Gewinner des Bookdate Contest 2022 in der Kategorie Fantasy. Nominiert von Bernhard Hennen (Die Elfen-Saga, Die Phileasson-Saga): "Ich habe das Buch einfach nur verschlungen, konnte es nicht mehr weglegen und bin total geflasht." (Nishi, Lovelybooks) "Eine Spur aus Sternenstaub in der Seele." (PoetryandCoffee, Lovelybooks) "Ich konnte mir die verschiedenen Szenen in der Traumwelt bildlich vorstellen, als wäre ich mittendrin und genau so soll es sein." (Jenny3003, Lovelybooks) "Dreams are my reality." (ZILLANJA, Lovelybooks) Traumforscher Dr. Jakob Lem arbeitet im Schlaflabor der Berliner Charité an der revolutionären Behandlungsmethode Therapeuten in die Träume anderer Menschen zu Projekt DreamWalker. Dr. Lems fünfzehnjährige Tochter Isabella Lem ist hochsensibel. Sie hält sich von Geräuschen und Menschen fern und zeichnet Insekten im Garten. Nur in ihren Träumen ist frei, denn Isa ist Klarträumerin, genau wie ihr Vater. Dr. Lem fördert das Talent seiner Tochter und will sie zur DreamWalkerin ausbilden. Nach einem Verkehrsunfall liegt Dr. Lem im Koma und Projekt DreamWalker droht das Aus. Isa kann sich ein Leben ohne ihren Vater nicht vorstellen. Zum ersten Mal in ihrem Leben geht sie ein Risiko ein und bricht als DreamWalkerin zu einer Reise ins Unbekannte auf. Kann Isa den Traum ihres Vaters finden und ihn aus dem Koma wecken? Es gibt eine Welt in Entdecke sie! Science-Fiction in der nahen Zukunft der Erde. Wissenschaftliche Experimente, die Unvorhergesehenes wecken. Türen, die sich in eine andere Welt öffnen. Wer Bücher wie Der Zeitbrüchige, Piranesi, Die Unendliche Geschichte oder Die zehntausend Türen mochte, oder Filme wie Butterfly Effect, Inception, Dreamscape oder Projekt Brainstorm, dem sei Projekt DreamWalker wärmstens ans Herz gelegt.
Träume. So wichtig und so unerklärlich für uns. Aber es gibt Forschungen, die das ändern wollen. Diese Geschichte ist sehr faszinierend. Das Leben dieses Buches baut sich langsam auf. Wir lernen alle Charaktere nach und nach intensiver kennen. Ebenso das Umfeld und die Gedanken. Die Traumwelt bringt dann die Spannung dazu. Ich habe mich, zusammen mit Isa, durch diese Welt bewegt. Ein Buch, das sich langsam, aber intensiv entwickelt und Spannung aufbaut. Eine fremde Welt wird betreten. Am Ende möchte man gerne sofort weiter lesen.
Ich kenne Ödland ja noch nicht, aber ich muss sagen mit dieser Geschichte hat mich Christoph wirklich in einen faszinierenden Bann gezogen. Wenn in einer Geschichte Realität und Traumwelt verschwimmt, dass der Leser nicht klar weiß, wo er sich befindet, dann nennt man dass wohl Spannung. Ich mag es ja mittlerweile gerne, wenn auch das Genre ineinander verschwimmt, hier war sehr viel SiFi dabei, eine gute Menge Fantasie und auch ein Anteil an Thriller. Eine sehr beeindruckende Geschichte rund um eine Thematik die sehr tief geht, und die Erforschung wohl auch erst in den Kinderschuhen steckt.
Ich nehme nur sehr selten Rezensionsexemplare an, denn meistens passt das Genre, das Thema, oder das ganze Format der angefragten Rezension überhaupt nicht zu meinem Lesegeschmack. Doch als Christoph Zachariae mir eine Email schickte mit einem Link zur Leseprobe von Projekt DreamWalker, war ich sofort angefixt.
Es geht um Dr. Jakob Lem, einem Traumforscher, der Mittels einer selbstentwickelten Methode Komapatienten wieder ins Leben zurückholen will. Sogenannte DreamWalker mit luziden Träumen sollen sich in den Komatraum des Patienten einklinken, und ihn zum aufwachen bewegen. Doch bisher gibt es nur einen DreamWalker: Jakob selbst. Seine Erfolge mit den Patienten sind nur mäßig. Doch es gibt noch etwas, wofür sich seine Traumforschung lohnt: seine autistische Tochter Isa hat sein Talent geerbt, und in gemeinsamen Träumen kann er ihr so nahekommen, wie es in der realen Welt nicht möglich ist.
Doch Jakob unternimmt immer wieder Traumreisen, die er vor seinen Mitarbeitern und auch Isa versteckt. Als ihm ein Unglück geschieht, hängt es von Isa ab, ihn wieder zurück zu holen, doch das ist einfacher gesagt als getan.
Das Thema hat mich sofort gepackt, denn ich habe selbst manchmal luzide Träume. So detailreich und gewaltig wie Isa und Jakob träume ich dabei zwar nicht, aber ich kann meine Träume manchmal bewusst beinflussen. Bei mir ist es eher so, dass mir eine Entwicklung im Traum nicht gefällt - zum Beispiel ist die ganze Schokolade im Laden ausverkauft, und ich bin sehr enttäuscht darüber - dann kann ich mich manchmal dazu entscheiden, die Regale im Laden einfach zu füllen, und die Szene "nochmal" zu träumen, aber diesmal mit einem besseren Ergebnis.
Die Hauptfiguren Jakob und Isa fand ich sehr überzeugend. Jakob ist von Natur aus eher schüchtern, bekommt es aber hin, Vorträge zu halten, wenn es unbedingt sein muss. Auch mit seinem Chef kann er umgehen, wenngleich es ihn nervt. Seine Arbeit ist für ihn das Wichtigste überhaupt, abgesehen von Isa, für die er auch den Zorn seiner Vorgesetzten riskiert.
