Welchen wahren Kern haben Vorurteile gegen arabische Zuwanderer? Omar Khir Alanam beantwortet diese Frage, ohne die Interessen ausländerfeindlicher Gruppen zu bedienen. Selbst aus Syrien zugewandert, liefert er überraschende Einblicke in die arabische Seele.
Ein Erlebnisbericht in einfach klarer Sprache, einerseits darüber wie ähnlich die Fremden dem eigenem sind, anderseits über den steinigen Weg Richtung Europa. Über die Frage, wer die Schuld bei Einsatz von Waffen trägt, derjenige der die Waffen produziert oder derjenige der sie verwendet, wird hier doch das Urteil getroffen, der europäische Produzent ist Mitschuldig, wenn er schon nicht in der Hauptverantwortung ist.
„Wem das Bekannte fremd erscheint, erst fühlen wir uns Heimatlos“
„Wenn alles um dich herum kämpft ist es der grösste Mut diesem Kampf zu widerstehen. Wir haben gesehen wie Freunde neben uns gestorben sind haben die Erschütterungen der Häuser erlebt die es neben uns zerrissen hat. Erst als der Schmerz nicht mehr zu ertragen war sind wir geflüchtet. Sind wir deshalb feige?“ - Ein schöner, aber auch gleichzeitig trauriger Abschnitt aus dem Buch. Dieses Buch versucht, von Vorurteilen aufzuräumen und fordert Verständnis von beiden Seiten – von Europäern für Araber und Muslime sowie umgekehrt. Statt gegeneinander sollten wir miteinander leben und voneinander lernen. Der Autor teilt seine Erfahrungen als Geflüchteter in Österreich. Sein humorvoller Schreibstil macht das Lesen zusätzlich angenehm und sorgt dafür, dass selbst schwierige Themen aufgelockert werden. Es ist ein ehrliches und gut geschriebenes Buch, das nach wie vor sehr relevant ist.
Ein konstruktiver Appell an die österreichische/europäische wie arabische Gesellschaft mit ihren Vorurteilen aufzuräumen. Omar Khir Alanam beschreibt informativ wie bewegend die Hindernisse, die gelebter Inklusion in der modernen Zeit noch im Weg stehen und wie es zu diesen kommt.