Freiburg im Breisgau, 2018: Nach einem Schlaganfall spricht Miriams hochbetagte Großmutter plötzlich französische Worte – eine Sprache, die sie angeblich nie gelernt hat. Miriam erkennt schnell, dass Klara weit mehr verbirgt, doch alle Nachfragen finden kein Gehör. Was genau passierte im Leben ihrer Großmutter? Warum verließ sie Freiburg und ging im Dezember 1949 überstürzt nach Konstanz? Miriams Suche nach Antworten führt sie bis in die Bretagne, immer auf der Spur eines jahrzehntelang gehüteten Familiengeheimnisses …
"Die Erinnerung ist das einzige Paradies, aus dem wir nicht vertrieben werden können" Jean Paul
Miriam ist froh, dass ihre 90 jährige Großmutter Klara sich von ihrem Schlaganfall wieder etwas erholt hat, auch wenn ihr das Sprachzentrum im Moment noch Probleme bereitet. Deshalb freut sie sich sehr, als der erlösende Anruf aus der Rehaklinik kommt und ihr mitgeteilt wird, dass Klara erste Wörter von sich gegeben hat. Doch als sie ihre Oma besucht, beginnt diese plötzlich Französisch zu sprechen. Miriam wundert sich sehr darüber, denn ihr war nicht bewusst, dass ihre Großmutter diese Sprache beherrscht. Sie möchte wissen was dahinter steckt und beginnt nachzuforschen. Aber Klara ist gesundheitlich nicht in der Lage ihre Fragen zu beantworten und ihre Großtante Lotte will scheinbar nichts sagen. Auf der Suche nach Informationen fällt Miriam ein alter Brief ihres verstorbenen Großvaters Edi in die Hände, der ihr erste Hinweise auf ein lang gehütetes Familiengeheimnis gibt. Miriam begibt sich auf eine Reise in die Vergangenheit, die sie von Freiburg über Konstanz in die französische Bretagne führen wird.
Auf dieses Buch wurde ich zufällig durch eine befreundete Bloggerin aufmerksam und nachdem sie mir eine Leseprobe geschickt hatte, stand für mich fest, dass ich es unbedingt lesen möchte. Bereits im Prolog hat Bettina Storks mich mit ihrem leichten und flüssigen Schreibstil gepackt und die Geschichte ließ mich nicht mehr los. Wir verfolgen das Geschehen auf zwei unterschiedlichen Zeitebenen. In einem Handlungsstrang begleiten wir Miriam, die sich mit der Unterstützung ihrer Freundin Pia, auf die Suche nach der Vergangenheit begibt. Miriam ist eine sympathische Protagonistin, die sich hingebungsvoll um ihre Großmutter kümmert. Sie merkt schnell, dass sie nicht nur Klara helfen will, mit ihre Vergangenheit abzuschließen, sondern das es um viel mehr geht. Miriam will wissen wer sie ist und wo ihre Wurzeln sind. Bei ihren Nachforschungen findet sie immer mehr Puzzleteile, die sie nach und nach zusammensetzen muss, um hinter das Familiengeheimniss zu kommen. Der Fokus liegt jedoch auf Klaras Geschichte. Es ist November 1948 und Freiburg steht unter französischer Besatzung, als Klara zum ersten Mal auf den Franzosen Pascal trifft und sich verliebt. Klara ist in einer Familie aufgewachsen, in der der Vater ein selbstgefälliger, herrischer Tyrann ist und sie auch von ihrer strengkatholischen Mutter keine Hilfe erwarten kann. Sie muss viele Schicksalsschläge erdulden, doch sie gibt die Hoffnung nicht auf und kämpf für eine bessere Zukunft. Ich konnte mich gut in die beiden Hauptprotagonisten hineinversetzen und ihre Gefühle und Emotionen waren zu jeder Zeit für mich greifbar. Bettina Storks hat aber auch alle anderen Charaktere sehr glaubwürdig und lebendig beschrieben. Egal ob es sich dabei um Lotte, Pia, Pierre, Patrick oder Ronan handelt, sie fügen sich perfekt in die Handlung ein, ohne mit zu vielen Details zu überfordern. Besonders Pia habe ich sofort ins Herz geschlossen, denn sie ist für Miriam eine Freundin, wie man sie sich nur wünschen kann. Etwas zwiespältige Gefühle löste Klaras Schwester Lotte bei mir aus. Klara liebt ihre Schwester sehr und verzeiht ihr viel. Lotte spielt keine unwichtige Rolle in der Entwicklung der Geschichte. Mir war sie sehr schnell unsympathisch, denn sie ist missgünstig und neidisch auf ihre Schwester. Man merkt diesem Roman an, dass die Autorin die Nachkriegszeit und die Zeit der französischen Besatzung sehr gewissenhaft recherchiert und die Geschichte glaubwürdig, realitätsnah und gefühlvoll beschrieben hat.