Isas Gefühlswelt wird eindrucksvoll dargestellt. Ihre Probleme, sich in der richtigen Welt auszudrücken oder mit Menschen Verbindungen einzugehen, werden sehr gut beschrieben. Wir bekommen einen Eindruck ihrer Zerrissenheit zwischen dem Wunsch, sich normal verhalten zu können, und den Hürden, die die Reizüberflutung der Außenwelt für sie darstellt.
Die Kapitel sind aus unterschiedlichen Sichtweisen geschrieben: entweder finden sie in der realen Welt statt, oder in der Traumwelt. Um auseinanderzuhalten, was Wirklichkeit und was Traum ist, hat der Autor vor jedem Kapitel eine Zeichnung eingefügt: Eine Steinsäule für Jakob, und einen Käfer für Isa. Wenn sie träumen, hat Jakobs Steinsäule Augen, und Isas Käfer spreizt die Flügel. Ich gebe zu, dass ich da zuerst nicht drauf geachtet habe, sondern erst durch einen Hinweis von Christoph dahinter kam. Wenn man es aber weiss, ist es clever, denn zumindest im ersten Drittel war ich mir einmal nicht sicher, ob Jakob geträumt hat oder nicht. Anhand der Zeichnung konnte ich dann nochmal nachsehen, was jetzt Sache ist in dem Kapitel.
Es gibt ein paar Stellen, die ein bisschen gruselig sind, aber auf so eine schöne Gänsehaut Art und Weise, bei der man froh ist, nicht selbst der Protagonist zu sein, aber trotzdem nicht aufhören kann zu lesen. Und natürlich gibt es auch Gefahren, die es zu bestehen gilt. Bei einer Szene die Isa erlebt, hätte ich mir fast ins Hemd gemacht, denn obwohl ich wirklich nötig musste, konnte ich das Buch nicht weglegen, bis ich wusste, wie es ausgeht.
Die Traumwelten sind schön abwechslungsreich - mal ein Waldsee in Norwegen, mal ein Fischerdorf in Spanien. Mehr kann ich dazu nicht schreiben ohne zu spoilern, auch wenn es mir unter den Nägeln brennt.
Christoph Zachariae hat eine fantastische Welt erschaffen, in die Jakob und Isa sich im Traum hinauswagen. Ob es Isa gelingt, Jakob zu retten, wird sich erst in den Folgebänden herausstellen. Ich persönlich kann kaum abwarten bis der zweite Band erscheint und ich wieder in die Traumwelten abtauchen kann.
Ich liebe Geschichten übers Träumen, aber dieses Buch geht da in eine ganz andere Richtung, als ich es bisher kenne. Den Aspekt der Traumforschung fand ich ziemlich spannend, weshalb das Buch den Weg in mein Regal fand. Was mir zuerst aufgefallen ist, sind ehrlich gesagt die wirklich schönen und intelligenten Illustrationen, die im Buch vor jedem Kapitel abgebildet sind. Die springen natürlich direkt ins Auge und das Auge liest nun mal mit! 🙂 Als Zweites fällt dann aber direkt der Schreibstil auf. Dieser ist sehr bildgewaltig und angenehm, allerdings würde ich ihn nicht als „leicht“, sondern etwas anspruchsvoll beschreiben. Dadurch brauchte ich auch Konzentration und Ruhe, wenn ich zu diesem Buch gegriffen habe. Im Mittelpunkt der Geschichte stehen Dr. Jakob Lem und seine Tochter Isa. Beide sind sehr in sich gekehrt, haben aber eine ganz besondere Beziehung zu einander, die ich sehr schön finde! Trotzdem haben mir manchmal Konversationen und Dialoge gefehlt. Auf jegliche Konversationen mit Jakobs Frau Maude hätte ich dagegen verzichten können. Spaß beiseite, Maude gehört definitiv in diese Geschichte und hat dort ihren Platz… ich mag sie nur überhaupt nicht! Die Thematik finde ich nach wie vor spannend und gut umgesetzt, allerdings hätte ich mir manchmal mehr Tempo gewünscht. Den Eindruck hatte ich aber, glaube ich, nicht zuletzt deshalb, weil der Klappentext meiner Meinung nach schon sehr viel erzählt.
Fazit: Ein eher anspruchsvolles Buch, was nicht „mal eben Zwischendurch“ gelesen werden möchte, sondern im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit stehen mag und sich in keine Schublade stecken lässt. Außerdem bin ich mir sicher, dass diese Geschichte gerade erst ihren Anfang nimmt.
