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Night Shadow #1

They Who Guard the Night

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Paris an der Schwelle zum 20. Jahrhundert: Während die Welt um sie im Wandel ist, stürzt sich die mittellose Odette als Mann verkleidet ins rauschhafte Pariser Nachtleben, wo sie ihre magischen Fähigkeiten entdeckt. Sie gehört zu einer kleinen Gruppe von Menschen mit nachtbezogenen Fähigkeiten, der Bruderschaft der Nachtschwärmer. Mehr noch, sie ist nicht nur die einzige Frau in diesem Männerbund, sondern auch die Einzige, die das Licht und nicht die Dunkelheit beherrscht. Gemeinsam mit dem reichen Schattenspringer Eugène kämpft sie gegen einen Orden, der es auf ihre Fähigkeit und Familie abgesehen hat – und für eine Liebe ohne Standesschranken.

464 pages, Paperback

First published October 17, 2022

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About the author

Laura Cardea

10 books18 followers

Ratings & Reviews

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Community Reviews

5 stars
71 (20%)
4 stars
116 (32%)
3 stars
111 (31%)
2 stars
41 (11%)
1 star
15 (4%)
Displaying 1 - 30 of 42 reviews
Profile Image for Kat.
178 reviews51 followers
April 8, 2024
Dnf bei ca. 80%. Ich habe seit letztem Jahr immer mal überlegt, das Hörbuch doch noch zu beenden, habe mich jetzt aber dagegen entschieden und poste deshalb jetzt meine Rezension.

Eigentlich hätte „They Who Guard the Night”, der Auftakt der neuen Reihe von Laura Cardea, das perfekte Buch für mich sein müssen: Phantastik über das anbrechende Zeitalter der Elektrizität, und dann noch angesiedelt im Paris des Jahres 1900 (oder 1890, niemand weiß das hier genau. Nein, auch die Autorin nicht ... Dazu später mehr). Als großer Fan von historischer Fantasy und als Historikerin mit dem Schwerpunkt Belle Époque klang das als hätte endlich jemand meine Wünsche erhört. Leider war das Buch jedoch eine unerwartete Enttäuschung. Die Zutaten stimmen zwar, doch auch das allerbeste Kuchenrezept nützt leider nichts, wenn man sie falsch zusammenmischt.

Leider kann ich nicht finden, dass der Roman liefert, was der Klappentext und das elegant-mystische Cover versprechen: Pariser Nachtleben auf dem Höhepunkt der Belle Époque, eine Bruderschaft, die die Nacht bewahrt, bedroht durch das Anbrechen des Zeitalters der Elektrizität … Das klingt wirklich ganz zauberhaft. In „They Who Guard the Night“ steckt nur leider derselbe Plot, der in beinahe allen Fantasyromanen für Jugendliche steckt, die der deutsche Buchmarkt im Moment zu bieten hat: Eine junge Frau trifft einen Bad Boy mit magischen Fähigkeiten, der einer Gruppe magiebegabter Menschen angehört, und entdeckt ihre eigenen magischen Fähigkeiten. Es gibt gesichtslose Antagonist*innen, die nach endlosen Trainingseinheiten besiegt werden müssen.

Klischees und Halbwissen statt historischem Hintergrund

Dasselbe wie immer also, nur in Grün, oder besser gesagt: In pseudo-historisch, denn das historische Setting bleibt flach und unausgegoren und wirkt leider nicht besonders ausgiebig recherchiert. In „They Who Guard the Night“ besteht die Pariser Gesellschaft um 1900 aus "Der Bourgeoisie" auf der einen Seite, deren Mitglieder ausnahmslos dekadent reich sind, und auf der anderen Seite aus "Dem Proletariat", die ausnahmslos alle unter dem Existenzminimum leben. Vom berüchtigten Adel der französischen Belle Époque ist nichts zu sehen, es gibt hier einfach keinen Adel, ganz zu schweigen von den zahlreichen Abstufungen innerhalb der Bourgeoisie, die ja schließlich auch vom reichen Wirtschafts- und Bildungsbürgerlichen bis hin zu gewöhnlichen Angestellten, die haushalten müssen, reichten.

Auch Odettes Familie wird als so arm vorgestellt, dass Odette die zehn Jahre alten Kleider ihrer Mutter aufträgt, mietet aber gleichzeitig eine Dreizimmerwohnung in Paris, Mutter und Schwestern sind bei einer Hutmacherin angestellt, und der jüngste Bruder soll auf die Universität geschickt werden ... Ein Junge aus einer angeblich so armen Arbeiterfamilie hätte die Sorbonne, die es hier natürlich auch direkt sein muss, höchstens mal auf dem Weg zur Arbeit in der Fabrik von außen gesehen. Natürlich möchte Odette ebenfalls studieren und zwar Naturwissenschaften, denn sie ist nicht wie die anderen Mädchen und liest abends immer in ihrem „Physikbuch aus der Schule“, als hätte ein so armes Mädchen im Jahr 1900 Physikunterricht oder Schulbücher gekannt.

Manchmal wollte ich Odette einfach beiseite nehmen und ihr nahelegen, dass sie selbst Teil der ihr so verhassten Bourgeoisie ist, wenn sie auf eine Schule geht, in der es Bücher und Physikunterricht gibt, die Frauen in ihrer Familie alle den angesehenen Beruf Modistin ausüben und der Sohn auf der Sorbonne studieren soll. Kleinbürgertum ist immer noch Bürgertum, aber diese Nuancen kennt das Paris um 1900 (oder halt 1890) in diesem Roman einfach überhaupt nicht, wer dem Bürgertum, also der Bourgeoisie angehört, ist steinreich.

Welches Jahr haben wir eigentlich?

Der größte Klopper, den der Roman sich leistet und der deshalb von mir diese eigene Kategorie hier gespendet bekommt, ist aber die Datierung. Der Roman datiert sich selbst nach knapp der Hälfte eindeutig auf das Jahr 1890: Diese Jahreszahl wird von einer Figur gesagt. Das wirft aber einen Haufen Fragen auf, denn viele der im Roman erwähnten Dinge gab es 1890 schlicht und ergreifend noch nicht: Autos, das Modehaus Paquin (1891 gegründet), die Pariser Métro (1900 eröffnet), etc. Andere Dinge, die angeblich noch unfertig sind, gab es jedoch bereits: Der Eiffelturm, der im Roman als Baustelle beschrieben wird auf der Odette und ihre Freunde rumklettern, war in Wirklichkeit eigentlich schon seit Mitte 1889 fertiggestellt.

Manchmal wirkte es, als könnte die Autorin sich selbst nicht entscheiden, ob es jetzt 1890 oder doch eher 1900 ist, denn sie kommt recht oft durcheinander. Die beiden Jahre haben gemeinsam, dass 1889 und 1900 in Paris eine große Weltausstellung stattfand ... Darüber hinaus sind sie aber alles andere als austauschbar, genauso, wie 2024 und 2014 nicht einfach austauschbar sind. An Belle-Époque-Atmosphäre fehlt es hier also leider an allen Ecken, was ich sehr schade finde. Ein gut recherchiertes und lebendig erzähltes Belle-Époque-Setting hätte den Roman von anderen Büchern des Genres abheben können. So wirkt dieses Paris aber nur wie die x-te Fantasywelt, die dazu leider nicht wirklich gut durchdacht ist. Ach ja, wo ich von Fantasy spreche ...

Ich ahne, dass mir viele von euch jetzt sagen wollen: „Aber das ist ja auch historische Fantasy, das muss nicht alles richtig sein.“ Und ich erwarte auch keine 100% historische Authentizität, schon allein, weil diese niemand leisten kann. Aber ein halbwegs immersives, atmosphärisches Setting, das selbst weiß in welchem Jahr es überhaupt spielt, sollte doch mindestens drin sein? Darüber hinaus hat mir leider auch der Fantasy-Part nicht besonders gut gefallen, denn genau wie die Recherche wirkt auch der Weltenbau recht platt. Es gibt Steampunk-Anleihen, die jedoch nicht gut durchdacht wirken: Kutschen werden von Blechpferden gezogen, damit „die Leute die motorbetriebenen Kutschen nicht für Hexerei halten.“ Und das 1890 (oder eben 1900), im Zeitalter der Wissenschaft, das schon seit Jahrzehnten mit Dampfantrieb und motorbetriebenen Fahrzeugen experimentiert.

Darüber hinaus sind alle Pariser Arrondissements nach griechischen Gottheiten umbenannt und es wird nebenbei fallengelassen, dass ein großer Teil der Pariser Bevölkerung hellenistisch lebt (also an die griechischen Gottheiten glaubt), was auf den Plot jedoch keinerlei Auswirkung hat, bis auf die Tatsache, dass die Widersacher der Bruderschaft der „Orden der Nyx“ ist. Allerdings erfährt man nicht einmal, was genau diese Leute tun und wieso sie jetzt eigentlich die Bösen sind, nur, dass sie bekämpft werden müssen. Ganz ähnlich löst die Pariser Polizei ständig gewaltvoll irgendwelche Partys auf, ohne, dass erklärt wird, wieso. Feiern war auch im Paris von 1900 (oder halt 1890) alles andere als verboten, egal ob Club Proletariat oder Club Bourgeoisie, die dekadenten, feierwütigen 1890er werden ja auch nicht umsonst "naughty nineties" genannt. Wenn das in diesem alternativen Paris anders ist, hätte ich gern den Grund erfahren.

Dieses livre war für mich leider un flop

Statt dichter Belle-Époque-Atmosphäre ist der Roman zudem grundlos mit französischen Wörtern auf fast jeder Seite vollgestopft. Das geht von Université über Tour Eiffel bis hin zu Alltagsbegriffen wie Stiefel, Apotheke und Tüll, es heißt ständig „gillet“ statt Weste, „manteau“ statt Mantel und so weiter. Ich fand es leider eher unfreiwillig komisch, wenn es sinngemäß hieß: "Ich konnte mir nicht einmal ein neues Paar bottes leisten." Man kann Stiefel schreiben, Pariser Atmosphäre sollte echt anders heraufbeschwört werden.

