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Das Paradies ist weiblich: 20 Einladungen in eine Welt, in der Frauen das Sagen haben

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Ständig reden wir vom Patriarchat. Was es verantwortet, zerstört und verhindert. Doch was genau würde sich verändern, wenn tatsächlich Frauen unser Leben regeln? Wäre die Welt eine gerechtere, liebevollere, bessere? In 20 Originalbeiträgen gehen deutschsprachige Autor:innen diesen Fragen auf den Grund und beleuchten mal literarisch, mal essayistisch zahlreiche Lebensbereiche: die Familie, den Beruf, die Erziehung, den Journalismus, aber auch die Namensgebung oder die Superheld:innen in Comics. Die Texte sind hoffnungsvoll, ratlos, sie kehren um, sie überspitzen, überhöhen, sie dekonstruieren, aber sie zeigen in ihrer unglaublichen Bandbreite vor allem eines: Wir befinden uns gerade im Umbruch. Mit Beiträgen von Shida Bazyar, Mareike Fallwickl, Linus Giese, Kübra Gümüşay, Simone Hirth, Gertraud Klemm, Julia Korbik, Miku Sophie Kühmel, Kristof Magnusson, Nicolas Mahler, Barbara Rieger, Emilia Roig, Jaroslav Rudiš, Mithu Sanyal, Tonio Schachinger, Margit Schreiner, Anke Stelling, Sophia Süßmilch, Philipp Winkler und Feridun Zaimoglu.

256 pages, Hardcover

Published February 22, 2022

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About the author

Tanja Raich

7 books6 followers

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Community Reviews

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80 (40%)
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7 (3%)
1 star
1 (<1%)
Displaying 1 - 17 of 17 reviews
Profile Image for Meike.
Author 1 book5,049 followers
March 15, 2022
Not sure why this essay collection exists, because, as the introduction states, it's mainly about the fact that we're in a societal transitioning phase regarding how we perceive and talk about gender: The binary view is mostly past, but gender as a spectrum is still not yet the dominant view. So frankly, the premise for why this collection was created in the first place is, ähem, rather thin, to say the least, and this has repercussions on the selection of texts, which are disparate, both thematically ("something about women") and aesthetically.

Still, Raich managed to get some well-known, interesting contributors, like Mithu M. Sanyal (check out her novel Identitti, it's great), Kübra Gümüşay (of Sprache und Sein fame), Miku Sophie Kühmel (Kintsugi, and I also liked her text about motherhood in this collection), the wonderful Kristof Magnusson (who adds a text about patronyms and matronyms in Icelandic names), Philipp Winkler (Creep is already one of the best books of 2022), plus, my favorite text in this collection, an essay by the ridiculously talented Tonio Schachinger (Nicht wie ihr) about the strength of the women in his family.

A very mediocre book, but with some shining highlights.
Profile Image for janasbuecherwelt.
304 reviews21 followers
March 3, 2022
"Das Paradies ist weiblich" wurde von Tanja Raich herausgegeben und beinhaltet Essays/Comics/Kurzgeschichten von 20 bekannten Autor:innen, die von einer Welt schreiben, in der Frauen das Sagen haben.

Jede einzelne Geschichte hat etwas persönliches, etwas markantes an sich. So unterschiedlich die Geschichten sind, so sehr ähneln sie sich auch. Für mich wurde in der letzten Zeit feministische Literatur immer wichtiger, ich tauche sehr gerne in die Welt ein. Umso spannender fand ich nicht nur die Geschichten sondern auch die Bezüge zur Wissenschaft.
Jede Geschichte hat ihren eigenen Schreibstil, die eine konnte mich mehr, die andere mal weniger begeistern. Dennoch fand ich jede Geschichte wichtig. Sehr wichtig.
Besonders schön finde ich, dass viele Autor:innen zu einem Beitrag zugesagt hatten, trotz anderer (Schreib-)Projekte, die anstehen/anstanden. Außerdem hat mir diese Sammlung mal wieder gezeigt, dass ich viele Autor:innen noch nicht kannte oder nie besonders Aufmerksamkeit gewidmet habe. Das möchte ich in Zukunft auf jeden Fall nachholen und ändern.