sᴄɪғɪ ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️ʜɪɢʜʟɪɢʜᴛ . . Projekt Dreamwalker - Die Schatten ist der erste Teil einer Trilogie und hat mir unfassbar gut gefallen - und ist somit das erste Jahreshighlight 2022
Das Thema rund ums Träumen - um das Thema Koma und um die sich daraus ergebenden Hoffnungen und Möglichkeiten werden in einem absolut fantastischen Schreibstil sehr gut erklärt - mit dem nötigen wissenschaftlichen Hintergrund aber so verständlich dass es auch für Laien interessant bleibt
In den Traumsequenzen geht’s dann auch etwas in Richtung Fantasy und es kommen immer neue Fragen auf
Ich freue mich schon sehr auf den zweiten Teil und würde ja am liebsten gleich weiterlesen - aber ich muss mich etwas gedulden da der zweite Teil erst gegen Jahresende erscheinen wird
Von mir gibt’s eine absolute Leseempfehlung und das Buch zeigt wieder einmal das gute SciFi Geschichten nicht unbedingt Aliens, Raumschiffe oder den Weltraum beinhalten müssen
Traumforscher Jakob Lem hat sich schon als Kind eher in Träume geflüchtet als sich der Realität zu stellen. Nun hat er seine Leidenschaft zum Beruf gemacht und ist Leiter der Abteilung »Traumforschung« an der Charité in Berlin. Er und seine Mitarbeiter arbeiten an einem Projekt, das die Medizin revolutionieren könnte. Sie möchten in die Träume von Komapatienten eintreten und versuchen, diese aus ihrem Zustand zu wecken. Bisher leider ohne Erfolg. Jakob Lem ist bisher der einzige »Dreamwalker«, der es geschafft hat fremde Träume zu betreten und sich in ihnen zu bewegen, ja, sogar, sie zu beeinflussen. Seine Tochter Isabella, die unter Autismus leidet, meidet ihre Umwelt und deren Geräusche und kapselt sich in ihrer eigenen Welt ein. Der Alltag ist für sie eine Hürde, soziale Kontakte meidet sie und zu ihrer Mutter hat sie keine Beziehung. Nur mit ihrem Vater, den sie Jakob nennt, kommuniziert sie, er versteht seine etwas seltsame Tochter auf eine Art und Weise wie kein anderer Mensch. Um Maude zu helfen ihre Tochter besser zu verstehen, versucht er zwischen den beiden einen »Traumkontakt« herzustellen aber Maude erweist sich als unfähig, die Enge der Schlafkapseln zu ertragen, so dass dieser Versuch scheitert. Aber Jakob stellt fest, dass seine hochsensible Tochter die geeignete Kandidatin für sein Projekt »Dreamwalker« ist und in ihrem gemeinsamen Träumen nähern sie sich an und lernen sich kennen. Für Isa ist diese Traumwelt ein Wunder, denn hier leidet sie nicht unter den Einschränkungen ihrer Krankheit und kann endlich ihre Gefühle ausdrücken.
Als der einzige Mensch, den Isa je geliebt hat, ins Koma fällt, versucht sie alles, um die Traumwelten alleine zu durchschreiten und zu helfen. Doch Jakob hat seine Tochter nicht umsonst gewarnt, dass das Traumreisen gefährlich ist und plötzlich befindet sich Isa in großer Gefahr.
Kommentar: Zuerst möchte ich auf das Äußere des Buches eingehen. Ich habe lange nicht mehr so ein qualitativ hochwertiges Hardcover in den Händen gehalten. Es handelt sich eigentlich um ein Selfpublisher Buch, wobei der Autor die Blogseite »LucidDreams E-Book Verlag« führt.
Zitat: »Hier postet Autor und Regisseur Christoph Zachariae aktuelle Neuigkeiten zu den Publikationen des E-Book und BoD Verlages LUCID DREAMS und interessante Hintergrundinformationen zu Geschichten aus Wissenschaft, Natur und Fantastik.«
Das Hardcover ist erstaunlich stabil, das Coverbild ein richtiges Highlight und den einzelnen Kapiteln voran findet sich jeweils eine kleine Illustration. So erkennt der Leser sofort, ob es sich um ein Kapitel mit Isa handelt oder um eines mit Jakob. Das finde ich sehr gelungen. Auch die Seitengestaltung passt dazu. Links und rechts je ein gleich breiter Rand, das Auge stolpert nie. Für mich ein seltenes Lesevergnügen. Die Geschichte mischt Wissenschaft und Science Fiction. Der Autor macht es dem Leser aber nicht zu schwer, den Details zu folgen. Die Erklärungen zu den Schlafkapseln und ihren Funktionen ist sehr verständlich, die ganze »Traumforschung« klingt überaus real und dass die Geschichte im heutigen Berlin spielt macht sie umso glaubhafter.
»Luzide Träume sind Träume, bei denen sich der Träumer bewusst ist, dass er träumt und seinen Traum beeinflussen kann.« (Zitat aus Wikipedia)
Das ist tatsächlich keine Idee sondern auf diesem Gebiet wird schon geforscht aber wie so oft, sind sich die Forscher in der Realität nicht einig, wie man einen Klartraum letztendlich definiert. Jakob Lem kann seine Träume bewusst beeinflussen und ihnen eine Richtung geben. Er lehrt Isabella diese Taktiken, so dass sie mit einer Handbewegung das Wetter ändern oder einen Ort verlassen kann. Isa ist sehr begabt, ihre sinnliche Wahrnehmung sehr ausgeprägt. Ich hatte mit Isabella ein wenig Probleme. Sie wirkt sehr kühl und distanziert, zu rational. Ich habe mir die ganze Zeit die Frage gestellt, ob sich Autisten ihres Handicaps bewusst sind und realisieren, dass sie anders sind. Meines Erachtens negiert sich Isa in der Realität zu sehr, ein sehr starker Kontrast zu ihrem Traum Ich. Und ich habe oft vergessen, dass sie erst 15 Jahre alt ist. Sie wirkt zu erwachsen auf mich und ihr Wissen ist mehr als einschüchternd. Aber ich habe mich bisher zu wenig mit dem Thema Autismus beschäftigt und kann daher nicht beurteilen, ob ihr Verhalten »normal« ist. Ihr Traum Ich ist voller Lebensfreude und sie saugt alle Erfahrungen mit allen Sinnen auf. Insgesamt gibt es nur wenige Charaktere in diesem Buch. Neben Isabella und ihrem Vater natürlich noch Maude, die keine Beziehung zu ihrer Tochter aufbauen kann und sich in ihrer Verzweiflung oft in ihr Atelier zurückzieht. Und dann noch der Leiter des Charité´, Professor Dr. Winfried Geusen, der Jakob Lem die unangenehme Öffentlichkeitsarbeit abnimmt, so wie Lems beide Assistenten, die Japanerin Aki und der Spanier Roberto. Im Traum begegnet Isa noch einer weiteren Person aber dazu möchte ich nichts verraten. Einiges an diesem Buch hat mich an den Film »Inception« erinnert, der ebenso komplex und außergewöhnlich ist wie dieses Buch. Da ich diesen Film liebe und hier als Vergleich nennen spricht für diese Geschichte von Christoph Zachariae, die mich genauso beeindruckt hat wie der Film. Der Autor beweist auch Humor, da er sich in diesem Roman im selben Atemzug mit Margaret Atwood nennt als : Zitat...»die eines unbekannten Berliner Autoren, dessen Namen sie nicht aussprechen konnte«.