Es gäbe noch einige Kleinigkeiten, die ich ansprechen wollen würde, doch ich möchte diesen Text auch nicht übermäßig lang werden lassen. Da wäre die Szene, in der Odette von einem einzigen Schluck Absinth sturzbetrunken wird, oder, dass jegliche Kleidung beschrieben wird, als hätte man „Fasching viktorianisches Kleid“ gegoogelt (Kleider mit integrierter Korsettschnürung und Fascinator-Hüte …), dass „feministische Kleidung“ um 1890 (oder 1900) als „Hose tragen“ interpretiert wird, obwohl es eine ganze Reformmodebewegung gab, oder wie merkwürdig konservativ Odette ist, die alles anrüchig und frivol findet, obwohl sie sich doch angeblich jede Nacht ins Pariser Nachtleben stürzt (das allerdings in diesem Buch aus Café- und Opernbesuchen besteht und nichts mit Tanzhallen, Cabarets und co. des echten Paris in der Epoche zu tun hat).

Am Ende bleibt mir leider nur zu sagen, dass ich ziemlich enttäuscht davon bin, wie wenig Belle Époque tatsächlich in diesem Roman steckt. Stattdessen gibt es viel Halbwissen, Klischees und viel Ausgedachtes, das das sehr magere historische Setting mit Fantasy aufpolstert. Was die tatsächliche Epoche angeht, bleibt der Roman oberflächlich. Auch darüber hinaus bietet er leider nichts, was mich hätte packen können. Die Fantasy-Versatzstücke wirken ebenfalls oberflächlich und ergeben nicht immer Sinn, die Figuren blieben zweidimensional und da man nicht einmal erfährt, weshalb die Bösen jetzt überhaupt die Bösen sind oder in welchem Jahr der Roman jetzt wirklich spielt, habe ich mich entschieden, das Buch nicht zu Ende zu hören. Da ich andere Romane der Autorin gern gelesen, bzw. gehört habe, werde ich es bestimmt noch einmal mit einem Buch von ihr versuchen, aber diese Reihe war für mich leider gar nichts.
Profile Image for Liz Weasleyhead.
905 reviews88 followers
November 24, 2022
Abgebrochen bei ca 25 %

Ich hatte mich sehr auf das Buch gefreut und habe mich voller Erwartung in das Hörbuch gestürzt .
Allerdings war das einfach nichts für mich.
Der Anfang war mir irgendwie zu schnell und ich musste mich erstmal mit den ganzen örtlichen Beschreibungen und den Charakteren zurecht finden. Dazu kommt, dass derart viele französische Begriffe verwendet wurden mit denen ich einfach nichts anfangen konnte. Ab und an habe ich sie gegoogelt, doch das hat das Hörerlebnis deutlich getrübt.
Die Story rund um den Orden und die Fähigkeiten war zwar mal was innovatives aber fand ich teilweise doch sehr wirr und schwer nachvollziehbar. Zudem war mir einfach keiner der Charaktere sympathisch und ich konnte keine Verbindung aufbauen.
Später in der Buchhandlung habe ich gesehen, dass im Anhang ein Glossar ist, wo die wichtigsten französischen Begriffe übersetzt werden. Das ist für die Leser definitiv praktisch und hilfreich allerdings ist der Hörer aufgeschmissen.
Vielleicht gebe ich dem Buch irgendwann nochmal eine Chance.
Profile Image for FräuleinHallo.
149 reviews2 followers
June 20, 2025
DNF 20%
Wie in anderen Rezensionen bereits erwähnt, macht die Geschichte viele Versprechen und schafft es leider nicht, diese einzuhalten. Die bisherigen Charaktere und Antagonisten sind langweilig und der geschichtliche Kontext macht selbst für jemanden der keine Ahnung hat nur wenig Sinn.
Profile Image for Denise.
300 reviews12 followers
April 8, 2024
DNF @ 19%

Was gut war oder ich mir erhofft habe:
- Paris in den 20er Jahren hat mich als Setting sofort begeistert. Und die Darstellung fand ich auch sehr realitätsnah. Es sind einige historische Aspekte erwähnt, wie beispielsweise illegale Partys mit Alkohol. Das ist an sich das gewisse Etwas, das ich an Büchern gerne mag. Die Nähe zur Realität in Kombination mit etwas anderem.
- Das etwas andere waren in diesem Fall Service-Roboter. Roboter in den 20er Jahren. Das hatte so leicht steampunkige Vibes, die mir total gut gefallen haben.

Warum ich das Buch abgebrochen habe:
- Ich fand es von Anfang an anstrengend, bei diesem Buch beim Lesen konzentriert zu bleiben. Ich dachte erst, es liegt an meinem Gesundheitszustand, denn als ich das Buch begonnen habe, hatte ich Corona. Aber auch Wochen später, als mein Kopf längst nicht mehr matschig war, ist es mir schwer gefallen. Also liegt es wohl vielmehr daran, dass der Schreibstil und ich nicht matchen.
- Das Buch spielt in den 20er Jahren des 20. Jahrhunderts. Demnach ist die Stellung der Frauen noch nicht so wie heute. Das fand ich an sich gut dargestellt. Allerdings soll die Protagonistin möglichst intelligent und ihrer Zeit voraus wirken. Gleichzeitig versteht sie aber die simpelsten Dinge und offensichtliche Verbindungen nicht. Da habe ich mir gedanklich sehr oft gegen die Stirn geschlagen und mich gefragt, wie man so doof sein kann. Entschuldigt die Direktheit, aber gerade wenn versucht wird, genau den gegenteiligen Eindruck zu erwecken, finde ich das wirklich extrem ungünstig.
- Der Hauptgrund, warum ich das Buch nicht weiterlesen möchte, ist, dass ich absolut keinen Zugang zur Geschichte oder den Charakteren gefunden habe. Das Buch ist so emotionslos geschrieben. Man findet nur tell, statt show. Und dadurch habe ich überhaupt nicht in die Handlung gefunden, es hat mich gar nicht mitgerissen. Es gibt sogar einmal einen Kampf mit einem sehr epischen Moment – ich denke zumindest, dass der Moment episch sein sollte, es kam nur überhaupt nicht so bei mir an. Ganz im Gegenteil.
- Vielleicht hätte alles schon spannender und epischer gewirkt, wenn die Charaktere auf irgendeine Art authentisch und beteiligt gewesen wären. Aber sie wirkten viel mehr wie Marionetten, die der Handlung ohne wenn und aber folgen, obwohl das nicht zu ihren Eigenschaften passt, die so verkrampft rübergebracht werden wollen. So haben wir zum Beispiel eine Protagonistin, die bei einer verbotenen Party fast erwischt wird, fantastische Fähigkeiten an sich entdeckt und in einen geheimen Orden geschmissen wird. Und die sich nicht einmal darüber wundert, nicht einmal innehält und auf irgendeine Art auf all das Geschehene reagiert. Sie lässt sich einfach treiben, als wäre eine Bruderschaft mit fantastischen Fähigkeiten das normalste der Welt.
- Andere Charaktere reagieren ähnlich. Beispielsweise die Mitglieder der Bruderschaft. Es sind allesamt Männer, die nicht begeistert davon sind, dass auf einmal eine Frau unter ihnen weilt. Die zetern und meckern, aber nur für kurze Zeit. Denn danach gehen alle wieder ihrer Wege und das war’s. Gleichzeitig gibt es einen Mentor in der Bruderschaft, der der Protagonistin zu verstehen gibt, dass sie erst einmal beweisen muss, diese Fähigkeiten wirklich zu haben. Aber schon bevor sie bewiesen hat, dass sie der Bruderschaft beitreten muss, sagt der Mentor ihr den Namen der Bruderschaft und gibt geheime Orte etc. preis. Sorry, aber eine Bruderschaft im realen Leben könnte sich nicht lange geheim halten, wenn jeder dahergelaufenen Person mitgeteilt wird, wer und was sie ist.

Aus all diesen Gründen war das Lesen eher ärgerlich statt aufregend oder spannend. Es ist enorm schade, weil ich mich so wahnsinnig auf dieses Buch gefreut habe. Aber ich weiß bereits nach 19%, dass es mir nicht gefallen wird. Egal, wie viel ich davon noch lesen werde.
Profile Image for Celestine.
109 reviews5 followers
August 18, 2023
1,5 sterne.

ich muss zugeben, ich habe das buch mit mühe und not zu ende gelesen.

es hat sich ein wenig wie ein duolingo kurs für französisch anfänger angefühlt. mit ein bisschen fantasy und historischem flair.

die protagonistin war sehr anstrengend, insbesondere weil sie immer zwischen zwei extremen von "SIE KANN DAS WEIL SIE DAS IN IHREM PHYSIK BUCH GELESEN HAT" und "sie ist super naiv und nicht gerade die hellste kerze auf der torte" hin und her geschwankt hat. es hilft nicht, dass ihr love interest, rich boy eugene, die typische position in solchen romantasy büchern einnimmt und der unbeholfenen protagonistin alles erklärt. ich hasse dieses trope. das pacing war sehr sehr mühsam, viele szenen hätte man weglassen können/die ganze story hätte man umstrukturieren können, damit ein richtiger spannungsbogen entsteht, weil der war irgendwie überhaupt nicht da. oft wurden wichtige dinge dann mit belanglosen szenen unterbrochen, die sich wie filler episoden in anime angefühlt haben. leider haben sie aber auch nicht geholfen, dass ich die figuren mehr mochte. auch die darstellungen von paris waren teils viel zu stereotypisch und einfach historisch nicht passend für die zeit, die die autorin sich ausgesucht hat.