Von mir gibts für diese Anthologie eine klare Leseempfehlung. Und ich bin sicher, dass ich das ein oder andere Mal nochmal in dieses Buch schauen werde, und den ein oder anderen Text nochmals lesen werde.
Profile Image for Julia (wortknistern).
319 reviews169 followers
March 8, 2022
as Paradies ist weiblich ✨

Aber ist es das wirklich? Würde eine Welt, in der Frauen an der Macht sind, wirklich eine bessere sein oder würden sich nur die Machtverhältnisse umkehren? Damit beschäftigen sich 20 Autor*innen in sehr unterschiedlichen Texten (oder Comics), manche eher wissenschaftlich, manche eher persönliche Essays.
Wie das leider oft so ist bei Anthologien oder Essaysammlungen, konnten mich leider nicht alle Texte überzeugen. Während es ein paar echte Highlights gab (zu denen komme ich gleich noch), gab es auch ein paar, mit denen ich gar nichts anfangen konnte (was nicht bedeutet, dass es schlechte Beiträge waren, ich habe sie teils nur nicht verstanden oder es ist bei mir nicht so angekommen, wie vielleicht intendiert) und viele, bei denen ich das Gefühl hatte, Dinge über Feminismus, die ich schon kannte, nur nochmal in neue Worte verpackt zu lesen. Dadurch ist die Anthologie für mich nicht schlecht gewesen, aber leider nicht das Highlight, das ich vom Titel und der Beschreibung her erwartet hatte.
Toll fand ich aber, dass in den Beiträgen ein sehr kritischer Blick angewendet wurde, wer also "Patriarchat kacke, Matriarchat alles supi" lesen möchte, wird hiermit nicht glücklich (Patriarchat natürlich trotzdem kacke, darauf können sich auch alle Autor*innen einigen).
Jetzt aber noch zu den Highlights:
👉🏻 Kristof Magnusson: Die Sache mit dem Namen
👉🏻 Nicolas Mahler: Die Verlegerin (habe mich beim Lesen des Comics köstlich amüsiert!)
👉🏻 Gertraud Klemm: Der feuchte Traum
👉🏻 Mareike Fallwickl: Tamina Blue

{Unbezahlte Werbung | Vielen Dank an den @keinundaberverlag für das Rezensionsexemplar!}
Profile Image for mtl.
76 reviews12 followers
June 12, 2022
Herbe Enttäuschung.

Ich hatte mich sehr auf dieses Buch gefreut und als ich es dann in den Händen hatte und die Einleitung las, dachte ich, dass ich es bestimmt in wenigen Tagen verschlungen haben werde. Doch mit jedem weiteren kurzen Text wuchs die Enttäuschung, bis ich den Kauf bereute. Letztendlich habe ich Monate gebraucht, um mich hindurch zu quälen.
Hier gibt es nichts neues oder weltbewegendes zu lesen. Wer sich mit feministischen oder queeren Themen beschäftigt und sich etwas auskennt, liest hier nur ein paar Variationen öffentlicher Debatten der letzten Jahre. Mal in essayistischer Form, mal in eine Erzählung verpackt, mal als "Comic" (es besteht nur aus 2 Bildern von denen sich eines 50 Mal wiederholt und nur der Text sich ändert, irgendwie lahm): Care-Arbeit sollte bezahlt werden, Männer sollten im Haushalt - falls überhaupt - nicht nur "helfen", es gibt auch andere Lebens- und Familienmodelle und die sind auch ok, und wenn man jahrtausendelange Unterdrückung und Missbrauch des einen Geschlechts umdreht und nun dem anderen Geschlecht angedeihen lässt, ist das auch nicht besser. Das ist soweit bekannt und dahingehend müsste sich Vieles ändern. Nichts neues also oder nur nicht für mich? Ich kann mir jedenfalls nicht vorstellen, was jemand, der sich weniger interessiert oder engagiert, damit anfangen soll.

