnte mich Wolf Hector mit seinem historischen Roman „Die Brücke der Ewigkeit“ gut unterhalten und mich in das 14. Jahrhundert zu katapultieren. Gebannt habe ich der Handlung gefolgt und wollte wissen, welche Umstände dazu geführt haben, dass solch ein Schicksal eintreffen wird. Auf Grund ein paar kleiner Kritikpunkte möchte ich 4 Sterne vergeben.
Profile Image for Havers.
906 reviews21 followers
December 19, 2021
Ein historischer Roman, der im vierzehnten Jahrhundert angesiedelt ist, mit einem Steinmetz als Protagonisten, der die Vision hat, ein Bauwerk zu erschaffen, das die Ewigkeit überdauern wird…klingelt da etwas bei den Leser*innen historischer Romane? Auch wenn der Handlungsort ausnahmsweise nicht das mittelalterliche England ist, so ist mir beim Lesen des Klappentextes sofort Ken Follett in den Sinn gekommen, auch wenn Wolf Hector (ein Pseudonym des Autors Thomas Ziebula) als Hintergrund Prag und den Bau der Karlsbrücke gewählt hat.

Wenn man die Geschichte um die Entstehung eines real existierenden Bauwerks in den Mittelpunkt eines Romans stellt, bedarf das einer gründlichen Recherche. Und hier hat der Autor ohne Zweifel seine Hausaufgaben mehr als erledigt. Die Quellenlage ist, wie Hector im Nachwort vermerkt, mehr als dürftig, was dem Roman allerdings nicht zum Nachteil gereicht, ganz im Gegenteil, denn so bleibt wesentlich mehr Spielraum für die künstlerische Freiheit, speziell was die Persönlichkeiten der Handlungsträger und deren Umfeld angeht.

In historischen Romanen, die für die breite Masse angelegt sind, lassen sich Klischees leider in den meisten Fällen nicht vermeiden, was allerdings der Lesbarkeit zu Gute kommt. So kommt auch hier der Baumeister aus einfachen Verhältnissen, hat sowohl Gönner als auch Rivalen, muss Rückschläge überwinden und sich zahlreicher Intrigen erwehren. Glücklicherweise verzettelt sich der Autor nicht, driftet nicht in nichtssagende Banalitäten ab, sondern bemüht sich um eine realistische Darstellung der damaligen Lebensumstände.

Dem Vergleich mit Follett hält Hectors „Die Brücke der Ewigkeit“ ohne Zweifel stand, und wer sich für die Geschichte historischer Bauwerke und deren Entstehung interessiert, kann hier unbesorgt zugreifen.
2,308 reviews13 followers
November 30, 2021
Zum Inhalt:
Im Jahr 1342 zerstört Hochwasser die Brücke über die Moldau und reißt die Familie vom jungen Otlin mit. Er stößt das Gelübde aus, eine Brücke für die Ewigkeit zu bauen, wenn Gott seine Familie rettet, was wie durch ein Wunder auch passiert. Jahre später erhält er die Gelegenheit sein Gelübde einzulösen, da der Kaiser ihn mit dem Bau einer neuen Brücke beauftragt. Doch das ruft Feinde auf den Plan.
Meine Meinung:
Das Cover erinnert einen schon sehr an das ein oder andere historische Buch, wodurch man befürchten könnte, dass es sich um einen sehr ähnlichen Stoff handeln könnte, aber zum Glück ist das nicht so. Ich fand das Buch ungeheuer bildgewaltig obwohl es ja keine Bilder hat, aber es hat in mir immer wieder Bilder erzeugt. Ich hatte auch das Gefühl, dass es eine sehr gut recherchierte Geschichte war, natürlich als Roman ausgearbeitet aber mit historischen Fakten verknüpft. Und obwohl es schon einen gewaltigen Seitenumfang hatte, war das Buch enorm kurzweilig, was natürlich auch an dem sehr guten Schreibstil lag.
Fazit:
Sehr bildhaft erzählt
Profile Image for Tauriel .
392 reviews5 followers
February 22, 2022
Der Klappentext und das Cover hat mich neugierig auf diesen Roman gemacht, da ich das Mittelalter eine sehr spannende Zeit finde. Der Name des Autors war mir zunächst unbekannt, es handelt sich hier um das Pseudonym eines namhaften Schriftstellers der im Fantasy-Bereich zu finden ist. Auch Romane mit historischem Hintergrund sind unter anderen Pseudonymen zu finden .
Der Autor entführt mich in das mittelalterliche Prag Anno 1342 .
Sehr detailliert ,lebhaft und ausführlich schildert der Autor die Entstehungsgeschichte der Karlsbrücke in Prag.
Gut recherchiert und authentisch liest sich dieser Roman. Durch den flüssigen und bildhaften Schreibstil des Autors bin ich mitten im Geschehen. Dadurch bin ich ganz nah bei den Protagonisten. Mein Kopfkino springt an und ich kann das Buch kaum aus der Hand legen.