aber mein größtes problem war definitiv der fantasy- und world-building-aspekt. es fühlte sich manchmal an, als würde wild mit ideen und konzepten und ästhetik um sich geworfen, damit es auf dem blatt papier cool klingt, aber es wurde nicht viel weiter gedacht, was es z.b. für eine welt bedeutet, dass es roboter gibt oder dass genug bürger die griechischen götter anbeten, dass sogar stadtteile nach ihnen benannt sind? vieles war auch leider sehr 0815 für das genre, das hat man schon in zig versionen gesehen, es wurde nichts neues gebracht, das es spannend gemacht hätte, insbesondere was die magie und die leute, die die magie verwenden, betrifft.
Profile Image for Maja.
590 reviews9 followers
November 24, 2022
Ich liebe diese Geschichte. Sie hat mein Herz im Sturm erobert, denn dieser Mix aus Steampunk Elementen, Magie und Wissenschaft ist wirklich grandios. Mir hat es richtig gut gefallen die Geschichte aus den Augen von Odette zu erleben. Ihre Perspektive ist sehr interessant und ausdrucksstark. Ich finde die Grundidee hinter dem Buch sehr faszinierend und mag die Welt, welche die Autorin erschaffen hat. Griechische Gottheiten miteinzubeziehen und mit magische nachtbezogene Fähigkeiten zu mixen ist wirklich superspannend. Die ganze Geschichte ist voller Magie und Action, die den Leser in seinem Bann zieht. Was mir auch gefallen hat waren die Zitate über Licht und Schatten, arm und reich. Manche Sprüche waren so schön, dass ich noch Tage danach darüber nachgedacht habe. Die Protagonisten sind sehr vielfältig und tiefgründig. Ich mochte Odette total gerne, weil sie so bodenständig ist und dennoch egoistische Züge zeigt, was verdeutlicht wie menschlich sie doch ist. Eugène hingegen ist ein Rätsel für sich, dass ich noch immer nicht ganz gelöst habe. Die Nebenfiguren habe ich auch sofort ins Herz geschlossen. Sie sind sehr authentisch und manche von ihnen sogar queer. Diese Thematik wurde übrigens sehr natürlich mit eingebunden, sodass es weder zu gewollt noch unwichtig gewirkt hat. Es war genau passend, was ich sehr bemerkenswert finde. Ich bin auch ein sehr großer Fan dieser verbotenen Liebesgeschichte zwischen Odette und Eugène. Sie sind so verschieden und doch harmonieren sie super zusammen. Außerdem finde ich die Freundschaft zwischen Odette und Louise super stark und tiefgehend. Ich mochte es wie fürsorglich sie sind und welche starke Verbindung sie zueinander haben. Das Ende war krass, also wirklich überraschend. Am liebsten würde ich gleich weiterlesen, denn der Cliffhanger war schon mies, aber gut gewählt. Zusammengefasst ist die Geschichte eine Reise voller Abenteuer und Gefahren, die jeder Urban Romantasy Fan lesen sollte. Die Geschichte ist wirklich ein kleines Highlight, dass volle fünf Herzen verdient.
Die Story ist voller Spannung. Eine junge Frau entdeckt durch Zufall ihre Kräfte. Sie kann das Licht beherrschen und tritt den Nachtschwärmern bei. Dort soll sie ihre Kräfte verstehen und nutzen lernen. Dabei gerät sie zwischen die Fronten und wird zum Ziel der Nyx, welche sie für ihre Zwecke einsetzen wollen. Wird sie es schaffen sich und ihre Familie zu retten oder gerät sie in die Fänge der falschen Seite?
Odette ist ein armes Mädchen, das für eine reiche junge Frau arbeitet und ihr Geld in dem Schatten der Nacht verdient. Sie begleitet ihre Freundin und Arbeitgeberin auf ihre Konzerte, Opern und Co. Dabei verdient sie genug, um ihren Eltern und ihren Geschwister unter die Arme zu greifen, auch wenn sie diese kaum sieht. Dabei trifft sie auf Eugène, der ihre verborgenen Kräfte zum Vorschein bringt. Denn sie kann das elektronische Licht kontrollieren. Sie ist an sich sehr diszipliniert und hat eine Vorliebe für die Physik. Am liebsten würde sie selbst studieren, aber dafür reicht das Geld nicht. Vom Charakter her ist sie eine intelligente, mutige, charakterstarke und abenteuerlustige junge Frau. Durch ihren Beitritt in den Orden der Nachtschwärmer lernt sie vieles über ihre Fähigkeiten und die Geschichte des Ordens. Dabei muss sie sich überwinden und anfangen anderen zu vertrauen. Sie findet zu sich selbst und lernt einiges über sich und ihre Gefühle. Ich mag sie und bin gespannt wie es weitergehen mag für Odette.
Eugène ist ein reicher Junggeselle, der ein Doppelleben führt. Er ist ein Mann, der gerne feiert, trinkt und sich zwischen seinen Leben verliert. Seine Familie ist sehr reich und sein Vater ist Erfinder in der Waffenindustrie und seine Mutter liebt er über alles. Als Teil des Nachtschwärmer ist er nicht so angesehen, dafür hat er aber besonders starke Kräfte und liebt es Schatten zu springen. Er ist freundlich, lebensfroh, leicht verrückt, zugleich aber auch zwiegespalten und verantwortungslos. Seine Art ist sehr interessant und man merkt das er viele Geheimnisse hat. Jedoch steckt auch mehr in ihm, als man auf den ersten Blick erkennen mag. Seine Entwicklung zeigt sich darin, dass er anfängt Verantwortung zu übernehmen und nicht mehr alles auf die leichte Schulter nimmt. Dadurch wird er erwachsener und reifer.
Zusammen sind die beiden ein ziemlich cooles Team. Sie passen gut zusammen und sind trotz ihrer gegensätzlichen Art einfach perfekt füreinander. Jeder der beiden holt das Beste aus dem jeweils anderen raus. Ich finde sie total sweet zusammen.
Das Ende war überraschend und ereignisreich. Denn Odette begibt sich auf eine Rettungsmission und ihre Freunde helfen ihr, dabei findet sie etwas Schockierende heraus und muss mit ihrem Komplizen Eugène fliehen. Denn jemand aus ihren Reihen scheint nicht der zu sein, der er vorgibt zu sein. Dabei gibt es viel Action und Drama, was sehr interessant ist. Ich mag den Spannungsaufbau und die explosive Entladung der Ereignisse. Die letzten Seiten sind wie im Flug vergangen und waren so spannend, dass das Ende viel zu schnell gekommen war. Ich freue mich jetzt schon total auf den zweiten Band, denn das Ende war viel zu aufregend und überraschend, als dass man es nicht lesen wollen könnte. Das Buch bekommt von mir volle fünf Herzen und eine große Empfehlung.
Profile Image for Sunny.
9 reviews1 follower
July 16, 2023
Der Schreibstil hat mir mega gut gefallen. Treibend und gleichzeitig auch sehr malerisch, hat er die Szenerie des Paris der frühen 1900er gut getroffen.
Auch die französischen Vokabeln zwischendurch fand ich gut. Es war eigentlich immer ersichtlich, was gemeint war und wenn nicht, konnte man es hinten nachschlagen.

Der Spannungsbogen war allerdings nicht ganz nach meinem Geschmack. Für mich war es ein wenig zu viel auf und ab, nicht zuletzt, weil Odette die Situation immer viel zu überstürzt beurteilt hat und damit vermeidbare Situation entstanden sind. Nach dem vielen hin und her, hätte mir ein etwas deutlicherer Abschluss besser gefallen, als ein Cliffhänger.

Die Charaktere waren alle sehr glaubwürdig und hatten ihre eigene kleine Hintergrundgeschichte. Der Wirbelwind Louise hat mir dabei am besten gefallen, nicht zuletzt, weil sie die am rational handelnste Person war.
Odette hingegen hat mich ab und an ein wenig genervt. Ständig stößt sie andere unnötig von sich weg und ihre Bedenken, ein Mann sollte einer Frau nicht zu nahe kommen, wirkten meist ein wenig gezwungen, wo Eugène und sie doch so gut zusammen gespielt haben. Auch, dass die beiden immer nur um einander herumgetänzelt sind und kein richtiger Kuss dabei rum kam, hat mich ein wenig frustriert.

An sich hat mir das Buch aber Spaß gemacht, alleine schon wegen des treibenden und malerischen Schreibstils. Bin gespannt auf Teil zwei!
This entire review has been hidden because of spoilers.
Profile Image for Lea Kobs.
8 reviews
June 4, 2023
They Who Guard The Night war mein erstes Buch der Autorin.
Ich wusste nicht genau was ich zu erwarten habe und nach dem Klappentext hatte ich schon Angst einen „die Päpstin“ Abklatsch wiederzufinden aber ich wurde positiv überrascht!
Am Anfang hatte ich Probleme die Fähigkeiten und Fantasy Elemente zu verstehen und mir bildlich vorzustellen, doch im Laufe des Buches wurde alles immer klarer! Ich denke, dass liegt weder an Schreibstil, noch an der Geschichte. Es ist eben etwas ganz Neues, was wirklich sehr erfrischend für mich war.
Am meisten gefallen haben mir die starken Frauenrollen von Odette und Louise. Vor allem Louise hat das Klischee einer reichen Unternehmerstochter zu Nichte gemacht. Ganz toll fand ich außerdem die Erwähnung der Suffragetten und von Marie Curie. Das Buch war dominiert von Ungerechtigkeit und Sexismus (Arbeitswelt, Bildung etc.) gegen den aktiv entgegen gekämpft wurde, weshalb ich das Buch jedem jungen Mädchen empfehlen würde.
Was außerdem sehr mein Herz erwärmt hat, war die found family Trope. Neben Ungerechtigkeit gegenüber Frauen, wurde durch Armand auch Rassismus angesprochen. Trotzdem wurde das Buch nicht von politischen Themen dominiert. Die Liebesgeschichte zwischen Eugéne und Odette fand ich auch sehr rührend. Sie hat sich wie ein kleiner Faden durch das Buch geschlängelt und den Leser immer wieder zum grinsen gebracht, war dennoch aber nicht Hauptthema von Odettes Abenteuer.
Allen in Allem würde ich sagen, dass das Buch nicht „perfekt“ ist, da viele Kampfszenen meiner Meinung nach ab und zu unübersichtlich waren oder mir der Schreibstil nicht zu 100% zugesagt hat. Dennoch hatte ich Spaß beim Lesen, konnte das Buch nicht aus der Hand legen und nach dem Beenden wurde ich mit einem wohligen Gefühl im Bauch zurückgelassen. Deshalb bekommt es von mir trotzdem 5 ⭐️!
Das Buch war auf jeden Fall eine Bereicherung! <3
Ich freue mich schon auf den zweiten Teil
This entire review has been hidden because of spoilers.
Profile Image for Luzi22er.
239 reviews11 followers
July 22, 2023
DNF nach 20%

Ich breche super selten Bücher ab, aber Leute was ist das bitte?

Zu aller erst zur Protagonistin:
Die hat nämlich überhaupt keine Persönlichkeit und handelt eigentlich garnicht. Sie lässt alles über sich ergehen und fühlt dabei absolut nichts. Hatte das Gefühl ich lese einen Sachtext.

