Wer den Schlaf der Engel stört, beschwört das Verderben. In Rom und Umgebung werden auf grausame Weise Priester getötet. Zum ersten Mal seit Jahrhunderten spaltet sich die katholische Kirche. Eine Prophezeiung droht sich zu erfüllen, die zurückgeht auf die Erben der Etrusker... Übersinnliche Gaben und alte Weissagungen, die auf Wesen hinweisen, die wir Engel nennen, sind die verborgenen Triebfedern dieses Thrillers über kirchenpolitische Machtkämpfe und brutale Verbrechen.
(Der) Engelsfluch ist die gelungene Fortsetzung des guten Romans "Der Engelspapst". Man kann zwar dieses Buch auch lesen, wenn man den ersten Teil nicht kennt, denn langsam aber sicher wird auch die Handlung des vorigen Bandes enthüllt - empfehlen würde ich es allerdings nicht, da die Geschichte sich wesentlich besser lesbar ist, wenn man die Charaktere bereits kennt. Viele ihrer Handlungen werden dadurch wesentlich verständlicher, und die Tiefe der Charakterisierung aus dem ersten Band ist sehr wertvoll für den Lesegenuss.
Nachdem Totus Tuus im ersten Band mit dem Mordanschlag auf den Papst Custos gescheitert ist, kommt es nun plötzlich zu seltsamen Priestermorden und eine Heilige Kirche des Wahren Glaubens führt ein Schisma herbei und ruft einen Gegenpapst aus. Was das Ganze mit den Begräbnisstätten der Etrusker und deren Abbildungen von Engeln zu tun hat, kommt erst im Laufe der Geschichte ans Licht.
Der Roman ist insgesamt sehr gut gemacht, geht aber noch weiter als bereits Der Engelspapst in abgehobene mystische Welten. Darunter leidet zwar die Glaubwürdigkeit nicht jedoch die Spannung. Sprachlich und stilistisch ist keine nennenswerte Entwicklung bei Jörg Kastner festzustellen, das ist aber kein großes Manko, da sich sein Schreibstil schon seit Langem von der breiten Masse abhebt. Die Entwicklung der Charaktere ist für dieses eine Buch schwer zu beurteilen, da ein Großteil davon bereits im ersten Teil erfolgte und hier dieser Einfluss während des Lesens nicht ausgeblendet werden kann. Betrachtet man beide Romane gemeinsam, so kommt man aber ganz klar zu dem Eindruck, dass diese Aufgabe hervorragend erfüllt wurde.
Für mich eine gelungene Fortsetzung des Engelspapsts und daher ebenfalls eine Empfehlung für kurzweilige Unterhaltung. Wie bereits im Urteil über den ersten Teil auch hier der Hinweis auf die Schwäche bezüglich der Glaubwürdigkeit des Buches.
Die Welt ist erschüttert: die katholische Kirche ist gespalten! Eine Gruppe, die sich die "Kirche des wahren Glaubens" nennt, hat sich von der römisch-katholischen Kirche und dem Reformkurs des neugewählten Papstes Custos losgesagt und einen Gegenpapst ernannt.
Fast zeitgleich wurden in zwei kleinen Dörfern die Dorfpfarrer ermordet. Alexander Rosin, ehemaliger Schweizergardist und nun Vatikanjournalist, und seine Freundin und Kollegin Elena Vida werden beauftragt, über die Geschehnisse zu recherchieren.
Die Spuren führen bald in ein abgelegenes toskanisches Bergdorf. Was verbergen die Bewohner von Borgo San Pietro, die allen Fremden Misstrauen und Argwohn entgegenbringen? Der Deutsch-Italiener Enrico Schreiber ist dort gerade auf den Spuren seiner italienischen Mutter unterwegs und wird unfreiwillig in die Sache verwickelt.
Ein leidlich spannender Vatikanthriller, von dem ich mir mehr versprochen hatte. Die Auflösung der Geschichte war mir etwas zu mystisch, die Charaktere zu flach, einige Aspekte der Handlung auch ziemlich vorhersehbar.
The best supernatural thriller about a schism in the Roman Catholic church I read last year or this. Probably the best one I will ever read, if it comes to that.