Pfalz 1815: Als Tochter einer Amisch-Familie scheint Rebekkas Weg vorherbestimmt. Bald schon wird sie einen Mann aus ihrer Gemeinde heiraten. Doch dann kommt ein Fremder in ihr Dorf und weckt in ihr die Sehnsucht nach wahrer Liebe. Daniel ist anders als alle Männer, die sie kennt. Er erwidert ihre Gefühle, ihre Familie aber steht ihm misstrauisch gegenüber. Als eine Hungersnot ausbricht, wagen Rebekka und Daniel einen Neuanfang in Amerika. Rebekka ahnt jedoch nicht, dass in Daniels Vergangenheit ein dunkles Geheimnis lauert, das alles zerstören könnte, was sie sich aufgebaut haben...
Rebekka und ihre Familie leben 1815 in einer Amisch-Gemeinde. Ihr Leben ist bestimmt durch harte Arbeit und ihrem Glauben, vieles ist vorherbestimmt. Doch eines Tages taucht Daniel in der Gemeinde auf und Rebekka erkennt, dass es außer Pflichterfüllung noch mehr geben kann. Doch Daniel muss nicht nur ihren Vater, sondern auch die Gemeinde von sich überzeugen. Als es in den darauffolgenden Sommern zu einer Hungersnot kommt hilft er durch seine Ideen, das Überleben zu sichern, doch bald müssen sich alle entscheiden, ob es nicht besser ist nach Amerika zu gehen und dort neu anzufangen.
Karin Seemayer liefert in ihrem ersten Band der Amisch-Saga das Bild einer Gemeinschaft, das viele heute nur noch aus Reportagen über die Amisch in Amerika kennen. Ursprünglich stammen diese Familien aber oft aus dem süddeutschen Raum und von ihren Vorfahren erzählt dieses Buch. Dabei entsteht ein Bild einer Gemeinschaft, die sich selbst strenge Regeln auferlegt, aber durch den Zusammenhalt und eben diese Regeln ein zufriedenes Leben führt und besser über die Runden kommt als die Weltlichen. Wer in Not gerät, dem wird geholfen, wird das Essen knapp, wird geteilt.
Ich habe das Buch unglaublich gerne gelesen. Die Autorin schafft es unglaublich viel Wissen zu transportieren, man lernt ganz nebenbei eine Kultur kennen, die heute rückständig wirkt, damals aber an vielen Ecken eher fortschrittlich war. Die Charaktere sind toll beschrieben und liebenswert, haben aber auch Ecken und Kanten. Ich konnte gerade mit Rebekka und ihrer Schwester Susanna mitfiebern und mich an den Erfolgen in ihrem Leben erfreuen. Aber auch in den schweren Zeiten als die Gemeinde ums Überleben bangen muss, gibt es immer wieder positive Momente, die den Leser begeistern können.
Ich kann dieses Buch nur empfehlen. Es liest sich toll und man lernt viel über die Amisch und ihre Wurzeln. Dabei wird man auch noch hervorragend unterhalten und hat ein paar sehr schöne Lesestunden. Von mir absolut Daumen hoch!
"Der Himmel über Amerika" von Karin Seemayer behandelt ein Thema, mit welchem ich mich bis jetzt nicht näher beschäftigt habe. Und zwar das der Amish-Glaubensgemeinschaft. Natürlich hatte ich darüber schon gehört oder auch mal einen Film gesehen....... Aber so einen richtigen Eindruck darüber hatte ich bis jetzt nicht. Das hat sich nach diesem Buch nun geändert. Es beginnt im Jahr 1815 und erzählt die Geschichte einer Amish-Siedlung und ihren Bewohnern und die des jungen Müllersohnes Andreas der auf der Flucht bei ihnen landet und fortan als Daniel dort lebt. Und seine große Liebe findet. Dies alles und auch die Lebens- und Glaubensweise der Amischen wird in diesem Roman sehr unterhaltsam, fesselnd, informativ und kurzweilig beschrieben. Der Schreibstil ist leicht und gut lesbar. Mich hat diese Erzählung wirklich fasziniert und ich habe Rebekka und Daniel sehr gerne auf ihrem Weg bis zur Auswanderung nach Amerika begleitet. Bei Teil 2 bin ich sicher wieder mit dabei.