Einige Texte möchte ich einzeln kommentieren.
> "Die Frau auf dem Thron" liest sich wie eine lange Replik auf eine Altfeministin. Ich weiß nicht welche, aber sie erinnerte mich an Alice Schwarzer, vielleicht ist es auch keine Bestimmte. Der Text klagt an, dass diese Feministin, statt Lösungen zu finden und in die Zukunft zu blicken, nur zurückschaut, leidet, Galle spuckt und anklagt. Anfangs fand ich den Text interessant und fragte mich wo er wohl hingehen würde. Je weniger Seiten übrig blieben, desto mehr hatte ich jedoch das Gefühl, dass dieser Text leider nirgendwo hin geht, auf der Stelle tritt und anklagt, also das, was der Figur vorgeworfen wird - und nicht viel mehr.

> "Dreizehn" hat mich irgendwie wütend gemacht, obwohl dieser Text so unfassbar langweilig, banal und abgedroschen ist, dass er außer völliger Gleichgültigkeit sonst gar nichts auslösen sollte. Wütend deshalb, weil ich wirklich selten ohne Not so viel Etepetete und Biedermeier-Mief über mich ergehen lassen musste. Es geht darin um ein modernes Wohnprojekt inkl. alternativer Familienmodelle, das hier in eine - ich möchte es wirklich nicht Kurzgeschichte nennen - Fingerübung verpackt vorgestellt wird. Die Protagonistin wird 13 Jahre alt, eine alte Frau aus einer anderen Wohnung, die für sie wie eine Großmutter ist, erzählt ein bisschen was, schenkt ihr eine Kette und stirbt. Interessanter hätte man das Thema vielleicht auch bearbeiten können, indem man das Haus Wohnung für Wohnung über die Quadratmeterzahlen und die Lage der Steckdosen vorgestellt hätte. Davon hätte man auch nicht mehr gehabt, aber immerhin wäre einem diese Banalität erspart geblieben. So las sich diese "Geschichte" leider wie die Sorte Texte, die bei einem Schreibwettbewerb in der Altersklasse unter 16 Jahre eingereicht, von eigenen Familie lautstark bejubelt und mit dem Trostpreis einer Packung Wachsmalkreiden versehen wird. Stilistisch gab es nichts zu bemängeln, inhaltlich fehlt ihm die Existenzberechtigung. Es macht mich schon wieder wütend, nur darüber zu schreiben.
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Edit: Ich habe darüber nachgedacht, warum mich dieser Text so unvernünftig wütend macht und ich glaube es liegt daran, dass mir Themen wie Feminismus, Antirassismus, Klimawandel etc. wirklich extrem wichtig sind. So wichtig, dass sie für mich den Unterschied machen, zwischen Freund und "Verzieh dich!". So wichtig, dass ich mich mit langjährigen Bekannten stundenlang per Textnachrichten streite und sie dann "entfreunde". Da geht es um meine Ideale. Und so ein banaler (anders kann man es wirklich nicht nennen) Text beleidigt für mich "die Sache". Für viele Autor:innen dieses Bandes sind es wahrscheinlich auch echte Anliegen, Ideale, Herzensthemen. Bei Mithu Sanyal weiß ich es sogar definitiv. Und dann kommt da so ein Text... Das Beleidigende daran sind nicht etwa Widersprüche, andere Auffassungen oder Falschbehauptungen, das Beleidigende liegt in der Banalität. Ich möchte der Autorin nichts unterstellen, wahrscheinlich ist ihr nichts von all dem bewusst und nur nichts besseres eingefallen. Ich finde das einfach unendlich schade, das ärgert mich, denn das Thema bzw. diese Themen verdienen unsere größten Anstrengungen, unsere besten Texte unsere Ernsthaftigkeit. Ich hoffe, dass meine eigenen Text eines Tages meinen sehr hohen Ansprüchen genügen werden. Ich werde mein ganzes Leben daran arbeiten. Ok, weiter im Text.