In einer bedenklichen Nahtod-Erfahrung schwört Otlin eine stabile,steinerne Brücke zu bauen. Es vergehen einige Jahre und tatsächlich ist er später der Hauptverantwortliche an diesem Brückenbau. Ich bekomme durch Otlin einen Einblick, wie die Karlsbrücke in Prag so langsam Gestalt annimmt. Mit welchen natürlichen Gefahren ,wie Eisschollen und Hochwasser, sowie auch vorsätzliche Unfälle den Bau behindern.
Dann läuft mir noch Maria Magdalena, eine Waise,über den Weg. Ich begleite sie hier und das Schicksal meint es nicht immer gut mit ihr. Sie verkleidet sich für einige Zeit und läuft als Max durchs mittelalterliche Prag. Dadurch hat sie es etwas leichter. Doch was ihr als junge Frau in diesem Roman so passiert , ist unschön und ich habe ganz schön Angst um Maria Magdalena ausgestanden.
Doch nicht nur der Brückenbau sondern das tägliche Einerlei wie Liebe, Intrigen, Neid und Missgunst füllen diesen Roman.
Der Autor lässt mich an öffentlichen Hinrichtungen teilhaben,die nur dem Zweck dienen, das Volk gefügig zu machen.
Scheinbar fürsorgliche Personen haben ihre Seilschaften, um persönliche Interessen durchzusetzen.
Zum einen die undurchsichtige Sterndeuterin Ricarda Scorpio mit ihren Handlangern und zum anderen der Steinmetz und Baumeister Rudolf von Straßburg.

Das Buch ist in vier Büchern unterteilt und jedes einzelne fängt mit das Ende an. So kenne ich das Ende und es wird rückblickend aus Sicht der verschiedenen Protagonisten erzählt.
Dadurch baut sich hier eine gewisse Spannung auf.
Eine Liste mit fiktiven und realen Personen,eine Zeittafel sowie eine historische Karte befinden sich am Anfang und ein Glossar am Ende des Romans .Solche Extras finde ich persönlich sehr hilfreich .
Es fehlt nicht an Spannung  und ich habe mich mit diesem vielschichtigen Roman gut unterhalten gefühlt und gerne mehr von diesem Autor.
Fazit: Ein Mittelalter-Roman mit viel Hintergrund-Information.
Profile Image for Sany.
66 reviews
January 31, 2022
Otlin verspricht Gott eine Brücke der Ewigkeit zu bauen, wenn dieser seine Mutter rettet. Sie überlebt, und einige Jahre später hat er die gelegenheit das ganze umzusetzen.

Ich bin bei diesem Buch etwas hin und her gerissen. Einerseits fand ich es echt informativ und hab viel neues gelernt. Aber leider fand ich es auch etwas langatmig und bin beim lesen echt gestolpert, es war leider nicht durchgehend flüssig geschrieben, zumindenst nicht für mein Empfinden. Das ganze kann natürlich damit zusammenhängen das es das erste Buch für mich war das in diesem Jahr spielte. Und dafür war es dann doch echt solide. Einen Pluspunkt bekommt das Buch aber das hinten im Buch einige Wörter erklärt werden, viele davon kannte ich nämlich auch nicht. Ich mochte die Aufteilung der Kapitel und die Überschriften davon sehr gerne. Eine gute Aufteilung erleichtert einem auch enorm das lesen.

