Paul, Jonas et Galel aiment la montagne. L’hiver, chacun mène sa vie en plaine ; l’été, Jonas et Galel exercent comme guides. Ils se retrouvent une fois par an à la Baïta, le refuge tenu par Paul. Un endroit de passage où ils vivent des moments aussi attendus que précieux. Où leur amitié est née. Dans un monde de rocaille et de silence, Galel déploie le talent brut de son auteure, étoile montante de la littérature romande. Ce titre a reçu le prix suisse de la littérature.
À PROPOS DE L'AUTEURE Née en 1993, Fanny Desarzens est diplômée en arts visuels de la HEAD-Genève. En 2020, sa nouvelle Lignine est lauréate du concours littéraire organisé à l’occasion des 60 ans de la revue choisir.
Drei Freunde treffen sich jeden Sommer in den Bergen: Paul betreibt eine Hütte, Jonas und Galel sind Bergführer und rasten mit ihren Gruppen bei ihm. Hier oben sind sie in ihrem Element, das Tal lassen sie bis zum nächsten Winter hinter sich. Doch eines Tages verschiebt sich etwas in ihrem gewohnten Gefüge – Galel ist nicht mehr derselbe.
Der schmale Roman umfasst eine Handlung von mehreren Jahren und ausführliche Beschreibungen der Bergwelt. Nicht gerade meine Comfort Zone. Auch die Figuren wirken zunächst unnahbar; doch spätestens mit dem Wendepunkt treten Unsicherheit und Fragilität zutage, die sie glaubhaft machen. Ein schönes Debüt, schmerzvoll, aber auch schön.
Die letzte Wärme des Feuers wärmt meine vom Aufstieg müden Beinen, während ich mir den Rest des von Paul selbstgebackenen Brotes einverleibe. Ein Holzscheit knackt und ein Schar Funken stobt in den Himmel. Ich schaue rüber zu meinen Kameraden Paul, Galel und Jonas. Warum kann es nicht immer so sein, frage ich in die Runde. Jonas zuckt mit den Achseln. Ist halt so.
Ein netter Ausflug in die Berge. Mal habe ich die Bergromantik und die Wandervibes gefühlt, mal war ich von zu ausführlichen Beschreibungen inklusive Namen der Berge und Täler angeödet. Auch mit dem recht kurz angebundenen Schreibstil bin ich nicht ganz warm geworden, auch wenn er vielleicht die kurz angebundenen Charaktere ganz gut widergespiegelt hat. Dadurch hat sich bei mir manchmal kein richtiger Lesefluss entwickelt. Dennoch für die knapp 130 Seiten ein unterhaltsamer Lesesnack für zwischendurch.
Während man Jonas, Galel und Paul begleitet, fühlt es sich an, als würde man selber ein Leben in den Bergen führen. Man spürt das wärmende Lagerfeuer, riecht das frisch gebackene Brot und spürt die steinernen Wege unter den Füßen. Und genauso gut spürt man all die Emotionen, all die Freude, den Frieden, die Trauer und Wut. Unheimlich schön und ein Buch, in das man versinkt und den Alltag um sich herum kurz vergisst.
Was mich jedoch immer wieder in die Realität zurückholte, war die Schnelligkeit der Erzählung. Es fühlte sich an, als wäre das Buch eigentlich 400 Seiten lang gewesen und man hätte sich entschieden nur Stichworte und Notizen aufzuschreiben, diese poetisch zu formulieren und so die Geschichte zusammenzufassen. Jeder Absatz ist wie ein neues Kapitel, was Sache der Gestaltung des Textes ist und an das man sich durchaus beim Lesen gewöhnen kann. Trotzdem wurde man oft mit einer solchen Wucht in den nächsten Absatz geworfen, dass man aus dem Buch geschmissen wurde und erst wieder neu herein finden musste. Mir kam es vor, als wären in der Leerzeile zwischen zwei Absätzen so viel wundervolle Geschichte verloren gegangen. Eine schöne Führung gab es demnach nicht. Der nächste Absatz konnte lediglich ein Perspektivwechsel zur gleichen Zeit bedeuten, aber auch ein halbes Jahr der Geschichte verschlucken, wodurch viele Gefühle und die Nähe zu den Protagonisten verloren gingen.
Une très belle histoire d'amitié et d'épreuves écrite par une plume épurée et élégante mais qui sait également retranscrire tout ce qui se cache au plus profond des "taiseux de la montagne". J'étais investi dans ce roman jusqu'à la fin qui m'a semblé un peu trop simple.
In ihrem direkt mit dem Schweizer Literaturpreis ausgezeichnetem Debüt erzählt Fanny Desarzens von einer besonderen Männerfreundschaft in über 2000 Metern Höhe. Und das sehr effizient: Auf nur 140 Seiten schafft sie es nicht nur, einen "mehrjährigen" Plot, Charakter- und Beziehungsentwicklungen gut und glaubwürdig unterzubringen, sondern sie weckt sogar bei mir Wandermuffeline Lust auf eine Bergtour (mit Jonas oder Galel inkl. anschließender Rast in Pauls Hütte). Ein lohnender Ausflug raus aus der Komfortzone, rein in die Bergwelt.
Mehr zum Buch in unserer ausführlichen Besprechung @ Papierstau Podcast: #290
J'aime la montagne et j'ai lu ce récit avec une certaine délectation. J'ai beaucoup aimé sa simplicité, son rythme, celui de la marche saison après saison, son attention aux détails et cette amitié particulière qui lie les trois marcheurs. C'était doux et émouvant.
