Nicht einmal beim Zocken gehört Janusz richtig dazu. Als er mitbekommt, wie seine angeblichen »Freunde« über einen User namens Y reden, der ein abgefahrenes Alternate Reality Game losgetreten hat, ist sein Ehrgeiz geweckt: Wer das »Rätsel der verschwundenen Kinder« lösen will, muss virtuelle Codes knacken und in der wirklichen Welt verschlüsselte Artefakte finden. Und das Game läuft tatsächlich gerade in ihrer Stadt ab! Für Janusz ist das die perfekte Gelegenheit, den anderen zu zeigen, was er draufhat. Vielleicht kennt er Y sogar? Vielleicht ist ja doch was dran an der Story mit den verschwundenen Kindern? Jedenfalls lässt Janusz sich nicht länger ausnutzen. Glaubt er zumindest …
Der Autor Christin Linker konnte mich vor zwei Jahren mit seinem Thriller "Influence" gut unterhalten. Nun erschien sein neues Buch mit dem Titel "Y-Game", indem die Gaming-Welt auf Verschwörungstheorien trifft. Mittem im Geschehen befindet sich der Protagonist dieses Buch namens Janusz. Er ist ein recht unauffälliger Junge, welcher nicht mal zu seiner Freundesgruppe so richtig dazu gehört. Als seine Freunde von einem Alternate Reality Game sprechen, welches durch einen unbekannten User namens Y ins Leben gerufen wurde, wird Janusz aufmerksam. Dieses Game findet direkt in seiner Stadt statt, sodass sich Janusz entscheidet, das Rätsel um das Game und um die verschwundenen Kinder zu lösen. Wird er es schaffen und seinen Freunden zeigen, dass er es drauf hat?
Thematisch setzt sich der neu erschienene Jugend-Thriller mit dem Gaming sowie um zahlreiche Verschwörungstheorien auseinander. Deswegen erwarten den Leser*In viele Gaming-Begriffe. Da ich sehr gerne ab und zu mal auch "zocke", waren mir die Begriffe sehr geläufig und ich hatte keinerlei Probleme mit dem Verständnis.
Das Buch unterliegt meiner Meinung nach einem interessanten Erzählkonzept. Einerseits verfolgen wir Janusz wie er sich durch den Alltag sowie das Game durchschlägt. Anderseits gibt es immer wieder Kapitel aus der Sicht des unbekannten Users namens Y. Besonders die Kapitel aus der Sicht von Y fand ich interessant. Die Suche nach der Lösung des Rätsels sowie der Identität von Y fand ich gut gestaltet.
Janusz als Protagonisten fand ich gut entworfen. Da das Buch eher dem Jugend-Thriller-Genre angeordnet ist und Janusz 17 Jahre alt ist, kann Janusz durch seine Charaktereigenschaften für viele Leser als Identifikationsfigur angesehen werden. Er ist sehr zurückhaltend, möchte aber dennoch zeigen, dass er es drauf hat. Somit waren auch seine Gedankengänge sehr authentisch vom Autor durchdacht worden. Ich fand hier seine Charakterentwicklung interessant, auch bedingt durch den Einfluss einer Freundin von ihm. Hier hätte ich mir bei manchen Nebenfiguren noch eine tiefere Auseinandersetzung gewünscht, gebe mich aber sonst mit der Charakterdarstellung der Figuren sehr zufrieden!
Spannungstechnisch war das Buch für das Genre gut konzipiert worden. Lediglich den Anfang nahm ich als recht träge wahr, da sich das Buch hier ein bisschen gezogen hat, bis es richtig losging. Danach erwartet aber den Leser*In eine tolle Spannung, da man immer der Lösung näherkommt. Zudem fand ich das Ende gut!
Fazit: Nach "Influence" greift der Autor in seinem neu erschienenen Thriller "Y Game" ein weiteres wichtiges sowie reichlich diskutiertes Thema unserer Gesellschaft auf und zeigt, wie dies einen Menschen beeinflussen bzw. manipulieren kann. Dies verpackt er in einem größtenteils spannenden Buch, in welchem man einen Protagonisten nach der Lösung eines Rätsels verfolgt. In das Jugend-Thriller Genre passt das Buch somit gut rein, da Janusz als Protagonist für viele Leser*In als eine Identifikationsfigur angesehen werden kann. Ich bewerte das Buch mit 3,5 Sternen, Tendenz nach oben!
PS. Freunde der Gaming-Welt werden hier höchstwahrscheinlich auf ihre Kosten kommen!
Janusz fühlt sich von seinen „Freunden“ ausgeschlossen und nicht zugehörig. Als sie über einen mysteriösen „Y“ sprechen, der ein alternative virtuell Game gestartet hat, sieht Janusz dies als Herausforderung, um es allen zu beweisen. Mit Hilfe von Koordinaten und verschlüsselten Nachrichten begibt sich Janusz auf die Suche nach den „verschwundenen Kindern“.