Mich hat diese Geschichte wirklich neugierig gemacht und ich wurde nicht enttäuscht. Es war wirklich interessant mal hinter die Kulissen der Amisch People zu schauen und ich hatte zwar so eine Ahnung, wie es da abläuft, aber teils war ich dann doch überrascht und erstaunt. Es gab Momente in denen ich Dinge nachvollziehen konnte, aber auch Momente wo ich die Augen rollte und die Situation so gar nicht verstand. Trotzdem würde uns wohl auch heute, die ein oder andere Denkweise dieser Menschen nicht schaden.
Ich habe diese Geschichte als Hörbuch gehört und fand die Sprecherin wirklich gelungen, denn ich glaube, selber gelesen wäre die ein oder andere Stelle bestimmt langweilig gewesen, vorgelesen waren aber selbst diese Stellen interessant. Die Sprecherin hatte eine angenehme und schön klingende Stimme, der man gerne zuhört und meiner Meinung passte sie bestens zum Buch. Ich habe ihr gern zugehört.
Die Geschichte selbst und ihre Protas war durchaus gelungen. Ich habe vieles nachvollziehen können und mochte die meisten Protas sehr. Es machte spaß Daniel bzw.“ Alexander“ zu folgen und mit ihm die Gepflogenheiten der Amisch kennenzulernen. Ich mochte ihn sehr gerne und konnte selbst die Situation nachempfinden , wodurch er zu den Amisch kam. Für ihn als weltlichen ist das Leben dort nicht einfach, aber ich finde er macht das sehr gut. Mir wäre es viel schwerer gefallen als ihm, mich zurechtzufinden. Rebecca gefiel mir auch sehr gut, ich mochte sie und sie wuchs mir schnell ans Herz.
Auch wenn sich hier viel um die Liebe dreht , erfährt man viel über die Lebensweise der damaligen Zeit und der Amisch, die es teils noch heute gibt. Viele einfache Dinge , wie Knöpfe sind Luxus und man kann es sich schwer vorstellen, so zu leben, auch wenn das ein oder andere nicht schaden würde. Dennoch fand ich es sehr interessant in dieses Leben einzutauchen. Mir hat die Kombination mit einer Liebesgeschichte gut gefallen und ich bin neugierig wie die Geschichte in Teil 2 weitergeht. Empfehlen kann ich sie jedem, der gerne Historisch liest und neugierig auf das Leben der Amisch ist.
Der Himmel über Amerika – Rebekkas Weg Roman von Karin Seemayer GESPROCHEN VON EVA BECKER ERSCHEINUNGSTERMIN 10.09.2021 AUFBAU AUDIO HISTORISCHE ROMANE Hörbuch: Dauer 11 Stunden und 58 Minuten
Worum geht es in der Geschichte ? Im wesentlichen geht es um die Glaubensgemeinschaft der Amische in der Zeit um 1815. Im Augenmerk stehen Rebekka und Daniel. Es ist ihre Geschichte und die ihrer Gemeinschaft.
Rebekkas Weg schien vorbestimmt, sie wurde bereits einem Mann als Ehefrau versprochen, bis Daniel in die Gemeinschaft kam. Im Verhalten etwas seltsam, aber liebenswert und Hilfsbereit. Beiden wurde schnell klar nur sie Beide oder keiner.
Daniel hatte aber ein Geheimnis, was sein andersartiges Verhalten begründete. Bei einer schweren Hungersnot beschloss die Gemeinde nach Amerika auszuwandern und dort lag die Gefahr das sein Geheimnis an Tageslicht kommt.
Zum Gehörten Eine sehr angenehme Stimme begleitete mich durch die Geschichte. Ich konnte mich voll auf das Gehörte einlassen und sie genießen. Eine angenehme Klangstimme.
