Paul L. Maier ist Professor für Altertum an der Western Michigan University und vice president der Lutheranischen Kirche - Missouri Synode (zweitgrößte lutheranische Kirche der USA). Er hat damit die besten Voraussetzungen um faktenreiche und glaubwürdige Romane rund um die Entstehung der christlichen Kirchen zu schreiben. Da er zusätzlich ein kompetenter Schriftsteller ist kann man das getrost als Garantie für gute Unterhaltung nehmen.
Im Vatikan stellt man fest, dass in einer Urschrift des Markusevangeliums nicht nur die letzten Sätze nach der Grablegung Jesus fehlen, sondern dass ganz andere Sätze weggelöscht wurden. Diese Sätze lassen die Interpretation zu, dass es keine Auferstehung gab. Ein ehemaliger Kommilitone lässt Jonathan Weber an dieser Entdeckung teilhaben. Gleich darauf fliegt er ins heilige Land um seinen früheren Professor bei Ausgrabungen zu unterstützen. Dort stoßen sie sehr bald auf das Grab des Joseph von Arimatäa, also jenes Mitglieds des Sanhedrins der für Jesus von Nazareth das Grab stellte. Aber es kommt noch dicker, das Grab enthält den Titulus Crucis - und ein Schreiben von Joseph in dem er behauptet, dass er den Leichnam von Jesus stahl um ihn hier zu begraben.
Sprachlich gefiel mir das Werk sehr gut, es ist bestimmt keine überragende Literatur aber es ist ordentlich gemacht. Der Spannungsbogen ist sehr gut gespannt und man findet sehr schnell in das schön formulierte Buch hinein. Die Charaktere sind sehr sympathisch, vielleicht etwas einfach gestrickt, dennoch nicht klischeehaft.
Das Buch gefiel mir also sehr gut gefallen und ich kann es daher uneingeschränkt empfehlen. Ich jedenfalls habe mir bereits die weiteren Bücher von Paul L. Maier bestellt.