Christian Linker behandelt in seinem Gamer-Verschwörungsthriller die Hinterleuchtung vieler Verschwörungstheorien und regt mit den Hinterfragungen das eigene recherchieren an. Ich selbst saß nicht nur einmal am Smartphone und googelte nach besagten Verschwörungstheorien.
Die Geschichte wird von „Y“ selbst in kurzen, zum nachdenken anregenden Kapiteln, als auch von unserem Protagonisten Janusz, erzählt.
„Hat man uns nicht erzogen, uns irgendwelche Werte vermittelt, die wir uns nicht selbst ausgesucht haben?“
„Y-Game“ gehört in die Jugendbuchsparte, welches sich ganz deutlich mit einer modernen, jugendlichen Ausdrucksweise hervorhebt. Durch diesen Aspekt musste ich mich während des Lesens stoppen, denn am liebsten hätte ich das Buch an einem Abend verschlungen.
Unser Protagonist Janusz ist nicht gerade vielseitig: er verbringt viel Zeit in einem Online-Shooter und tauscht sich auch dort mit anderen Usern aus, die sich ebenfalls auf die Suche nach des Rätsels Lösung gemacht haben. Janusz driftet immer mehr in die Welt der Fake News und Verschwörungstheorien ab und man merkt, wie er immer mehr die Kontrolle über seine eigenen Gedanken verliert und sich in die Thematik hineinsteigert. Nicht nur einmal hätte ich ihn am liebsten geschüttelt, um ihn von seinen geschwurbelten Gedanken zu befreien.
Im Laufe der Geschichte entwickelt sich eine kleine Lovestory, die jedoch nicht überhand nimmt, welches sich meiner Meinung nach sehr positiv auf den Verlauf der Geschichte ausgewirkt hat.
Mit der Auflösung hat mich der Autor sehr überrascht und konnte mich vollends von seiner Geschichte überzeugen.
Fazit: „Y-Game“ ist ein unglaublich spannender jugendlicher Gaming-Verschwörungsmythen-Thrill, welches selbst zum Hinterfragen und Nachdenken anregt. Eine klare Leseempfehlung für Jugendliche ab 14 Jahren aussprechen.
Vielen Dank an Netgalley und dem dtv verlag für die spannenden Lesestunden!
Habe dem Buch einen Stern für die unfreiwillige Komik gegeben. Herabwürdigende und stereotype Darstellung von Schwulen. Unnötige Reproduktion von rassisticher Gewalt/Mord, Antisemitismus, Homophobie und Frauenhass.
Erstaunlich langweiliges Machwerk eines ehmaligen Diözesanvorsitenden des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend.
Würdest du das "Rätsel der verschwundenen Kinder" lösen wollen?
Ein gewisser Y verbreitet über das Internet Codes und Nachrichten und fordert so die anderen User auf das "Rätsel der verschwundenen Kinder" zu lösen. Aber nicht nur virtuell lassen sich Hinweise finden, sondern auch im echten Leben. Auch Janusz entdeckt diese Codes und realisiert, dass sich das ganze Spiel in seiner Heimatstadt abspielt. Um sich und seinen "Freunden" etwas zu beweisen, setzt er alles daran das Rätsel zu lösen.
Zuallererst bin ich erstmal mit vollkommen falschen Erwartungen an das Buch herangegangen. Das Cover, aber auch der Klappentext haben mich auf eine vollkommen falsche Fährte gelockt (genauso wie der wunderschöne Farbschnitt meiner Ausgabe) und ich habe ein Buch über Computerspiele im Stil von Erebos erwartet. Dies war allerdings nicht der Fall. Aber trotz meiner anfänglichen Verwunderung, hat mir das Buch sehr gut gefallen.
Das Buch dreht sie hauptsächlich um das Thema Verschwörungstheorien. Mir hat der Zugang zu diesem Thema, wie ihn Christian Linker in seinem Buch gewählt hat, sehr gut gefallen. Er integriert Textpassagen über die Denkweise von Y, die einen überzeugen und man seine Denkweise nachvollziehen kann, obwohl man weiß, dass seine Theorien zu absurd sind um wahr zu sein. Man lernt während des Lesens viel über sich selbst, wie leicht man überzeugt werden kann und wie leicht einem unsinnige Zusammenhänge glaubhaft gemacht werden. Gerade im Vergleich zu Shelter von Ursula Poznanski, das sich auch um das Thema Verschwörungstheorien dreht, hat meiner Meinung nach Christian Linker deutlich gemacht, dass jeder sich von solchen Theorien einlullen lassen kann. In Shelter wurde mir das zu sehr so dargestellt, dass es eine Sorte Mensch gibt, denen man jeden Schwachsinn erzählen kann und sie direkt daran glauben. Meiner Meinung nach hat Christian Linker mit seinem Buch das Gegenteil bewiesen und deutlich gemacht, das jeder Verschwörungstheorien glauben kann, wenn man sie ihm nur glaubhaft vermittelt. Für mich war das auch ein wichtiger Punkt, den ich aus dem Buch mitgenommen habe und der das Buch ausmacht.