Meine Meinung zur Geschichte Sie war anders als die die ich sonst lese oder höre, konnte mich aber voll begeistern. Vor allem das dargestellte Leben der Amische – ihre Glaubensgemeinschaft haben mich sehr fasziniert. Im Besonderen war es der Zusammenhalt der Gemeinde der mich tief bewegte.
Es kam auch gut rüber wie sehr sie mit ihrer Andersartigkeit den weltlichen gegenüber zu kämpfen hatten.
Die Erkenntnis dass man in der Not zusammenhält und vor allem teilt, gefiel mir sehr gut.
Die Liebesgeschichte um Rebekka und Daniel wurde sehr gut vermittelt und ich fand sie sehr liebevoll dargestellt.
Fazit Mir gefiel die Geschichte sehr gut und ich war mit Begeisterung am Hören.
Die Geschichte wurde mir von Aufbau Audio über Netgalley zur Verfügung gestellt. Ich bedanke mich dafür. Meine Meinung ist diesbezüglich nicht beeinflusst.
Mir hat es leider auch der Klappentext enorm verdorben. Da wird ein Teil des Buches angeteasert, der erst in den letzten 50 Seiten passiert. Mir erschließt sich wirklich nicht, wie man das als Verlag bringen kann. Gehen die davon aus, dass den Klappentext eh niemand liest und man nur über das Foto geht? Wobei, der Titel ist ja genau so blöd eigentlich. 80-90% der Handlung spielen nämlich in Deutschland.
So, genug gejammert - die Geschichte von Rebekka und Daniel mochte eigentlich sich sehr gern, obwohl ich Daniel als Charakter interessanter fand als Rebekka, für mich war eindeutig er der "Star" der Geschichte (daher noch mal ein kurzer böser Blick zu Titel und Klappentext). Man hat gemerkt, dass der Roman sehr gut recherchiert ist, gerade die Details zur Arbeit in der Mühle fand ich sehr spannend. Leider gab es durch den Klappentext (da ist es schon wieder, sorry) keine großen Überraschungen, viele der Wendungen weiß man da ja schon.
Alles in allem aber trotzdem noch drei Sterne von mir.
Inhalt: Die Geschichte spielt um 1815 überwiegend in Deutschland- in der Pfalz. Es wird über eine Amisch-Gemeinde geschrieben, der auch Rebekka angehört. Als der Amische Daniel zu ihrer Gemeinde stößt, verliebt sie sich in ihn und sie heiraten. Aufgrund von schlechten Ernten und Hungersnöten stellt sich die Frage, ob sie in die USA auswandern sollten. Aber es gibt für Rebekka noch mehr zu erfahren…
Hörbuch: Da das Hörbuch hier bei GR noch nicht eingestellt worden ist, rezensiere ich das Hörbuch unter dem dazugehörigen Buch. Eva Becker hat das Hörbuch eingesprochen. Sie hat eine angenehme Stimme, der ich gerne folgte. Allerdings wurde dieses Hörbuch viel zu langsam eingesprochen. So langsam, dass ich es entspannt in doppelter Geschwindigkeit gehört habe. Dadurch klingt Beckers Stimme zwar nicht mehr so schön, aber ohne die Möglichkeit der Beschleunigung hätte ich mir sehr wahrscheinlich das Buch gekauft.
Charaktere: Die Charaktere waren genauso harmonisch gezeichnet wie man es sich unter Amischen vorstellen würde: Sympathisch, hilfsbereit, altruistisch und gottesfürchtig. Daniels Figur wurde anfangs abweichender dargestellt, aber nicht allzu lange. Ziemlich schnell war auch er nicht von den Amischen zu unterscheiden.
Schreibstil: Von der Autorin habe ich bislang nichts gelesen. Ihre Erzählweise ist unaufgeregt, was den Inhalt der Geschichte widerspiegelt und natürlich auch unterstützt. Die Harmonie zwischen Setting, Schreibstil und Plot empfand ich als ausgewogen- es passte sehr gut zusammen. Allerdings hatte ich bei der Erzählweise eher das Gefühl, dass es mehr um Daniel als um Rebekka ging. Natürlich stehen beide im Fokus der Geschichte, Rebekka hat eine tragende Rolle. Dennoch ist der Untertitel des Buches für mich nicht unbedingt treffend gewählt worden.