Jonas und Galel sind leidenschaftliche Bergführer und Paul betreibt eine Hütte in den Bergen. Auf 2000 Metern Höhe fühlen sich die drei Freunde am wohlsten. Dort sind sie ihrem Glück ganz nah. Höhe, Weite, Stille, klare Luft: genau das, was ihnen das Herz wärmt. Von ihren jeweiligen Touren kehren sie immer wieder mit Wandergruppen zurück und treffen aufeinander. Dann gibt es frisch gebackenes Brot, neue Geschichten und gemeinsame Abende am Feuer. Wenn sie dort oben sind, ist das Tal ganz weit weg. Doch plötzlich bemerken Paul und Jonas eine Veränderung bei Galel, sein Lachen fehlt und etwas scheint ihn zu belasten.
In ihrem ersten Buch schreibt die Westschweizerin Fanny Desarzens von einer tiefen Männerfreundschaft und die gemeinsamen Zusammentreffen in den Bergen. Zwei von ihnen sind Bergführer und bieten Wanderungen für Gruppen an, einer arbeitet in einer Hütte. Jedes Jahr treffen sich die drei weit weg vom Alltag im Tal, essen selbst gebackenes Brot und trinken Wein, genießen das Lagerfeuer bei Dunkelheit und erfreuen sich an der Gesellschaft der anderen. Was in Zukunft sein wird ist für sie genauso weit entfernt wie der Umstand, dass sich an ihrem Leben etwas verändern könnte. Sie eint die Leidenschaft für das Wandern, die Sehnsucht nach den Bergen und der geliebte Blick vom Gipfel hinunter.
Bis Jonas und Paul eines Tages feststellen müssen, dass Galel sich verändert hat. Er wirkt plötzlich nachdenklich, verbissen, lacht kaum noch und hat sein Strahlen verloren. Auch die gemeinsame Bekannte Vinciane stellt eine Veränderung fest, aber niemand ahnt, wie es um den Gesundheitszustand von Galel steht. Desarzens triifft den richtigen Ton, wenn sie die Freundschaft der drei Männer beschreibt, die es vermeiden, sich mit ungemütlichen Themen auseinanderzusetzen. Sie zeichnet ihre Figuren auf nicht einmal 150 Seiten prägnant und mit einer einzigartigen Sprache. Besonders die Beschreibungen der Berglandschaft beeindruckten mich, aber auch die subtilen und melancholischen Töne mochte ich sehr. Gefühlvoll und poetisch wird eine Männerfreundschaft geschildert, die eine erste Herausforderung erfährt.
Bücher geben immer auch Raum zum spekulieren und interpretieren und das ist ja gerade das Schöne, das, was das Lesen aus macht. Hier erleben wir drei Männer, die etwas aufgeben müssen, das für sie zum Leben, zum Hauptsächlichen, wie selbstverständlich dazu gehörte: zwei von ihnen begleiten Wandergruppen in die Berge und oben angekommen trifft man den dritten in seiner Berghütte und genießt die Gesellschaft der anderen. Aber ganz plötzlich, fast schleichend wird das, was so vollkommen normal war, was dazu gehörte, sie vereinte, durch eine Verletzung zerstört. Was bleibt ist zunächst Sorge um den Freund und auch beim Verletzten die Frage, was nun kommt, was noch bleibt. Und am Ende die hoffnungsvolle Erkenntnis, dass etwas enden und gleichsam etwas Neues entstehen kann.
Emotionale Geschichte über drei Männer, ihre tiefe Freundschaft zueinander und das, was sie teilen: ihre Liebe zu den Bergen. Geglücktes Debüt von Fanny Desarzens, die vor allem mit ihrem Erzählstil und ihren Landschaftsbeschreibungen überzeugt.
C'est un premier roman? C'est vraiment un premier roman? ... Chapeau bas Madame Fanny Desarzens! Tout d'abord une histoire d'amitié. Trois hommes, Jonas, Paul et Galel, sensiblement du même âge, montagnards de souche et de coeur. Un même métier, guide de montagne, une même passion leur montagne. Ils revivent aux beaux jours, ferment la porte de leur logis au village et remontent ...Trois hommes un brin taiseux mais au regard lumineux. Ensuite un décor majestueux, fastueux même, un décor de rocaille et de pierres, un décor qui se prête à la marche et guide le lecteur et les marcheurs vers la Baïta, le refuge tenu par Paul où nous pourrons passer la nuit avant de reprendre la route, le refuge où Jonas et Paul se retrouvent chaque été, le refuge où Galel essayera d'y être en même temps qu'eux, le refuge où il fait bon être pour recharger les batteries. Une histoire, un décor c'est dit. Et puis il y a l' écriture de Fanny Desarzens qui donne à ce court roman ses lettres de noblesse. Une écriture qui embarque le lecteur dans un kaléidoscope de couleurs, de bruits, de sensations , d'émotions. Une écriture qui m'a subjuguée , une auteure de talent que je vous invite à découvrir; Un grand merci aux éditions Slatkine pour ce cadeau.
Un récit de montagne, d'amitié sans paroles, de douceur dans les yeux et dans les gestes au milieu d'un paysage si rude qui paraît hostile aux hommes et où on trouve pourtant la beauté. Beau et apaisant comme un jour finissant.