Fazit: Keine einfache Geschichte aber ein sehr interessantes Thema, das mich neugierig auf Band zwei macht. Isabella ist kein Vorzeigepüppchen, es ist schwierig, sie zu verstehen und zu mögen aber sie ist bewundernswert und ich habe sie gerne in die Traumwelten begleitet. Keine Geschichte für Leser, die es einfach und bequem haben möchten sondern eher für Leser, die ich Herausforderungen stellen.
Dr. Jakob Lem ist Traumforscher an der Berliner Charité. Sein ganzes Leben dreht sich darum, Träume zu erforschen. Mit diesem Wissen möchte er in die Träume von Komapatienten eindringen, um diesen den Weg aus diesem zu weisen. Das Projekt namens DreamWalker ist ein schwieriges Unterfangen mit bislang mäßigen Erfolg. Seine hochsensible 15jährige Tochter Isabella hat es nicht leicht. Geräusche sind ihr zuwider und sie hält sich von Menschen fern. Freiheit findet sie im Zeichnen und in ihren Träumen. Insoweit ist sie eine geeignete Kandidatin für die Forschungen ihres Vaters. Denn in den Träumen verhält sie sich wie ein "normaler" Mensch. Zumindest meint sie, dies zu tun. Als bei einem Verkehrsunfall Dr. Jakob Lem plötzlich selbst im Koma liegt, ist es Isabella, die sich auf das Risiko einlässt, in die Träume ihres Vaters einzudringen. Eine Reise ins Unbekannte, weiß sie doch, dass ihr Vater etwas verheimlicht, was dazu führen kann, dass keiner der beiden mehr aufwachen wird.
Welch ein spannendes Thema, in die Träume anderer eintauchen zu können und diese dann so zu beeinflussen, um bewusst zu machen, dass gerade geträumt wird und es besser wäre, aufzuwachen, damit das Leben gerettet werden kann. Bei Komapatienten natürlich von unvorstellbarem Wert, wenn es denn funktioniert. Und genau dies ist die Passion von Dr. Jakob Lem. Sein Wissen um die Traumforschung ist legendär. Doch sein Projekt, Komapatienten zu retten, in dem man sie einfach wieder aufweckt, führt dazu, dass Jakob sich immer mehr verliert. Die Realität tritt in den Hintergrund, seine Familie wird vernachlässigt, seine Arbeit nimmt immer mehr Platz ein und führt auch dazu, dass er selbst manchmal nicht auseinanderhalten kann, ob er träumt oder wach ist.
Seine Tochter Isabella ist ebenfalls in das Projekt miteingebunden. Sie hat besondere Fähigkeiten durch ihre Hochsensibiliät aufgrund ihre Authismus-Erkrankung. Kurz gesagt, das perfekte Versuchsobjekt, wenn es darum geht, sich in die Träume andere zu schleichen. Doch aus Angst, das Projekt zu verlieren, muss Isabellas Anwesenheit bei den Versuchen in der Berliner Charité geheim gehalten werden.
Der Autor schafft es, einem gleich zu Anfang in seinen Bann zu ziehen. Die Ausführungen zur Traumforschung, dem Projekt DreamWalker und die anschließenden Erklärungen, wie das ganze praktisch vonstatten geht, hat mich sehr fasziniert und dazu bewogen, selbst im Internet etwas zu recherchieren. Erst dachte ich, tolle Idee des Autors, wenn denn so was gehen würde, wäre cool. Und tadaaaa... das wird wirklich erforscht.
Die "Fantasy"-Elemente, die der Autor sich hat einfallen lassen, sind jedoch vollkommen den Gedanken eben diesem entsprungen und bilden einen krassen Kontrast zu den fachlichen Ausführungen, die ich im Internet gefunden habe. Der Autor weiß geschickt, diese Elemente mit der Realität zu verbinden und schafft dadurch auch ein etwas düsteres Setting.
Mit einem sehr einnehmenden Schreibstil wird nun die Geschichte von Dr. Lem und seiner Tochter Isabella erzählt. Ich hatte keinerlei Mühe, der Story zu folgen, konnte selbst "Fachbegriffe" gleich verstehen und richtig einordnen und habe mich gewundert, dass ich so sehr in die Marterie abtauchen kann, auch wenn ich von Traumforschung mal so gar keine Ahnung habe. Insoweit bin ich immer wieder froh, wenn es der Autor einem so leicht macht, "Fachkenntnisse" zu erlernen und sich zurechtzufinden.
Isabella ist ein so ungewöhnliches und sympathisches junges Mädchen. Ihr Authismus ist geprägt von Hochsensibilität. Dies führt dazu, dass ihre Mutter keinen Zugang zu ihr findet. Als "Vertrauensperson" bleibt ihr da nur ihr Vater, der einen besseren Draht zu ihr findet. Und doch ist es für Isabella immer noch das Beste, ganz allein zu bleiben. Die Welt außerhalb ihrer schützenden Blase ist laut, wild und groß. Ihr Zimmer, ihre Bücher, ihre Zeichnungen von Insekten sind das Größte. Und die Arbeit in der Charité, denn im Traum kann Isabella all das sein, was im wahren Leben nicht möglich ist.