Die Sprache:
Die sind im 20. Jahrhundert und benutzen zum einen Wörter wie:
Frohlocken
Und zum anderen sagen die Sachen wie:
Das juckt mich nicht
In welcher Welt passt das zusammen?

Dann werden dauernd irgendwelche französische Begriffe eingebaut, bei denen ich hinten im Buch nachschauen muss, was die bedeuten- fühle mich wie im französisch Unterricht

Zu aller letzt, das schlimmste - der Schreibstil
Hab noch nie so einen schlimmen schreibstil gesehen. Man weiß nicht, wie die Umgebung aussieht, noch wo sich die Protagonisten aufhalten. Die Situationen sind so dermaßen verwirrend, dass ich so selten durch geblickt habe.
Zum anderen ist der super einschläfernd und einfach nicht verständlich.
Es gab eine Kampfszenen zwischen zwei Kämpfern und ich hab noch nie so eine langweilig beschriebene KAMPF Szene gelesen. Ich wusste weder wer wer ist, noch was da jetzt genau passiert und unsere HP? Sie stand nur und hat teilnahmslos ( wie immer ) zugesehen.


Wirklich schade, da dass Buch echt hübsch ist und mich die Idee eigentlich total angesprochen hat 😅
Profile Image for teilzeitphilosophin.
33 reviews1 follower
October 29, 2023
Gerade so 3 🌟 fand die Grundidee super und der Anfang war auch super packend und spannend. Jedoch ließ das alles schnell nach und ich hatte immer wieder das Gefühl, in einer kleinen Französisch-Lektion zu stecken.
Profile Image for Piecewartenoch.
162 reviews2 followers
October 30, 2022
Odette streift Nacht für Nacht durch die Gassen Paris‘, um für ihre siebenköpfige Familie sorgen zu können. Doch ihr Leben ändert sich, als sie auf den charmanten, gutaussehenden Großunternehmerssohn Eugène trifft und sich in ihr eine Kraft Bahn schlägt, die die Nacht zum Leuchten bringt oder sie in Dunkelheit hüllt. Daraufhin erfährt sie von Eugène, dass es die Bruderschaft der Nachtschwärmer gibt, in der jeder Schattenkräfte besitzt, und der bedrohliche Orden der Nyx sie vernichten will. Nun muss Odette kämpfen, für ihre Familie, für sich und für ihre Liebe.
Auf „They Who Guard The Night” habe ich mich schon seit Anfang des Jahres gefreut, da ich „Splitter aus Silber und Eis“ von Laura Cardea fantastisch fand und das Setting Paris zur Jahrhundertwende genau meinen Geschmack trifft.
Wenn Laura Cardea etwas schafft, dann ist es dieses Setting auf eine magische, einzigartige Art und Weise in den Köpfen der Leser auferstehen zu lassen. Paris im Jahr 1900 kommt unheimlich gut zur Geltung. Es kommt sehr authentisch daher, sodass ich mich aufgehoben fühlte, weil man merkt, dass die Autorin intensiv recherchiert hat. So kommt die richtige Atmosphäre schnell auf. Dazu trägt natürlich ein oft sehr schöner, fast schon poetischer Schreibstil bei, der ganz wundervolle Bilder im Kopf entstehen lässt. Doch leider ist der Schreibstil in meinen Augen ein zwei schneidiges Schwert, denn so schön, so repetitiv ist er auch. Besonders zum Ende hin hat mich massiv gestört, dass ein Gedanke in drei Sätzen ausgedrückt wurde, die alle dasselbe aussagten, aber einer völlig gereicht hätte. Ebenso wiederholend sind Odettes Gedankengänge, wodurch sie mir zunehmend unsympathischer wurde. Statt einer Entwicklung fällt Odette immer wieder in alte Muster zurück, in dem sie an sich selber und ihrem Handeln zweifelt, statt für sich und ihre Entscheidungen einzustehen. Genauso repetitiv ist auch die Handlung im letzten Drittel, ein ewiges Konfrontation-mit-dem-Gegner und Fliehen. Ungelogen passiert viermal hintereinander vom Prinzip her dasselbe. Das war letztlich sehr ermüdend, unter anderem auch weil keine wirkliche Spannung aufkommt. Mich konnte aber auch die Liebesgeschichte nicht überzeugen: Ich habe nichts gegen Slow Burn, im Gegenteil, ich liebe es, aber im Falle von Odette und Eugène lässt uns Laura Cardea viel, viel, viel zu lange am Harken hängen. Das ist noch ganz nett am Anfang, aber nach 470 (!) Seiten ist mir das, was wir bekommen, einfach zu wenig. Die Essenz dieser Liebesgeschichte besteht nur aus Misskommunikation und jungen Erwachsenen, die sich nicht getrauen, sich ihre Liebe einzugestehen bzw. darüber zu reden. Und wenn die beiden doch mal kurz davorstehen, sich zu überwinden, lässt die Autorin sie nicht in Ruhe, sondern schickt jemanden vorbei, der sie stört – und das wiederholt. Trotz dessen gibt es durchaus einige süße Szenen, die mein Herz erwärmt haben. Die Charaktere sind aber auch eher ein Hit or Miss: Bei Odette hatte ich das Gefühl, dass wir sie nicht wirklich kennengelernt haben. Bis auf ihre Liebe zu ihrer Familie fällt mir kein weiterer Charakterzug ein. Ich liebe meine Familie auch, aber das reicht mir leider nicht, um mich mit ihr identifizieren zu können. Auch Odettes Familie ist mir nicht wirklich ans Herz gewachsen, dafür haben wir einfach zu wenig Zeit mit ihnen verbracht. Jedoch gibt es zwei Charaktere, die einen großen Pluspunkt für das Buch erkämpfen: Louise und Eugène. Beide fühlen sich facettenreich und sympathisch an und stehlen der Protagonistin definitiv die Show. Die beiden Figuren habe ich sehr ins Herz geschlossen.
Zusammengefasst kann ich sagen, dass mir die erste Hälfte der Geschichte extrem gut gefallen hat. Ich war mit Herz und Seele bei der Sache, habe mit den Figuren mitgefiebert und mich von dem faszinierenden Setting bezaubern lassen. Ich musste ganz viele Zitate und Szenen markieren, die ich sehr mochte. Ich war so begeistert, dass ich sogar eine Pinnwand auf Pinterest erstellt habe. Nur schwächelt die Geschichte im zweiten Teil deutlich durch die unterschiedlichen Wiederholungen in Text und Handlung. Hätte man das Buch auf vierhundert Seiten eingekürzt, hätte es vielleicht besser funktioniert. Leider war das Leseerlebnis für mich eher ernüchternd und auch etwas enttäuschend, da ich mich unglaublich auf dieses Buch gefreut hatte.
Aber Geschmäcker sind verschieden und vielleicht gefällt es euch besser.
(Zitat im Titel der Rezension stammt aus Game of Thrones)

Profile Image for Die lesende Annabell.
64 reviews6 followers
February 2, 2024
Also dieses Buch hat sich wirklich lange gehalten, sehr lange so gar Aber war auf eine Weise auch schön. Aber dazu später mehr..
Also das Buch war ja wie vorhin schon erwähnt, mein etwas längerer Begleiter. ( was unter anderem daran lag das manche Themen in diesem Buch einfach nur hart waren. Triggerwanungen auf jeden Fall vorher checken!) aber das war nicht das einzige, das Buch hatte leider auch etwas zu viele Längen, durch die man sich durcharbeiten musste.
Aber das nur vorweg.
Die gesamte Geschichte des Buches an sich ( bis auf die eben genannten Längen) war gut. Spannend, Action reich, und an sich einfach mal etwas anderes etwas neues.
Wir folgen Odette, die mit der Armut in ihrer Familie zu kämpfen hat und sich einer geheimen Bruderschaft anschließt. ( die oh wunder oh wunder auch einen reichen Jungen bei sich hat, und NATÜRLICH gibt es eine angefangene Liebesgeschichte.)
Ja das nur mal dazu. 😬
Ihr könnt euch glaube ich den Rest denken..
aber erstmal zu Odette und Eugene ( dem sogenannten Haupt Protagonisten) an sich, tja ich weiß nicht also irgendwie mochte ich die beiden nicht. Ich weiß nicht wie und warum, und ob ICH in einem leben etwas falsch mache, aber die beiden waren einfach nur zu viel. Ständig oh das oh dies und jenes LEUTE ihr seid in einem Krieg und das einzige was ihr könnt ist rumhacken und jammern? ( zum Glück hat sich das über das Ende hin gelegt und man konnte es aushalten aber meine Güte!)
🤦🏼‍♀️
Zum Glück waren da noch Armand und Jean ( die mir das Buch ein bisschen gerettet haben. ♥️ ohne scheiß wären die beiden nicht dagewesen dann hätte ich einen cut gesetzt! Aber Jean und Armand sind einfach die coolsten Charaktere aus dem Buch! ich sage es euch die beiden haben so eine tolle lustige und liebe Beziehung zueinander wie Brüder. Und sorry, wer auf einer Party einfach anstatt zu tanzen, ein Buch liest und sich nicht stören lässt ist sympathisch wie eh und je. Ich finde die beiden einfach toll 😊)
Ich hoffe das die beiden im nächsten Band auch vorhanden sind sonst Ende!
Trotzdem könnte das etwas sein für einige von euch, also lese Empfehlung geht raus.
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January 8, 2023
Bei diesem Hörbuch handelt es sich um den 1. Teil einer Fantasy-Dilogie. Das Hörbuch ist insgesamt 14 Stunden und 38 Minuten lang und wird von Simone Scheuer vorgelesen. Ihre Stimme passt sehr gut und sie liest auch gut vor.

Eine Sache muss man aber zur Sprecherin bemerken, sie spricht Eugène englisch aus und nicht französisch, was ich unpassend fand. Die Geschichte spielt immerhin in Paris und Eugène ist Franzose. Das war jetzt aber kein Grund für mich, das Hörbuch abzubrechen.

Was mir persönlich gar nicht gefällt ist das Cover.  Ich habe das Cover tatsächlich zuerst nicht einem Fantasybuch zugeordnet und diese Geschichte wäre mir fast gar nicht aufgefallen.

