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Späte Kinder

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Ein kluger, trauriger und Trost spendender Roman über den Schmerz, der Familie heißt.Die Zwillinge Sophia und Thomas waren sich immer nah, so unterschiedlich sie auch sind. Die treusorgende Mutter und Gattin eines Kunsthändlers Sophia erfüllt das bürgerliche Ideal der Eltern. Thomas, der Unangepasste, schlägt sich als freier Journalist durch. Der cholerische Vater ist seit Jahren tot. Als auch die Mutter stirbt, treffen sich die Zwillinge im Elternhaus, und beide haben Thomas hat sich von seiner Freundin getrennt, die neue ist viel jünger als er. Und Sophia ist unheilbar an Krebs erkrankt; ihr bleiben nur Monate. Mehr als der nahende Tod quält sie die Habe ich überhaupt gelebt?Beim Sichten des Nachlasses werden die Zwillinge von Erinnerungen heimgesucht. Sie streiten, verletzen einander und steigen tief ein in die Geschichte ihrer Familie. Sophia beschließt, ihr Leben zu regeln. Dazu gehört eine letzte Reise mit Tochter und Bruder. Doch unterwegs eskaliert die Stimmung. Und wieder müssen die Geschwister den Blick ganz weit zurück wagen, um nach vorne schauen und das letzte Stück des Weges gemeinsam gehen zu können.

275 pages, Kindle Edition

Published January 25, 2022

34 people want to read

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Anselm Neft

15 books4 followers

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August 26, 2023
Thomas und Sophia sind Zwillinge, die Mutter war bei ihrer Geburt 37, doch der Titel bezieht sich wohl eher darauf, dass sie eine schwierige Kindheit hatten - mit häuslicher Gewalt in einem Akademiker-Haushalt; und daher jetzt immer noch mit ihrem Erwachsenen Ich hadern. Zumindest Thomas fühlt sich streckenweise sehr unsicher, und reflektiert das auch so.
Mit beiden fühlt man Sympathie, wie sich dann die Familiengeschichte entrollt ist teilweise vielleicht etwas zu sehr gewollt und zuviel reingepackt.

Gleich zu Beginn der Erzählung erfährt man von Sophias tödlicher Krebsdiagnose, und die Abschnitte des Buches gliedern sich dann in die letzten Stationen, die Sophia gemeinsam mit ihrem Bruder noch aufsucht - das Elternhaus, um den Haushalt der kürzlich verstorbenen Mutter aufzulösen; Mallorca, um eine enge Studienfreundin von Sophia zu besuchen, und das Hospiz, in dem sie schließlich ihre letzten Tage verbringt.

Die Erzählweise ist sehr unaufgeregt, und so bleiben die Szenen, in denen die Gewalt des Vaters sowie die Angst des Geschwisterpaares vor ihm beschrieben wird, seltsam ohne Nachhall. Wie eben eine Sache unter vielen, die man in der Kindheit erlebt hat.
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