Dieser starke Gegensatz - wahre Welt - Traumwelt - wurde sehr faszinierend vom Autor dargestellt. Ich bin selbst eine eher introvertierte Person, ich mag es zu Hause zu sein und meine Ruhe zu haben. Doch wenn ich mal draußen bin, mag ich auch meine Freunde und die Aktivität. Isabella kann dies nur in ihren Träumen.
Am Ende erwartet einem ein starker Cliffhanger. Und so heißt es nun abwarten, bis Band 2 erscheint und wir uns wieder in den Träumen anderer wiederfinden werden.
Meggies Fussnote: DreamWalker schafft den fließenden Übergang zwischen zwei unterschiedlichen Welten.
💤😴Rezensionsexemplar😴💤 (unbezahlte Werbung) -Zur Verfügung gestellt von Christoph Zachariae-
💤😴🌃Projekt DreamWalker (1)🌃😴💤 -Die Schatten-
AutorIn: Christoph Zachariae IllustratorIn: Colin M. Winkler Verlag: Independently published Preis: 25€, Hardcover Seiten: 454 Seiten ISBN: 9798788316659 Erscheinungsdatum: 23. Dezember 2021 Leseprobe: https://lesen.amazon.de/kp/embed?asin...
5 Von 5 Sternen ⭐⭐⭐⭐⭐
🌃😴💤🌃😴💤🌃😴💤🌃😴💤🌃😴💤🌃😴💤 Inhaltsangabe: Entnommen von: luciddreams.de/ Es gibt eine Welt in Dir: Entdecke sie! Science-Fiction in der nahen Zukunft der Erde. Wissenschaftliche Experimente, die Unvorhergesehenes wecken. Türen, die sich in eine andere Welt öffnen. 💤 Wer Bücher wie Der Zeitbrüchige, Piranesi, Die Unendliche Geschichte oder Die zehntausend Türen mochte, oder Filme wie Butterfly Effect, Inception, Dreamscape oder Projekt Brainstorm, dem sei Projekt DreamWalker wärmstens ans Herz gelegt. 💤 Traumforscher Dr. Jakob Lemarbeitet im Schlaflabor der Berliner Charité an der revolutionären Behandlungsmethode Therapeuten in die Träume anderer Menschen zu schicken: Projekt DreamWalker. Seine fünfzehnjährige Tochter Isabellaist hochsensibel. Sie hält sich von Geräuschen und Menschen fern und zeichnet lieber Insekten im Garten. Nur in ihren Träumen ist sie frei, denn Isa ist Klarträumerin, genau wie ihr Vater. Dr. Lem fördert das Talent seiner Tochter und will sie zur DreamWalkerin ausbilden. Nach einem Verkehrsunfall liegt Dr. Lem im Koma und Projekt DreamWalker droht das Aus. Isa kann sich ein Leben ohne ihren Vater nicht vorstellen. Zum ersten Mal geht sie ein Risiko ein und bricht als DreamWalkerin zu einer Reise ins Unbekannte auf. Kann Isa den Traum ihres Vaters finden und ihn aus dem Koma wecken? 🌃😴💤🌃😴💤🌃😴💤🌃😴💤🌃😴💤🌃😴💤 Meine Meinung: Hallo ihr Süßen 💕 Ich war mir um ehrlich zu sein nicht ganz sicher was mich in diesem ersten Band von Projekt DreamWalker erwarten würde. Klar die Leseprobe hat mir unheimlich gut gefallen, jedoch war dies nicht ansatzweise das was mich in der Realität ( Oder habe ich etwa geträumt?) erwartet hatte. Christoph schafft es mit dem Gedanken und der Seele der Leser zu spielen,sodass man sich fragt was ist denn nun Fiktion und was Realität. Alles fängt ganz harmlos an und wird schnell zu einem Selbstläufer und einem Thriller, der tief in die Seele blicken lässt. Das Setting hatte mich sofort für sich gewonnen. Was wäre, wenn man in Gedanken, in Träumen mit Koma Patienten reden könnte, mit ihnen Zeit verbringen könnte und sie fragen könnte, was ihr Wunsch sei! Was wäre wenn jeder Mensch auch ohne Patientenverfügung ganz alleine entscheiden könnte, was er oder sie sich wünschen würde? Eine gruselige und zugleich wunderschöne Vorstellung. Den das war das eigentliche Ziel der DreamWalker, doch der Mensch wäre nicht der Mensch, wenn er sich nicht nach mehr sehnen würde. Doch wie weit würdest du gehen, wenn im Traum alles möglich wäre? Ein erster Band der sprachlos macht und süchtig! Grandios. Danke sehr. Ganz große Empfehlung. Lieben Gruß Sonja /Shaaniel
‘*‘ Meine Meinung ‘*‘ Beginnen wir mal mit meinem Lieblingsmeckerpunkt: Klappentext, der viel zu viel verrät. Es klingt jetzt echt böse, aber ich wartete auf Dr. Lem Verkehrsunfall und der Autor war fleißig mit Worldbuilding beschäftigt. Das ist ihm auch super gelungen. Ich verstand Dr. Lems Motivation bei der Forschung im Schlaflabor. Die Auswirkungen von Isabellas Hochsensibilität auf ihr Leben wurden mir verdeutlicht. Keine Frage, das war interessant und trotz ihrer Schrullen, verstand ich die Familie und die daraus resultierenden Probleme. Fühlte mit ihnen mit. Doch es wäre hübscher gewesen, wenn der Unfall und das folgende Koma im Vordergrund gestanden hätten und das Worldbuilding en passant geschehen wäre. So blieb die Spannung auch ein wenig auf der Strecke. Das Thema „Klarträumen“ wurde sehr gut erklärt und ich finde es total spannend. Ich stelle es mir reizvoll vor, bei einem Traum ganz bewusst da einzusteigen, wo ich gestern aufgewacht bin. Und der Autor geht noch einen Schritt weiter. Er lässt den „DreamWalker“ in die Traumwelt von Komapatienten wandern. Also das ist das Ziel von Dr. Lems Forschung und allein diese Idee ist absolut faszinierend. Welche Möglichkeiten sich da eröffnen, unglaublich. Nach der Lektüre des ersten Bandes bin ich jetzt umso neugieriger, wie es im zweiten Band weitergeht, denn im letzten Viertel des Bandes wurde die Spannung, die bisher sehr langsam aufgebaut wurde, richtig angezogen und der Cliffhanger am Ende des Buches ist gemein. Der Schreibstil Zachariaes ist besonders beim Worldbuilding langatmig und ausschweifend. Dies kommt allerdings der Erklärung des Themas „Klartraum“ und der dazugehörigen Forschung zugute. Beim Vorantreiben der Handlung ist der Schreibstil locker-flockig und ich flog nur so durch die Seiten. Jetzt hibbel ich dem nächsten Band entgegen und vergebe gute 4 Traum-Sterne. ‘*‘ Klappentext ‘*‘ Traumforscher Dr. Jakob Lem arbeitet im Schlaflabor der Berliner Charité an der revolutionären Behandlungsmethode Therapeuten in die Träume anderer Menschen zu schicken: Projekt DreamWalker. Seine fünfzehnjährige Tochter Isabella ist hochsensibel. Sie hält sich von Geräuschen und Menschen fern und zeichnet lieber Insekten im Garten. Nur in ihren Träumen ist sie frei, denn Isa ist Klarträumerin, genau wie ihr Vater. Dr. Lem fördert das Talent seiner Tochter und will sie zur DreamWalkerin ausbilden. Nach einem Verkehrsunfall liegt Dr. Lem im Koma und Projekt DreamWalker droht das Aus. Isa kann sich ein Leben ohne ihren Vater nicht vorstellen. Zum ersten Mal geht sie ein Risiko ein und bricht als DreamWalkerin zu einer Reise ins Unbekannte auf. Kann Isa den Traum ihres Vaters finden und ihn aus dem Koma wecken? »C. G. Jung lag falsch. Das kollektive Unbewusste ist keine Metapher, keine abstrakte Idee. Es existiert wirklich. Das kollektive Unbewusste ist die Brücke, über die die Träume aller Menschen miteinander verbunden sind.« Dr. Jakob Lem Es gibt eine Welt in Dir: Entdecke sie! Science-Fiction in der nahen Zukunft der Erde. Wissenschaftliche Experimente, die Unvorhergesehenes wecken. Türen, die sich in eine andere Welt öffnen.
Thematisch hat mich der Klappentext sofort angesprochen. Ich finde Geschichten über Träume interessant und gut umgesetzt bieten sie einen besonderen Reiz, denn wir alle träumen und haben uns bestimmt schon mal gewünscht, unsere Träume kontrollieren zu können. Das Projekt DreamWalker hat zum Ziel, in die Träume von Komapatienten zu reisen, um diese zum Aufwachen zu bewegen. Noch steckt die Forschung in den Kinderschuhen, aber Dr. Lem ist optimistisch. Immerhin gelingt es ihm, über die Maschinen in die Träume seiner Tochter einzutauchen und sich dort mit ihr zu unterhalten. Etwas, das Isa in der Realität sehr schwer fällt. Doch sie ist eine besonders talentierte Klarträumerin. Nach einem Unfall liegt schließlich ausgerechnet Dr. Lem selbst im Koma und Isa beschließt, ihn aufzuwecken... Unterstützung bekommt sie vom Assistenten ihres Vaters, Roberto.
Die Handlung baut sich langsam auf und wird dabei abwechselnd aus der Sicht von Isa und Dr. Lem erzählt. Gelegentlich sind zudem Kapitel aus der Sicht weiterer Personen eingebaut. Anfangs wird vor allem die Forschung von Dr. Lem dargestellt, auf die Familiensituation mit Isa eingegangen und erzählt, wie es zu dem Unfall kommt. Der Klappentext nimmt daher eigentlich schon zu viel der Handlung vorweg, denn Isas Suche nach ihrem Vater setzt erst etwa ab der Hälfte ein. Der Verlauf ist vor allem in der ersten Hälfte sehr ruhig, aber dabei interessant, wenn man sich für das Thema interessiert. Allen anderen könnten die Überlegungen zu Klarträumen und den Einsatz bei Wachkomapatienten eventuell langweilen. Ich fand die Vorstellung aber faszinierend. In der zweiten Hälfte wird es dann spannender und fantastischer und wusste mich mehrmals zu überraschen. Die Traumwelt, die der Autor hier erschafft, ist unglaublich fesselnd und macht neugierig auf Band 2.
Gelungen ist auch die Charakterisierung der beiden Protagonisten. Dr. Lem und Isa haben beide ihre Eigenheiten, die sie zu individuellen Menschen werden lässt. Ob die Autismus-Spektrum-Störung von Isa realistisch dargestellt ist, kann ich nicht beurteilen, aber ich konnte ihre Handlungen nachvollziehen. Beide Charaktere habe ich schnell ins Herz geschlossen und fand es toll, welche besondere Vater-Tochter-Beziehung sie haben.
Der Schreibstil ist bildhaft und lebendig, manchmal etwas ausschweifend, aber stets so, dass man gerne weiter liest.
Großer Pluspunkt der Printausgabe sind die Zeichnungen am Kapitelanfang, die die jeweilige Erzählperspektive markieren. Der Käfer hat es mir echt angetan!