"Klaras Schweigen" ist ein Roman, der bewegend, dramatisch und fesselnd ist und mich von der ersten Seite an mitgerissen hat. Ich habe dieses Buch regelrecht verschlungen. Ein "Must-Read" und eine ganz klare Leseempfehlung! Von mir gibt es dafür 5 Sterne ⭐⭐⭐⭐⭐
Ich bedanke mich bei der Autorin für das Rezensionsexemplar. Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst!
Der neue Roman von Bettina Storks befasst sich mit Miriam und ihrer Großmutter Klara, die nach einem Schlaganfall zuerst gar nicht und dann plötzlich französisch spricht. Angeblich hat Klara aber nie diese Sprache gelernt. Miriam, die nach dem frühen Unfalltod ihrer Eltern bei ihrer Großmutter aufgewachsen ist, steht vor einem Rätsel. Nach Rücksprache mit Klaras Schwester Lotte ahnt sie jedoch, dass diese ihr absichtlich etwas verschweigt. Sie warnt Miriam zusätzlich in der Vergangenheit herumzuschnüffeln, was diese natürlich noch neugieriger macht. Außerdem spricht Klara von einem Pascal, zeigt ihr eine goldene Uhr mit französischer Gravur und die Zeichnung einer Fischerhütte am Meer: und sie bittet Miriam Pascal zu finden.....
Bettina Storks hat in ihrem neuen Roman die Beziehung zwischen französischen Soldaten und deutschen Frauen aufgegriffen. Auf zwei Zeitebenen erzählt sie die Geschichte von Klara, die sich unsterblich in einem französischen Soldaten verliebt. Doch diese Liebe ist nach dem Krieg verboten und der Hass zwischen Franzosen und Deutschen schwillt nicht zum ersten Mal im Laufe von Jahrhunderten immer mehr an. Bettina Storks bringt uns die Nachkriegszeit näher, sowie die damals geltenden gesellschaftlichen Gepflogenheiten
Die Charaktere sind wundervoll gezeichnet und sehr individuell. Klara ist eine sehr sympathische Figur, die es in ihrem Leben nicht leicht hat. Besondere Schuld daran trägt ihr tyrannischer Vater, der seit der Rückkehr aus dem Krieg dem Alkohol zuspricht und dessen Hass auf die Franzosen die Familienatmosphäre vergiftet. Aber auch die bigotte und erzkatholische Mutter und Klaras Schwester Lotte, die sich ihr gegenüber immer benachteiligt fühlt, tragen zu Klaras Leid bei. Ich war mit mit Klara in Freiburg und in Konstanz am Bodensee und habe mit ihr geweint und gelitten. Doch sie erstarkt an ihren Schicksalsschlägen und nimmt ihr Schicksal selbst in die Hand.
Auch Miriam ist eine fürsorgliche und warmherzige Frau, die jedoch immer wieder an sich selbst zweifelt. Sie hat Bindungs- und Verlustängste. Durch ihre Nachforschungen über Klaras Vergangenheit findet sie langsam zu sich selbst, bis sie ein Geheimnis aufdeckt, dass ihr altes Leben völlig aus der Bahn wirft. Ihre beste Freundin Pia ist dabei eine verlässliche Stütze, die ihr immer zur Seite steht.
Fazit: Ich habe mit Miriam und Klara mitgefiebert, während ein siebzig Jahre altes Geheimnis gelüftet wird. Die Seiten sind nur so dahin geflogen. Vorallem hat mich auch der einfühlsame und flüssige Schreibstil der Autorin durch die Geschichte getragen. Von mir gibt es eine Leseempfehlung!