Für ihre Geschichte hat sich die Autorin als Handlungsort Pairs ausgesucht, was ich schon einmal sehr interessant fand. Erzählt wird die Handlung aus der Sicht von Odette, einer jungen Frau aus dem Arbeiterviertel. Durch ihre Freundschaft zu Luise, die aus völlig anderen Verhältnissen kommt, hat sie die Chance, das Pariser Nachtleben zu genießen. Hier kommt sie dann auch das erste Mal mit Eugène in Kontakt und entdecket ihre besonderen Fähigkeiten.

Odette ist eine wissbegierige und intelligente junge Frau, ich mochte sie sehr. Ihre Familie ist ihr sehr wichtig, für die würde sie alles tun.  Was mich etwas gestört hat war, dass sie Eugène die ganze Zeit über nicht gesagt hat, dass sie aus armen Verhältnissen kommt. Das passte für mich nicht so richtig zu ihrem restlichen Verhalten. Eigentlich müsste ihr das doch egal sein. 

Es gibt auf der einen Seite die Bruderschaft der Nachtschwärmer, zu denen auch Eugène gehört und ihre Widersacher die Nyx. Odette gerät in die Schusslinie, weil ihre Fähigkeit sehr ungewöhnlich sind. 

Insgesamt hat mir die Handlung sehr gut gefallen. Es gibt sehr viel Aktion, aber auch etwas Romanze und ein bisschen Zeitgeschichte (Marie Curie). Die Geschichte endet sehr offen, aber Teil 2 erscheint bereits im Februar. 

Von mir gibt es 4,5 von 5 Punkte. 
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October 25, 2022
Atmosphärisch und spannend
Bei diesem Buch haben mich Klappentext und Cover gleichermaßen neugierig gemacht und ich war sehr gespannt auf diese Geschichte.
Das Setting hat mich sofort abgeholt. Ich liebe die Kombination aus Fantasy und historischen Elementen, mit der die Autorin ein einzigartiges Paris schafft und das Kopfkino weckt. Zunächst unerwartet, aber nicht unpassend, kombiniert sie ebenfalls einige Steampunk Elemente in dieser Erzählung. Dies rundet meiner Meinung nach das Setting perfekt ab.
Im Pariser Nachtleben zeigt Odette unerwartete Fähigkeiten und wird in ein spannendes Abenteuer gezogen.
Die Charaktere sind individuell gestaltet und durchdacht. Obwohl es vielleicht dem Alter entspricht, fand ich stellenweise ihr Verhalten etwas anstrengend und es kam öfter vor, dass ich auf ein paar klärende Worte gewartet habe. Die aufkeimenden Gefühle zwischen Odette und Eugène sind gekonnt dargestellt, doch steht (noch) zu viel zwischen den beiden, um diese zu vertiefen. Diese Umsetzung fand ich sehr gelungen und erfrischend anders.
Die Geschichte ist durchzogen mit vielen spannenden Szenen, während man versucht, gemeinsam mit Odette das große Ganze zu verstehen; hier wird man immer wieder hingehalten und bekommt nur einzelne Puzzleteile, die lange noch kein richtiges Bild ergeben. Zunächst war es etwas schwierig für mich das Hinterfragen sein zu lassen, doch sobald ich dies abstellen konnte, wurde ich auf eine aufregende Reise mitgenommen.
Das packende Finale macht Lust auf die Fortsetzung. "She Who Alights The Night" ist für Februar 23 angekündigt.
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56 reviews2 followers
March 26, 2023
Paris im 19. Jahrhundert, die Distrikte sind nach griechischen Göttern benannt und von der griechischen Mythologie inspiriert. Eine italienische Bruderschaft die von einem Erzengel gegründet wurde der einen Drachen erschlagen hat. So gut, so verwirrend.
Der Klapptext und das Cover hatten mich sehr neugierig gemacht, leider ist die Geschichte sehr flach und uninteressant. Die Gespräche zwischen den Charakteren langweilig und ohne wirklichen Inhalt. Gerade das hin und her zwischen Odette und Eùgene, muss es immer so eine verzweifelte Liebesgeschichte sein? Die beiden hassen sich, lieben sich, hassen sich, lieben sich, dürfen nicht zusammen sein und das in Endlosschleife.
Und dann die ganzen unnötigen französischen Worte die auf jeder Seite eingeworfen werden. Leider nicht meins. Außerdem kriegt man schon im ersten Drittel des Buches raus wer der „Bösewicht“ ist, sehr vorhersehbar. Schade!
26 reviews
July 1, 2023
Ort: Paris, Ende des 19 Jahrhunderts.
Der Geschichte hat das einen ganz besonderen Charme verliehen. Arrondissements die nach griechischen Göttern benannt wurden, eine Weltausstellung und die Vorstellung des Eifelturms, das Setting ist wirklich spannend. Odette ist so eine tolle Hauptfigur, stammt aus dem Proletariat und auch allein wegen ihrer harten Lebensrealität stark und selbstständig. Und hat ein großes Interesse an der Physik, was sie sehr sympathisch macht. Eugene.. entspricht so ziemlich dem Klischee. Und auch wenn der typische Trope hier schon zum Teil zutrifft (es gibt nur ein Bett? Waaas..). Lässt sich die Autorin und auch Odette Zeit, ihn richtig kennenzulernen. Schön fand ich auch, das hier auch ganz offen kommuniziert wird, dass er auch mal egoistisch handelt. Er ist nicht der perfekte Held und Gentlemen, das macht ihn aber auf eine ganz andere Art nahbar. Man merkt wie wichtig ihm Odette ist.

Freue mich auf Band 2!
40 reviews
February 20, 2024
Der Start war schwierig, man wurde direkt in eine neue, vergangene Welt geworfen und musste sich erst einmal zurecht finden, während sich die Beziehungen zwischen den Protagonisten aufgebaut haben.

Zwischendrin hat sich das Buch so gezogen, dass ich bezweifelte es überhaupt bald zu beenden. Der Schreibstil war ausladend, leider auf negative Weise. Ich habe mir die Szenen schlecht vorstellen können und habe irgendwann angefangen, Sätze und Absätze zu überspringen. Nur so habe ich es durch die Geschichte geschafft.

Nichtsdestotrotz waren die letzten 150 Seiten spannend, eine Erkenntnis und spannende Situation jagte die nächste. In der Zeit konnte ich das Buch nicht aus der Hand legen, wusste nicht genau was mich erwartet. Umso spannender war es, die Person hinter dem Dirigenten aufklären zu können und den nächsten Teil anzuteasern.

Alles in allem ein starker Grundgedanke, ich werde den nächsten Teil auch lesen und freue mich trotzdem auf die Entwicklung der Geschichte.
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23 reviews
April 23, 2025
Spannend und relativ unkompliziert. Daher gut geeignet um es einfach wegzulesen, allerdings oftmals etwas holprig übersetzt.
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45 reviews2 followers
November 12, 2022
Als ich das Buch zum ersten Mal gesehen habe, wusste ich, dass ich es lesen muss. Ich war sofort vom Klappentext begeistert und hab nur auf das Erscheinen des Buches hingefiebert.
Der Einstieg ins Buch fiel mir dann auch super leicht, denn ich wollte unbedingt wissen was in dem Buch passiert.
Wir begleiten die Protagonistin Odette, die in einer Nacht ihre magischen Fähigkeiten entdeckt, worauf sie sich plötzlich in einer neuer Welt zurecht finden muss, in der sie als einzige eine andere Fähigkeit besitzt und sich als einzige Frau im Orden durchsetzen muss. Bald befindet sie sich in einem Kampf gegen einen Orden, der es auf ihre Fähigkeit abgesehen hat..
Dieses Buch hat mir so unfassbar gut gefallen, angefangen bei den sympathischen, starken und wundervollen Charakteren, bis hin zur der fesselnden und einzigartigen Story!
Ich konnte das Buch von Anfang an nicht aus der Hand legen, hab mit den Charakteren mitgefiebert und wollte unbedingt wissen, wie die Story weitergeht. Das Setting aus dem späten 19. Jahrhundert wurde einfach so gut beschrieben, dass es quasi lebendig wurde und ich beim lesen echt dachte ich laufe durch die Straßen von Paris im 19. Jahrhundert.
Das Ende des Buches hat mich dann nochmal umgehauen, es ist so viel passiert und mit dem Plottwist am Ende hab ich auch garnicht gerechnet. Umso größer ist nun die Vorfreude auf Band 2 😍

Fazit: They who guard the night konnte mich von der ersten bis zur letzten Seite begeistern! Die Charaktere, die Handlung und das Setting sind einfach nur wundervoll, eine absolute Leseempfehlung!
5/5 ⭐
63 reviews
January 13, 2024
Achtung: SPOILER!

Bewertung: 4/5 ⭐️

Worldbuilding: 5/5 ⭐️
Schreibstil: 3/5 ⭐️
Plot: 4/5 ⭐️
Charaktere: 4/5 ⭐️

Ich habe vor einigen Jahren "Splitter aus Silber und Eis" von der Autorin gelesen (und es geliebt!) und musste demnach auch "They Who Guard the Night" eine Chance geben. Was soll ich sagen? Ich wurde nicht enttäuscht. Eine wunderbare Geschichte, welche wie eine Brise frischer Luft war. Etwas in der Art habe ich noch nicht gelesen und bin trotz kleiner Kritikpunkte wirklich abgeholt.


Inhalt:

Paris an der Schwelle des 20. Jahrhunderts: Die Bezirke sind nach den alten Göttern benannt, während die Bevölkerung in Richtung Zukunft denkt. Maschinen und wissenschaftliche Errungenschaften prägen die Gesellschaft, während die Nacht ein völlig anderes Leben in sich birgt. Nachtschwärmer, deren Kräfte nur in der Nacht funktionieren, werden von den Nyx gejagt - einer Gruppe von Menschen, die deren Fähigkeiten aufspüren und zerstören will, während die anderen im Schutz der Nacht allerlei Aufträge erfüllen.