Fazit: Ruhige, aber dennoch spannende Geschichte rund um Klarträume mit zwei sympathischen Protagonisten. Ich war mehr als positiv überrascht und freue mich schon auf Band 2!
Ich bin völlig unvoreingenommen in die Traumwelten von Isa und ihrem Vater eingetaucht.
Der Autor hat eine bildhafte Sprache und erzeugte beim Lesen in meinem Kopf die passenden Bilder. Ich konnte mir die Handlungsorte sehr gut vorstellen, besonders gelungen fand ich die Beschreibungen der Traumwelten.
Die Geschichte ist wechselnd aus der Sicht von Dr. Lem, seiner Tochter Isa und zwischendurch auch aus der Perspektive des neutralen Erzählers geschrieben. Zur Unterscheidung gibt es vor jedem Kapitel eine Illustration, die den Leser stets verlässlich darauf hinweist, ob es gerade in Isas oder Dr. Lems Realität, ihren Traumwelten oder eine neutrale Zwischensequenz spielt.
Zu Beginn des Buches wird man von Dr. Lem ein wenig in seine Forschung eingeführt. Seine Kapitel sind anfangs dadurch für manche Leser vielleicht ein wenig zu wissenschaftlich, aber ich fand das als Einstieg genau richtig.
Der Schreibstil ist auch immer der Gedanken- und Gefühlswelt der jeweiligen Protagonisten angepasst. Das mochte ich sehr.
Isa hat mir sehr gefallen. In der Realität zeigt sie keine Gefühle, kann sich mit anderen Menschen nicht gut austauschen und bleibt lieber für sich. Ihre Liebe gilt allen Insekten, die sie am Liebsten zeichnet.
Auch ihre Mutter ist Künstlerin, ist sehr emotional und gerade heraus, kommt aber an ihre Tochter nicht heran und ist zunehmend frustriert, ob der angespannten Situation. Sie liebt ihre Tochter sehr, kann aber nicht mit ihr kommunizieren. Dies gelingt wiederum ihrem Mann besser, der auch in seinem Schlaflabor mit seiner Tochter eine Schlaftherapie ausprobiert.
In ihren Träumen ist Isa all das, was sie im realen Leben nicht sein kann. Freundlich, offen, kommunikativ. Jedoch hat sie eine Stärke, die sie zeigen kann, als ihr Vater im Koma liegt und die Träume der einzige Weg sind, um mit ihm in Kontakt zu treten. Im Verlaufe des Buches macht sie eine schöne Entwicklung durch, die durchaus plausibel erscheint.
Die Geschichte ist nicht langatmig, durch die wechselnden Kapitel kommt keine Langeweile auf. Durch die Illustrationen weiß man auch stets, wo man sich befindet, jedoch weiß man nie vorher, was als nächstes passiert.
Am Ende wartet ein fieser Cliffhanger, der auf die baldige Fortsetzung hoffen lässt. Es sind zwei weitere Bücher geplant, die hoffentlich nicht lange auf sich warten lassen.
Fazit: Ein großes Lesevergnügen mit dem richtigen Schuss Spannung. Ich kann dieses Buch allen empfehlen, die gerne in andere Welten reisen, denen ein Touch Fantasy nichts ausmacht und die gerne träumen.
Sie versuchte sich Mut zu machen. Es fühlte sich nur so an, als ginge sie ein Risiko ein. In Wahrheit hielt sich ihr Wagnis in überschaubaren Grenzen. Sie handelte verantwortungsvoll. Nun, verantwortungsvoll vielleicht nicht. Mutig möglicherweise, ganz sicher ein wenig verrückt.
Aus Projekt DreamWalker 1: Die Schatten von Christoph Zachariae
FAKTEN Das Buch Projekt DreamWalker 1: Die Schatten von Christoph Zachariae ist 2022 bei LUCID DREAMS erschienen. Es handelt sich um den ersten Band, der zweite ist bereits erschienen. Das Buch ist als Taschenbuch, eBook und Hardcover erhältlich.
KURZMEINUNG Eine Gratwanderung zwischen Fiktion und Realität, Abbruch und Neugier – der Zwiespalt zwischen den Zeilen. Grandios!
SCHREIBSTIL & MEHR Dieses Buch treibt mich beinahe in den Wahnsinn! Es ist diese latente Bedrohung, die über allem liegt, die feinen Nuancen der Emotionsvibrationen zwischen den Zeilen, die Neugier auf die Gratwanderung zwischen Realität und Fiktion – Traum und Wachen. All dies hat mich zwischen den Seiten gehalten. Doch ich war mehrmals kurz davor, das Buch abzubrechen, denn es ist auch ruhig, realitätsnah und setzt sich mit ungemütlichen Dingen auseinander. Zwischenmenschliches, das man nicht beiseiteschieben kann. Es gibt immer wieder diese Beinahe-Längen der notwendigen Beschreibungen, die der Story eine Echtheit geben, die erst an bestimmten Stellen ihre Wirkung entfaltet. Aber dann, in diesen Augenblicken, haut es mich beim Lesen um, ich bekomme eine Gänsehaut. Dieses Buch ist die pure Hassliebe für mich. Ich bin froh, dass es vorbei ist, will aber unbedingt wissen, wie es weitergeht! Das, meine lieben Freunde, nenne ich Lesestoff der Extraklasse. Das Buch fordert, nimmt, provoziert und schlägt zurück. Es wirbelt Emotionen umher und ist nicht einfach an einem Abend wegzulesen. Es verlangt Zeit, ist intensiv – und genau darum ist es auch absolut genial! Zu diesem Entschluss komme ich, nachdem ich mir einige Tage Zeit genommen habe. Denn diese Geschichte braucht ihren Raum, das kann ich Euch verraten.
