Von den Macherinnen des Kult-Podcasts »endlich. Wir reden über den Tod«Trauer hat ein schlechtes Image. Zu Unrecht! Trauer ist ein Prozess, durch den wir lernen, mit unseren Verlusten zu leben. Susann Brückner und Caroline Kraft zeigen, wie unterschiedlich wir trauern, und entlarven weitverbreitete Irrtümer darüber, was passiert, wenn ein geliebter Mensch stirbt. Denn Trauer ist nicht das, wofür sie gehalten wird. Sie kennt keine Regeln, aber sie ist gestaltbar. Sie tut weh, aber sie ist wertvoll. Höchste Zeit, dass wir anfangen, Geschichten über das Trauern zu erzä krasse und zärtliche, schöne und wütende, fiese, berührende und überraschende. Wir können den gesellschaftlichen Umgang mit Trauer nur verändern, indem wir darüber endlich.»Dieses Buch ist (lebens-)wichtig für alle Menschen, die irgendwann mal trauern. Also für uns alle.« Mareice Kaiser
Ich wünschte, das Buch hätte es vor 4 Jahren schon gegeben. Frage mich manchmal, ob die beiden wissen, wie viel sie in meinem Leben angestoßen habe. Eigentlich ein Buch, was jede*r lesen sollte, denn Tod und Trauer gehen uns alle an. Danke!
Es gab ein paar Stellen für die ich besonders dankbar war, weil sie etwas sehr treffend beschreiben (z.B „…Er bedrückt mich so stark, dass ich meist davor zurückschrecke, im Einzelnen darüber nachzudenken …“). Andere Stellen im Buch taten einfach nur gut zu lesen, weil es „okay“ ist nicht mehr dieselbe Person zu sein wie vor einem Verlust. Eine Autorin hat sehr genau die Veränderungen beschrieben, die ich bei mir auch beobachte und genau das fühlt sich irgendwie gut an. Ich hatte Respekt vor dem Buch. Neben meinem eigenen Thema war das Buch auch einfach sehr interessant und informativ! Ich wünschte ich hätte es vor meinen ersten Erfahrungen mit dem Thema Verlust gelesen…
Arbeitet das Thema Trauer (und Tod) unglaublich gut und breit gefächert auf, holt es aus der Tabuzone raus & vermittelt zugleich schöne Perspektiven für ein leben mit & neben dem Tod. Sollte jeder einfach mal gelesen haben!
so so toll und hilfreich alles zu verstehen egal ob man sich selbst verstehen will, ob man freund*innen verstehen will oder wissen will, was früher oder später einmal auf einen zu kommen wird. Es gibt kein besseres Buch dafür
Dieses Buch ist ein Schatz, den man aufbewahren sollte. Es spricht offen an, was in unserer Gesellschaft so beharrlich beschwiegen wird, die Vergänglichkeit (eigene und anderer) und den Umgang mit der Vergänglichkeit, mit dem Tod von Menschen um einen herum. Die beiden Autorinnen haben ihre eigenen Geschichten, lassen ihre Erfahrungen mit einfließen, ohne dabei zu behaupten, allgemeingültige Handlungsanweisungen liefern zu können (oder auch nur zu wollen).
Wegen der persönlichen Hintergründe ist "endlich" auch sehr gut lesbar, wenn es einen gerade nicht akut betrifft, was in meinem Fall so war. Es gibt ja nicht nur ein Tabu rund um Tod und Sterben und Trauern, sondern viele - manche kann man auch schon vorher in Angriff nehmen oder sich zumindest Gedanken machen. Es zeichnet das Buch aus, dass es Anregungen behutsam in den Raum stellt und ganz normal darüber spricht, so dass man sich fragt, ja, warum eigentlich sprechen wir nicht über den Tod, über das Sterben, über die Trauer? Machen wir es uns nicht nur noch schwerer, indem wir einen Schleier des Unsagbaren darüber legen?
Ja, tun wir, und es gibt natürlich Gründe dafür, dass es uns so schwer fällt. Das Buch macht vor, wie es auch anders ginge. Das kann man ihm nicht hoch genug anrechnen. Und im akuten Fall von Trauer wird es von großem Trost sein.
Highlights sind auch die Interviews, eines mit der Autorin Nora Gomringer über den Tod eines engen Freundes und ihrer Mutter, sie spricht klug und reflektiert. Ähnlich interessant die Autorin Gabriele von Arnim, die ihren Mann zehn Jahre lang zuhause gepflegt hat. Und die Eltern eines vor der Geburt verstorbenen Kindes, eines Sternenkinds, über ihren Umgang damit, was in unserer Gesellschaft ja auch oft beschwiegen wird. Schließlich geht es in dem Buch auch um Suizid und die Reaktionen von Umfeld und Freund*innen - beide Autorinnen haben das durchgemacht und schreiben darüber wunderbar einfühlsam.
Hinweis: Leseexemplar wurde mir von einer der Autorinnen zur Verfügung gestellt.
So ein wichtiges Buch, das sich nicht nur lohnt, wenn man selbst von Trauer betroffen ist. Selten habe ich mich und meinen Schmerz so verstanden gefühlt in dieser Zeit, wie von einiger dieser Zeilen.
„Trauer ist ein Übergangsprozess vom Leben mit diesem Menschen in ein Leben ohne ihn. Dieser Prozess verändert uns. Es gibt kein Zurück.“ (S. 24)
„Trauer ist belastend, und Trauernde sind es auch. Das mit jemandem gemeinsam auszuhalten ist enorm anstrengend.“ (S. 36)
„Vor dem Tod, heißt es, sind wir alle gleich. Das kann nur sagen, wer weder arm gelebt hat noch arm sterben wird. Denn auch Sterben muss man sich leisten können.“ (S. 160)
Ein paar Sätze, die mir besonders im Gedächtnis geblieben sind.
Der Ton des Buches hat mir super gefallen. Da ich infolge eines Todesfalls zum Buch gegriffen habe, waren für mich nicht alle Kapitel in dem Moment relevant. Das Lesen hat mir aber sehr geholfen für einen unverkrampften Umgang mit Trauer und es gibt einen schönen Rundumblick über spannende Aspekte des Trauerns.
Habe das Buch spontan in einem Buchladen gesehen. Der Titel weckte mein Interesse. Egal, ob aktuell in Trauer, oder aber (noch) nicht in Trauer, das Thema wird jedem früher oder später (mehrmals) begegnen. Dabei kann das Buch helfen, über Trauer nachzudenken und die verschiedenen Dimensionen kennenzulernen. Sehr lesenswert!
"wahrer Trost liegt darin, dass der Schmerz gewürdigt wird ... egal, ob es sich bei dem Verlust um einen Menschen, einen Hund oder ein Meerschweinchen handelt..."
Ein sehr berührendes und gesellschaftlich aufklärendes Buch