Zusammenfassung:

Odette lebt im Armenviertel, wo sie ihren kranken Vater umsorgt. Allein ihr Bruder Henri ist berechtigt, in einigen Jahren zur université zu gehen. In der Nacht schleicht sie sich aber mit ihrer Freundin Louise durch Paris (ihr Job ist, sich als deren Cousin auszugeben). Louise ist dabei reich und zu ihrem 18. Geburtstag lockt diese Odette zu einem Ball, wo sie auf einen eigenartigen jungen Mann trifft. Odette betrinkt sich und tanzt mit Eugène, da greift sie der Orden der Nyx an. Eugène flieht mit Odette und diese schafft es, das Licht einer Lampe zu löschen. Da sie angeblich Kräfte wie er hat, nimmt Eugène sie dann mit sich zur Bruderschaft der Nachtschwärmer. Sie muss dann aber wieder gehen. Zuerst will Odette es ignorieren, aber als sie durch ihre Kräfte ihre Schwester Juliette verletzt, kehrt sie zu den Nachtschwärmern zurück und erfährt, dass sie elektrisches Licht kontrollieren kann. Sie wird eine Novizin. Bei einer Ballettaufführung dann gibt es Vandalismus und Odettes Vater ist unter ihnen. Louise und sie fliehen mit ihm und als Odette die Lichter löscht, erkennt die Gendarmie sie und verfolgt sie. Auf dem Eiffelturm machen dann Louise, Eugène, Jean, Armand und Odette sich eine schöne Zeit und freunden sich an. Eugène und Odette gehen dann zu einem Konzert und dann einer Feier, wo sie aber von der Gendarmie aufgefunden werden. Nyx sind auch dabei und Eugène wird angeschossen, als sie fliehen. Er heilt aber. Als Odette aus dem Orden aussteigen will, wird Louise jedoch von Nyx angegriffen. Sie können sie befreien und bringen sie in Eugènes Unterschlupf. Zurück bei den Nachtschwärmern darf Odette die Initiation zur Novizin vollenden. Sie bekommt ihren ersten Auftrag und nachdem sie bei Frauenrechtlerinnen passend eingekleidet wird, zieht sie mit Eugène los. Sie zerstören jedoch nicht das Luftschiff wie aufgetragen, sondern klauen die Masken der Nyx und erfahren etwas über Projekt S. Da sie sich jedoch nicht an den Plan hielten, verbietet Auguste ihnen, sich weiter damit zu beschäftigen. Sie gehen dann jedoch auf die exposition universelle und finden einen Stand mit Nyx-Masken. Marie Curie taucht auf und erklärt, dass diese sich für ihre Forschungen interessiert hatten, wegen einer neuen Energiequelle. Mit Louises Hilfe bekommen sie eine Verabredung mit Odettes Vorbild Marie, während die anderen die Firma der Nyx weiter erkunden sollen. Dann taucht jedoch Louises Vater auf und ist überglücklich, seine Tochter zu sehen. Ihrer Retterin, Odette, bietet er dann einen Gefallen an - eine Arbeit für ihren Vater. Odette und Eugène horchen eine Woche später Madame Curie bei einem Treffen aus, doch Odette flüchtet, als jemand auftaucht, der sie aus dem Armenviertel kennt. Bei Armand auf der Arbeit erfahren sie mehr über das Unternehmen der Nyx. Odette bekommt dann eine Nachtschwärmerausrüstung und als sie mit Eugène versucht die Nyx zu belauschen, werden sie erwischt und müssen fliehen. Sie haben jedoch erfahren, dass sie Menschen zu Maschinen machen (ihnen den Schlaf rauben) und als die beiden sich zurückschleichen, erkennt Odette, dass ihr Vater eines der Opfer ist. Sie rettet ihn und bringt ihn bei Madame Bouchard unter, denn ihre restliche Familie wurde entführt. Sie liefert sich schließlich selbst aus und findet ihre Familie, bekommt dann jedoch neuen Mut. Bei ihrer Flucht lässt sie der Dirigent ziehen und bei Louise kommt dann auch Eugène zu ihr und als er Odette mit zu sich nimmt, erkennt sie, dass Projekt S ursprünglich eine Konstruktion seines Vaters war und Eugène es nutzt, um keinen Schlaf mehr zu brauchen. Mit Armand und Jean als Ablenkung befreien Eugène und Odette ihre Familie, doch der Dirigent hat das bereits erwartet. Odette zerstört die Maschine und aus deren Zylinder kommt ein Dämon, welchen der Orchestrator jedoch kontrollieren kann. Es ist ein Schattenwesen von jemandem, der ihre Kräfte hat - einem verräterischen Nachtschwärmer. Louise rettet sie jedoch mit ihrem Leibwächter Edwin und wirft eine Bombe ins Lager. Auf Saint-Michel wollen sie dann Auguste als Verräter festnehmen und finden eine Maschine unten im Keller, doch Clément ist der wahre Verräter (und der Dirigent) und sie müssen fliehen.

Meinung:

Die Geschichte hat sehr stark angefangen. Odette als Protagonistin war mir wirklich sympathisch und auch, wenn ich ihre Handlungen nicht immer unterstützt habe, so konnte ich sie immer nachvollziehen. Sie hat Angst und ist trotzdem so mutig, dass ich sie nur mögen konnte. Eugène war ebenfalls trotz anfänglicher Schwierigkeiten ein sehr sympathischer Love Interest, doch mein Favorit ist Louise. Ich hatte das ganze Buch über die Befürchtung, dass sie am Ende doch zu den Nyx gehören könnte, doch mit ihrer Rettungsaktion hat sie mich nun endlich völlig von sich überzeugt - sie ist spitze!

Der Schreibstil in diesem Buch ist so ein Ding. Mich haben die französischen Phrasen stark aus dem Kontext gerissen - nicht die Namen der Bezirke oder Orte, sondern die Sätze, welche ich hätte hinten nachschlagen müssen, wenn ich nicht seit fünf Jahren Französischunterricht hätte (endlich zahlt er sich aus!). Für mich waren sie dementsprechend nur eigenartig und trotz des Settings irgendwie unpassen platziert (Finde, dass wenn sie die ganze Zeit Französisch sprechen, einzelne Phrasen nicht übersetzt sein müssen, sondern genauso gut auf Deutsch bleiben können, doch nur meine Meinung.), doch für jene, die sie nicht verstehen, müssen sie sicherlich zäh sein. Dafür jedoch waren Orte und Gegenden so schön und malerisch beschrieben, dass ich Lust habe mit eigenen Augen das nächtliche Paris zu sehen.

Die Story an sich war großartig. Das Setting so wunderbar ausgearbeitet, wie die Kräfte funktionieren und die Maschinen geschaffen werden. Einfach alles. Die Mischung aus Schattenmagie und Steampunk-Elementen war etwas völlig Neues für mich und ich habe es geliebt!

Zu dem großen Plottwist am Ende muss ich sagen, dass ich viele Theorien hatte und auch schon geahnt habe, dass Clément der Verräter ist, doch das hat nichts an der Spannung geändert, welche in diesen Seiten spürbar aufgebaut wurde.

Gezogen hat sich das Buch kaum - höchstens in der Mitte ein wenig, doch das Ende konnte mit diesen Wendungen für mich persönlich sämtliche Längen wieder wettmachen. Die Liebesgeschichte zwischen Odette und Eugène ist hier jedoch nur wenig vorhanden und da die beiden zusammen einfach wunderbar sind, hoffe ich einfach, dass da im zweiten Band etwas (oder viel) mehr laufen wird.
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December 4, 2022
Titel: Night Shadow 1. Those who guard the night
Autorin: Laura Cardea
Verlag: Moon Notes
Preis: 15,00€
Seitenanzahl: 464 Seiten


Inhalt:

Paris an der Schwelle zum 20. Jahrhundert: Während die Welt um sie im Wandel ist, stürzt sich die mittellose Odette als Mann verkleidet ins rauschhafte Pariser Nachtleben, wo sie ihre magischen Fähigkeiten entdeckt. Sie gehört zu einer kleinen Gruppe von Menschen mit nachtbezogenen Fähigkeiten, der Bruderschaft der Nachtschwärmer. Mehr noch, sie ist nicht nur die einzige Frau in diesem Männerbund, sondern auch die Einzige, die das Licht und nicht die Dunkelheit beherrscht. Gemeinsam mit dem reichen Schattenspringer Eugène kämpft sie gegen einen Orden, der es auf ihre Fähigkeit und Familie abgesehen hat – und für eine Liebe ohne Standesschranken.


Meine Meinung:

Das Cover ist einfach nur der Wahnsinn. Ich liebe das Element mit dem Mond und wie das Cover einfach vom Aussehen her perfekt zur Zeit passt, in der die Geschichte spielt. So erinnert es mich aber in gewisser Weise vom Aussehen her an die Goldenen Zwanziger und "The Great Gatsby", was auch direkt mein Interesse wecken konnte, da ich den Klassiker von F. Scott Fitzgerald sowieso liebe. Aber auch der dunkle Hintergrund mit der hellen Schrift und der Person, die hervorsticht finde ich unglaublich schön.

Außerdem muss ich noch erwähnen, dass die innere Gestaltung des Buches fantastisch ist. Ob es sich nun um die Stadtkarte von Paris von 1900 handelt, die Erklärung zu den verschiedenen Arrondissements, der Stammbaum der Götter oder die Zeichnung am Anfang jedes Kapitels. Man merkt regelrecht auf jeder Seite mit wie viel Liebe dieses Buch gestaltet wurde. Aber auch das Glossar am Ende fand ich sehr praktisch, da im Buch doch einige französische Wörter vorkamen und man so direkt die Möglichkeit bekommen hat, nachzuschaue, was diese eigentlich bedeuten.

Odette war für mich ein super sympathischer Charakter, denn obwohl sie ihre Eigenheiten hatte und manchmal auch sehr stur sein konnte, war sie einfach jemand, der ihre Familie immer an die erste Stelle gestellt hat. Sie wächst in eher ärmeren Verhältnissen auf, weswegen sie es nicht leicht hat und doch gibt sie einfach nicht auf. Dabei habe ich vor allem ihre kreative Art sehr geliebt. Zudem hat sie Probleme anderen zu vertrauen, weswegen ich es so spannend fand ihre Entwicklung zu erleben, da sie im Verlauf des Buches immer mehr über sich selbst lernt und auch beginnt andere Charakteren an sich heranzulassen.

Eugène kam mir am Anfang sehr überheblich vor und einfach wie jemand, der nicht so viele Probleme hat und kaum kämpfen musste. Doch hinter seiner Fassade verbirgt sich so viel mehr, weswegen ich nach meinen anfänglichen Schwierigkeiten mit ihm auch schnell gelernt habe, dass er eigentlich doch ein ziemlich toller Kerl ist. Auch er macht eine wirklich gute Entwicklung in der Geschichte durch, die in meinen Augen auch sehr nachvollziehbar beschrieben wurde.

