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Bonobo Moussaka

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Elle a mis deux enfants au monde. Dans ce monde-ci. Elle a mis deux enfants au monde et elle les emmène fêter Noël chez son cousin Martin. Faisant tomber les masques civilisés des hôtes, elle nous révèle leur véritable nature, tantôt labrador, tantôt rottweiler... Elle nous raconte aussi sa propre histoire, son adolescence et la révélation de sa condition de bonobo, sa mère nymphomane et son père amoureux comme un marin perdu. Entre les cadavres des migrants sur les plages européennes, l'histoire qui radote et n'apprend rien, l'économie qui perd le nord, les couples et leur mécanique étrange, un canapé Château d'Ax et une souris lyophilisée, elle nous invite à écouter son monologue intérieur, acide et désabusé. Elle ne se résigne pas. Elle hurle, elle rit, elle chante mais elle ne se résigne pas. Parce qu'elle a mis deux enfants au monde.

113 pages, Kindle Edition

First published October 1, 2017

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About the author

Adeline Dieudonné

20 books251 followers

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Community Reviews

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24 (11%)
1 star
6 (2%)
Displaying 1 - 19 of 19 reviews
Profile Image for Meike.
Author 1 book5,059 followers
November 9, 2021
Wow, this was...terrible. Dieudonné's short story (in my German-language edition, almost every sentence gets its own paragraph, so the whole thing stretches over way more pages than necessary) is written from the perspective of a mother of two who visits her cousin Martin and his family for Christmas. Another married couple, friends of Martin's, are also in attendance. The chamber play is crafted as our narrator's internal monologue, an actress who looks down on the people she spends the day with, because...well, why? Because she disapproves of their attitude twoards fiscal matters? Because they gift her incense sticks? A lot of her resentment is based on mere projection. And mind you, it's not like she verbalizes her standpoints or expresses alternative views, she just sits there and internally disapproves. We don't learn whether there is anything she actively does to promote her convictions, neither verbally nor through actions during or outside this gathering. She indulges in her feelings of superiority without drawing actual consequences - and that setting is smart in the age of internet activism.

So the story could be interpreted in interesting ways: Is the narrator a bigot with a pathetic superiority complex? That's certainly an argument you could make, even if you agree with her. But then the publisher decided to add the worst afterword I have ever read. Now printed in single spaces and almost without paragraphs to divert from the fact that the text is almost as long as the short story itself, Nike van Dinther goes on a virtue signalling rampage that's only very loosely connected to the text itself, but aims to rob it of all ambiguity. After stating that COVID has made transphobia worse etc. (how? and what does that have to do with the book?), van Dinther borrows cred from people like Carolin Emcke, Leslie Jamison, Max Czollek, Kübra Gümüşay et al., so people who actually added to the national and partly international conversation, and then writes page after page about capitalism, the patriarchy, empowerment of maginalized groups yada yada yada. And don't get me wrong: These are important topics. But is virtue signalling now enough to qualify as the afterword to a literary text that opens other windows of interpretation that are now shut out, because ambiguity is...bad? Because the text needs to be framed as an intersectional outcry to smash the patriarchy? That's really a strech.

To read Dieudonné's short story critically would render it interesting, because throwing around sentences that are sure to be applauded in leftist circles is very easy, but actually speaking out, actually changing your behavior and your situation (all things the protagonist doesn't do), that's way harder. That the afterword just does what the protagonist does, that it does not question the text at all, is ironic. It even contains the sentence: "Far too often and too quickly, we just repeat what we hear where we suspect the dominant mode of interpretation." I had to laugh when I read that, because it's exactly what van Dinther does: Playing to the choir, throwing around buzzwords and gratuitous wisdom. And because the text is almost as long as that of Dieudonné, it weighs rather heavy when judging this book.

