Es muss nicht immer Labskaus sein: Ein Ostfriesen-Krimi | "Es muss doch nicht Sylt sein, in Neuharlingersiel passiert doch auch genug.» Dora Heldt (Henner, Rudi und Rosa 9)
Januar in Nicht nur, dass ein toter Pottwal am Strand von Spiekeroog angespült wird, obendrein findet man Martin Junghans, den ehrenamtlichen Wachposten der lokalen Umweltgruppe, ermordet auf. Für die Wittmunder Kripo ist das Motiv schnell klar, denn einige der wertvollen Zähne des Wals sind herausgebrochen. Erste Zweifel kommen jedoch auf, als sie erfahren, dass Martin einen Kollegen wegen sexueller Belästigung einer Schülerin anzeigen wollte. Könnte dieser Kollege der Täter sein? Während die Polizei auf Hochtouren in beide Richtungen ermittelt, verschwindet in Neuharlingersiel ein weiteres Mitglied der Umweltgruppe. Während die Kripo dem keine Beachtung schenkt, wittern Rudis Freunde, Lehrerin Rosa und Postbote Henner, einen Zusammenhang und eilen ihm zu Hilfe. Und Unterstützung kann er diesmal wirklich gebrauchen.
Ich darf nun schon bereits zum neunten Mal zu meinem Lieblingsermittlertrio in den hohen Norden reisen. Und hier in Ostfriesland ist ja wieder einiges los. Der Inhalt: Der Dorfpolizist Rudi Bakker muss einen Kollegen auf der beschaulichen Insel Spiekeroog vertreten. Doch von wegen beschaulich, plötzlich überschlagen sich nämlich die Ereignisse: ein toter Pottwal am Strand, ein erstochener Umweltschützer, Missbrauchsvorwürfe gegen einen Lehrer des Inselinternats. Und zu guter Letzt verschwindet auch noch eine junge Frau. Da die Kripo Wttmund wieder mal nicht auf Zack ist, eilen Rudis Freunde aus Neuharlingersiel ihm zu Hilfe. Lehrerin Rosa und Postbote Henner sind echte Spürnasen – für Rudi würden sie alles tun. Und Unterstützung kann er diesmal wirklich gebrauchen. Einfach wieder spitzenmäßig! Der Schreibstil der beiden Autorinnen ist einfach fantastisch. Ich habe mich ja riesig gefreut eine der Nordfriesischen Inseln kennen zu lernen. Spiekeroog muss super toll sein. Durch die herrlichen Beschreibungen habe ich wunderbare Bilder vor meinem inneren Auge. Und dann habe ich mich natürlich riesig gefreut, auf liebgewonnene alte Bekannte zu treffen. Dorfpolizist Rudi, Lehrerin Rosa und Postbote Henner sind einfach ein super Gespann, wenn es darum geht, die richtige Fährte aufzunehmen und den Täter zu überführen. Mir hat es wieder riesigen Spaß gemacht, mit den Dreien zu ermitteln. Ab und An haben sie mir ja durch ihre Aktionen ein Grinsen ins Gesicht gezaubert, aber im nächsten Augenblick hatte ich wieder ein Gänsehautfeeling. Natürlich habe ich mich bei Henners Eltern auf dem Hof wieder pudelwohl gefühlt und ich habe mich gefreut, dass der Inselfunk von Ludwig noch immer bestens funktioniert. Es war einfach wieder ein herrliches Gesamtpaket. Ein spannender und unterhaltsamer Ostfriesenkrimi, der mir wunderschöne Lesestunden beschert hat. Ein Lesevergnügen der Extraklasse, für das ich sehr gerne 5 Sterne vergebe. Erwähnen muss ich natürlich noch das tolle Cover und die herrlichen Rezepte, die ich am Ende der Lektüre finde. Und für alle Neulinge gibt es auch noch ein informatives Personenverzeichnis. Alles perfekt!
Diese Rezi wird etwas anders, da ich es zur Hälfte gelesen und zur Hälfte Gehört habe so wird über beiden Formate geredet.
Zum Hörbuch: Die Sprecherstimmen waren sehr gut anzuhören,machten Lust auf mehr, richtig betonnt und es wurde nicht langweilig, ich habe gespannt zugehört. Die Kapitel länge war sehr angenehm anzuhören , da es nicht zu kurz und nicht zu lang war. Die Stimmen liesen mich abschweifen in die Geschichte und ich konnte es mir bildlich vorstellen, es war sehr spannend .