Zudem hat Laura Cardea hier auch ganz wundervolle Nebencharaktere eingebaut, die sehr gut ausgearbeitet gewesen sind und dem Buch somit auch sehr viel Leben eingehaucht haben. Sie waren nicht nur Randfiguren, sondern haben sich selbst auch weiterentwickelt, was mir sehr gefallen hat. Ich bin sowieso meistens jemand, der viel mehr an den Nebencharakteren interessiert ist, als an den Hauptcharakteren, weswegen ich es auch sehr geliebt habe, dass diese so gut ausgebaut gewesen sind. So haben mir vor allem Armand, Jean und Louise sehr gefallen und konnten, die Geschichte für mich nur noch besser machen.

Die Handlung des ersten Bandes war hier schon einfach unglaublich spannend. Laura Cardea hat eine fantastische Welt geschaffen, die einem selbst das Gefühl gibt, in Paris des letzten Jahrhunderts zu sein. Die Atmosphäre war magisch und geradezu aufgeladen mit Gefühlen, denn in diesem Buch sind so viele unfassbare Dinge passiert, dass ich es kaum aus der Hand legen konnte. Die Autorin konnte hier wirklich Wendungen schaffen mit denen ich so überhaupt nicht gerechnet habe, weswegen die Spannung auch kaum auszuhalten gewesen ist. Mit Eugéne und Odette hat sie hier sowieso ein Paar geschaffen, das im Grunde nicht unterschiedlicher sein könnte und doch fürs selbe Ziel kämpft und zugleich auch einfach perfekt füreinander sind. Nach dem Ende dieses Buches kann ich auch eigentlich nur sagen, dass ich es kaum erwarten kann, Band Zwei zu lesen und herauszufinden, wie die Geschichte von Odette weitergehen wird.

Aber auch der Schreibstil von Laura Cardea war einfach nur hervorragend. Die Autorin konnte mich mit der Geschichte vollkommen in ihren Bann ziehen und mir das Gefühl geben, alles, was die Charaktere erleben, direkt mitfühlen und auch selbst erleben zu können. Ich kann euch das Buch auf jeden Fall nur empfehlen.
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February 8, 2026
Seit drei Jahren kommt Odette Leclair nach Hause, wenn ihre Familie den Tag beginnt.
Um etwas Geld hinzuzuverdienen, verkleidet sich Odette als Junge, um gemeinsam mit ihrer Freundin Louise die Nacht zum Tag zu machen. Als zwei junge Frauen dürften sie nicht ohne Anstandsdame oder männliche Begleitung in die Öffentlichkeit und so übernimmt Odette die Rolle als Louise' Cousin.
Doch als Odette sich zum ersten Mal unverkleidet in das Pariser Nachtleben stürzt und Eugène Lacroix kennenlernt, muss sie feststellen, dass in ihr ungeahnte Fähigkeiten schlummern, die nicht nur sie in große Gefahr bringen.

"They Who Guard The Night" von Laura Cardea ist der erste Band der Night Shadow Dilogie, der aus der Ich-Perspektive der achtzehn Jahre alten Odette Leclair erzählt wird.

Die Geschichte spielt in Paris zu Beginn des zwanzigsten Jahrhunderts und die Weltausstellung steht vor der Tür.
In diesem Paris wurden die zwanzig Arrondissements nach den griechischen Göttern benannt.
Odettes Familie stammt aus L'Hadès, in dem sich der Eingang zu den Catacombes befindet, das aber auch eines der heruntergekommensten Viertel der Stadt ist.
In Begleitung ihrer gut betuchten Freundin Louise tut sie so, als würde sie ebenfalls zur wohlhabenden Bourgeoisie gehören, aber in Wahrheit müssen sie und ihre Familie jeden Franc zwei Mal herumdrehen und Hunger ist ihnen nicht fremd.
Mit drei Schwestern und einem Bruder ist es keine schwere Entscheidung, Geld für ihren Bruder Henri zur Seite zu legen, damit er an der Université studieren kann, obwohl es Odettes großer Traum ist, an die Sorbonne zu gehen und auch ihre jüngere Schwester Juliette intelligenter ist als Henri.
Sie machen das Beste aus ihren Leben und Odette steuert das Geld, das sie von Louise bekommt, nur zu gerne bei, um ihre Eltern zu entlasten.

Als Odette dann entdeckt, dass sie nachtbezogene Fähigkeiten hat, ändert sich alles.
Sie wird von Eugène, der ein Schattenspringer ist, zu den Nachtschwärmern gebracht, eine geheime Bruderschaft, deren Mitglieder ebenfalls verschiedene nachtbezogene Fähigkeiten besitzen.
Eugène kann sich in den Schatten fortbewegen, Odette kann Licht manipulieren, aber es gibt auch Schattenspieler und Nachtschwärmer, die sich in eine Schattengestalt verwandeln können.
Der Orden der Nyx ist der Gegner der Nachtschwärmer und letztere werden von den Nyx stets bedroht und verfolgt und auch Odette gerät schnell zwischen die Fronten.

Leider muss ich sagen, dass mich "They Who Guard The Night" überhaupt nicht überzeugen konnte.
Ich habe mich mit Odette schwergetan. Ich mochte es, dass sie ihre Familie an erste Stelle setzt, aber sie hat oft einfach egoistisch gehandelt und war mir zu überheblich. Es hat mich auch genervt, dass niemand erfahren durfte, dass sie nicht zur Bourgeoisie gehört, sie da so ein Geheimnis draus gemacht und kaum Hilfe angenommen hat.
Eugène mochte ich dagegen sehr. Er ist ein junger und charismatischer Gentilhomme, der Odette unter seine Fittiche nimmt und ihr das Kämpfen beibringt. Er ist seit Jahren ein Nachtschwärmer und an Odettes Seite, als sie diese für sie neue Welt entdeckt.

Die Handlung konnte mich ebenfalls nicht wirklich mitreißen und schon lange habe ich mich nicht mehr so durch eine Geschichte quälen müssen.
Ich hatte mich ja sehr auf die Geschichte gefreut, denn Paris zu Beginn des zwanzigsten Jahrhunderts klang vielversprechend und auch die Einflüsse der griechischen Götter fand ich erst spannend, aber da diese bis auf ihre Namen keine wirkliche Rolle gespielt haben, hätte man das in meinen Augen auch weglassen können.
Ich fand es schade, dass wir nur wenig von der Bruderschaft der Nachtschwärmer gesehen haben, denn im Verlauf der Geschichte waren Odette und Eugène oft auf eigene Faust unterwegs und Odettes Unterweisung spielte ebenfalls keine große Rolle mehr. Generell hat mir an manchen Stellen der rote Faden gefehlt.
Der Konflikt zwischen den Nachtschwärmern und den Nyx war ganz interessant, aber es hat auch sehr lange gedauert, bis wir überhaupt erfahren haben, was es mit den Nyx auf sich hatte.
Am Ende wurde es noch mal spannend und es gab auch eine überraschende Offenbarung, aber diese hat für mich dann auch nicht mehr viel herausgeholt und so werde ich die Night Shadow Dilogie nicht weiterverfolgen.

Fazit:
Leider konnte mich "They Who Guard The Night" von Laura Cardea überhaupt nicht begeistern.
Ich habe mich mit der Protagonistin Odette schwergetan und die Handlung konnte mich gar nicht mitreißen. Mir hat ein wenig der rote Faden gefehlt und ich musste mich doch echt durchquälen.
Es war leider gar nicht mein Buch und so vergebe ich leider nur zwei Kleeblätter.
80 reviews
November 14, 2022
#1 slow burning romance, Paris 19. Jahrhrdt, Schattenmagie, Arm/Reich, starke Protagonistin, viel französisch