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> Der umgekehrte Fall ist "Das Ende der Unterdrückung" mit dem dieser Band abschließt. Dieses Essay hatte wirklich Biss und etwas zu sagen. Leider war der Text voller sprachlicher Patzer, dass ich wirklich gezweifelt habe, ob jemand von der Redaktion oder vom Lektorat ihn überhaupt gelesen hat. Was war da los? Oder sind die Patzer erst durch Änderungen entstanden? So wirkt es teilweise. Nur einige Beispiele. S. 237: "Verinnerlichte Überlegenheit und Unterlegenheit sind aber zwei Seiten der gleichen [sic] Medaille (und zentrale Aspekte der Unterdrückung.)" Es ist sprichwörtlich "dieselbe" Medaille. Gleich im nächsten Satz dann: "Dadurch werden Ungleichheiten implizit gerechtfertigt und erlaubt es Menschen aus dominanten Gruppen, Diskriminierung, Ungleichheit und Ungerechtigkeit zu tolerieren[...]." Ich musste das mehrmals lesen, um es zu verstehen. Da fehlt offenbar etwas. Wahrscheinlich wurde der Satz mehrmals umgestellt. Entweder "... und das erlaubt es..." oder gleich ganz umstellen, etwa so: "Dadurch werden Ungleichheiten implizit gerechtfertigt, was es Menschen aus dominanten Gruppen erlaubt, Diskriminierung, Ungleichheit, und Ungerechtigkeit zu tolerieren." S. 238: "Dass zwei Frauen heiraten und Kinder zusammen großziehen können, war noch nicht allzu lange Zeit utopisch." Was auch immer hier passiert, ist sinnentstellend, denn so klingt es, als wäre es erst möglich gewesen, dann verboten worden und ist heute wieder erlaubt und war deshalb für kurze Zeit utopisch. Gemeint ist jedoch: "Dass zwei Frauen heiraten [...] können, war bis vor gar nicht allzu langer Zeit vollkommen utopisch." S. 238 f.: "Dass damals ernsthaft geglaubt wurde, die Sklaverei könne lediglich 'reformiert' anstatt abgeschafft zu werden, ist verständlich." Das "zu" muss weg. S. 239: "Viele glauben, dass der Kapitalismus nur grüner gemacht werden soll, um gerechter, umweltfreundlicher und humaner zu werden." Auch hier ist der Sinn verändert, wenn auch nur leicht. Statt "soll" müsste es "muss" oder "müsste" heißen, denn sonst klingt es, als würde jemand behaupten, der Kapitalismus würde grüner werden und Viele glauben, dass dieser jemand dies behauptet (unabhängig vom Inhalt der Behauptung - ja, Deutsch ist echt übel). Oder besser gleich so: "Viele glauben, dass es genügen würde, den K. grüner zu machen, um...". S. 241: "Wie kann ein so einfaches System über Jahrhunderte hinweg aufrechterhalten bleiben - und dabei verleugnet werden?" Das klingt sehr holprig, "aufrechterhalten" und "bleiben" passen nicht zusammen. Es müsste heißen: "... aufrechterhalten (werden) und dabei (gleichzeitig) verleugnet werden." Oder: "... bestehen bleiben und dabei verleugnet werden." Auch S. 241: "Die Antwort ist einfach: Solange Jungen, die Röcke [...] tragen, unangenehme Gefühle in uns auslösen, und solange 'Mädchen' ein Schimpfwort für Jungen ist, heißt es, dass unsere Gesellschaft noch nicht über Misogynie hinweg ist." Auch holprig, das "es" wäre besser ein "das", aber noch besser wäre: "Solange [alles so] ist, ist unsere Gesellschaft noch nicht über Misogynie hinweg."
TL;DR: Der ansonsten gute Text wurde mir durch die sprachlichen Unsauberkeiten vermiest.

