Murr ist ein Revolverheld, wie er im Buche steht: Grimmig, brutal, ein Schurke ohne Furcht und Skrupel. So kommt es, wie es kommen muss: Nach einem Tete-a-tete mit der Frau des Sheriffs landet Murr am Galgen, wo ihm zum ersten Mal der Tod höchstpersönlich gegenübertritt. Diese Begegnung verändert alles: Mit seiner Sterblichkeit konfrontiert, bekommt Murr es mit der Angst zu tun und fordert vom Tod einen Deal. Und dieser schlägt einen Tausch vor: Eine starke Emotion gegen eine andere. Statt der Angst zu sterben, erführe Murr nun zum Ausgleich echte Liebe zu einem anderen Lebewesen. Doch wieso macht es das alles noch viel furchterregender? "Murr" ist eine Geschichte über die Liebe, den Tod und das Loslassen.Josephine Mark, die uns schon seit Jahren mit ihren Cartoons begeistert, stellt hier mit lockerem Strich und einem Loriot-esquen Timing unter Beweis, dass ihren komischen Figuren auch in der Langform nicht die Puste ausgeht.
This is my second book by this author and while it wasn‘t as great as the other one, it was still pretty cool.
The story is that of Murphy, or Murr, who is a bandit running around and causing trouble left and right. One day, though, he meets Death and can‘t escape his fear of dying. So he makes a deal with the reaper … only it‘s not what he thought it would be like. Because there is a lesson to be learned here.
The art wold usually not be my style, but it works surprisingly well for the quirky and deep stories this author is telling:
I like the slight humour with which the author counteracts the heaviness of the themes she‘s examining in her stories. It‘s just the right amount to make it lighter and more bearable while not being indecent.
Ein überraschend tiefgründiger Western: witzig und philosophisch zugleich. Ein Lesehighlight!
Inhalt:
Murphy ist der geborene Schurke!
Von allen nur 'Murr' genannt ist der grimmige Einzelgänger eiskalt und gnadenlos.
Die Frau des Sheriffs? Niedliche Bärenbabys? Ganz egal, denn vor ihm ist nichts und niemand sicher!
Angst? Nie davon gehört!
Das ändert sich schlagartig, als er dem Tod persönlich gegenübersteht ...
Mein Eindruck:
Ein außergewöhnlicher und kreativ angelegter Protagonist, mit dem man sich zu Beginn nicht so recht anfreunden kann.
Murr macht seinem Namen alle Ehre. Bereits als Baby ist er mürrisch und Keksdiebstahl, Tierquälerei und Prügel sind frühe Zeichen für sein späteres Leben. Die Berufsempfehlung seiner Lehrerin lautet: 100 % Bandit!
Was sonst sollte aus Murr werden als ein eiskalter Ganove?!
Wie erhofft finden sich zahlreiche typische Western-Elemente (Saloon, Pokerspiel, Whiskey, High Noon, Galgenszene, Sonnenuntergang, Lagerfeuer in der Prärie uvm.).
Diese sind ganz klassisch zumeist in Sepia-Tönen oder Graustufen gehalten. Man hat beim Lesen sofort die passende Musik im Ohr ;-)
Die Mimik der Figuren ist schlicht gezeichnet, aber markant und auf den Punkt. Zunächst beschränkt sich Murrs Gesichtsausdruck auf einen einzigen, was sich im Laufe der Geschichte ändert und seine Entwicklung verdeutlicht.
Einige Szenen kommen ganz ohne Text aus oder ihnen wird eine ganze Seite eingeräumt, damit sie noch besser zur Geltung kommen. Wie auch bei der Farbwahl und der Gestaltung der Figuren ist hier weniger oft mehr.
Witzige Anspielungen ("I shot the Sheriff!") durchziehen das Abenteuer und trotz ernster Töne beinhaltet es eine gewisse Leichtigkeit und steckt voller Weisheit.
Zum Fortgang der Ereignisse sei nur so viel verraten: Murr macht einen Handel mit dem Tod. Selbstverständlich hat es der Sensenmann faustdick hinter den Ohren und Murr erlebt sein blaues Wunder.
Denn mit seiner Sterblichkeit konfrontiert, gerät die Welt des fruchtlosen Banditen plötzlich ins Wanken. Am Ende erkennt er, worauf es wirklich im Leben ankommt.
Ein Comic, den ich jedem (nicht nur Western-Fans) ans Herz legen kann!
Fazit:
Ein ungewöhnlich feinsinniger und philosophischer Western:
kreativ gestaltet, einfühlsam erzählt und dabei unglaublich witzig!
Das alte Genre des Westerns genutzt um eine unterhaltsame wie auch tiefgründige, mich berührende, Geschichte zu erzählen. Neuer Wein in alten Schläuchen ;-) Auch für Kinder interessant die gerade über das Leben und Älterwerden nachdenken. Kein Fell-Good, aber ein Feel-Better. Eine Geschichte über das Leben und den Tod.
Bild und Text gehen hier in einer gelungen Synergie Hand in Hand. Erstere sind schön anzusehen, Aquarellfarben fangen den Western gut ein, mit unterschiedliche Einstellungen auf die Charaktere und Szenen. Während zweitere, passend zum Gerne, öfter etwas kernig sind. Damit aber auch eher authentisch den aufgesetzt wirken. Die Pointen sitzen gut.
Es gibt ein paar popkulturelle Anspielungen die nochmal extra Würze geben. Ich denke man kann auch ohne sie zu kennen das Buch genießen.