Kritik: Besonders gut fand ich, dass die Geschichte von den deutschen, amischen Auswanderern handelt, die zu Beginn tatsächlich noch in Deutschland lebten. Die Perspektive ist selten und von daher auch etwas Besonderes. Allerdings ist die Geschichte vorhersehbar und Neues über die Amischen habe ich auch nicht erhalten. Jedoch beschäftige ich mich zugegebenermaßen seit Jahren immer mal wieder mit dieser Gemeinschaft, sodass ich es gar nicht schlimm finde- denn die Story war gut. Andere LeserInnen finden sicherlich viel Informatives in diesem Buch.
Fazit: Und obwohl die Geschichte eigentlich viel vor sich hin plätscherte, mochte ich das Buch sehr gerne. Es hat aufgrund der Vorhersehbarkeit und der langsam eingesprochenden Geschwindigkeit nicht für fünf Sterne gereicht, dennoch kann ich es empfehlen. Wenn du grundsätzlich auch der Ansicht bist, dass Hörbücher häufig zu langsam eingesprochen werden, empfehle ich dir, das Buch zu lesen.
Schade. Das ist leider das Wort, was mir durch den Kopf ging, als ich das Buch beendet habe. Nicht schade, dass es zu Ende war (obwohl ich Rebekka und Daniel sehr ins Herz geschlossen habe), sondern schade, dass von 36 Kapiteln die letzten 3 die Handlung beinhalten, auf die ich durch den Klappentext die ganze Zeit hingefiebert habe.
Durch den Klappentext dachte ich zuerst, dass es hauptsächlich darum geht, wie Rebekka mit Daniel nach Amerika reist und dort herausfindet, dass er ein Betrüger ist, dass er sie möglicherweise im Stich lässt und Rebekka sich somit alleine zurecht finden muss. Ihr Weg in Amerika eben. So war es aber nicht. Stattdessen ist mir Daniel nach wenigen Kapiteln ans Herz gewachsen und mir wurde klar, dass meine Erwartung falsch war. Das hat mir übrigens gut gefallen, trotzdem habe ich erwartet, dass Daniels und Rebekkas Wege sich spätestens zur Hälfte des Buches trennen.
Aber nein. Es hat sich herausgestellt, dass der Klappentext wohl doch mehr eine kurze Inhaltsangabe ist und dass Rebekka nach 33 Kapiteln das Geheimnis von Daniel aus einem blöden Zufall erfährt. Das hatte ich mir wirklich ganz anders vorgestellt.
Das Buch hat mir ganz gut gefallen, obwohl ich auch ständig darauf gehofft habe, dass endlich das Geheimnis ans Licht kommt und die Spannung so richtig beginnt. Ich würde mir wirklich sehr einen anderen Klappentext wünschen. Allerdings weiß ich nicht, ob ich das Buch dann lesen würde. Die Story hinter dem geheimnisvolle Daniel, Rebekka, die das Geheimnis lüftet, und mit einem anderen Mann verheiratet ist, als sie dachte und mit ihm und einem Kind in ein fremdes Land auswandert, hat mich schon gefangen. Schade, dass das richtige Problem die Hungersnot zu sein schien.
Wunderschöner historischer Liebesroman und eines Lesehighlights überhaupt…
Andreas muss nach einem Verbrechen untertauchen und desertiert von der Armee. Auf seiner Flucht lernt er den jungen Amish-Mann Daniel kennen, der ihm anbietet, dass er seine Identität annehmen und ein neues Leben bei den Amish beginnen könne. Andreas willigt ein und macht sich sogleich auf den Weg. Er wird freundlich aufgenommen, auch wenn ihm etwas Misstrauen entgegenschlägt. Aus seinem Plan, nur für eine gewisse Zeit unterzutauchen, wird bald mehr, als er die bezaubernde Rebekka kennenlernt. Daniel erkennt außerdem die Vorzüge an seinem neuen Lebensstil, die er im weltlichen Leben nicht finden würde und beginnt sein Leben und seine bisherigen Lebensziele zu überdenken.
