Wenn die Wahrheit von Mythen verdrängt wird In seinem Roman entführt uns der Bestsellerautor und Kriminalbiologe Mark Benecke in einen unbekannten, düsteren Teil unserer Gesellschaft, wo Verbrechen und Verschwörungsglaube eine unheilvolle Verbindung eingehen.Eine Mordserie erschüttert Frankfurt am Main. Immer wieder werden Leichen von jungen Frauen aufgefunden, denen mit chirurgischer Genauigkeit große Mengen an Blut abgenommen wurden. Die Polizei steht vor einem Rätsel. Doch je länger sie für ihre Ermittlungen braucht, desto schneller verbreiten sich im Netz Verschwörungsmärchen – die nach und nach zu einer ganz eigenen, wahrhaftigen Bedrohung werden. »Viral« ist eine mitreißende moderne Sherlock-Holmes-Geschichte, die überdies zeigt, welche Gefahren in unserer vernetzten Welt lauern.
Inhalt: Eine Mordserie erschüttert eine deutsche Großstadt. Leichen von jungen Frauen tauchen an unterschiedlichen Fundorten auf. Der Gerichtsmediziner macht eine grausige Feststellung: Den Frauen wurden mit chirurgischer Genauigkeit große Mengen Blut abgenommen. Die Polizei steht vor einem Rätsel. Wer steckt hinter den Schneewittchen-Morden? Hauptkommissarin Christine Peterson fordert die Unterstützung der Privatermittler Janina Funke und Bastian Becker an. Doch die Spurensuche erweist sich als schleppend. Je länger die Mordermittlungen andauern, desto mehr Verschwörungsmärchen verbreiten sich im Netz. Nach und nach entwickeln sie sich zu einer ganz eigenen, echten Bedrohung.
Meine Meinung: Der Schreibstil des Autors lag mir sehr. Die Geschichte war flüssig zu lesen und die kurzen Kapitel ließen mich nur so über die Seiten fliegen. Nicht immer auf höchster Spannungsebene, doch aufgrund der Thematik sehr interessant und deswegen lesenswert. Die Figuren waren leider nicht allesamt gut ausgearbeitet, was wahrscheinlich an der Kürze des Buches lag. So wurde ich nur mit dem Hauptprotagonist Becker warm, alle anderen Charaktere blieben für mich, bis vielleicht noch auf Alina, blass gezeichnet und unnahbar. Auch die Ermittlungsarbeit wurde mir nicht immer ausreichend genug dargestellt. Manche Erkenntnisse der Kriminalbeamten und anderen Ermittler erschlossen sich mir nicht, da sie im Hintergrund -also für mich als Leserin nicht miterlebt- erlangt wurden. Auch das ist meines Erachtens der wenigen Seiten des Buches geschuldet. Am Ende des Buches nahm die Geschichte dann doch noch richtig an Fahrt auf und man erkennt auf jeden Fall das Potenzial des Autors. Die Auflösung kam für mich nicht ganz so überraschend, da ich als alter Krimi/Thriller-Hase einfach schon sehr viel in dem Bereich gelesen habe und ich deshalb über einen guten Täter-Riecher verfüge 😉
Mein Fazit: In meinen Augen hat die Geschichte um den Privatermittler Becker sehr viel mehr Potenzial als dieses Buch andeutet und ich würde mich über eine (längere) Fortsetzung sehr freuen 😊
Mark Benecke ist vielleicht denjenigen von euch bekannt, die sich für True Crime interessieren. Der anerkannte Kriminalbiologe hat schon einige Sachbücher über spektakuläre Morde geschrieben. Nun hat er sich an seinem ersten Krimi versucht. Wirklich überzeugt hat er mich allerdings damit nicht.
Der Beginn des Krimis ist spannend und ist mit einer außergewöhnlichen Leiche, die kaum mehr Blut in sich trägt, spektakulär. Die tote junge Frau im weißen Bademantel wurde außerdem feierlich mit einem Totenschädel in der linken und einer Blume in der rechten Hand auf einer stark befahrenen Straße drapiert. Bald ist vom "Schneewittchenmörder" die Rede, nachdem eine zweite, genauso dargestellte Leiche, gefunden wird. Das Ermittlerteam rund um Christine Petersen zieht deshalb den Privatermittler Bastian Becker heran, der früher im Polizeidienst gearbeitet hat und den Ruf eines guten Profilers hat. Becker hat die Polizei jedoch verlassen, als er in seinem letzten Fall das Opfer nicht mehr retten konnte. Sein Misserfolg hat ihn deswegen traumatisiert. Becker ist ein verbissener Mensch, der sich im Sozialen schwer tut. Dies bringt auch Probleme mit einer jungen engagierten Polizeibeamtin mit sich, die realtiv schnell einen Verdächtigen präsentieren kann. Doch Becker und seine Partnerin Janina Funke folgen einer anderen Spur....