Eine wunderschöne Geschichte mit vielen Emotionen und Tiefgang Nach einem Schlaganfall spricht Klara, die Großmutter von Miriam plötzlich Französisch. Miriam ist das unbegreiflich, denn sie wusste nicht, dass ihre Großmutter dies Sprache beherrscht. Sie spürt, auch wenn sich ihre Großmutter nach dem Schlaganfall noch nicht ausdrücken kann, dass sie ihr etwas aus ihrer Vergangenheit erzählen möchte. Miriam versucht dem Geheimnis auf den Grund zu gehen. Das führt zurück bis ins Jahr 1949 als Klara Freiburg verlassen hat und nach Konstanz zu ihrer Patenfamilie gegangen ist und weiter bis in die Bretagne. Mit ihrem Buch „Klaras Schweigen“ hat Bettina Storks mich wieder einmal begeistert. Der Schreibstil der Autorin ist beeindruckend. Sie schreibt unkompliziert, gefühlvoll, spannend und versteht es ihren Charakteren Leben einzuhauchen. Ich war von der 1. Seite an von der Geschichte gefangen und konnte das Buch kaum aus der Hand legen. Beim Lesen ist in meinem Kopf ein richtiges Kopfkino entstanden. Die Geschichte hat 2 Handlungsstränge. Einmal die Gegenwart, das Jahr 2018. Das ist die Geschichte von Miriam. Miriams Eltern sind bei einem Verkehrsunfall ums Leben gekommen da war sie gerade einmal 2 Jahre alt. Ihre Großeltern Klara und Eduard haben alles getan um ihr eine sorglose Kindheit zu geben. Jetzt kümmert sich Miriam um ihre hochbetagte Großmutter, ihr Großvater den sie sehr geleibt hat ist schon vor einigen Jahren verstorben. Dann die Vergangenheit die bis in das Jahr 1948 zurückführt. Hier hat Klara in einem Supermarkt der französischen Besatzung gearbeitet und Pascal kennengelernt. 1949 hat Klara Freiburg verlassen und ist nach Konstanz zu ihrer Patenfamilie gezogen. Die Protagonisten waren mir auf Anhieb sympathisch. Ich habe mit ihnen gefreut und habe mit ihnen geweint. Manchmal war es eine richtige Achterbahn der Gefühle. Ich liebe Geschichten in denen ein Geheimnis aus der Vergangenheit in der Gegenwart langsam entblättert wird. Wenn die Ereignisse der Vergangenheit langsam mit der Gegenwart verflochten werden. „Klaras Schweigen“ ist genauso eine wunderschöne und emotionale Geschichte. „Klaras Schweigen“ bekommt von mir 5 Sterne, wenn ich mehr Sterne vergeben könnte hätte ich es getan. Das Buch hat es mehr als verdient.
Die Bücher von Bettina Storks begleiten mich nun schon ein paar Jahre, weswegen ich um so gespannter war, wohin sie mich diesmal führen würde.
Diesmal standen Miriam und ihre Großmutter Klara im Fokus der Geschichte. Durch einen Schlaganfall holte Klara Erinnerungen an ihre Vergangenheit empor, welche ihre Enkelin nun ans Tageslicht bringen wollte. Ein schwieriges Unterfangen, denn dafür musste sie Informationen aus der Nachkriegszeit und der Besetzung Deutschlands ans Tageslicht holen. Doch wer nicht wagt, der nicht gewinnt.
Um es den Lesern leichter zu machen, durfte man das Buch im Wechsel aus der Sicht von Miriam und Klara erlesen. Man hatte auf der einen Seite Miriams Suche nach Antworten und bekam gleichzeitig mit Klaras Abschnitten einen interessanten Einblick in eine Zeit, welche man sich heute garnicht mehr vorstellen kann. Um so mehr begeisterten mich auch diese Kapitel des Buches. Die Autorin schaffte es hier nämlich die Zeit mit Worten lebendig werden zu lassen. Besonders da man mit Klara eine Person erschaffen hatte, die man einfach nur mögen musste.
Leider war dies bei ihrer Enkelin Miriam etwas anders. Auch wenn ich es sehr schätzte dass sie sich für ihre Großmutter einsetzte, waren ihr Drang nach Antworten manchmal einfach etwas zu viel. Hier fühlte sie sich regelrecht unsympathisch an. Ich verstand sie und ihr Unterfangen, aber fand es schade, dass sie sich von keinem reinreden ließ. Da war ich dann schon froh, dass es Personen wie Klaras Schwester oder Miriams beste Freundin gab, denn diese holten mich mit ein paar Weisheiten immer wieder ab.
Was ich dann aber wieder voll genoss, war die Einbindung von Frankreich. Diese findet man zwar immer in den Büchern der Autorin, aber trotz begeistern sie mich immer wieder aufs neue. Besonders spannend fand ich es hier, das man Frankreich sowohl in der Neuzeit, als auch in der Nachkriegszeit besser kennenlernte. Hier gab es dann zwar nicht nur positives zu entdecken, aber die Autorin verpackte es wieder mit viel Charme und vielen liebevollen Details. Gerade zum Ende kam dann auch pures Urlaubsflair auf.