Rebekka ist bereits mit Josua verlobt, als sie Daniel das erste Mal gegenübersteht, doch sie fühlt sich gleich von ihm angezogen. Immer, wenn sie aufeinandertreffen, knistert es und so gerät Rebekka schnell in einen Zwiespalt, doch ihr Vater würde der Auflösung ihrer Verlobung mit Josua nie zustimmen.
Vom ersten Moment an mochte ich beide Hauptfiguren. Auch wenn man Andreas als Soldaten kennenlernt, der ein Verbrechen begeht, konnte ich seine Handlung nachvollziehen und es hat der Sympathie keinen Abbruch getan. Er ist sehr aktiv und arbeitet auf sein Ziel hin, Müller seiner eigenen Mühle zu werden, das er in seinem vorherigen Leben so hätte niemals erreichen können. Jede Hürde wird von ihm überwunden und man spürt regelrecht seine Motivation. Es ist wirklich so schön zu beobachten, wie er an seinen Herausforderungen wächst und sich entwickelt.
Auch Rebekka ist zu jedem Zeitpunkt aktiv und tut alles, um sich gesteckte Ziel zu erreichen. Sie gibt nie auf, so schwierig die Situationen manchmal auch sind. Und sie bleibt sich selbst treu. Das fand ich wirklich bewundernswert. In der vorherrschenden Zeit ist sie wirklich eine starke Frau, die für ihre Wünsche und Ziele einsteht und die absolut loyal ist. Für ihre Familie tut sie alles.
Die beiden passen perfekt zusammen und ich finde, das hat man sofort gespürt. Das erste Aufeinandertreffen, das Kennenlernen, das Knistern und vor allem das langsame Werben um Rebekka haben mir super gefallen.
Auch alle anderen Figuren haben mir äußerst gut gefallen. Es sind alles Persönlichkeiten für sich, die für meinen Geschmack frei von Klischees sind. Jede/r ist etwas Besonderes und ich konnte mich in alle Figuren hineinversetzen und war ihnen nahe.
Die Handlung hat mich vom ersten Moment an mitgerissen. Ich konnte dieses Buch tatsächlich nicht mehr aus der Hand legen. Es gab kleinere und größere Konflikte, überraschende Wendungen, wodurch ich es als durchweg spannend empfand. Seite an Seite mit den Figuren habe ich mitgekämpft, mitgelitten, mitgelacht und mitgeweint. Außerdem fand ich das Thema „Amish“ sehr interessant, weil ich um ehrlich zu sein, bisher nicht viel davon wusste.
Den Schreibstil finde ich einmalig. Alles liest sich flüssig und so harmonisch. Der Ausdruck passt perfekt in dieses Genre. Die Dialoge sind authentisch. Die Beschreibungen der Settings und die atmosphärischen Beschreibungen haben diese Geschichte für mich lebendig werden lassen. Die Darstellung der emotionalen Ebene fand ich super gelungen, denn dadurch konnte ich in diese Geschichte eintauchen. Aber ganz besonders gefallen hat mir die Lesestimmung. Ich war, trotz aller Konflikte und Schwierigkeiten in dieser Geschichte, in einer Art Wohlfühl-Kokon und ich war wirklich traurig, als ich das Buch beendet hatte. Für mich hätte es gern noch weitergehen können.
Von mir erhält dieser Roman eine ganz klare Kaufempfehlung (5/5 Sterne). Die Geschichte ist etwas Besonderes und eben auch thematisch mal etwas Anderes. Die Figuren sind einzigartig und einfach nur liebenswert und der Schreibstil ist unbeschreiblich schön. Mich hat dieses Buch mehr als begeistert und es ist definitiv eines meiner Lesehighlights überhaupt. Kritikpunkte habe ich keine.
