Wer mit dem Feuer spielt, wird sich verbrennen … Der zweite Fall für Gusenberg und Schröder wird noch gefährlicher
Gusenberg ist nach seinem spektakulären letzten Fall wieder im Dienst. Das nächste Verbrechen auf seinem Schreibtisch scheint auf den ersten Blick eindeutig zu sein: Ein Häftling der JVA wurde von einem Mitinsassen ermordet. Doch es gibt kein Motiv und der Täter schweigt beharrlich. Die einzige Verbindung zwischen Opfer und Täter ist die Kanzlei Löffler & Homburger, von der beide vor Gericht vertreten wurden. Gegen den Willen ihres Chefs versorgt eine der Anwältinnen dort Gusenberg und Schröder mit Informationen zu einem bedeutenden Prozess, der aber kurz vor Beginn platzte. Musste Förster sterben, weil er zu viel über den alten Fall herausfand? Doch die Ermittler merken bald, dass dieser Mord nur der kleinste Teil in einem tödlichen Netz aus Habgier und Perversion ist …
Johannes Maria Stangl, Baujahr 1986, hat weder als Kind auf der Schreibmaschine seiner Eltern getippt noch in der Grundschule seinen ersten Roman verfasst. Als Spätberufener brachte er irgendwann 2015 die ersten Zeilen aufs Papier. Er schreibt hauptsächlich Kriminalromane, hat aber auch ein Herz für Mystery und Horror und unternimmt regelmäßige Ausflüge in diese Genres. Vielleicht kommt dabei auch irgendwann eine Story raus, die es sich zu lesen lohnt. Er lebt und schreibt in Würzburg. In seiner spärlichen Freizeit plappert er für mehr als ein Podcast Projekt ins Mikrofon.
Ein Blick in tiefe Abgründe Der Klappentext: Gusenberg ist nach seinem spektakulären letzten Fall wieder im Dienst. Das nächste Verbrechen auf seinem Schreibtisch scheint auf den ersten Blick eindeutig zu sein: Ein Häftling der JVA wurde von einem Mitinsassen ermordet. Doch es gibt kein Motiv und der Täter schweigt beharrlich. Die einzige Verbindung zwischen Opfer und Täter ist die Kanzlei Löffler & Homburger, von der beide vor Gericht vertreten wurden. Gegen den Willen ihres Chefs versorgt eine der Anwältinnen dort Gusenberg und Schröder mit Informationen zu einem bedeutenden Prozess, der aber kurz vor Beginn platzte. Musste Förster sterben, weil er zu viel über den alten Fall herausfand? Doch die Ermittler merken bald, dass dieser Mord nur der kleinste Teil in einem tödlichen Netz aus Habgier und Perversion ist … Die Geschichte: Eigentlich sind es zwei Geschichten, die aufeinander zugeführt werden, um am Ende miteinander zu verschmelzen. Die eine Seite ist der Mord des Häftlings der JVA, die andere erzählt von Ann, einer Achtklässlerin, die sich auf ein gefährliches Online-Spiel einlässt. Und eigentlich dreht sich fast alles um eine Anwaltskanzlei, in der sich der Polizei gegenüber keiner wirklich kooperativ zeigt, um bei der Aufklärung des Mordes zu helfen. Außer einer Juristin. Stangl hat interessante Charaktere geschaffen und es fertig gebracht, sich sowohl im Millieu einer JVA, als auch unter Juristen oder in der Welt von Teenagern zu bewegen und die Bereiche dabei sauber getrennt zu halten. Ein Mord, bei dem der Täter von Anfang an feststeht – was soll es da noch an Rätseln und spannenden Wendungen geben? So viel sei gesagt: Es gibt viele und vor allem unvorhersehbare Wendungen. Mit Gusenberg hat er einen Polizisten, der nach einem traumatischen Einsatz (im ersten Band) zwar wieder arbeitstauglich geschrieben wird, der aber noch sehr am Erlebten zu knabbern hat und oft mit sich selbst beschäftigt ist. Ann ist, wie viele Teenie-Mädchen, ständig im Zwiespalt der Gefühle, hat Probleme, sich in der Klasse zu etablieren, hat nur eine wirkliche Freundin, die aber immer weniger Zeit für Ann hat und nur noch von Leon, ihrer großen Liebe, erzählt. Da trifft der Game-Master des Online-Spiels auf fruchtbaren Boden. Fazit: Der Roman ist unglaublich fesselnd. Ich habe ihn in kürzester Zeit durchgelesen. Vor allem nachts, als ich nicht schlafen konnte. Die Charaktere sind fein ausgearbeitet und authentisch. Zwar war ich nach gut 75 Prozent der Geschichte bereits dem Täter auf der Spur. Dennoch wurde es zum Ende hin noch einmal so richtig dramatisch. Für Krimi- oder Thrillerfans ist das Buch aus meiner Sicht unbedingt empfehlenswert. Das Buch wurde mir kosten- und bedingungslos zur Verfügung gestellt. Meine Bewertung wurde dadurch nicht beeinflusst.
Dieses Buch hat mir besser gefallen, als der Vorgänger. Waren im ersten Band noch einige Handlungsstränge offen geblieben, kreiert der Autor hier ein völlig rundes Bild. Beide Ermittler bleiben ihrer Linie und ihren Charakteren treu, was das Buch interessant und kurzweilig macht. Außerdem führen die Unterschiede der beiden Hauptcharaktere dazu, dass sie für den Leser recht gut erlebbar und nachvollziehbar werden. Der Fall ist toll konstruiert und das Ende fand ich klasse, der Autor hat mich auf eine völlig falsche Fähre gelockt. Auch das Protagonistensetting auf der Seite der Bösewichte ist rundum gelungen, allerdings habe selbst ich , die den Vorgängerband kennt , ein wenig die Vorgeschichte vermisst. Da hätte der Autor ruhig ein paar Sätze zur Erinnerung einfügen können. Zum Beispiel und gerade beim Thema Paul fehlte mir schlichtweg die Erinnerung, was denn genau in Band eins passiert war. Eingeflochten in die Ermittlungen sind die Erlebnisse eines Teenagers, die mich nachdenklich gestimmt haben. Tatsächlich hat Social Media heutzutage einen ungeheuren Einfluss, gerade auf unsichere Personen und die Folgen können entsetzlich sein. Gut fand ich auch, dass der Autor das Finale sehr real gehalten hat und kein absolutes Happy End hineingezwängt hat, so passt alles prima in die Handlung und den Verlauf, wobei der Spannungsbogen durchweg sehr hoch ist. Auch der Schreibstil ist im Vergleich zum ersten Teil sehr viel besser, flüssiger und erlebbarer geworden. . Fazit: Fünf Sterne und eine klare Leseempfehlung