Die Gestaltung vom Buch mag ich sehr. Es ist ein schönes Bild und man merkt gleich am Cover das man weit in die Vergangenheit versetzt wird. Ich finde es großartig das Am anfang des Buchs eine Karte zu finden ist. Ich guck während des lesen gerne zwischendurch drauf, so fühl ich mich noch mehr in diese Zeit versetzt.

Über die Charaktere will ich nicht zu viel sagen da es sich ja auch um echte Personen handelt. Jetzt nach beenden des Buches habe ich auch noch weiter über Otlin nachgelesen. Das mich das Buch dazu anregen konnte, finde ich natürlich sehr gut.

Ich würde das Buch insgesamt eher den erfahren Lesern (der historischen Romane) empfehlen. Oder eben auch Leuten die sich generell für den bau dieser Brücke interessieren. Auch wenn mich das Buch nicht zu 100% überzeugen konnte, bin ich echt froh es gelesen zu haben.
Profile Image for Lisa_V.
750 reviews4 followers
January 20, 2022
Ein Bauwerk im Mittelpunkt vieler Schicksale

„Die Brücke der Ewigkeit“ von Wolf Hector ist ein historischer Roman, welcher die Leser:innen ins mittelalterliche Prag entführt. Gerade zu Beginn bin ich nicht ganz so leicht in die Handlung reingekommen. Dies lag vor allem daran, dass die Geschichte aus vielen unterschiedlichen Perspektiven erzählt wird. Am Anfang haben all diese Personen nichts miteinander zu tun und so fiel mir die Unterscheidung der einzelnen Protagonist:innen nicht leicht. Nachdem sich die Erzählstränge mehr und mehr miteinander vermischten wurde dies dann aber besser. Eine große Besonderheit des Romans ist der wirklich langen Zeitraum auf welchen die Geschichte angelegt ist.Länger als ein Jahrzehnt begleitet man hier die Charaktere. Im Mittelpunkt der Handlung steht tatsächlich immer wieder die steinerne Brücke welche über die Moldau gebaut wird. Äußerst detailreich wird über damalige Baumethoden, Materialien und sonstige Besonderheiten berichtet. Vieles davon war interessant zu lesen, einiges interessierte mich weniger.

Durch die lang angelegte Erzählung spielen Einzelschicksale hingegen weniger eine Rolle als ich zunächst dachte. Ein Spannungsbogen kommt so leider nur schwer zustande und im Verlauf der Handlung, hatte ich mit einigen Längen zu kämpfen. Der Schreibstil passte sich mit seiner Wortwohl dem damaligen Zeitalter an, was für mich stimmig war. Ausführlich, unaufgeregt und eher nüchtern liest er sich dennoch angenehm. Gut gefiel mir der ungeschönte und realistische Einblick in Geschichtliches. Denn neben fiktiven Charakteren kommen zahlreiche historische Persönlichkeiten vor. So lernt man ganz Nebenbei auch noch etwas dazu. Auch die damalige Lebensrealität wird in meinen Augen überaus realistisch dargestellt. Durch den Roman hatte ich das Gefühl, richtigen Einblick in eine mir fremde Welt zu erhalten. Wer also keine atemberaubende Geschichte erwartet und mit einem gemächlichen Erzähltempo zurecht kommt, darf sich auf eine interessante und authentische Handlung freuen. Trotz manchem Kritikpunkt wiegt dies für mich Vieles auf, weswegen ich am Ende gute 4 Sterne und eine Leseempfehlung vergebe!
98 reviews
February 2, 2022
Wolf Hector

Die Brücke der Ewigkeit

Historischer Roman


Worum es geht, Klappentext:

Ein ewiges Bauwerk.
Tödliche Zwietracht.
Ein teuflischer Plan.

Prag, 1342.
Der halbwüchsige Otlin
gerät in eine Katastrophe:
Die aufgepeitschte Moldau zerstört
in einer Gewitternacht
die Judithbrücke
und reißt seine Mutter mit in die Fluten.
In seiner Angst stößt er ein Gelübde aus:
Wenn Gott seine Mutter rettet,
will Otlin ihm eine neue Brücke bauen,
eine Brücke der Ewigkeit.
Wie durch ein Wunder überlebt sie.
Jahre später erhält Otlin Gelegenheit,
sein Versprechen einzulösen.
Er bewirbt sich bei einem Wettbewerb,
doch er hat Feinde,
allen voran den Steinmetz Rudolph,
der ebenfalls aufs Amt des Bauleiters
der neuen Brücke schielt.
Um den Konkurrenten auszuschalten,
sucht Rudolph Hilfe
bei der gerissenen Astrologin Ricarda,
die ein Bettlermädchen als Waffe missbraucht.