Vielen Dank an Karin Seemayer für diese Geschichte.
Rebekka lebt mit ihren Eltern und Geschwister in einer Gemeinschaft der Amischen. Ihr Weg ist vorbestimmt, sie ist einem Mann aus der Gemeinschaft versprochen. Doch dann taucht ein geheimnisvoller Fremder auf. Daniel kommt angeblich aus einer Gemeinschaft im Norden von Hessen. Die beiden jungen Leute verlieben sich ineinander. Die Familie von Rebekka ist Daniel gegenüber misstrauisch und gegen eine Heirat. Doch mit der Zeit lässt sich der Vater erweichen. Dann kommt „das Jahr ohne Sommer“ und bringt eine Hungersnot ins Land. Viele der Amischen wandern zu ihren Brüdern nach Amerika aus. Auch Rebekka und Daniel wagen einen Neuanfang in Amerika. Dort wird Daniel von seiner Vergangenheit eingeholt, sein dunkles Geheimnis droht ans Tageslicht zu kommen.
„Der Himmel über Amerika - Rebekkas Weg“ ist der 1. Band der Amish-Saga von Karin Seemayer. Die Autorin hat mich schon mit ihrer Albatros-Saga, ihrer Toskana-Saga und mit „Tage des Aufbruchs“ begeistert. Dabei schwimmt sie nicht mit dem Mainstream sondern findet immer eine Nische mit einem interessanten Thema. Dafür schenkt sie dann auch bemerkenswerten Charakteren das Leben. So auch in „Der Himmel über Amerika“. Ich lese wirklich sehr viel, über die Amish ist mir allerdings so gut wie nichts bekannt. Ich habe die Gemeinschaft auch nicht mit Deutschland in Verbindung gebracht, habe sie eher in Amerika angesiedelt, wo sie heute auch noch leben. In diesem Buch beschreibt die Autorin das Leben in der Gemeinschaft sehr anschaulich. Ich konnte mir alles sehr gut vorstellen, habe schnell Bilder vor Augen gehabt. Von den „Weltlichen“ wie die Menschen außerhalb der Gemeinschaft genannt werden sind sie verteufelt. Sie werden Ungläubige und Ketzer genannt, ja es heißt, sie stehen mit dem Teufel im Bunde. Dabei sind die Amish gottesfürchtige Menschen. Sie leben die Nächstenliebe, einer hilft dem anderen. Alles wird in der Gemeinschaft besprochen und Probleme gemeinsam gelöst. Sie führen ein einfaches Leben und versuchen sich möglichst unabhängig zu versorgen.
Die Charaktere sind sehr interessant. Natürlich gefallen mir Rebekka und Daniel am besten. Rebekka eine junge Frau im heiratsfähigen Alter soll einen Mann aus der Gemeinschaft heiraten, verliebt sich dann aber in Daniel. Sie beginnt auch einiges was in der Gemeinschaft Tradition ist zu hinterfragen. Daniel musste fliehen und sucht Zuflucht in der Gemeinschaft der Amischen. Erst will er nicht lange an diesem Ort bleiben doch dann siegt die Liebe. Beide wagen zusammen einen Neuanfang in Amerika.
Karin Seemayer entführt ihre Leser*innen in eine ganz andere Welt. Eine Welt die mir bisher fremd war. Ich bin dankbar dafür, dass die Autorin mir hier einen Einblick in die Gemeinschaft der Amish gewährt hat. Karin Seemayer vermittelt die Informationen auf eine unterhaltsame Art und Weise. Ihr Schreibstil ist leicht verständlich und fließend zu lesen. Einmal angefangen möchte man das Buch nicht aus der Hand legen. Ich freue mich jetzt schon auf die Fortsetzung „Der Himmel über Amerika – Esthers Entscheidung“.
