Torsten Wolf steht unter Druck. Nach dem überraschenden Tod des Bauunternehmers Christof Nolden soll der Berliner Anwalt nun dessen Geschäfte lenken. Aber Wolf stößt im deutschlandweit agierenden Nolden-Konzern bald auf Ungereimtheiten - und auf massiven Widerstand im Unternehmen. Als Wolfs Assistentin spurlos verschwindet, deutet alles auf einen Zusammenhang mit den Geschäften des Immobilienkonzerns hin. Gemeinsam mit Isa Kurzeck, die bereits seit Jahren zu den kriminellen Machenschaften von Nolden-Bau recherchiert, versucht Wolf Licht ins Dunkel zu bringen. Aber je tiefer die beiden in die Konzernstrukturen eintauchen, desto deutlicher wird, dass es längst nicht mehr um die Geschicke eines Unternehmens geht, sondern um den Zusammenhalt unserer ganzen Gesellschaft.
Ich fand das Buch nicht lesenswert: Die Protagonisten torkeln durch Ihr Leben getrieben von Knatsch in der Ehe / mit dem Geld / bei der Arbeit / in Ihrer Vergangenheit und die Handlung ist gespickt mit unwahrscheinlichen Zufällen und Wendungen bis zum Schluss. P.S. Das Buch hat auch ziemlich viele Schreibfehler, bspw. fehlende Pronomen. P.P.S. Die Geschichte scheint auch verschiedene 'logische Fehler' zu haben, bspw. in der ersten Sitzung der Witwe mit dem Beirat
Der Roman lässt sich am ehesten als Wirtschaftsthriller mit stark gesellschaftskritischer Komponente beschreiben. Dabei scheint vieles gut recherchiert und durchdacht. Gleichzeitig verstellen die manischen und orientierungslosen Charaktere, die mal super-souverän, mal planlos durch die Story taumeln den Blick auf das eigentliche Thema des Buches. Wie sich dieses erst langsam herauskristallisiert, macht viel der Spannung der Geschichte aus, daher gehe ich nicht weiter darauf ein. Kulisse der Handlung ist Berlin, das in den schmutzigsten Farben geschildert wird. Etwas einseitig, aber gut beobachtet und schriftstellerisch gut umgesetzt. Insgesamt absolut kein schlechtes Buch, aber nervige Charaktere und ohne die atmosphärische Dichte des Vorgängers "Feinde".