Jump to ratings and reviews
Rate this book

Ein Verbrechen ohne Namen: Anmerkungen zum neuen Streit über den Holocaust (Beck Paperback 6468)

Rate this book
Ist es ein neuer Historikerstreit? Die Erinnerung an den Holocaust in Deutschland steht plötzlich in der Kritik. Was eben noch als eine politische und gesellschaftliche Errungenschaft galt, verstehen manche nun als einen «Katechismus», der den Deutschen aufgezwungen sei und über dessen Einhaltung «Hohepriester» wachten. Seine wahre Funktion sei es, andere historische Verbrechen auszublenden und dem Mord an den Juden eine übertriebene Rolle im kollektiven Gedächtnis der Deutschen einzuräumen. Dieser Band tritt solchen Thesen entgegen.

Saul Friedländer, Norbert Frei, Sybille Steinbacher und Dan Diner zeigen aus jeweils unterschiedlichen Perspektiven, warum das Argument der Präzedenzlosigkeit des Holocaust historisch gut begründet ist. Zugleich machen sie deutlich, dass die Erinnerung insbesondere an die Kolonialverbrechen einen größeren Platz erhalten sollte, ohne deshalb die kritische Auseinandersetzung mit dem Holocaust beiseitezuschieben.
Mit einem kurzen Text «Statt eines Vorworts» eröffnet Jürgen Habermas den Band.

68 pages, Kindle Edition

Published January 26, 2022

1 person is currently reading
24 people want to read

About the author

Saul Friedländer

59 books83 followers
Saul Friedländer (Hebrew: שאול פרידלנדר) is an Israeli/French historian and a professor emeritus of history at UCLA.

Ratings & Reviews

What do you think?
Rate this book

Friends & Following

Create a free account to discover what your friends think of this book!

Community Reviews

5 stars
5 (12%)
4 stars
22 (56%)
3 stars
10 (25%)
2 stars
2 (5%)
1 star
0 (0%)
Displaying 1 of 1 review
14 reviews
March 19, 2022
Ein angemessenes Schlusswort für eine von Anfang an unwürdige bis dümmliche Debatte. Friedländer, Frei, Steinbacher und Diner räumen in gleichsam kompakter wie faktenreicher Darstellung mit den postkolonialen Angriffen auf die Holocaustforschung auf, deren Schlüsselwerke die Angreifenden um Dirk Moses offenkundig zu breiten Teilen einfach nicht gelesen haben. Ich hoffe nach diesem pointierten Essaybändchen keine weiteren geistlosen Feuilletonbeiträge mehr zu einem angeblichen Vergleichsverbot zwischen der Shoa und anderen kolonialen Genoziden lesen zu müssen.
Displaying 1 of 1 review

Can't find what you're looking for?

Get help and learn more about the design.