DER HIMMEL ÜBER AMERIKA - Rebekkas Weg (Die Amish-Saga, Band ) von der Autorin Karin Seymeyer
Der Aufbruch einer Familie in die Neue Welt. Pfalz 1815: Als Tochter einer Amisch-Familie scheint Rebekkas Weg vorherbestimmt. Bald schon wird sie einen Mann aus ihrer Gemeinde heiraten. Doch dann kommt ein Fremder in ihr Dorf und weckt in ihr die Sehnsucht nach wahrer Liebe. Daniel ist anders als alle Männer, die sie kennt. Er erwidert ihre Gefühle, ihre Familie aber steht ihm misstrauisch gegenüber. Als eine Hungersnot ausbricht, wagen Rebekka und Daniel einen Neuanfang in Amerika. Rebekka ahnt jedoch nicht, dass in Daniels Vergangenheit ein dunkles Geheimnis lauert, das alles zerstören könnte, was sie sich aufgebaut haben.
Das Cover passt perfekt zu diesem historischen Roman. Ein Hingucker für Fans, die geschichtliche Storys wie ich lieben. Ich musste das Buch unbedingt lesen und wurde nicht enttäuscht. Die Autorin Karin Seymeyer schreibt in ihrem Schreibstil leicht und locker eine emotionale Familiengeschichte mit faszinierende Einblicke in die Welt der Amisch. Es ist der erste Teil dieser Saga. Durch ihre sehr gute Recherchen der Schriftstellerin fühlt man sich mittendrin im Leben der Amischgläubigen. Die beiden Hauptprotagonisten Daniel und Rebekka sind mir sehr sympathisch. Man liebt und leidet mit den beiden. Das Buch wäre ja langweilig, wenn es nur liebenswerte Charaktere geben würde. Daher dürfen in der Geschichte böse, verbittert und verblendete Personen nicht fehlen. Die Hilfsbereitschaft und der Zusammenhalt unter den Gläubigen ist sehr beeindruckend. Das Buch ist sehr unterhaltsam und bringt dem Leser sehr schöne Lesestunden. Ich freue mich sehr auf die weiteren Teile der Triologie.
Amish, Wahrheit und Notlügen, Vertrauen, Not und Auswandern, Recht und Unrecht sind nur die ersten Themen, die mir zu diesem Buch einfallen.
Er, Müllersohn, aber der zweite und damit ohne Erbrecht versucht dem Leben als Mühlknecht durch den Eintritt in die Armee zu entgehen. Sie, eine junge Amish, hat auch Träume über die Regeln ihrer Gemeinschaft hinaus.
Dies ist eines der wenigen Bücher mit Liebesgeschichte, in der diese rundum gelungen ist, genauso wie die Umstände, die diese beiden höchst unterschiedlichen jungen Menschen nah zueinander führen.
Für mich ist das Buch unterhaltsam geschrieben. Alle Personen wirken insgesamt stimmig, ohne dass sie entweder zu glatt oder zu überzeichnet dargestellt werden. Zuneigungen und Konflikte sind aus den jeweiligen Situationen gut nachvollziehbar. Ich lerne viel über das Leben der Amish, den Umfang der Aufgaben des Müllers und auch über die Auswirkungen und Gefahren, die sich aus einem weitreichenden Ernteausfall ergeben.
Die Lesestimme ist angenehme, drängt sich nicht in den Vordergrund, sondern trägt einfach nur die Geschichte.
Trotz der zahlreichen Themen wirkt die Geschichte weder zu langatmig erzählt, noch wird gegen Ende zu sehr beschleunigt, um die Geschichte rund zu bekommen. Das Buch ist in sich abgeschlossen, aber Teil einer Reihe (bisher nur 2. Titel bekannt) der Geschichten mit Bezug zu den Amish erzählt.
Die Amischen sind mir zumeist in Krimis oder doch zumindest in Romanen, die in der heutigen Zeit spielen, über den Weg gelaufen. Deshalb war es mal eine sehr erfrischende Abwechslung, etwas über ihre Wurzeln in Europa und die Gründe für ihre Auswanderung zu erfahren. Ich bin gespannt auf die Fortsetzung und hoffe, da mehr darüber zu lesen, wie es zur Teilung der Amischen in die verschiedenen Untergruppen im heutigen Amerika kam.