Ich konnte mich mit dem Hauptcharakter Janusz nicht wirklich identifizieren und auch nicht seinen Drang sich zu beweisen nachvollziehen. Das mag aber auch an dem Alters- und Geschlechterunterschied liegen. Allerdings hat mir die Beziehung zwischen Chiara und ihm gut gefallen und wie sich zwischen den beiden die erste Liebe anbahnt. Ein Kritik des Buches ist für mich die schnelle Auflösung. Die Auflösung ist meiner Meinung nach viel zu schnell abgearbeitet und dem Buch hätten einige Seiten mehr gutgetan.
Alles in allem, hat mich das Buch überrascht und mir ein vollkommen anderes Leseerlebnis beschafft als gedacht. Vor allem der Umgang mit dem Thema Verschwörungstheorien hat mir imponiert und ich habe noch lange darüber nachgedacht. Ich kann daher eine klare Leseempfehlung aussprechen, auch wenn meiner Meinung nach die Story an manchen Stellen etwas schwächelt.
Y-Game – Sie stecken alle mit drin von Christian Linker
Nicht einmal beim Zocken gehört Janusz richtig dazu. Als er mitbekommt, wie seine angeblichen »Freunde« über einen User namens Y reden, der ein abgefahrenes Alternate Reality Game losgetreten hat, ist sein Ehrgeiz geweckt: Wer das »Rätsel der verschwundenen Kinder« lösen will, muss virtuelle Codes knacken, aber auch in der wirklichen Welt sind verschlüsselte Artefakte versteckt. Und das Game läuft tatsächlich gerade in ihrer Stadt ab! Für Janusz ist das die perfekte Gelegenheit, den anderen zu zeigen, was er draufhat. Vielleicht kennt er Y sogar? Vielleicht ist ja doch was dran, an der Story mit den verschwundenen Kindern? Jedenfalls lässt Janusz sich nicht länger ausnutzen. Glaubt er zumindest … eBook: 12,99 € Print: 14,95 € 256 Seiten Verlag: dtv Erschienen am 12. Januar 2022 Lesealter: 14 Jahre und älter Meine Meinung:
Y-Game – Sie stecken alle mit drin hat mich durch seinen Klappentext auf sich aufmerksam gemacht. Der Autor ist für mich bis hierher unbekannt, da aber andere Werke gut bewertet wurden, bin ich neugierig genug gewesen um diese Geschichte lesen zu wollen. Das Cover hat mich jetzt eher nicht so von sich überzeugt.
Der Schreibstil war leicht verständlich. Die Sprache war modern. Inhaltsspezifisch war die Geschichte wirklich sehr mit Fachbegriffen aus der Gamingwelt gespickt. Als ehemalige Zockerin hatte ich keine Verständnisprobleme, kann mir aber vorstellen das es anderen Lesern anders ging. Wir erleben die Geschichte aus der Perspektive von Janusz und ab und an erhalten wir Einsicht in die Perspektive des unbekannten Y.
Wir erleben die Welt von Janusz. Janusz ist scheinbar eher ein Außenseiter, da er selbst in seiner Clique irgendwie nicht richtig Anschluss hat. Er verliert sich in seine Welt und als er das Reality Game für sich entdeckt, geht er vollkommen darin auf. Der Anfang wird einem etwas schwer gemacht, weil sich die Geschichte doch sehr zieht und es etwas dauert, bis man so richtig drin ist.
Hier verschwimmt die Realität mit einem Game. Vor lauter Verschwörungstheorien weiß man auch irgendwann nicht mehr was richtig oder falsch ist. Zum Ende hin wird es auch immer spannender und die Auflösung zum Schluss hält eine Überraschung parat. Für mich war es jedenfalls so.
Fazit:
Y-Game – Sie stecken alle mit drin hat für mich Höhen und Tiefen. Auch fand ich es wirklich erschreckend, wie so ein Reality-Game auf Menschen wirken kann und was dieses für Ausmaße annahm. Die Geschichte ist lesenswert, auch wenn man sich etwas durchbeißen muss.
