München, Juli 1923. Eine Buchhalterin wird mit aufgeschlitzter Kehle in ihrer Wohnung aufgefunden. Als wenig später noch ein verwahrlostes Mädchen ermordet wird, überschlagen sich die Ereignisse. Ein jüdischer Lumpensammler wird gejagt, rechte Kreise machen mobil, und Kommissär Reitmeyer hat alle Hände voll zu tun.
Eine solide Krimistory mit feinem Zeit- und Lokalkolorit. Ich habe mich ertappt, wie ich auf das Auftreten von Kommissär Grandauer gewartet habe. Dass nämlich an allen Ecken und Enden Willy Puruckers grandiose "Löwengrube" durchschimmert, darf sich Angelika Felenda für meine Begriffe durchaus als Kompliment ans Revers heften.
Für Leser_innen, die mit den Umständen der Zeit vertraut sind, wir vielleicht ein kleines Bisschen zu viel erklärt (das bekommt Volker Kutscher mit seinen Krimis irgendwie eleganter hin), aber dem Lesespaß tuts keinen Abbruch. Ich werde mir weitere Bände der Reihe gönnen, das steht fest.