Positiv beeindruckt hat mich nur "Tamina Blue". Dieser Text fliegt einem nur so um die Ohren, radikal, angstfrei und ohne Entschuldigungen. Kein umsetzbarer und auch nicht so beabsichtigter Vorschlag für eine andere Welt, sondern ein wachrüttelndes "Was wäre wenn?". Ja, was wäre wenn all die Wut der Jahrtausende mal gebündelt und den Herren ins Gesicht geschlagen würde? Ein starker Text mit starker Wirkung. (Weil er aber inhaltlich und auch stilistisch so herausragend ist, sehen die anderen Texte neben ihm gleich noch ein bisschen blasser aus.)

Ganz in Ordnung waren "Die Matriarchin, eine Abrechnung", "Der feuchte Traum", "Queertopia" und "Heisse Luft. Eine kleine Bücherschau".

Um diese Rezension zu schreiben, habe ich das Buch noch einmal durchgeblättert, die Texte noch einmal kurz angelesen und versucht, diejenigen wiederzufinden, die ich mochte oder eben nicht. Bei den meisten musste ich feststellen, dass ich mich an kaum etwas vom ersten Lesen im April(?) erinnern konnte - und das sagt über diesen Band leider nichts gutes.
Profile Image for Sarah.
640 reviews10 followers
December 29, 2022
Vor allem in der zweiten Hälfte waren ein paar Texte dabei, die mich fasziniert haben!
Profile Image for Marieli.
61 reviews
May 15, 2024
4,5 Sterne. Bis auf zwei, drei Beiträge eine wirklich sehr gelungene Anthologie!
Profile Image for Monemi1986.
200 reviews4 followers
April 24, 2022
Ich habe mir für das Buch relativ viel Zeit gelassen, weil ich gemerkt habe, dass die einzelnen Beiträge besser auf mich einwirken, wenn ich nicht zu viele am Stück lese. Mir hat die Vielfalt sehr gut gefallen es gab ein Drama, ein Comic, ein Ausflug in die Tierwelt, fiktive Texte aber auch Geschichten aus dem Leben der Autor*innen. Ich hatte schon öfter von der Kurzgeschichte von Mareike Fallwickl gehört und konnte dann nicht warten bis sie an der Reihe war, sondern musste sie vorziehen. Die Geschichte hat es wirklich in sich und wird mir noch lange im Kopf bleiben. Es war kein Beitrag dabei der mir gar nicht gefallen hat. Ein bisschen was konnte ich überall mitnehmen. Mal mehr mal weniger. Wenn man an dem Thema interessiert ist dann ist das Buch ein guter Einstieg. Wenn man sich schon sehr intensiv damit beschäftigt hat, erfährt man vielleicht nicht so viel Neues aber allein durch die unterschiedlichen Herangehensweisen könnte es sich trotzdem lohnen.
Profile Image for Full_bookshelves.
120 reviews4 followers
September 30, 2022
Meinung: 19 Texte und ein Comic sind in diesem Buch zu finden, alle beschäftigen sich mit dem Thema Matriarchat. Wäre ein Matriarchat besser als ein Patriarchat? Alle Probleme der Welt gelöst? Oder wäre es wie im Patriarchat nur mit einem anderen Geschlecht? Oder sollte es gar keines der Extremen geben und lieber ein miteinander?
Direkte Antworten zu diesen Fragen findet man auf den Seiten nicht unbedingt, eher eine Betrachtung des „was wäre wenn“ und „(wie) könnte das funktionieren“, was durchaus selbst zum Nachdenken anregt.
Jedes Kapitel ist ganz anders, aber für mich waren alle auf ihre Weise interessant. Die AutorInnen toben sich aus, verschiedene Stile und Herangehensweisen werden hier vereint. In einem Kapitel gibt es interessante Fakten zu Clownfischen, im nächsten liest man von einer Welt, in der sich weibliche Personen sehr aktiv rächen. Teilweise sehr übertriebene, überspitzte Szenarien, aber auch Kapitel, die eher an eine wissenschaftliche Arbeit erinnern.
Das Buch lässt sich sehr gut lesen, durch die unterschiedlichen Texte hat man Abwechslung und selbst wenn einem ein Kapitel nicht ganz so gefällt, ist man flott beim nächsten und da wartet etwas ganz Anderes auf einen.

Fazit: Ein tolles Buch, mit spannendem Thema und gelungener Umsetzung. Auf jeden Fall empfehlenswert!
Profile Image for Paulin.
50 reviews17 followers
April 2, 2022
Trotz des für mich doch eher rückständig klingenden Titels habe ich mir den Sammelband „Das Paradies ist weiblich“ zugelegt, da er Texte einiger Autor*innen vereint, die ich sehr schätze und auf deren Input zum Thema Matriarchat ich sehr gespannt war (u. a. Mithu Sanyal, Linus Giese, Emilia Roig etc.).
Leider war das Buch für mich eher eine Enttäuschung und ich beendete es ohne großen Erkenntnisgewinn, obwohl die Frage, ob ein Matriarchat eine sinnvolle Gesellschaftsform darstellt, was ein Matriarchat überhaupt ist – denn dazu gibt es keine einheitliche Auffassung – oder wie eine geschlechtergerechte Utopie der Gesellschaft stattdessen aussehen könnte, äußerst interessant ist. Ich denke, Grund hierfür ist vor allem die Form als Sammelband mit verschiedenen Textarten (literarische Texte, Essays, ein Comic und ein Drama sind enthalten), die keine tiefgründige, stringente Diskussion der Thematik zulässt.
Von daher gibt es hier eher keine Empfehlung von mir.
Profile Image for anni.scha.
40 reviews10 followers
August 29, 2022
20 großartige Autor*innen,
20 spannende Blickwinkel,
20 unterschiedliche Ansätze, mit denen versucht wird, das Matriarchat greifbar zu machen.

