Die Vergangenheit wirft einen langen Schatten. Der umschwärmte Tanzlehrer Aurelio Martínez weiß um seine anziehende Wirkung auf Frauen und hat ein Händchen für Eifersuchtsdramen. Das allgemeine Entsetzen ist groß, als er plötzlich tot auf dem Boden seiner Tanzschule aufgefunden wird – erschlagen mit einem Kerzenständer. Was ging vor in der noblen alten Villa in Hannovers Zooviertel? Bei seinen Ermittlungen entdeckt Kommissar Völxen einen entscheidenden Hinweis, der zum Schlüssel in die Vergangenheit wird und hinter der glänzenden Fassade des begnadeten Tänzers entsetzliche Abgründe offenbart …
Der Tanzlehrer ist tot, dabei haben Völxen und seine Frau Sabine doch gerade erst einen Tango-Kurs bei Aurelio Martinez begonnen. Wer erschlägt den Argentinier mit dem Kerzenleuchter? War es ein Raubüberfall? Oder doch eher Hass, Rache, Eifersucht, die klassischen Motive?
Wir begleiten Völxen und seine Truppe, bestehend aus Oda Kristensen, Erwin Raukel, Rifkin und Fernando Rodriguez dabei, wie sie diesen Fall aufklären und dabei auch so manche private Angelegenheit ihren Lauf nimmt.
Was mich an den Hannover-Krimis immer wieder begeistert, ist die Spannung und der trockene Humor. Die Ermittler sind sympathisch und es fühlt sich an, als würde man gute Bekannte wiedertreffen. Es wird nie langweilig oder abgedroschen.
Der aktuelle Fall ist wieder überaus spannend und obwohl ich dieses Mal etwas früher ahnte, wie alles zusammenhängen könnte, hat mich die Auflösung doch wieder überrascht. Wirklich gelungene, amusänte, unblutige Krimihandlung.
In "Eiskalt tanzt der Tod" bringt die Autorin abermals ihr ganzes Können zum Einsatz. Die Charaktere sind auf beiden Seiten gut gemischt und die Palette reicht von skurril bis bieder , spießig und manchmal auch ein wenig peinlich. Da ist Völxen, wie immer sehr eigenwillig in seinem Führungsstil, manchmal meint man er orientiere sich an seiner Schafherde und ziehe Parallelen zu seinem Team.... Rifkin , die Undurchschaubare wird hier ein wenig nahbarer und sympathischer, Raukel ist der Mitarbeiter mit dem größten Peinlichkeitsfaktor , aber dennoch einer guten Spürnase und dem Herz am rechten Fleck. Alle Protagonisten auf Seiten der Polizei agieren gekonnt, als Team und sind sehr gut beschrieben. Die Gruppendynamik treibt den Fall voran und hält den Spannungsbogen hoch.
Die Charaktere seitens der Verdächtigen sind ebenso vielfältig wie verdächtig und mach eine Beschreibung der Bewohner der Villa ließ mich schmunzeln. Den Fall fand ich gut aufgebaut, spannend beschrieben und nachvollziehbar. Der Spannungsbogen wechselt häufig die Grundtonart, von leise summend bis hin zu einem furiosen Crescendo zum Ende. Klasse. Auch die Beschreibungen von Hannover sind gut gelungen und stilecht in die Handlung integriert.
Fazit: Ein weiterer toll ausgearbeiteter Fall für das Team um Völxen.
„Ein Mord in der Nachbarschaft ist zwar nicht schön, aber um ihn … ist es nicht schade. Ich konnte diesen schmierigen Kerl noch nie leiden.“ Tanzlehrer Aurelio Martínez liegt erschlagen im Foyer seiner Tanzschule. Standesgemäß hat ihn ein schwerer silberner Kerzenleuchter sein Leben aushauchen lassen. Doch wer könnte den schneidigen Argentinier den Schlag versetzt haben? Ein gehörnter Ehemann vielleicht? Kommissar Völxen ist zumindest nicht unglücklich, dass der von ihm besuchte Tangokurs erstmal pausiert. Entgegen meiner Angewohnheit, Buchreihen von Beginn an zu lesen, bin ich hier direkt mit Band 11 eingestiegen. Ohne weiteres kann man das machen, aber wahrscheinlich habe ich zehn vermutlich genau so gute Krimis verpasst. Mit einer Spur Humor erzählt Susanne Mischke eine spannende Geschichte, die im Verlauf auf die Rattenlinie nach Argentinien und damit in eines der dunkelsten Kapitel der deutschen Geschichte führt. Die Ermittler sind ein gut eingespieltes Team der unterschiedlichsten Charaktere, die mir allesamt gut gefallen haben. Kurz zusammengefasst: Lesen!
Wieder einmal durfte ich dem Team um Bodo Völksen beim Lösen eines Falles begleiten. Bodo hat sich von seiner Sabine zu einem Tanzkurs überreden lassen - und findet den Tanzlehrer erschlagen in seiner Tanzschule. Ein weiteres, nicht identifiziertes Mordopfer wurde bereits am Reese-Brunnen aufgefunden. Die Lösung des Falles führt in die deutsche Nachkriegsgeschichte, nach Argentinien und zurück, durch diverse Stadtteile Hannovers und wie immer auch in die Abgründe der menschlichen Seele.
Ein neuer Roman in meiner Wahlheimat mit liebgewonnenen Figuren, viel Spannung und genau der richtigen Prise Humor. Wie immer freue ich mich schon auf den nächsten Band.
Wieder mal ein spannender Kriminalfall, der von charmanten Persönlichkeiten gelöst wird und recht humorvoll geschrieben wurde. Natürlich ist es keine Komödie aber dennoch ergibt sich um die Ermittlung herum immer wieder eine gewisse Situationskomik, die den Fall doch etwas auflockert. Auch wenn es Teil einer Krimireihe ist, kann es auch ohne vorheriges Wissen über die Figuren gelesen werden. Fans von Kommissar Völxen und seiner Truppe werden bei diesem Buch sicher nicht enttäuscht werden.