Fazit:
Auch mit ihrem neuesten Buch bezauberte mich die Autorin wieder mit einer intensiven, aber auch gefühlvollen Geschichte, die zum Lachen, Weinen und mit fiebern einlud. Dazwischen fand sich dann, fast schon typisch, eine Handlung, in welche Frankreich mit eingesponnen war, die mich aber aufgrund der Aufteilung in zwei unterschiedliche Zeit-Epochen wieder komplett begeisterte. Allein mit der Hauptcharakterin Miriam hatte ich so meine Probleme, da mich ihre Neugier manchmal an den Rand der Verzweiflung brachte.
erschienen im Diana Verlag - Penguin Random House Verlagsgruppe im März 2021
Taschenbuch 400 Seiten
Klappentext
Alles bleibt ein Teil von uns
Freiburg im Breisgau, 2018: Nach einem Schlaganfall spricht Miriams hochbetagte Großmutter plötzlich französische Worte - eine Sprache, die sie angeblich nie gelernt hat. Miriam erkennt schnell, das Klara weit mehr verbirgt, doch alle Nachfragen finden kein Gehör. Was genau passierte im Leben ihrer Großmutter? Warum verließ sie Freiburg und ging im Dezember 1949 überstürzt nach Konstanz? Miriams Suche nach Antworten führt sie bis in die Bretagne, immer auf der Spur eines jahrzehntelang gehüteten Familiengeheimnisses ...
Meine Meinung
Auch dieses Buch von Bettina Storks hat mich wieder überzeugt. Ihr Schreibstil hat mich auch diesmal nicht enttäuscht und ich bin durch das Buch geflogen. Alles ist authentisch wiedergegeben, so das man sich als Leser/in an den Orten mitgenommen fühlt.
Die Geschichte spielt an verschiedenen Orten und auch in verschiedenen Zeiten. Wir erleben das Ende des Zweiten Weltkrieges und die deutsch-französische Nachkriegszeit.
Miriam hat als zweijährige ihre Eltern bei einem Unfall verloren. Seitdem lebt sie bei Klara. Klara und ihr Mann Eduard waren die besten Eltern für sie, und deswegen fühlt sich Miriam auch sehr verantwortlich für Klara, als es ihr gesundheitlich so schlecht geht. Sie versucht auf einigen Wegen herauszufinden, was 1949 passiert ist. Dass sie dabei ihre eigene Geschichte kennenlernt, wird ihr erst sehr spät bewusst.
Klara, durch den Schlaganfall wurde sie zurückversetzt ins Jahr 1949, ein junger Franzose spielte damals eine wichtige Rolle in ihrem Leben. Klara möchte ihn unbedingt wiedersehen, sie muss ihm etwas zurückgeben.
Wird es Miriam gelingen, den Franzosen zu finden? Und wie wird er auf Miriam und Klara reagieren?
In dieser Geschichte wird viel aufgearbeitet. Man versteht auch, warum die beiden unterschiedlichen Nationen sich nicht mochten. Und es zeigt uns auch, dass Familiengeheimnisse aufgearbeitet werden sollten. Schweigen hilft der nachfolgenden Generation nicht.
Klaras Schweigen bekommt von mir 5 Sterne ⭐⭐⭐⭐⭐ und eine unbedingte Leseempfehlung. Die Romane von Bettina Stork sind sehr gut geschrieben und auch recherchiert.
ORIGINALAUSGABE Paperback , Klappenbroschur, 400 Seiten, 13,5 x 20,6 cm ISBN: 978-3-453-36047-1 Erschienen am 08. März 2021 12,99 €
Freiburg im Breisgau, 2018: Nach einem Schlaganfall spricht Miriams hochbetagte Großmutter plötzlich französische Worte – eine Sprache, die sie angeblich nie gelernt hat. Miriam erkennt schnell, dass Klara weit mehr verbirgt, doch alle Nachfragen finden kein Gehör. Was genau passierte im Leben ihrer Großmutter? Warum verließ sie Freiburg und ging im Dezember 1949 überstürzt nach Konstanz? Miriams Suche nach Antworten führt sie bis in die Bretagne, immer auf der Spur eines jahrzehntelang gehüteten Familiengeheimnisses …
»Bettina Storks fesselt mit ihrer Geschichte den Leser, packt ihn und nimmt ihn mit.« Waiblinger Zeitung (08. März 2021) Zur Autorin Bettina Storks, geboren bei Stuttgart, ist promovierte Literaturwissenschaftlerin und Autorin. Sie war viele Jahre als Redakteurin tätig, bevor sie ihr erstes Buch veröffentlichte. Die Leidenschaft für Familiengeheimnisse und die Faszination für die deutsch-französische Geschichte vereint Bettina Storks immer wieder in ihren vielschichtigen Romanen. Die Autorin lebt und arbeitet am Bodensee. Meine Meinung
Ich habe ja bisher alle Bücher der Autorin gelesen und war daher sehr gespannt auf dieses neue Werk von ihr.