Während mich manche Texte einfach gut unterhalten haben, regten andere mich zum Nachdenken an.
Die einen Essays waren direkt greifbar, die anderen Beiträge hinterlassen mich leicht ratlos.

Tanja Raich hat mit *Das Paradies ist weiblich* eine sehr lesenswerte Anthologie herausgegeben, in die ich auch in Zukunft immer gerne einen Blick werfen werde.


175 reviews
October 21, 2024
Sehr durchwachsenes Buch, was allerdings bei Short story collections denke ich absolut normal ist. Manche Geschichten treffen einen nun mal eher, manch andere story eher weniger. Manche Story waren sehr beängstigend, manche haben zum sehr zum Nachdenken und Reflektion angeregt, manche sehr symbolisch, manche eher klar oder wissenschaftlich angehaucht, manche waren hoffnungsvoll, mit anderen wieder konnte ich überhaupt nichts anfangen oder fand sie einfach schlecht/bescheuert und war froh als sie vorbei waren. Spannendes Überthema allerdings!
37 reviews
May 18, 2022
Super spannende Texte über das Gedankenkonstrukt „Matriarchat“ und die Frage, was darunter zu verstehen ist.

Die Anthropologie besteht aus dem perfekten Mix von fiktionalen Vorstellungen, Persönlichen Erfahrungen und wissenschaftlicheren Artikeln.

Super interessant und regt auf jeden Fall zum Nachdenken an und bleibt dabei auch nicht komplett kritikfrei bei dem utopischen Gedanken des Matriarchats.
Profile Image for Linda.
72 reviews5 followers
September 2, 2024
Kurze Texte aus allen möglichen Genres, die im weitesten Sinne etwas mit Matriachaten / Frauendominierten Gesellschaften zu tun haben. Manche Kapitel habe ich einfach nicht verstanden. Aber gute Abwechslung und paar starke Kapitel.
Lieblingskapitel: Simone Hirth, Tonio Schachinger, Julia Korbik, Emilia Roig
Profile Image for Luna.
8 reviews
July 28, 2022
Die besten Beiträge:
Sophia Süßmilch: Die Matriarchin. Eine Abrechnung
und Shida Bazyar: Routen.
Außerdem haben mir die Beiträge von Kübra Gümüşay, Miku Sophie Kühmel, Gertraud Klemm und Anke Stelling gut gefallen.
Profile Image for BetweenLinesAndLife.
455 reviews7 followers
Read
May 12, 2025
4.5 Stars
[English Version below]
Wie natürlich häufig in Anthologien haben mir nicht alle Texte gleich gut gefallen, aber dennoch gab es keinen, der mir gar nicht zu gesagt hat! Besonders schön fand ich, dass jeder Text seinen ganz einen Stil verfolgt hat und auch alle Definitionen und Ideen von Matriarchat Platz haben durften.
Mein Lieblingstext ist mit Garantie Tamina Blue von Mareike Fallwickl - sowie gleich dahinter die folgenden Texte:
Mutterland - Feridun Zaimoglu
Die Frau auf dem Thron - Kübra Gümüsay
Material - Miku Sophie Kühmel
Die Matriarchin. Eine Abrechnung - Sophia Süssmilch
Dreizehn - Julia Korbik
Earth-M und ihre Superheld:innen - Philipp Winkler
Heisse Luft. Eine kleine Bücherschau. - Simone Hirth

As it is often the case in anthologies, I didn't like all the pieces equally, but there wasn't one I didn't like at all! I found it particularly nice that each piece was allowed to have its very own style and that all definitions and ideas of matriarchy were allowed to have a place.
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