So while I wouldn't say Dieudonné's story is particularly strong, it offers interesting points for discussion. Afterwords to literary texts should interrogate them.
Profile Image for laleliest.
430 reviews67 followers
January 2, 2022
Die Protagonistin hält auf wenigen Seiten einen inneren Monolog über eine Situation, die viele von uns wohl gut kennen. Sie ist alleinerziehende Mutter und an Weihnachten bei ihrem Cousin und dessen Familien eingeladen. Vor Ort ist auch ein Freund und dieser entpuppt sich als Vorzeige-Mann mit Weltanschauungen eines Bilderbuchkapitalisten inklusive Frauenbild von 1950. So lässt uns die Protagonistin an ihren Gedanken während dieser doch eher Kräfte zehrenden Gesprächsrunde teilhaben und geht dabei auf aktuelle Themen wie Flucht, Klimawandel, Feminismus und Rassismus ein.
Dieses kleine Büchlein ist keinesfalls mit „Das wirkliche Leben“ zu vergleichen, da es sich vor allem nicht um einen Roman oder langfristige Lektüre handelt. Ich habe den Monolog (übersetzt von Sina de Malafosse) in unter einer Stunde gelesen, was vor allem auch an der sehr besonderen Seitengestaltung liegt. Adeline Dieudonné hat, wie ich finde, einen sehr kennzeichnenden kritischen und ehrlichen Schreibstil, der durch humoristische Wortwahl auffällt. Dies hat mich auch hier wieder überzeugen können. Dennoch hat mir in diesem Monolog etwas gefehlt. Es wurde meiner Meinung nach zu viel angesprochen und zu viel gesprungen, was aber Gedanken natürlich auch so an sich haben. Ihr merkt, ich bin mir noch nicht ganz sicher, was ich von diesem Büchlein halten soll. Ich glaube, es ist ganz nett für zwischendurch und beim erneuten Lesen würde man noch neue Details entdecken, allerdings konnte es mich nicht komplett abholen. Ich freue mich dann lieber auf einen weiteren richtigen Roman von ihr.
Profile Image for miss.mesmerized mesmerized.
1,405 reviews42 followers
November 17, 2021
Das alljährliche Weihnachtsessen verbringen die Erzählerin und ihre beiden Kinder wie immer mit ihrem Cousin Martin, dessen Frau Françoise und deren drei Töchtern, sowie dem befreundeten Paar Philippe und Muriel, die mit ihren drei Söhnen ebenfalls in das Vorstadtreihenhäuschen kommen. Es dauert nicht lange, bis sich die eklatanten Differenzen zeigen und der Kampf um die verbale Vorherrschaft beginnt. Jedoch nicht nur zwischen den Männern, sondern auch die Paare selbst treten in einen subtilen Abrechnungskampf miteinander, der über die großen gesellschaftlichen Themen geführt wird und der bei der Erzählerin auch alte Wunden wieder aufreißt. Ein Weihnachtsfest im Kreis der Liebsten, bei dem man sich fragt: wenn die Liebsten schon so miteinander umgehen, wozu wären die ärgsten Feinde dann fähig?

Die belgische Autorin Adeline Dieudonné ist in Deutschland im vergangenen Jahr mit ihrem Roman „Das wirkliche Leben“ der Durchbruch geglückt, auch ihr Roman „Kérozène“ konnte mich restlos überzeugen. „Bonobo Moussaka“ ist unschwer erkennbar als Theaterstück konzipiert und bereits 2018, noch vor ihrem großen, vielfach ausgezeichneten Debutroman, erschienen. Tatsächlich fällt es auch viel leichter, sich die Handlung auf einer Bühne um eine gedeckte Tafel vorzustellen als den Text in Buchform zu genießen. Nichtsdestotrotz kommt auch beim Lesen die pointierte Zuspitzung der zivilisierten Runde, die hinter verschlossener Tür so manche Maske fallen lässt, gut zu tragen.

Kein großes Thema lassen die Gäste aus. Der unweigerliche Vergleich, wer das schönere Haus hat, mehr im Beruf erreicht hat, wessen Kinder wohlgeratener sind – man kennt die und die gönnerhafte Verachtung, überspielt mit nonchalanter Lässigkeit der vorgeblichen Irrelevanz, für diejenigen, die eben nur Platz 2 oder 3 im internen Ranking belegen. Die Frage nach dem Alphatier ist schnell geklärt, wenn auch noch nicht abschließend abgerechnet.