Momentan habe ich etwas Probleme, anfangs in die Geschichten rein zu finden, aber das war hier gar kein Problem. Die Geschichte um Klara und Miriam konnte mich von Anfang an fesseln und begeistern.
Man lernt hier Miriam kennen, deren Großmutter Klara, bei der sie auch aufgewachsen ist, vor kurzem einen Schlaganfall erlitten hat, von dem sie sich jetzt langsam erholt. Nun fängt sie aber an, französische Worte zu sprechen und Miriam versucht, sich mehr mit der Lebensgeschichte ihrer Großmutter zu befassen. Diese nimmt ihren Anfang in der deutsch-französischen Nachkriegszeit.
Je mehr sie sich damit befasst, um so mehr bekommt sie das Gefühl, dass es hier ein großes Geheimnis gibt, da auch die Schwester ihrer Großmutter gar nichts preisgeben will. Aber Miriam gibt nicht auf und findet dabei vielleicht sogar Antworten auf Fragen, die ihr Leben betreffen.
Ich habe dieses Buch regelrecht weg gesuchtet. Mich konnten beide Zeitebenen sehr begeistern, konnte das Buch gar nicht zur Seite legen.
Alles in allem kann ich hier eine absolute Lese-und Hörempfehlung mit 5 Sternen aussprechen. Für mich persönlich ist Klaras Schweigen nun mein Lieblingsbuch von der Autorin.
Mit "Klaras Schweigen" ist @bettina.storks.autorin ein fesselnder, bewegender und dramatischer Roman gelungen, den bestimmt niemand kalt lässt.
Wir begleiten Klara, die nach einem Schlaganfall ihre ersten Worte spricht - und zwar in französisch, eine Sprache, die Klara angeblich nie gelernt hat. Als dann auch noch der Name Pascal fällt, ist für Klaras Enkelin Miriam klar: Sie muss der Sache auf den Grund gehen und weiß aber nicht was sie damit ins Rollen bringt.
Die Geschichte spielt in zwei Zeitebenen. In der einen sind wir in der Gegenwart bzw. im Jahr 2018 und schildert die Geschehnisse aus Sicht von Miriam. Die zweite Zeitebene spielt in der Vergangenheit und aus der Sicht von Klara. Man wird sofort in die Geschichte hinein katapultiert. Der Schreibstil von Bettina Storks ist sehr poetisch und sie hält den Spannungsbogen während der ganzen Geschichte aufrecht. Teilweise mit Fremdwörtern gespickt, aber trotzdem sehr gut verständlich.
Die Charaktere sind sehr liebevoll gestaltet und schließt man sofort ins Herz. Man kann sich sehr gut in Miriam hineinversetzen, die verständlicherweise neugierig geworden ist und der Sache auf den Grund gehen möchte. Sie wirkt getrieben von dem Geheimnis ihrer Familie und merkt dann, was sich diesbezüglich für Abgründe auftun. Trotz anfänglichen Schwierigkeiten, gibt Miriam die Suche nicht auf und wird tatkräftig von ihrer besten Freundin Pia unterstützt. Aber auch Klara ist ein bemerkenswerter Charakter, die es natürlich nicht leicht im Leben hatte. Aber dennoch nie aufgehört hat an ihren Gewissensbisse zu knabbern und mit sich zu haddern. Man kann sich sehr gut in die Gefühle und Gedanken der beiden hineinversetzen.
Bettina Storks ist ein toller historischer Roman gelungen, der mich als "Genre-Neuling", völlig überzeugt hat. Es ist schon das zweite Buch der Autorin, das ich gelesen habe und es wird auch nicht das letzte sein. Es ist eine wunderschöne, aber auch traurige Geschichte über die Nachkriegszeit, eine unerfüllte Liebe und familiäre Geheimnisse, verpackt in eine tolle Zeitreise.
Ich kann das Buch jedem, egal ob Genre-Liebhaber oder -Neuling, ans Herz legen. Ganz klare Leseempfehlung!