Der erste Teil der Reihe „They Who Guard The Night“ ist eine gute Einführung in die Welt der Schattenmagie. Es geht um das Paris in den frühen 1900er-Jahren und eine wissbegierige junge Frau, die in armen Verhältnissen lebt. Ihre Lebenslust treibt sie so weit, sich ins Pariser Nachtleben zu stürzen. Dabei kommt sie einem Geheimnis auf die Schliche, das sie lieber nicht entdeckt hätte.
Die Protagonistin Odette empfinde ich als sehr sympathisch und ihrem Alter entsprechend naiv. Ihre Herangehensweise ist nachvollziehbar, wie herzzerreißend. Die Liebe kommt nicht zu kurz und quälend langsam. Ich brauchte einen langen Atem, um dieser jungen Liebe zuzusehen (slow burning roamance). Ich würde den Roman in die Kategorie New Adult eingliedern.
Mir hat sehr gut gefallen, dass das Thema der Arm/Reich-Schere vorgekommen ist. Die Herausforderungen wurden anschaulich beschrieben. Die Autorin wollte meiner Meinung nach mit den zusätzlichen modernen Themen des Feminismus und der gleichgeschlechtlichen Liebe etwas zu viel. Die Themen in der Geschichte sind bereits zahlreich. Diese zusätzlichen Themen hätte es meiner Meinung nach nicht gebraucht.
Die Sprachwelt an sich hat mir mehr Schwierigkeiten bereitet, als ich gedacht habe. Es kommen extrem viele französische Orte und Redewendungen vor. Die Autorin hat sich sehr bemüht, diese in der Geschichte zu erklären. Es ist im Buch sogar eine Karte von Paris mit den wichtigsten Orten und ein Übersetzungs-Register enthalten. Grundsätzlich ein sehr schöner individueller Touch. Trotzdem bin ich als fauler „Französisch-Noob“ dezent überfordert gewesen.
Dafür hat mich die Autorin Laura Cardea mit ihrer Fähigkeit abgeholt, Gefühle bildlich zu beschreiben ohne auf alltägliche Floskeln zurückzugreifen. Das empfand ich als sehr erfrischend.
Ich habe die Geschichte als Hörbuch gehört und immer wieder das Buch zurate gezogen. Das ist eine ideale Kombination. Nur mit dem Hörbuch allein wäre ich nicht zurechtgekommen. Die Sprecherin Simone Scheuer hat der Protagonistin Odette ein wunderbare Klangstimme verpasst und die Szenen authentisch eingesprochen.
Ich bin gespannt, wie es mit der Schattenmagie weitergeht und freue mich auf die Fortsetzung!
213 reviews3 followers
November 21, 2022
Odette stürzt sich jede Nacht verkleidet als Mann ins Nachtleben von Paris und taucht in die Welt der Wohlhabenden ein. Dort lernt sie auch Eugène kennen. Als sie eines Nachts von unheimlichen Menschen mit Masken verfolgt werden, entdeckt Odette ihre magische Fähigkeit, das Licht zu kontrollieren. Eugene bringt sie zu den Nachtschwärmern, einem geheimen Bund von Männern, die die Schatten beeinflussen können. Schnell wird sie in die verborgene Fehde zwischen Nachtschwärmern und deren Feind hineingezogen und tut alles, um ihre Familie zu schützen.
Odette ist sehr wissbegierig und würde gerne studieren. Aufgrund ihrer Familienverhältnisse ist ihr das aber nicht möglich. Eugènes Familie dagegen ist sehr wohlhabend. Diesen Unterschied immer im Hinterkopf habend, macht es Odette sehr schwierig, sich auf Eugène einzulassen.
Die Liebesgeschichte entwickelt sich sehr langsam und steht nicht im Vordergrund. Umso mehr Raum bekommt das Setting und die spannende Handlung. Auch die Nebenfiguren sind sehr individuell dargestellt. Insbesondere die Gefährten den beiden mag ich sehr.
Die Fähigkeiten der Schattenspieler sind eindrucksvoll beschrieben. Mir hat der bildliche Schreibstil generell sehr gut gefallen. Die Autorin schafft es, die Gefühle der Protagonisten authentisch darzustellen.
Das Setting im historischen Paris mit Fantasy- und Steampunkelementen hat mich hundertprozentig überzeugt. Es ist sehr spannend, in diese Welt einzutauchen und die Unterschiede zwischen den Schichten wahrzunehmen.
Die Handlung baut sich langsam auf und zum Ende hin wird es immer spannender. Ich finde es sehr gut, dass in diesem ersten Teil der Dilogie schon einige Fragen beantwortet werden. Ich mag es nämlich nicht, wenn man zu lange im Dunkeln gelassen wird und die Spannung nur darauf beruht, dass man endlich wissen will, was dahinter steckt.
Es werden einige französische Redewendungen benutzt, doch zum Glück gibt es ein Glossar zum Nachschlagen. Eine Karte von Paris und ein Überblick über die Götter gibt es ebenfalls in den schön gestalteten Innenklappen zu finden.
Ein vielfältiges Buch mit einem außergewöhnlichen Setting, das mit authentischen Protagonisten und tollem Schreibstil überzeugt.
4.5 von 5 Sternen
Profile Image for Jessi.
250 reviews
November 10, 2022
Mit „They Who Guard The Night” ist Laura Cardea ein fesselnder Reihenauftakt gelungen. Zwar brauchte ich am Anfang ein bisschen, um in die Geschichte reinzukommen, danach hat sie mich aber kaum noch losgelassen.

Odette ist ein eigensinniger, aber liebenswerter Hauptcharakter. Mit der Tatsache, dass ihre Familie ihr so extrem wichtig ist, lagen wir direkt auf einer Wellenlänge. Sie hat es nicht einfach, da ihre Familie arm ist. Doch ihre Kreativität ist beeindruckend, ebenso wie ihre Opferbereitschaft. Eugéne dagegen wirkt wie ein verwöhnter Schnösel und Schönling. Glücklicherweise ist hinter dieser Figur noch viel mehr verborgen als das. Die Chemie der beiden Figuren stimmt einfach auf wunderbare Weise. Ebenso die Entwicklung, die diese beiden Charaktere nehmen, hat mir sehr gut gefallen.

Aber auch die anderen Figuren, allen voran Louise, Armand und Jean beleben die Geschichte ungemein. Hier schafft es die Autorin zudem, auch ihnen eine gewisse Entwicklung zuzugestehen. Natürlich ohne den Fokus von Odette und Eugéne zu nehmen.

Die Geschichte an sich ist mysteriös, magisch, fantasievoll, emotional, detailverliebt und einfach nur fesselnd. Das Zwischenfinale war fulminant und hat kaum Wünsche offen gelassen. Zwischendurch kam mir die ein oder andere Szene nicht ganz durchdacht vor, doch etwas später wurden diese ausgelöst und waren dann stimmig. Das fand ich ebenfalls gut gelöst. Nur einmal hatte ich das Gefühl, dass die Zeitachse nicht ganz stimmt. Aber das war mir jetzt kein Punktabzug wert. Zudem hat mir sehr gut gefallen, dass das Ende nur in den Grundzügen erahnbar war.

Einzig die Menge an französischen Wörtern hat meinen Lesefluss stellenweise gestört. Nachvollziehbar ist das bei mir in der wörtlichen oder „gedanklichen“ Rede, aber im erzählerischen Teil finde ich es immer schwer, wenn es ein deutsches Wort dafür gibt. Das Glossar am Ende hat da aber auf jeden Fall geholfen.

Das Buch ist sehr schön gestaltet, mit dem Cover, den Karten und allem drum und dran. Nur die Kanten nutzen sich leider etwas schnell ab.
Profile Image for Lisa_V.
751 reviews4 followers
October 30, 2022
Gelungener Genre-Mix – Rasante, aber doch auch detailverliebte Geschichte

„They Who Guard The Night“ ist der erste Teil einer Dilogie der Autorin Laura Cardea, welche eine spannende Mischung aus Romantasy, History und Steampunk bereit hält. Erfrischenderweise bleibt die Liebesgeschichte eher dezent im Hintergrund, so dass sich die Handlung auf die spannende Welt der Nachtschwärmer konzentrieren kann. Aber auch die historischen Elemente, welche Paris nicht nur architektonisch lebendig erscheinen ließen, sondern reales Zeitgeschehen greifbar machten, gefielen mir richtig gut. Neben der ausdrucksstarken und fesselnden Geschichte, punktet der Roman außerdem noch mit authentischen und lebhaften Charakteren. Nicht nur Odette und Eugène dürfen ihre Eigenheiten und Stärken zeigen, auch mehrere Nebenfiguren, allen voran Louise, machten diese Geschichte zu etwas Besonderem. Zu Beginn bleibt genügend Zeit fürs World Building, nach und nach steigern sich Tempo und Spannung dann allerdings erheblich. Diese Mischung sorgte dafür, dass ich mich von Anfang bis Ende gut unterhalten fühlte und das Buch meiner Meinung nach auch von Erwachsenen gut gelesen werden kann. Der Schreibstil ist detailreich, bildhaft, zwar manchmal etwas ausschweifend, aber immer gut lesbar und gefiel mir im Gesamten richtig gut. Durch die Ich-Perspektive entsteht zwar eine besondere Nähe zu Odette, aber auch die weiteren Charaktere waren mir sympathisch. Gerne kehre ich für den zweiten Band wieder in die magische Pariser-Welt zurück. Denn noch sind einige Fragen ungeklärt und das offene Ende sorgt schon jetzt für das Gefühl, unbedingt weiterlesen zu wollen.
Mein Fazit: Atmosphärischer Roman mit tollen Akzenten. Nicht nur für Jugendliche ein Lesegenuss, weswegen ich das Buch uneingeschränkt weiterempfehlen kann!
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217 reviews2 followers
November 18, 2022
Ich habe das Buch für eine Freundin gekauft und dann erst einmal Probe gelesen, um zu sehen ob es das richtige für sie ist. Dementsprechend war das Buch nicht hundert Prozent mein Geschmack, aber doch habe ich das Lesen genossen. Ich kann zwar kein Französisch, aber Kontext und meine vier Jahre Latein haben ausgereicht das Vokabular zu verstehen.

Die Geschichte selbst ist ein wenig Klischee, die Ausgewählte, die einzige Frau, auch wenn ich das aus der nebenbei herlaufenden Feministen-Storyline auch wieder verstehen kann, aber trotzdem sehr interessant. Odette hat ihre Fehler und wird dadurch zum realistischen und schön ausgearbeiteten Charakter und ihre Zerrissenheit zwischen Pflicht und Liebe und dem freudigen Nachtleben erscheinen realistisch.

Auch die Liebesgeschichte war schön langsam angegangen und ja... ich bin mir sicher meiner Freundin wird es gefallen
1 review
October 5, 2025
Nach zwanzig Seiten abgebrochen…
Das Buch ist wirklich schön gestaltet und hat einen richtig guten Pitch, der leider grotten schlecht umgesetzt wurde.
Es wird nie wirklich irgendwas erklärt, man wird einfach nur mit Sachen bombardiert, mit denen man sich dann selber zusammenreimen darf, wie alles zusammen hängt. Charaktere tauchen ohne Vorstellung auf und verschwinden wieder. Es wird zu viel wert auf unwichtige Details gelegt während wichtige Elemente nur kurz angebrochen werden.
Alles begleitet von einem sehr unausgereiften Schreibstil.
Profile Image for nakupendaMalaika.
27 reviews
November 14, 2022
Ich konnte sehr gut in den Schreibstil eintauchen und nach dem Anfang mit etwas überspitzter familiensituation entwickelte es sich einzigartig. Man hat Zeit sich ins nicht ganz so fiktive? Paris einzuleben, bevor das Fantasy erst langsam und dann immer schneller startet. Leider war es mir da irgendwann auch zu viele verschiedene Handlungen, die einzeln nicht gut genug ausgebaut waren. Tatsächlich habe ich das Buch in der Mitte abgebrochen. Vielleicht lese ich es später zu Ende
Profile Image for Mia.
6 reviews
February 15, 2023
Wow,
Ich habe viele negative Bewertungen gelesen und muss sagen, dass ich garnicht zu stimme!!!
Dieses Buch ist toll.
Wer die Mischung aus Phantasy und Romance liebt, muss diese Geschichte gelesen haben.
Lange hat kein*e Autor*inn es mehr geschafft mir so ein schönes Gefühl beim lesen zu geben, ich habe richtige Flashbacks in die Zeit bekommen wo Bücher wie

Göttlich
Obsidian
Und co. Im Trend waren, einfach ein Traum!
Displaying 1 - 30 of 42 reviews

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