Meine Meinung:

Ein wirklich großartiger Roman über
den Bau der Prager Karlsbrücke
und den daran beteiligten Menschen.
Sehr spannend, mitreißend
und nicht aus der Hand zu legen!

Die Figuren sind lebendig und vielschichtig
und beim Lesen des Romans erlebte ich
"großes Kopfkino".
Der Autor malt buchstäblich mit Worten
und ich konnte mir alles genau vorstellen,
fast als wäre ich selbst ein Teil der
Geschichte!

Außerdem vermittelt das Buch auch sehr gut
die damaligen Lebensumstände und so konnte
ich wieder einiges dazulernen,
was ich vorher noch nicht wusste.
Zum Beispiel, dass man Mörtel mit Eiern
hergestellt hat.

Alles in allem ein Roman,
der mich restlos begeistert hat
und aller bestens unterhalten.
Für alle, die historische und
historisch authentische Romane mögen
ein unvergessliches Lesevergnügen!

Mit besten Empfehlungen
5 glänzende Sterne von mir!!!
Profile Image for Elke Sonne.
534 reviews
December 18, 2021
Eine Zeitreise in das Prag des 14. Jahrhunderts

„Die Brücke der Ewigkeit“ ist ein spannender und gut recherchierter historischer Roman des Autors Wolf Hector.

Durch ein Unwetter wird die Moldau zu einem reißenden, zerstörerischen Strom, der auch die Menschen, die sich nicht rechtzeitig in Sicherheit bringen konnten, bedroht. Der junge Otlin muss mit ansehen, wie seine Mutter durch die Zerstörung der Judithbrücke von den Fluten mitgerissen wird und schwört Gott eine neue Brücke zu bauen, wenn dieser ihn und seine Mutter rettet.

Kaiser Karl IV. möchte eine neue Brücke errichten lassen. Der beste Entwurf soll den Auftrag bekommen. Diese Ausschreibung führt schnell zu einem enormen Druck unter den Brückenbauern, von denen so einige äußerst interessiert sind. Unter ihnen ist auch Jan Otlin, der sein Versprechen einlösen möchte.

Mir gefiel der Schreibstil von Wolf Hector sehr gut, da sich der Roman leicht lesen lies, von Beginn an Spannung aufgebaut und gleichzeitig historische Fakten und Hintergründe vermittelt. Reale und fiktive Charaktere wurden gekonnt in das Setting des 14. Jahrhunderts versetzt und das Alltagsleben lebendig und authentisch dargestellt.

Es ist zu spüren, dass der Autor ausgiebig recherchiert haben muss. Vorweg gibt es eine Zeittafel, auf der die wichtigsten Ereignisse von 1316 bis 1870 zusammenfasst sind, so konnte ich mir schon vorab einen guten Überblick über die Ereignisse verschaffen. Ebenso interessant ist das Personenverzeichnis, in dem die historischen Persönlichkeiten gekennzeichnet sind. Abgerundet wird der Roman mit einem hilfreichen Glossar, in dem altertümliche Begriffe erklärt werden.

Ich habe das Buch gerne gelesen, da es spannend und interessant zugleich war und kann es Liebhabern historischer Romane empfehlen.


Profile Image for Galladan.
391 reviews3 followers
December 26, 2021
Gut recherchiertes Buch über den Bau der heutigen Karlsbrücke

Die Brücke der Ewigkeit – Historischer Prag-Roman von Wolf Hector, erschienen im Ullstein Taschenbuch Verlag am 29. November 2021.

