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152 pages, Paperback
First published August 10, 2021
Inhalt: Autor Scott Wilson verknüpft in "Pennyworth" drei Zeitebenen miteinander. In der fernen Vergangenheit bekommt der junge Alfred nicht nur das Butlerdasein, sondern insgeheim auch Agententechniken gelehrt. Der Vater arbeitet im Haushalt der Penroses, deren Familienoberhaupt zugleich britischer Finanzminister ist. Hier bekommt der Teenager seine künftige Karriere bereits in die Wiege gelegt. In der nicht ganz so fernen Vergangenheit jagen Alfred und Shirley (Tochter von Mr. Penrose und ebenfalls MI6-Agentin) den sowjetischen Wissenschaftler Dr. Sobieski und entdecken dabei ein finsteres Experiment, welches aus Menschen unnachgiebige Kampfmaschinen macht, die aus ihren Armen Waffen formen können. Doch dies soll für Alfred nicht das einzige düstere Geheimnis sein, welches sich lüftet...In der Gegenwart wird Bruce Waynes Butler entführt und sieht sich plötzlich nicht nur mit Personen aus der Vergangenheit, sondern auch noch mit KGBeast konfrontiert...
Bewertung: "Pennyworth" ist Agenten-Thriller und gleichzeitig Lebensgeschichte. Für den Leser dürfte es äußerst spannend sein zu sehen, was Alfred vor seiner bekannten Anstellung bei Bruce Wayne gemacht hat. MI6-Agent passt äußerst gut zum zähen und mutigen Butler, den wir alle zur Genüge kennen. Auch als Agent tritt er überzeugt, einfallsreich und geschickt auf. Das trifft auch auf seine Kollegin und große Liebe Shirley zu. Es war angenehm zu beschauen, wie der sonst häufig einsame Alfred im Duett auftritt und Glück ausstrahlt. Die Jugend mit Pennyworth Senior im Haus der Penroses ist eine tolle Idee und lässt einen noch besser begreifen, wie der Protagonist zu dem allzeit bereiten Butler geworden ist. Was mir persönlich weniger gefallen hat, war die Auswahl der Antagonisten. Vielleicht schafft die "Pennworth"-Serie hier Abhilfe, aber im Comic sind alle Schurken langweilig geblieben. Der Millionste böse Sowjetwissenschaftler ist nicht gerade einfallsreich und KGBeast wurde am Ende nur eingefügt um Batman-Fans Futter zu geben. Bitte nicht falsch verstehen: Ich habe mich gefreut KGBeast wieder zu sehen, aber eingegriffen ins Geschehen hat er leider (fast) gar nicht. Vielleicht auch besser so, denn das Ende war wirklich nicht gut. Alles ging schnell und abrupt der Ziellinie entgegen und vorherige Handlungsstränge wurden quasi recycelt. Hier wäre mehr drin gewesen. Was mir schon wieder deutlich mehr zusagte war der Zeichenstil. Der hat gut zum Geschehen gepasst. Zum Einen das etwas fröhlichere bunte Design in den Jugendjahren und zum Anderen das finstere realistischere Antlitz in der Gegenwart. In allen Zeitebenen macht Alfred eine gute Figur und die Bilder transferieren die Stimmung ansprechend.