Ich lese diese Bücher von Nicole Staudinger sehr gern und auch wenn ich hinterher nicht direkt aufzählen könnte, was ich gelernt habe, so bleibt doch immer wieder etwas hängen.
Ein Punkt bzw. Tipp nervt mich allerdings. Sie rät, Menschen möglichst viel mit Namen anzusprechen, weil diese sich dann wahrgenommen und wertgeschätzt fühlen. Mich persönlich nervt das aber extrem. Ich kenne solche Leute, die diesen Tipp anscheinend auch in irgendeinem Seminar mal gelernt haben und deshalb in jedem Gespräch bei jedem verdammten Satz meinen Namen einbauen. Das geht sogar so weit, dass eine Arbeitskollegin mittendrin sagte: "Also es ist doch so, Frau ... ähm ... Dings..., dass ..."
Wie lächerlich ist das denn???
Ich finde es völlig in Ordnung, wenn mich jemand mit Namen begrüßt ("Guten Morgen, Frau XY, wie schön Sie zu sehen!") oder in einer größeren Runde meinen Namen an eine Frage oder Aufforderung anhängt, wenn nicht eindeutig ist, wer gemeint sein könnte. Aber dieses: "Ja, Frau XY, das sehe ich genauso wie Sie, Frau XY. Denken, Sie, wir könnten uns darauf einigen, Frau XY, dass wir das nächsten Freitag klären, Frau XY, wenn wir die anderen Messwerte vorliegen haben, Frau XY?" MEGANERV!!!
An anderer Stelle rät die Autorin zwar dringend dazu, authentisch zu bleiben. Aber ich befürchte, dass das die Menschen, die dieses Buch gelesen haben oder lesen werden, nicht davon abhält, diesen einfachen Trick möglichst oft zu benutzen und mir damit in Zukunft noch viel mehr auf den Zeiger zu gehen.