Dann sind wir in Freiburg im Breisgau bei Miriam Schilling, die gerade die erleichternde Nachricht erhält, dass ihre Großmutter Klara nach ihrem Schlaganfall endlich wieder etwas gesprochen hat. Miriam stellt bei ihrem Besuch fest, dass Klara Französisch spricht und mit ihren Gedanken weit fort zu sein scheint, in einer Zeit, wo ein Pascal existiert hat. Nach einem Gespräch mit dem behandelnden Arzt steht für Miriam fest, das sie herausfinden will was Klara in den Kriegsjahren passiert ist, auch wenn nicht jeder in der Familie das für gut befindet. Denn Erinnerungen sollte man doch ruhen lassen … oder nicht!?
Meine Meinung
Interessante Reise in die Gegenwart der deutsch-französischen Nachkriegsjahren. Dazu eine berührende Geschichte, dass Erinnerungen tief in der Seele verweilen und nie vergessen werden.
Ich liebe die Idee von Miriams Großmutter, die sich nach einem Schlaganfall an etwas erinnert das längst in Vergessenheit durch das reale Leben geriet. Dazu gefällt mir Miriam sehr gut, die sich auf Spurensuche macht auch wenn davon nicht jeder begeistert ist. Man wird immer wieder in die Gegenwart 2018 und in die Vergangenheit entführt bis zu dem Zeitpunkt wo Klara erst vierzehn Jahre alt war und wie der Krieg ihr Leben durcheinanderbrachte. Gewohnheiten veränderte und auch Narben hinterließ.
Toll finde ich auch von der Autorin Bettina Storks, das sie eine Zeitzeugin aus eben dieser Zeit aus Konstanz hatte, deren Interview am Ende des Buches noch einen Einblick in Lilly Heinzles Leben gibt die, wie Klara, Schneiderin von Berufswegen war.
Hier hat mich das bildhafte Setting berührt, die starken Protagonisten die man hier kennenlernt und einen Weg, in dem die Hoffnung nie erlischt.
Klappentext: Freiburg im Breisgau, 2018: Nach einem Schlaganfall spricht Miriams hochbetagte Großmutter plötzlich französische Worte – eine Sprache, die sie angeblich nie gelernt hat. Miriam erkennt schnell, dass Klara weit mehr verbirgt, doch alle Nachfragen finden kein Gehör. Was genau passierte im Leben der Großmutter? Warum verließ sie Freiburg und ging im Dezember 1949 überstürzt nach Konstanz? Miriams Suche nach Antworten führt sie bis in die Bretagne, immer auf der Spur eines jahrzehntelang gehüteten Familiengeheimnisses.
Meine Meinung: Bettina Storcks schreibt in einem leichten und flüssigen Schreibstil über eine deutsch-französische Nachkriegsgeschichte, die über Freiburg und Konstanz bis in die Bretagne führt. Als Leser taucht man sofort in die zwei Zeitebenen ein. Zum einen werden die Ereignisse aus der die Sichtweise Klaras in den 50iger Jahre erzählt, zum anderen lesen wir die Geschichte aus der Perspektive der Enkelin Miriam. Die Liebe der Enkelin zur Großmutter wird rührend beschrieben und lässt einen gut eintauchen. Mir gefällt auch, dass die beiden Hauptcharaktere sich nicht unterkriegen lassen. Die deutsch-französische Liebesgeschichte der Großmutter kam etwas zu kurz, dafür wurden viele Nebenschauplätze erzählt. Klara hat einiges erlebt und einige Geheimnisse für sich behalten, denn sie musste immer schnell nach vorne schauen und ihre Probleme lösen. Trotzdem hat mich das Buch berührt, denn Klaras Geschichte und der geschichtliche Hintergrund der Nachkriegszeit haben mich gefesselt.
Fazit: Meine Leseempfehlung für einen warmherzig geschriebener Roman mit einem interessanten historischen Hintergrund für schöne Lesestunden. (4 von 5 Sternen
Hier ist mir als erstes das wunderschöne Cover aufgefallen, welches wunderbar zu der Geschichte passt und auch der Klappentext hat mich sehr neugierig gemacht.
Bettina Storks hat eine sehr berührende Geschichte um Klara und ihre Nichte Miriam geschrieben, die wir beide von 1948-2018 begleiten dürfen. All die Jahre hütet Klara ein Geheimnis, dass sich auch noch siebzig Jahre später auf Miriams Leben auswirkt.
