Prof. Dr. Hans Jürgen Heringer (geboren am 26.04.1939 in Idar-Oberstein) lehrte an den Universitäten Heidelberg und Tübingen, seit 1981 an der Universität Augsburg. Seine wissenschaftlichen Forschungen konzentrierten sich auf die Syntax des Deutschen (Dependenzgrammatik) und handlungstheoretische Grundlagen der Semantik. Seit 15 Jahren lehrt er Deutsch als Fremdsprache und befasst sich mit interkultureller Kommunikation. Außerdem hat er mitgearbeitet an dem großen Schulbuchprojekt "Deutschstunden". Sein Bestreben war immer, die linguistischen Forschungen praktisch wirksam werden zu lassen. So war er schon lange ein engagierter Beobachter und Kritiker der politischen Sprache, wie es sich in seinem Buch "Politik in Sprache. Grundlagen einer kommunikativen Moral der Politik" niederschlägt. Aber auch die Verbesserung der Verwaltungssprache und die verständliche Formulierung von Betriebsanleitungen liegen ihm am Herzen. Beispielsweise hat er für ein großes deutsches Automobilwerk die Betriebsanleitung verständlicher und menschlicher formuliert. In neuerer Zeit arbeitete Heringer auch in der Fair-Play-Initiative des deutschen Sports, versucht vor allem jungen Sportlern die Fairness-Idee näherzubringen. Schwerpunkte wissenschaftlicher Arbeit der letzten Jahre waren Studien zur Distributiven Semantik mit Hilfe des Computerprogramms "Semantischer Inspektor" und Trainingsprogramme zur interkulturellen Kommunikation. Außerdem gab es mehrere multimediale CD-ROM-Projekte.
Ich lese gerne und oft Bücher über Sprache. Dieses hier hat mich von Anfang an nur wenig angesprochen. Der Autor wirft einem anderen vor: "Da belehrt uns eben ein Gebildeter mit Blabla." Das gilt auch für ihn selbst. Er fügt zwar "Aber Blabla kann auch schön sein." hinzu, aber es gibt in diesem Genre wesentlich Attraktiveres und Originelleres.