„Es ist die Erinnerung, die mir Hoffnung gibt und mir sagt: Es wird alles besser. Es wird alles wieder gut.“ Hoffnung ist universell. Ohne Hoffnung können wir nicht leben. Sie ist es, die uns bei Enttäuschungen, Rück- und Schicksalsschlägen nicht verzagen lässt. Sie stärkt das Rückgrat in Krisenzeiten. Wenn wir hoffen können, ist aufgeben keine Option – stattdessen rappeln wir uns auf und folgen dem Silberstreif am Horizont. Doch was ist Hoffnung, woraus speist sie sich? Sind Grundbedürfnisse wie Sicherheit, Liebe, Freiheit unabdinglich, um hoffen zu können? Die Journalistin Nermin Ismail geht einem der urmenschlichsten Gefühle auf den Grund, trifft Menschen, denen die Hoffnung fast abhandenkam, redet mit ihnen über ihre schwersten Stunden und darüber, was ihnen geholfen hat. Sie hinterfragt, wer worauf hoffen darf und wann eine positive Sicht auf die Zukunft zur Realitätsverweigerung wird. Und nicht zuletzt zeigt sie uns, wie wir alle uns gegenseitig Zuversicht geben können und warum wir manchmal zurückblicken müssen, damit ein hoffnungsvolles Morgen immer wieder möglich ist.
#Hoffnung … etwas, das wir alle schon hatten. Was wir erbeten haben. Uns wünschten. Nach „oben“ schickten in unzähligen Selbstgesprächen. Etwas, das uns #Menschen verbindet. Etwas, das wir alle kennen.
Nermin Ismail geht in ihrem Buch einem tiefmenschlichen Gefühl auf den Grund und berichtet, was Menschen in schwierigen Zeiten #Hoffnung gab. Sie hat hierzu mit verschiedenen Personen gesprochen, deren Hoffnung schon fast gestorben war. Sie sprach mit #Opfern von Anschlägen, mit #Kriegsflüchtlingen, Migrant*innen, Verfolgten, Menschen, die ihr zu Hause verloren hatten oder verfolgt wurden. Sie schreibt auch von #Genoziden, von Georg Floyd, über Heimat und Familie. Und, sie zeigt uns mit dieser wundervollen Lektüre wie mächtig Hoffnung sein kann und wie unterschiedlich sie zum Tragen kommt, je nachdem, in welcher Lebenslage man sich befindet.
Die Themen, die Ismail aufgegriffen hat, sind die, die weh tun, sie hat tief in die Wunde gedrückt. An manchen Stellen empfand ich es als hoffnungslos, als emotionsverzehrend, aussichtslos. Dennoch lässt Hoffnung uns Menschen nicht aufgeben. Sie (ver-)eint uns an vielen Punkten wieder. Sie gibt uns #Kraft.
MUSS gelesen werden! Lest es! Hopp!!
Und womit sie vollkommen Recht hat: WIR ALLE sollten mehr über unsere Hoffnungen #miteinander reden! Es wird zu mehr #Verständnis führen.
Ein Buch, das mich sehr beeindruckt hat und das ich gerne empfehle! #LESEEMPFEHLUNG!
Interessante, umfassende Auseinandersetzung mit dem Begriff der „Hoffnung“: Was ist und braucht die Hoffnung? - Gesellschaftsnah! Sehr gelungen! Lesenswert!
Die Journalistin und Autorin Nermin Ismail schafft in ihrem Buch „Hoffnung“ eine interessante, umfassende und in viele Richtungen schauende Auseinandersetzung mit dem Begriff der „Hoffnung“: Was ist und braucht die Hoffnung?
Sie zieht dabei u.a. Expert:innen der Literaturwissenschaft, Philosophie, Psychologie, Linguistik und Zukunftsforschung heran, um dem Wort selbst Inhalt zu verleihen.
Wie allumfassend und unterschiedlich der Begriff gedeutet werden kann und was für eine Bedeutung Hoffnung für die Menschheit hat wird auch an verschiedenen beispielhaften, gesellschaftsnahen Themen besprochen, darunter fallen u.a. Rassismus, Gleichberechtigung, Heimatlosigkeit und ethnische Minderheiten.
Besonders im Gedächtnis geblieben sind mir: - die Gespräche mit Betroffenen von furchtbaren, historischen Ereignissen, wie dem Massaker von Srebrenica oder dem Anschlag von Hanau. In diesen Dialogen findet Nermin Antworten auf die Frage, welche Rolle die Hoffnung für all diese Menschen spielt. - das tolle und feurige Schlussplädoyer.
Das Sahnehäubchen des Essays ist meiner Meinung nach, dass sie durchgehend im Buch gendert. Das unterstreicht für mich noch einmal die inhaltlichen Aspekte auf eine besondere Art und Weise. TOP!
Wer sucht aktuell, all things considered, nicht nach neuen Quellen der Hoffnung? Genau aus diesem Grund habe ich dieses Buch zur Hand genommen... und wurde leider etwas enttäuscht.
An und für sich ist "Hoffnung" von Nermin Ismail ein sehr wertvolles Buch: Es behandelt die Frage, was Hoffnung überhaupt ist, wie Menschen in Notsituationen es schaffen, neue Hoffnung zu schöpfen und was das für den Umgang mit der eigenen Hoffnung bedeutet. Dabei zieht sie viele philosophische Texte hinzu, um den Begriff zu entschlüsseln. Spricht mit und über Opfer von schrecklichen Gewalttaten (inkl. dem Genozid an Bosniak:innen, dem Attentat von Hanau oder Menschen, die bei der Flucht ihr Lieben riskieren und teils auch verlieren) darüber, wie sie sich motivieren können, weiterzumachen. Und versucht aus alledem eine Anleitung zur Hoffnung zu geben.
Insgesamt hatte ich beim Lesen leider das Gefühl, dass das Buch zu viel will und zu wenig schafft. Es ist auf jeden Fall lesenswert, aber ich denke, es hätte viel mehr Wert gehabt, wenn weniger philosophische Analyse und mehr Menschen und tatsächliche Schicksale und Erfahrungen Raum eingenommen hätten. Denn da hat das Buch am meisten getroffen, aufgeklärt und tatsächlich Hoffnung gemacht. Das Ende wiederum fand ich auch ganz schlimm cheesy. Ja, natürlich müssen wir dem Hass mit Liebe begegnen, Menschen, die Hass streuen nicht auch mit Hass sondern mit offenen Ohren auch mal gegenübertreten. Aber ist das wirklich alles? Das fühlt sich wieder an wie eine Art Täter-Opfer-Umkehr, wo die Aufklärungspflicht und Offenheit wieder von Betroffenen herrühren muss. Das ist mir zu kurz gedacht.
Zudem: Warum zitieren wir Kant in einem Buch über Antirassismus...? Und warum wird "Rasse" in diesem Werk (nicht als Zitat, sondern als Begriff) statt "race" verwendet?
Also alles in allem sweet und wichtig, aber aus meiner Sicht kein gelungenes Buch als Ganzes.
Vielen Dank an Kremayr & Scheriau und Netgalley für das digitael Rezensionsexemplar für meine ehrliche Meinung.