Eine Party, auf der sie nie war. Eine Liebesbotschaft, die ihr nicht gilt, eine Familie an Weihnachten, die nicht ihre ist. Tausend Kindheiten, die sie nie erlebt hat. Valerie analysiert als forensische Informatikerin täglich Unmengen fremder Erinnerungen. Bei einem neuen Fall geraten Adrian und Cristina in den Fokus ihrer Ermittlungen und mit ihnen die menschenunwürdigen Machenschaften eines illegalen Leiharbeitsnetzwerks. Benedikt Feiten schickt seine drei Protagonisten auf Suche, Jagd und Flucht durch die Niederlande, Rumänien und Deutschland, durch geografische und digitale Räume. Lakonisch und durchdacht erzählt er vom Streben nach Orientierung im Vergangenen – und von der Macht der Technologie, die das Erinnern formt.
vielleicht 2,5. Aber irgendwie waren die Motive der Figuren teilweise sehr aus der Luft gegriffen jndndie Sprache sehr poetisch auftragend für den Inhalt. War okay aber mehr auch nicht
Im Kern: Spannungsreicher Krimi mit sozialkritischem Touch. Die Stellen, die die Arbeit der IT-Forensikerin beschreiben, konnten mich nicht wirklich überzeugen, obwohl es wohl das Anliegen des Autors war, genau darauf den Fokus zu setzen. Ich hätte mir hingegen gewünscht, mehr über die konkreten, prekären Arbeitsverhältnisse der migrantischen Arbeitnehmer*innen zu erfahren, die dem Roman letztlich nur als Kulisse dienen.
Der Leser begleitet im Wesentlichen drei Figuren: Adrian, der eine zentrale Figur in einem illegalen Leiharbeitsnetzwerk ist. Cristina, die ebenfalls dort mitmacht, aber vor allem hofft, ihre Schwester wiederzufinden, die sich offenbar auch in diesem Netzwerk verheddert hat. Valerie, forensische Informatikerin, an den Ermittlungen beteiligt, will unbedingt Beweise zusammentragen.
Könnte ein interessanter Krimi sein, ist das allerdings nur bedingt. Spannung geht dem Roman weitestgehend ab. Stattdessen fokussiert sich der Autor stärker auf die drei Protagonisten und deren persönlichen Problemen. Insbesondere Valerie blieb mir bis zum Schluss schwer durchschaubar. Alles in allem okay, aber der Roman wirkt für mich unschlüssig, in welche Richtung er tatsächlich gehen will.
Interessanter Krimi. Eine sehr schöne, bildliche Sprache, allerdings fehlt ein bisschen die Spannung. Aber darum geht es vielleicht auch gar nicht, sondern mehr um die Figuren. Gerade eine der Hauptpersonen zum Beispiel, Valerie Stetter, die durch ihre Arbeit als forensische Informatikerin große Schwierigkeiten hat, ihre Erinnerungen von denen, die sie bei der Arbeit aufdeckt zu trennen. Es gibt mehrere Personen in Leiden Centraal, die Selbstfindungsprobleme haben, und Feiten weiß das sehr gut zu beschreiben. Nur eben die Spannung, die bleibt aus.
In Leiden Centraal geht es um Valerie, eine forensische Informatikerin, die immer mehr in einen Fall verwickelt wird. Gleichzeitig verfolgen wir eine junge Rumänin, Christina, die selbst in den Fall verwickelt ist und gleichzeitig ihre Schwester sucht.
Ich habe ein wenig gebraucht, bis ich in die Geschichte reinkam. Dann war es eigentlich ganz spannend. Ich finde die Themen gut, die angesprochen werden. Davon liest man sonst nicht oft. Das schafft ein gewisses Bewusstsein für aktuelle und reale Zustände.
Leider war mit das Verhalten von Valerie zum Ende hin immer weniger schlüssig.
Insgesamt ist es ein solider Krimi und lässt sich echt gut lesen.