Jan Otlin sitzt mit seiner kleinen Tochter einsam in einem Versteck und wartet darauf, dass er Nachricht von seiner Frau bekommt, und eine Amme, damit das Kind gerettet werden kann. Schon bald naht ein Trupp Reiter mit einem Fremden dabei auf die Hütte zu, erst gerät Otlin in Panik, aber schnell stellt sich raus, dass er von Mathias von Nürnberg nichts zu befürchten hat. Dieser ist sein Schwiegervater und will wissen, warum seine Tochter im Kerker sitzt und auf den Tod wartet. Otlin beginnt die Geschichte seines Lebens zu erzählen, das sich dramatisch mit der Magdalenenflut und einem damals getroffenen Schwur verändert.

Wieder eines der Bücher, die die Entstehung eines Bauwerkts beschreiben und dabei historische mit erfundenen Personen grandios vermengen. Sprachgewaltig führt uns Wolf Hector durch die Entstehung der Karlsbrücke in Prag. Wie es mir schon öfter bei Geschichten über den Bau von Kathedralen gegangen ist, versankt ich in dieser Geschichte völlig und erlebte Prag im 14. Jahrhundert. Das Leben in der Stadt stand mir plastisch vor Augen und ich erlebte eine Wunderbare Zeit mit diesem Buch. Man könnte natürlich anmerken, dass man die Handlung etwas hätte kürzen können, wer aber Fan von Details und ausschweifenden Beschreibungen ist, wird hier aussergewöhnlich gut unterhalten. Wem „Die Kathedrale des Lichts“ gefallen hat und gerne historische Romane über Baudenkmäler und ihre Entstehung liest, wird von dem Buch begeistert sein. Klare Kaufempfehlung.
Profile Image for Karola.
833 reviews7 followers
January 15, 2022
Bei diesem historischen Roman fühlt sich der Leser nicht nur vom Wortschatz her ins 14. Jahrhundert versetzt.
Das Cover zeigt die heutige Karlsbrücke teilweise, über die Moldau immer noch seit Jahrhunderten sich erstreckend. Der Schrifttyp im Buchtitel, platziert auf der Mitte des Covers, passt zum Ambiente dieser Zeitepoche. Damalige Sitten und Gebräuche kommen voll zum Tragen in diesem Roman wie z.B. die Hübschlerinnen (Huren) in gelben Kleidern und vielen Klerikern als ihre ‚Verehrer‘ oder die öffentlichen Enthauptungen bei Ehebruch. Dass Frauen lesen und schreiben konnten, war eher eine Seltenheit. Das Brummeisen oder Maultrommel war wohl ein damaliges Musikinstrument, immer griffbereit am Hals hängend. Die Zeitrechnung verlief nach Prager Zeit und die Währungen z.B. für Münzen waren auch noch nicht einheitlich geregelt. Bei Gottesdiensten in Latein wurde auch auf Böhmisch gebetet in Prag.
Insgesamt wird der Leser in einem großen Spannungsbogen versetzt in eine Atmosphäre voller Intrigen, Lügen und doch auch Liebe und Vertrauen, geographisch gespannt von Frankreich, über Gmünd bis nach Prag zur Regentschaft von König Wenzel. Weitere Protagonisten sind teils historisch teils fiktiv verwoben mit teils alltäglichen Situationen und Dialogen, die ein eindrucksvolles Bild der damaligen großen Stadt Prag erstehen lassen.
33 reviews
February 7, 2022
Eine Brücke und ihre Geschichte

Gerne lese ich historische Romane, um etwas über geschichtliche Ereignisse zu erfahren. Da ich selbst schon einmal in Prag war, und mich die Brücke über die Moldau damals sehr faszinierte, wollte ich auch unbedingt den Roman “Die Brücke der Ewigkeit“ lesen. In diesem Roman geht es nämlich um den Bau dieser Brücke, verwoben mit einer fiktiven Erzählung über Menschen, die daran beteiligt waren.

Wolf Hector erzählt lebendig sowie mit guten Erzählsträngen verknüpft, wie es zum Bau dieser Brücke kam und was die damit verbundenen, zum Teil fiktiven Personen, dabei erleben. Sein Erzählstil lässt die Seiten nur so dahinfliegen und man möchte bis zum Schluss erfahren, was passiert. Dabei verwebt er gekonnt wahre Begebenheiten mit ausgedachten Motiven, um daraus eine mitreißende Handlung zu kreieren, die bis zuletzt spannend bleibt. Ich konnte das Buch kaum mehr weglegen, und wollte wissen, wie die verschiedenen Handlungsstränge zum Ende kommen.