Die Geschichte wird abwechselnd in zwei Zeitebenen erzählt. Ich habe Miriam sehr gerne auf ihrer spannenden Reise, in denen sie nach den Spuren ihrer Vergangenheit sucht, begleitet.
Die Suche gestaltet sich sehr schwierig, scheint sogar aussichtslos zu sein, doch sie gibt nicht auf.
Auch Klara hat mein Herz sehr berührt, ich mochte sie sehr gerne und konnte daher umso mehr mit ihr mitfühlen, denn das Leben meint es nicht immer gut mit ihr.
Die Autorin hat einen sehr schönen, flüssigen und spannenden Schreibstil und hat sehr authentische Protagonisten erschaffen. Auch von Freiburg (obwohl ich dort noch nie war) konnte ich mir durch die schönen Beschreibungen ein klares Bild vor Augen führen.
Fazit: Eine berührende Familiengeschichte, die dem Leser sehr ans Herz geht und von Liebe, Schuld und Verzeihen handelt.
Das war mein erstes Buch von Bettina Storks, aber mit Sicherheit nicht mein letztes, da ich ihren Erzählstil sehr genossen habe. Ich hatte wunderschöne Lesestunden und vergebe daher sehr gerne 5/5 Sterne.
Auch der 3. Roman, der im Bundle um die historischen Familienromane von Bettina Storks dabei war, hat mich bereits mit dem Cover begeistert. Der Schreibstil hat dazu verleitet, das Buch in Windeseile lesen zu wollen. Allerdings gab es dieses Mal ein, zwei Kapitel, die sich ein wenig gezogen haben. Trotzdem gefiel mir die Geschichte um Miriam und ihre Großmutter Klara sehr gut. Vor allem die Szenen, die quasi als Rückschau in der Vergangenheit spielten, mochte ich besonders gerne. So hat man Klara noch von einer anderen Seite kennengelernt. Viele Geheimnisse wurden aufgedeckt, auch wenn ich einige davon schon erahnt habe. Mit Miriam bin ich derweilen nicht so zu 100% warm geworden, obwohl sie eine neugierige, aufgeweckte Frau ist und ich vor allem ihren Ehrgeiz, der Vergangenheit auf den Grund zu gehen, gerne mochte. Wen ich im Gegenteil dazu sofort ins Herz geschlossen habe, ist die junge Klara. Man hat im Laufe der Kapitel, die in der Vergangenheit spielten, richtig gemerkt, wie sie erwachsen geworden ist und den Kopf nie hängen gelassen hat. Auch Eduard, Miriams Großvater und Klaras Mann, fand ich ein wirklich toller, liebevoller Mensch.
Fazit: Bettina Storks Begabung historische Familienromane zu schreiben ist einfach nicht zu leugnen. Miriams und Klaras Geschichte hat mir sehr gut gefallen und mich für einige Lesestunden gut unterhalten, allerdings gibt es auch ein paar Kleinigkeiten, die ich bekritteln muss. Trotzdem kann ich den Roman weiterempfehlen!
Miriams Großmutter spricht nach einem Schlaganfall plötzlich Französisch. Eine Sprache, von der Miriam nicht wusste, dass ihre Großmutter Klara sie spricht. Miriam will ihrer Großmutter helfen und beginnt Fragen zu stellen. Doch egal wen Miriam fragt, sie wird abgeblockt. Doch sie lässt sich nicht entmutigen und sucht in der Vergangenheit nach Spuren, die sie in die Bretagne führen...
Den Roman “Klaras Schweigen” hat Bettina Storks gemeinsam mit dem Verlage Diana am 8. März 2021 herausgebracht. Bei diesem Cover mag ich die Farben besonders gerne. Eine Frau steht unter einer Kastanie und schaut über den Steg und See in einen Sonnenuntergang. Die Farben leuchten herbstlich. Sie trägt Kleidung aus einer vorigen Generation, ich denke ungefähr an die 60-er Jahre. Bei den Herbstfarben und den Sonnenuntergang denke ich an Vergangenes: Den vergangenen Sommer und den vergangenen Frühling. Der Titel "Klaras Schweigen" beschäftigt mich mit der Frage, was Klara aus ihrem Sommer/Frühling verschweigt. Ich bin gespannt und fange an mich mit ihrem Geheimnis zu beschäftigen. Mit ihrem flüssigen, gefühlvollen und bildhaften Schreibstil hat mich die Autorin gleich in das alte Freiburg im Jahr 1944 entführt. Dort beginnt Klaras Geschichte. Bettina Storks erzählt sie in zwei Zeitsträngen. Wir erleben die junge Klara mit ihrer Familie in der deutsch-französischen Nachkriegszeit rund um Freiburg und Konstanz. Mit ihrer Enkelin Miriam erleben wir die Suche nach Informationen aus Klaras Leben, die sie bis in die Bretagne führen. Alle Charaktere sind lebensnah gezeichnet, ihre Handlungen passen in die Zeit über die wir lesen und sind ohne Ausnahme nachvollziehbar.