Betrifft nun Hörbuch und ebook:
Ich habe nicht alle Teile gelesen der Reihe, aber jedes Buch lässt sich unabhängig voneinander lesen, weil es ja immer ein neuer Fall ist . Man fühlt sich aber komplett aufgehoben und freut sich die Charaktere genauer kennen zu lernen und beim Ermitteln mitten drin zu sein.
Auch das ich gelesen und gehört habe , war nicht schlimm, ich kam nicht durcheinander und war sofort wieder im Thema.
Dieses Mal geht es um einen Wal , Tote und komische und spannende Ermittlungen auf besondere charmante Art des ganzen Dorfes. Habe mich gefühlt als wäre ich ein Teil , des Dorfes und ein Ermittler. Es war spannend, witzig und ich konnte es nicht mehr aus der Hand legen, habe jede freie Minute mit diesem Buch verbracht. Es hat genau meinen Humor getroffen und ist für jeden , der Spannung und Humor, mit charmanten Charakteren , die man einfach lieben muss und die einen schnell ans Herz wachsen. Vorallem Rosa , die auf ihre Art ermittelt, die etwas anders ist und total lustig ist, aber sie hat auch ein gutes Näschen , für sowas.
Das war mein erster Fall aus dieser Reihe und ich bin gut ohne Vorkenntnisse zurecht gekommen. Ich hab relativ schnell die Figuren und ihre Rollen in der Handlung verstanden und konnte mich dann komplett auf den Fall konzentrieren.
Der Dorfpolizist Rudi wird bei seinen Ermittlungen tatkräftig vom Postboten und der Grundschullehrerin unterstützt. Wenn man das weiß, kann man ohne Probleme beliebig in die Reihe einsteigen.
Alles beginnt mit einem toten Pottwal. Es gibt wohl einen Markt für Walzähne und deshalb wird der Kadaver bewacht. Als einer der Wachposten ermordet aufgefunden wird, scheint das Motiv klar, weil dem Wal die Zähne fehlen. Eine weiterer Todesfall dreht aber die ganze Handlung und es geht in eine andere Richtung.
Ich habe das Hörbuch ganz bequem neben der Hausarbeit anhören und an manchen Stellen herzhaft lachen können.
Den Sprecher fand ich grundsätzlich gut, nur manche Figuren waren zu 'krächzig' gesprochen, was durchaus auch seinen Charme hatte, aber für mich erst etwas gewöhnungsbedürftig war. Mit der Zeit habe ich mich daran gewöhnt und am Schluss hat es mich nicht mehr gestört.
Dieses Autorenduo war mir bislang unbekannt. Ein Fehler, wie sich im Nachhinein rausstellte. Das Cover mit der Walfluke, ja so heißt die Schwanzflosse eines Wals im Fachjargon, hat mich neugierig gemacht. Das Hörbuch wird von Tetje Mierendorf authentisch gelesen und ich kann ihm gut zuhören. Ja, da ist tatsächlich ein toter Potwal am Strand von Spiekeroog gelandet und das Team der EGA - Eastfrisian Guardian Angels (hab da noch nie etwas von gehört), muss sich des Wals annehmen. Damit fängt der Cosy -Crime noch eher gemütlich an. Mittlerweile der neunte Band dieser Reihe, doch als Quereinsteiger bin ich gut in diese Geschichte gelandet. Der Roman wird aus verschiedenen Sichtweisen erzählt, dabei schaue ich dem Dorfpolizisten Rudi, dem Postboten Henner und der Lehrerin Rosa über die Schulter. So bin ich hautnah bei diesen liebenswerten Figuren. Wieso kommt mir Rosa so bekannt vor?! Egal, durch die häufigen Perspektiv-Wechsel bauen die Autoren hier gut Spannung auf. Sie bringen hier regionale Rezepte ein, das macht Lust auf die ostfriesische Küche. Falsche Fährten und falsche Annahmen der ermittelnden Beamten leiten mich hier schon mal auf den Holzweg und ich tappe lange im Dunkeln. Verdächtige gibt es genug und bis zum schlüssigen Ende sind etwas über sechs Stunden wie im Flug vergangen und ich habe mich gut unterhalten gefühlt.