Lev Nikolayevich Tolstoy (Russian: Лев Николаевич Толстой; most appropriately used Liev Tolstoy; commonly Leo Tolstoy in Anglophone countries) was a Russian writer who primarily wrote novels and short stories. Later in life, he also wrote plays and essays. His two most famous works, the novels War and Peace and Anna Karenina, are acknowledged as two of the greatest novels of all time and a pinnacle of realist fiction. Many consider Tolstoy to have been one of the world's greatest novelists. Tolstoy is equally known for his complicated and paradoxical persona and for his extreme moralistic and ascetic views, which he adopted after a moral crisis and spiritual awakening in the 1870s, after which he also became noted as a moral thinker and social reformer.
His literal interpretation of the ethical teachings of Jesus, centering on the Sermon on the Mount, caused him in later life to become a fervent Christian anarchist and anarcho-pacifist. His ideas on nonviolent resistance, expressed in such works as The Kingdom of God Is Within You, were to have a profound impact on such pivotal twentieth-century figures as Mohandas Gandhi and Martin Luther King, Jr.
Auch wenn ich nicht Christ bin fand ich dieses Buch wirklich schön zu lesen. Es gehörte früher meinem Großvater und er hatte die Geschichte meiner Mutter zum einschlafen vorgelesen.
Ich fand die länge der Geschichten sehr angenehm und auch intensiv und lege das Buch wirklich jedem ans Herz.
Ein schönes Buch zum Nebenbei-Lesen, zum Gewohnheiten-Hinterfragen und Moralapostel-Spielen - durchaus lehrreich und interessant, weitaus religiöser Verankert als ich zuerst angenommen hatte. Bestimmt nicht für jeden etwas, die Geschichten wirken stark so, als hätte man sie direkt dem neuen Testament entnommen, doch trotz meiner nicht wirklich starken Tendenz zum christlichen Glauben fand ich es wirklich lehrreich. Ein Ohh- und Ahh-Moment blieb jedoch aus - dafür war die Transzendenz wohl doch zu stark vertreten.
Der Hocker fliegt hier nicht durch die Gegend und die Socken bleiben an den Füßchen, Mark Forster wurde nicht geflasht - um ehrlich zu sein weiß ich nicht mehr, warum das Buch überhaupt auf meiner Liste stand, ich bin aber froh, endlich einen Tolstoy gelesen zu haben (vermutlich war genau das der Grund und mein Hang dazu, sehr kurze Werke zu lesen und meinem ADHS damit zu genügen)
Frohen Abend meine Lieben, das nächste Werk wird ein Stück meines Alptraums... Kafka entführt mich in eine Welt in die ich nie mitgenommen werden wollte. Doch um umfassend gebildet zu sein, muss man auch lesen, was man nicht lesen will (wartet ruhig auf mein Thomas Mann Review, ich habe mir wirklich fleißig Unliebsames in letzter Zeit vorgenommen - warum ich mich selbst so quäle, ist mir auch fraglich)
Schon etwas anspruchsvoll und schwierig zu lesen. Aber ich kam auch nicht Unger es gut und den Stil einzigartig zu finden. Es finden interessante Sprünge von Zeit und Ort statt die ich immer erst im Nachhinein zuordnen konnte. Im ersten Moment war man unsicher ob Traum, Tot oder neuer Handlungsstrang.
Der unersättliche Hunger nach Mehr... Eine Geschichte, die ich für wahr halte und die 20 Seiten sind auch lesenswert. Ist aber ziemlich platt alles und beim Ende denkt man "naja man kanns auch übertreiben".
Leo Tolstois Wie viel Erde braucht der Mensch? ist eine meisterhaft erzählte Parabel über menschliche Gier und die Grenzen des Besitzstrebens. Die Geschichte folgt Pachom, einem Bauern, der immer mehr Land haben will, weil er glaubt, dass Wohlstand ihm wahres Glück bringt. Als er die Möglichkeit erhält, so viel Land zu erwerben, wie er in einem Tag umrunden kann, scheint sein Traum wahr zu werden – doch seine rastlose Gier führt ihn schließlich ins Verderben.
Tolstoi entfaltet diese schlichte, aber tiefgründige Erzählung mit einer sprachlichen Präzision, die nichts Überflüssiges enthält. Besonders beeindruckend ist die stufenweise Eskalation: Während man als Leser zunächst mit Pachoms Wunsch nach mehr Land mitfühlt, erkennt man bald, dass seine Maßlosigkeit ins Unheil führt. Das tragische Ende – eine bittere Antwort auf die titelgebende Frage – verdeutlicht die zentrale Botschaft: Der Mensch kann unersättlich nach Besitz streben, doch am Ende braucht er kaum mehr als ein Grab.
Mich hat diese Erzählung besonders durch ihre zeitlose Relevanz beeindruckt. Trotz ihrer Einfachheit zeigt sie eine tiefgehende Reflexion über menschliche Natur, Materialismus und das Streben nach Glück. Pachoms Geschichte steht symbolisch für eine Gesellschaft, in der Menschen immer mehr besitzen wollen, ohne zu erkennen, dass wahres Glück nicht im Materiellen liegt.
Tolstoi gelingt es, mit wenigen Worten eine universelle Wahrheit zu vermitteln, die auch heute nichts an Bedeutung verloren hat. Wie viel Erde braucht der Mensch? ist eine jener Erzählungen, die einen nicht mehr loslassen und noch lange nachwirken.