Bettina Storks umrahmt Miriams Suche nach Klaras Geheimnis mit einem Ausflug in die deutsch-französische Nachkriegszeit. Der 400 Seiten starke Roman hat mich zu jeder Zeit gut unterhalten und mir nebenbei noch Wissen vermittelt.
Nachdem mich der letzte Roman der Autorin, “Leas Spuren“, absolut begeistert hat, freute ich mich umso mehr auf eine neue Geschichte, in die ich abtauchen konnte. Diesmal führt uns die Autorin nach Freiburg. Dort hat die hochbetagte Klara einen Schlaganfall und spricht plötzlich französisch Eine Sprache, die sie angeblich niemals gelernt hat. Ihre Enkelin Miriam ist der Sprache mächtig und erkennt, dass ihre Großmutter etwas verschweigt. Doch auf all ihre Nachfragen erhält sie keine Antworten. So begibt sie sich auf Spurensuche im Leben ihrer Großmutter und stößt schnell auf die Frage, warum Klara 1949 völlig überstürzt von Freiburg nach Konstanz gezogen ist. Miriams Suche nach Antworten führt sie schließlich in die Bretagne. Sie hofft, dass sie dort die Mauer des Schweigens durchbrechen kann. Die Autorin schafft es wieder einmal mit ihrem bildhaften Schreibstil den Leser in ein Stück deutsche Geschichte mitzunehmen, welches sie gekonnt mit ihrer fiktiven Geschichte verwebt. Miriam, als Enkelin von Klara, war mir auf Anhieb sympathisch. Ich hätte auch nicht locker gelassen und wäre auf Spurensuche in der Familiengeschichte gegangen. Mit Klara hingegen hatte ich so meine Probleme. Gerade die junge Klara, die in Rückblenden immer wieder näher beleuchtet wird, fällt Entscheidungen, die ich nicht immer wirklich nachvollziehen, da man absehen kann, dass diese zu Problemen führen. Da stellte ich mir oft die Frage, ob sie einfach naiv war oder einem Problem wegrennen möchte. Leider war Pasqual, der wirklich viel Potential als Figur hatte, auch eher enttäuschend für mich. Er blieb viel zu blass, was ich absolut schade fand. Dennoch muss ich zugeben, dass mich die Geschichte gefesselt hat und ich am Ende sogar das ein oder andere Tränchen verdrückt hatte.
Miriams hochbetagte Großmutter Klara spricht nach einem Schlaganfall plötzlich Französisch. Was verbirgt Klara? Und was hat sie in ihrem Leben alles erlebt? Miriam macht sich auf die Suche nach Antworten und kommt einem lange gehüteten Familiengeheimnis auf die Spur.
Die Beschreibung dieses Romans hat mich sofort angesprochen und sehr neugierig gemacht. Außerdem fand ich das Cover wunderschön, so dass ich mich sehr auf dieses Buch gefreut habe. Der Schreibstil war richtig toll und ließ sich schnell und flüssig lesen. Ich konnte mich komplett auf die Geschichte einlassen und in die verschiedenen Zeiten eintauchen. Die Beschreibungen waren sehr authentisch und lebendig. Die Charaktere wurden liebevoll und echt beschrieben. Sie wirkten absolut passend und fügten sich super in die Story ein. Ich konnte mich hervorragend in Miriam und Klara hineindenken und mit ihnen mitfühlen. Ich war einfach mittendrin. Die Geschichte gefiel mir wichtig gut. Ich fand insbesondere die beiden Zeitebenen, in denen die Geschichte erzählt wurde, sehr faszinierend und gelungen. Ich liebe solche Romane, die mich tief in die Vergangenheit führen und deren Sinn bzw. Verbindungen zur Gegenwart sich erst nach und nach zeigen. Genau so war es hier auch. Ich fand die gesamte Geschichte unglaublich spannend, fesselnd und ergreifend, voller Emotionen und Tiefgang. Am Ende wurden dann alle Fäden miteinander verbunden und bildeten einen rundum gelungenen Abschluss.
Ein wunderbarer Roman, der mich total gefesselt hat. Ich vergebe 5 von 5 Sternen.