Das Gespräch dreht sich um den Platz von Frauen in der Gesellschaft, oder eher: am Herd, Umweltschutz, Migration, die politischen Ansichten – die politisch korrekten Antworten auf die großen Fragen kennt jeder, aber im intimen Kreis wird man ja wohl mal sagen können... Aber man erfährt auch einiges über die Familie der Erzählerin, deren Eltern bei einem Unfall ums Leben kamen, was durch das schlechte Verhältnis eher eine Randnotiz wird, die durch eine ganz andere Enthüllung um Längen getoppt wird.

Die Autorin führt etwas vor Augen, was doch jeder kennt: das zwanghafte Zusammentreffen mit Verwandten und vermeintlichen Freunden, zu einem gesellschaftlich diktierten Anlass, zu dem niemand Lust hat und doch jeder den Schein wart und das Spiel mitspielt. Den Ausbruch wagt keiner, nur gelegentliche Risse offenbaren die Wahrheit hinter der Fassade des freundlichen Miteinanders.
Profile Image for Conny.
627 reviews87 followers
December 8, 2021
SEHR kurzer innerer Monolog darüber, wie die Erzählerin das gerade stattfindende Weihnachtsdinner mit Familie/Freunden hasst, weil Familie/Freunde wahlweise unterwürfige/selbstherrliche/unreflektierte Personen mit unerträglichem Nachwuchs sind. Ok, ich kann soweit nachfühlen, aber man muss sich das ja nicht geben (oder könnte den Mund aufmachen; oder zumindest die Person unterstützen, die es tut, anstatt ihr nur innerlich zu gratulieren). Die Frage ist: Ist man selbst so viel besser?

DAS könnte ein interessanter Anknüpfungspunkt sein. Anknüpfen tut hier allerdings nur ein wahnsinnig schlechtes Nachwort. Tolle Leistung, Nike, du bist total belesen. Und ja, die Welt ist scheisse, Nike. Das ändert aber nichts daran, Nike, dass sich dieser Text absolut nicht um Transphobie oder Intersektionalität dreht. Warum gehst du nicht auf den Text ein, Nike?

Mit diesem «Nachwort» (Rant) wurde echt eine Chance vertan, interessante Denkanstösse aus dem Text zu ziehen. Schade.
Profile Image for julie.
190 reviews2 followers
December 28, 2022
So wenig Seiten mit so wahnsinnig viel Input und wichtigen Themen! Mochte es total und werde es definitiv nochmal lesen. Auch das Nachwort fand ich total spannend und ich überlege nun im neuen Jahr mehr in diese Richtung zu lesen.

Bin weiterhin begeistert von Adeline Dieudonné und hoffe, dass noch viele weitere Bücher von ihr erscheinen!!
Profile Image for Elisa.
161 reviews3 followers
June 12, 2022
Erst war ich nicht ganz überzeugt, doch plötzlich wurde dieses Prinzip von Text – Gedankengänge, kaum merklich an eine Handlung gebunden – so authentisch, dass ich des Öfteren schmunzeln musste oder an meine eigene Teenagerzeit zurückgedacht hab. Dieses Gefühl spricht für mich für ein gelungenes Buch, das gerade im Hintergrund der Corona-Pandemie ein erschreckend reales Bild auf die Gesellschaft eröffnet.
Profile Image for ReadLikeAWoman.
205 reviews
September 30, 2025
Bonobo Moussaka von Adeline Dieudonné

Dieses kleine Buch hat mich sofort gepackt, weil es so herrlich bitterböse mit etwas Alltäglichem wie Weihnachten spielt. Hinter Glanzpapier und Familienritualen schaut Dieudonné genau hin und legt das frei, was man eigentlich lieber überdecken würde: Streit, alte Wunden, heimliche Gedanken. Ihr Ton ist spitz, ironisch und manchmal so schonungslos ehrlich, dass ich gleichzeitig lachen und schlucken musste.

Besonders mochte ich, wie sie mit Erinnerungen, Beobachtungen und Gedankenfetzen arbeitet, fast wie ein innerer Monolog, der sich ständig selbst kommentiert. Da steckt viel Wut drin, aber auch Humor und dieser Blick für das Absurde. Es fühlt sich an, als würde man bei einem Weihnachtsessen am Tisch sitzen und dabei allen ins Herz schauen.

