Ziel der Herausgeber ist es, mit dem zweibändigen Werk eine Bestandsaufnahme rassismuskritischer Forschung zu leisten, aber auch Perspektiven aus der Praxis zu bieten. Dementsprechend werden rassismuskritische Theorie- und Forschungsansätze mit Konzepten diskriminierungs- und rassismuskritischer Bildungsarbeit verbunden. Die Autorinnen und Autoren konzentrieren sich in diesem ersten Band auf Theorieansätze und empirische Forschungsergebnisse, bieten historische, empirische und theoretisch-systematische Überblicke und Vertiefungen. Ausgangspunkt ist die Perspektive, dass 'rassistische Strukturen und Prozesse als allgemein wirksame Zusammenhänge verstanden werden müssen, welche auf generelle Muster der Unterscheidung von Menschen verweisen, die auf den unterschiedlichen Ebenen gesellschaftlicher Wirklichkeit (Gesetze, Institutionen, alltagsweltliche Interaktionen, individuelle Selbstverständnisse) optional zur Verfügung stehen' (10). Dementsprechend ist Rassismus nicht in erster Linie als individuelles Phänomen, das vor allem ein Kennzeichen für bestimmte Personen oder auch Gruppen darstellt, zu betrachten, sondern als Strukturprinzip gesellschaftlicher Wirklichkeit. (ZPol, NOMOS).