Als Schülerin hatte Adèle ein Verhältnis mit ihrem Schwimmlehrer. In ihrer Erinnerung verschwand er nach einer halbjährigen Beziehung einfach aus ihrem Leben. Ebenso wie ihr Vater, der kurz zuvor die Familie verließ, um mit einer neuen Frau zusammen zu sein. Seitdem lebt Adèle allein mit ihrer dominanten und wunderlichen Mutter, die sich nur noch für ihre Puppen zu interessieren scheint, in ärmlichen Mietverhältnissen. Als die jetzige Kunststudentin dem Schwimmlehrer nach neun Jahren zufällig wiederbegegnet, beginnt sie ihn heimlich zu verfolgen, und sich an die Erlebnisse von damals, besonders diese eine Schwimmfreizeit, zu erinnern. Ehe sie sichs versieht, droht sie in einem Strudel von verdrängten Verletztheiten und schmerzlicher Selbsterkenntnis unterzugehen ...
Kein einfaches Buch... an einigen Stellen abartig, was dem Thema geschuldet ist. Ähnlich wie bei My Dark Vanessa geht es um die Sichtweise des Opfers, hier einer jungen Kunststudentin. Sprachlich und psychologisch sehr durchdacht. Die Charaktere sind alle sehr pessimistisch ausgearbeitet, dennoch zeigen sie Tiefe.