Für meinen Geschmack hätte die Brücke vor allem zum Schluss noch mehr Beachtung bekommen dürfen. Nichtsdestotrotz habe ich oft daran gedacht, wie ich selbst vor etlichen Jahren über diese Brücke gelaufen bin. Falls ich nochmal darüberlaufen darf, werde ich es nun mit anderen Augen tun! Eine klare Leseempfehlung!
Profile Image for Dragonreading.
297 reviews1 follower
January 1, 2022
Was für ein toller historischer Roman aus dem Prag des 14. Jahrhunderts. Eigentlich mag ich Bücher, die mit dem Schluss beginnen nicht so gerne, doch hier hatte mich die Leseprobe und der Schreibstil des Autors überzeugt. Die Figuren, vor allem Otlin, seine Frau Maria-Magdalena und Rudolph sind gut gezeichnet mit ihrem Stärken, aber auch mit vielen Schwächen, was sie sehr lebendig macht.
Die große Flut gleich zu Beginn der Haupthandlung ist so drastisch geschildert, dass ich dachte, dabei zu sein. Man hört und riecht die Verzweiflung, die Ängste aber auch die Wut der Menschen an der Brücke.
Das Cover ist sehr schön gestaltet und in gleich vorn ist eine Karte Prags um 1400 eingefügt, wodurch man sich alles noch einmal besser vorstellen kann. Für mich macht so etwas auch die Wertigkeit eines Buches aus.
Man bemerkt immer wieder bei den Beschreibungen, die fundierte historische Recherche des Autors, was mir gut gefällt. Ein Personenverzeichnis und ein Glossar runden die schöne Gestaltung des Romanes ab.
Für mich gehört das Buch eindeutig zu meinen Lesehighlights des Jahres 2021.
16 reviews
December 19, 2021
"Die Brücke der Ewigkeit" geschrieben unter dem Pseudonym Wolf Hector , hinter dem sich Autor Thomas Ziebula versteckt , führt uns ins 14 Jahrhundert nach Prag .

Bei einem schweren Gewitter wird die Moldau zu einem reißenden Strom und zerstört die Judithbrücke . Bei diesem Unglück geraten Jan und seine Mutter in eine lebensbedrohliche Lage . Jan betet zu Gott das er ihm eine Brücke für die Ewigkeit bauen wird wenn dieser sie rettet . Jahre später hat eine eine Chance das Versprechen einzulösen . Er ist Steinmetz geworden und der Kaiser sucht nach einem Brückenbauer .

Die Geschichte lässt sich angenehm leicht lesen . Sie hat nicht die in historischen Romanen oft vorkommenden Stolpersteine . Außerdem ist das Buch sehr spannend erzählt und aus meiner Sicht gut recherchiert . Ich mag es sehr wenn Wahrheit und Fiktion sich treffen , aber man es kaum oder gar nicht bemerkt .

Es hat mir sehr viel spaß gemacht diese Geschichte zu lesen , da ich von Prag und dem Brückenbau absolut keine Ahnung besitze , habe ich sehr viel neues erfahren .
Profile Image for Miamoy.
2 reviews
December 9, 2021
Nachdem mich das schön gestaltete Cover zum Lesen ermuntert hatte, wurde ich gleich zu Beginn des Buches in die spannende Handlung hineingesogen. Die Geschichte wird von Jan Otlin einem Baumeister zur Zeit Kaiser Karl IV. (Mitte 14. Jahrhundert) erzählt. Vor Allem geht es um den Bau der Karlsbrücke, aber auch noch um so viel mehr. Es gibt eine handvoll individueller Handlungsstränge, die immer wieder miteinander verwoben sind, ohne dass es unübersichtlich oder gar verwirrend werden würde. Mir sind einige Protagonisten sehr ans Herz gewachsen, sodass ich zum Schluss ein wenig traurig war, dass das Buch zum Ende kam. Ich würde diese Geschichte nicht nur Liebhabern von historischen Romanen, sondern auch allen Prag-Fans ans Herz legen, da viele der erwähnten Orte automatisch vor dem inneren Auge aufploppen und man sich direkt nach Prag versetzt fühlt. Herrlich!
Displaying 1 - 14 of 14 reviews

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