Der Roman “Y Game” von Christian Linker beschreibt die Geschichte vom 17 jährigen Janusz, der im Internet auf einen merkwürdigen Post auf einem Imageboard stößt. Er vermutet ein Alternate Reality Game - ein Rätselspiel - und er beschließt, sich genauer damit zu befassen und den darin versteckten Rätseln nachzugehen. Mithilfe von Koordinaten sucht er nach Orten, sammelt Infos und trifft andere Leute, um zu verstehen, worum “Das Rätsel der verschwundenen Kinder” handelt.
Als er glaubt, er habe das “Spiel” durchschaut, verstrickt er sich immer tiefer in dem Geschehen und beginnt zu zweifeln, bei welchen der Dinge es sich um die Realität handelt.
Das Buch ist unterhaltsam und eine kurzweilige, interessante Lektüre, die einem die Grenzen des eigenen Denkens und die Gefahr von Verschwörungstheorien aufzeigt. Christian Linker spielt mit dem aktuellen Zeitgeschehen und legt den Finger auf die Wunde, auf die Klimakrise, auf Corona.
Y Game ist in der Ich - Perspektive und in einem eher laxen Schreibstil geschrieben, der sich an das junge Publikum zwischen 18 und 25 richtet (Young Adult) Wer als Leser Spaß an Rätseln, Interesse an Verschwörungen und einem Ende mit Überraschungseffekt hat, ist hier richtig aufgehoben.
Bei der ersten Zeile hat es mich direkt gewonnen "Die ganze Welt ist ein einziger beschissener Mindfuck" 😅😂 Die Geschichte war spannend und bis zur Enthüllung hätte ich nicht geahnt wer Y ist. Vielleicht mal kurz vermutet 😅 Der Schreibstil ist gut zu lesen. Kurzzeitig hatte ich Angst das Janusz abgleitet.
Erster Eindruck: Das Buch ist in Kapitel von Janusz und „Y“ die sich abwechseln. Ich persönlich fand jene von „Y“ sehr interessant und der Stil gefiel mir. Es hat Neugierde wecken können, da man gemerkt hat das es sich nicht einfach „nur“ um ein Gaming Buch handelt.
Protagonisten: Mit Janusz tat ich mir schwer, da er sich einfach zu viel gefallen lassen hat. Zumindest das was ich als ersten Eindruck von ihm hatte. Letzendlich ist er ein 17-jähriger Heranwachsender, der sich schnell beeinflussen lässt und versucht sich und seinen Freunden etwas zu beweisen. Nämlich das er zu etwas zu gebrauchen ist, das er dazugehört, als uncooler Außenseiter in einer bunten Gruppe aus Außenseitern. „Y“ ist sehr interessant und hatte mir tatsächlich am besten gefallen am Buch. Man konnte so gar nicht ahnen wer Y ist. Und als man so langsam dahinter kam und es erfuhr war ich durchaus sehr überrascht, was hinter den Motiven steckt.
Meinung: Das Buch und gewisse Themen darin sind sehr gut recherchiert und ich war überrascht, das diese Erwähnung hier fanden. Das Buch zieht einen richtig einen Gedankenstrudel. Man sagt oft: „Nichts ist wie es zunächst scheint.“ und so ist es hier auch. Es wird einem nicht gesagt das es so oder so gewesen ist, sondern der Autor leitet einen zu dem Gedankengang, das es so gewesen sein könnte. Es ist verwirrend, erschreckend und spannend zu gleich. Die Anspielungen auf wahre Ereignisse, spielen Spielchen mit dem Kopf der Leser*innen. Es ist schwer eine Rezension zu schreiben, wenn die Themen darin so brisant sind. Hätte ich von Christian Linker schon ein Buch gelesen, hätte ich vielleich gewusst was auf mich zukommt, doch so traf es mich unerwartet.
Was für eine spannende und durchdachte Story! Es konnte mich ab der ersten Seite mitreißen und der Schreibstil von Christian Linker ist angenehm und flüssig zu lesen. Er spricht aktuelle Themen an und zeigt, wie schnell etwas eskalieren kann.
Nach ca 80 Seiten abgebrochen. Fand's ziemlich langweilig, der Schreibstil war nicht meins und auch das Ende, zu dem ich dann vor gesprungen bin, konnte mich nicht dazu bringen weiterzulesen. Klang leider besser als es für mich letztendlich war.
Es ist an sich eine gute Story, jedoch ist sie in meinen Augen schwer zu lesen. Auch durch die ganzen Verschwörungstheorien im Buch hatte ich manchmal das Gefühl es sei eine Art Propaganda für diese Theorien und keine fiktive Geschichte mehr, wie es vom Autor beabsichtigt war.
Sehr langatmig, voller verschwörungsmythen, Rassismus und anderem was ich nicht lesen mochte. Das Ende war auch nicht überzeugend. Hatte mir mehr davon versprochen.