Ganz perfekt war es für mich aber nicht. Gerade weil das Buch so kurz ist, rauschen manche Themen fast zu schnell vorbei. Ich hätte mir gewünscht, dass einige Dinge länger ausgeführt werden, bevor die nächste Spitze kommt. Auch die Nebenfiguren bleiben eher blass – im Zentrum steht ganz klar die Erzählerin und ihre Perspektive. Das Nachwort von Nike van Dinther bringt zwar noch einmal zusätzliche Deutung, aber ich persönlich hätte es gar nicht gebraucht, weil der Text schon für sich so stark wirkt.

Am Ende bleibt Bonobo Moussaka für mich ein wilder, bissiger Schlag ins Gesicht der vermeintlichen Harmonie. Ein Buch, das nicht weichzeichnet, sondern direkt trifft – unbequem, klug und absolut lesenswert.

★★★★☆ (4 von 5 Sternen)
Profile Image for Michaela.
15 reviews
May 4, 2024
Viele unzusammenhängende Gedankenblitze einer Frau bei einem Essen und einer Feier, auf der sie nicht sein möchte. Weitere Gäste am Tisch auf die sie keinen Wert legt.

Der Schreibstil passend zu ihren Gedanken: ein Sätzchen, 2 Leerzeilen, ein Sätzchen, dann Schwupps: mal wieder eine überschwappende (Gedanken-)Welle mit 4-5 Sätzen am Stück.

Eine kurze Berieselung für mich als Leserin. Die Schilderung und somit der Hauptpart des Buches schon vorbei, während ich mich noch frage, was ich da denn gerade lese und wo das hinführen soll…

Das Nachwort dann jedoch die Krönung: Wahnsinn was man*frau in die erste Buchsequenz hineininterpretieren kann und welche politischen/ gesellschaftlichen Ableitungen aus den vorherigen Gedankenblitzen und Momentaufnahmen gezogen werden können. So „um die Ecke“ habe ich nicht gedacht.

Das war nichts für mich: Weder der Monolog noch die laut Klappentext „Klugen Fragen“ im Nachwort.
Profile Image for Victoria.
346 reviews1 follower
December 22, 2024
C’est Noël et la narratrice est chez son cousin avec ses deux enfants et un couple d’amis. Elle observe le comportement des invités. Le dominant, qui se comporte comme un bonobo, le soumis, comme un chien. Les femmes regardent, se demandant si elles ont choisi le bon homme. La narratrice se perd un instant dans son enfance, une mère qui prend toute la place et brise la jeune fille qu’elle était. C’est une triste satire des rapports de domination, mais réaliste, avec une question finale : qu’est-ce que j’offre à mes enfants ? C’est court, mais puissant, avec de beaux paragraphes qui font réfléchir. Très touchant.

https://redheadwithabrain.ch/index.ph...
3 reviews
January 1, 2026
Für ein kurzweiliges Vergnügen zwischendurch ist die Geschichte durchaus geeignet. ein paar Stellen brachten mich zum Schmunzeln, die Seiten fliegen dahin, mehr dann aber auch nicht. Bei so kurzen Büchern fällt es mir schwer passende Worte zu finden.
Gut lesbar, ein paar kritische Themen werden angerissen und auf humorvolle Weise inziniert, es reicht aber nicht, um wirklich irgendeine größere Emotion oder Nachdenklichkeit anzuregen.
Profile Image for Ariane Tremblay.
54 reviews2 followers
January 3, 2024
Un beau monologue très juste, qui jette un regard acide et juste sur notre monde pas toujours sensé.
Profile Image for Agnes.
84 reviews
May 18, 2025
J'ai eu l'impression d'avoir lu une collection de pensées, de notes qui auraient pu être développés pour écrire un livre.
Profile Image for Helena.thebest .
8 reviews1 follower
February 20, 2022
Ich bin immer wieder beeindruckt, wie unglaublich der Schreibstil von Adeline ist. Meine absolute Lieblingsautorin.
Profile Image for Lesewahn.
135 reviews17 followers
August 11, 2022
Einzig allein das Nachwort hätte ich nicht gebraucht zum Verdauen der Geschichte - aber der Rest war einfach abgefahren irre 🤩 und so viele wichtige Themen in so einem kleinen Buch!
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