FAZIT Eine geniale Hassliebe ist hier entstanden, etwas, dass ich so noch gar nicht kannte. Es hat sich in jedem Fall gelohnt, diesem Buch den notwendigen Raum zu geben!
Ich muss gestehen, dass ich keine Ahnung hatte, was mich in diesem Buch erwartet. Aber das, was ich zu lesen bekommen habe, habe ich so ganz sicher nicht erwartet. Christopher Zachariae hat eine ganz besondere Geschichte erschaffen, die mich schon fasziniert hat, als ich nur den Klappentext gelesen habe. Klarträumen ist eine komplexe Angelegenheit und ich wollte unbedingt wissen, wie er das ganze umsetzt, ohne dass es irgendwie überheblich oder unglaubwürdig wird. Und nicht nur einmal habe ich mich dabei gefragt, ob ich mich noch in der Realität befinde oder schon längst in Isas - und vielleicht auch meinen eigenen - Träumen gefangen bin.
Dieses Buch ist so detailreich beschrieben und hat dafür gesorgt, dass ich mich manchmal sogar selbst hinterfragt habe. Traum oder Realität, Bewusstsein oder Unterbewusstsein. Christopher Zachariae hat es geschafft, mich mit seiner Geschichte regelrecht an die Seiten zu fesseln. Isa als Hauptcharakter hat mich von Anfang an fasziniert und mein Interesse geweckt. Obwohl sie es anfangs gar nicht richtig will, geht sie in ihrer "Rolle" als Dreamwalkerin auf und entdeckt nicht nur sich neu, sondern auch völlig neue Seiten an ihrem Vater, die sie bislang gar nicht richtig wahrgenommen hat.
Das Buch konnte mich wirklich in seinen Bann ziehen und ich habe lange überlegt, wie ich all die Gefühle und Gedanken in Worte fassen soll, damit sie einer Rezension gerecht werden können. Ich möchte euch dieses Buch wirklich ans Herz legen. Nicht nur denen, die sich für das Thema Klarträume und luzides Träumen interessieren, sondern auch all denen, die bereit sind, sich in eine völlig neue Welt zu begeben. Mit Charakteren, die über sich selbst hinauswachsen. Mit Charakteren, die Werte wie Mut, Liebe, Freundschaft und Vertrauen vermitteln und einer Welt, in der man sich als Leser nicht nur einmal fragen muss: Bin ich noch wach oder träume ich schon?!
Jakob Lem ist Traumforscher. Er versucht Komapatienten in ihren Träumen aufzusuchen und sie zurückzuholen. Doch seine Forschung stockt. Seiner Tochter Isa jedoch eröffnen die Traumkapseln ungeahnte Möglichkeiten. In der Realität durch ihre autistische Erkrankung eingeschränkt, kann sie in ihren Träumen offen mit ihrem Vater kommunizieren.
Als dieser einen Unfall hat und ins Koma fällt, versucht Isa alles um ihren Vater in seinen Träumen zu besuchen und ihn zurückzuholen.
Ich hatte am Anfang etwas Probleme in die Geschichte zu kommen, da hier sehr viel von Jakobs nd Isas Alltag beschrieben wird. Dies dient zwar dazu uns die beiden näher zu bringen und zu verstehen, allerdings zog es sich auch ein wenig für mich. Allerdings wird dieser Effekt durch die bildhafte Sprache abgemildert. Ab dem Moment, in dem wir Isa in die Traumwelten begleiten, wird es dann spannend. Mir hat der Entwurf des ewigen Traums gut gefallen, auch wenn es eine Welt ist, die viele Gefahren birgt. Hier bin ich gespannt, was dem Autor für die nächsten Bände der Reihe noch einfällt.
Mir hat das Buch gut gefallen, trotz der anfänglichen Längen. Es ist spannend und bildhaft geschrieben und die Fortführung der Geschichte birgt noch ganz viel Potenzial.
Träume. So wichtig und so unerklärlich für uns. Aber es gibt Forschungen, die das ändern wollen. Diese Geschichte ist sehr faszinierend. Das Leben dieses Buches baut sich langsam auf. Wir lernen alle Charaktere nach und nach intensiver kennen. Ebenso das Umfeld und die Gedanken. Die Traumwelt bringt dann die Spannung dazu. Ich habe mich, zusammen mit Isa, durch diese Welt bewegt. Ein Buch, das sich langsam, aber intensiv entwickelt und Spannung aufbaut. Eine fremde Welt wird betreten. Am Ende möchte man gerne sofort weiter lesen.
Ich fange vielleicht mit meinem einen Kritikpunkt an, damit das Gute später besser in Erinnerung bleibt: Das Buch war mir zu langatmig. Für die Folgebände wünsche ich mir, dass der Autor den Spannungsbogen anzieht und etwas temporeicher erzählt.
ABER ich kann auch nachvollziehen, weshalb er alles so detailliert beschreibt: Die Protagonistin Isa ist autistisch und nimmt ihre Umwelt viel intensiver wahr als wir "normalen" Menschen. Der stetige Informationsfluss überfordert sie uns sorgt regelmäßig zu Problemen in ihrem Alltag, weshalb sie sehr gerne Zeit bei ihrem Vater im Schlaflabor verbringt. In ihren Träumen kann sie ihre Krankheit nämlich überwinden.
Allerdings entwickeln sich ihre gut kontrollierbaren Träume bald zu Albträumen. Die Grundstimmung ist düster, als Leser hat man diese dunkle Vorahnung, ein Gefühl, dass da etwas im Busch ist. Wie bei einem richtigen Albtraum - man ist sich dessen ganz sicher, ohne aber sagen zu können, weshalb. Das fand ich grandios!
Jetzt bin ich gespannt, wie es mit Isa und ihrem Vater Jakob weitergeht.