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203 pages, Paperback
First published October 9, 2014
Eine eigenartige Region voller Grobiane und wortkarger Menschen. Wie könnte es auch anders sein in dieser Gegend, wo sich noch nicht einmal der Leibhaftige die Mühe machte, die Seelen auszusuchen, und zugriff, ohne sich darum zu scheren, mit der Konkurrenz zu verhandeln.Franck Bouysse hat dafür eine selten einprägsame Sprache gefunden, die einem die Menschen und die Gegend dort lebendig werden lassen; voller Poesie aber auch mit einer Direktheit, die stellenweise nur schwer zu ertragen ist.
Hier in der Gegend sterben die Familienlinien alle eine nach der anderen aus, wie Kerzen, die kein Wachs zum Brennen mehr haben. So ist das mit dem Docht, er ist gar nichts, wenn kein Wachs mehr um ihn herum ist, eine Art menschliche Paste, sodass die Dunkelheit jeden Tag ein wenig mehr an Boden gewinnt;
Es gab dort auch Farben, die die Jahreszeiten anzeigten, Tiere und dann die Menschen, zwischen Hoffnung und Verzweiflung, wie Kinder, die das Eisen ihrer Träume schmieden, mit der gleichen Auflehnung im Herzen, den gleichen zu bestreitenden Kämpfen, die die vergänglichen Siege und die ewigen Niederlagen ausmachen.
Am schwersten zu ertragen war das Blut, das unaufhörlich aus den Schnittwunden spritzte, wie Öl, das sich aus durchtrennten Schläuchen ergießt.Nicht Alles wird bis zum Ende des Buches restlos geklärt sein, es bleiben eine Reihe offener Fragen wie im wirklichen Leben. Auf Vieles wird es nie eine Antwort geben.