Die zu Beginn noch recht vielversprechenden Ermittlungen in der Real-Vampir-Szene gefielen mir gut, verliefen aber bald im Sand und der Krimi entwickelte sich in eine völlig andere Richtung. Obwohl die ungewöhnlichen Morde mysteriös sind, ist die Spannung eher mittelmäßig. Es gibt kaum unerwartete Wendungen oder Überraschungen und es fehlt die Intensität - bis der Autor zum Thema Verschwörungstheoretiker und Querdenker kommt. Dies gefiel mir jedoch weniger und scheint im Moment ein neues heißes Motiv bei Büchern zu sein. Becker hat, wie fast alle Ermittler in Krimis oder Thriller mit einem Trauma zu kämpfen, was mich zunehmend nervt.
Der Schreibstil ist etwas gewöhnungsbedürftig, liest sich aber nach dem Einlesen ganz gut. Aber leider konnte mich die Story nicht wirklich überzeugen, die meistens vor sich hin plätschert. Erst zum Ende hin kommt etwas Fahrt auf. Handlung und Charaktere blieben ziemlich farblos und an der Oberfläche. Trotzdem lässt sich der eher kurze Krimi zügig lesen. Das Cover und die Aufmachung sind hingegen gelungen und erwecken Neugierde.
Fazit: Leider hat mich der Krimi nicht richtig überzeugen können, wobei ich die Grundsatzidee sehr gut fand. Hier gibt es definitiv Luft nach oben. Den Folgeband werde ich mir wohl eher sparen...schade!
Inhalt: Bei „Viral. Blutrausch“ handelt es sich um den ersten Kriminalroman von Mark Benecke. Es geht um eine Mordserie, bei der den Opfern mit chirurgischer Präzision fast das ganze Blut entnommen wurde. Die Ermittlungsbehörden stehen vor einem Rätsel: wer kann solch eine grausame Tat begehen und was ist das Motiv? Bei den Ermittlungen stoßen Hauptkommissarin Peterson und die von ihr hinzugezogenen Privatermittler Janina Funke und Bastian Becker schnell auf Hindernisse und je länger sie versuchen herauszufinden, wer hinter den Taten steckt, umso mehr Verschwörungstheorien verbreiten sich in der Bevölkerung und führen zu immer mehr Ablehnung gegenüber der Polizei und ihrer Arbeit.
Meine Meinung: Nachdem ich die Sachbücher von Mark Benecke immer sehr gerne mochte, bin ich an seinen ersten Roman mit entsprechend hohen Erwartungen herangegangen. Leider wurden diese nicht ganz erfüllt.
Zunächst hatte ich am Anfang relativ große Probleme damit, in die Geschichte hineinzufinden. Die Geschichte ist in der dritten Person geschrieben, allerdings immer wieder wechselnd aus der Sicht mehrerer beteiligter Charaktere. Wer gerade „spricht“, ist nicht vorher kenntlich gemacht, sondern ergibt sich aus dem Inhalt. Da zu Beginn jedoch viele neue Personen in einer kurzen Zeitspanne eingeführt werden, die noch dazu teilweise ähnlich heißen, hatte ich anfangs ziemliche Probleme damit, zuzuordnen, um wen es gerade geht und wer genau diese Person ist bzw. welche Funktion er oder sie hat. Dadurch war der Anfang des Buches etwas anstrengender zu lesen und es kam kein guter Lesefluss auf.
Durch die Erzählweise in der dritten Person sind mir die Charaktere auch leider bis zum Schluss ziemlich ferngeblieben und ich konnte keine besonders emotionale Verbindung zu ihnen aufbauen. Ich glaube allerdings, dass dies durchaus so gewollt war. Ein wenig mehr „Verbindung“ zwischen Leser:in und den handelnden Personen hätte der Geschichte meiner Meinung nach allerdings trotzdem durchaus nicht geschadet.
Die grundlegende Handlung bzw. der zu lösende Fall hat mir insgesamt gut gefallen. Die Idee der „Schneewittchen-Morde“ und die Verknüpfung zu der „Vampir-Community“ fand ich sehr interessant, wenn auch ziemlich kurz dargestellt. Insgesamt hat mir in der gesamten Handlung leider zu großen Teilen die Spannung gefehlt. Erst im letzten Drittel hat es mich gepackt und das Buch wurde zu einem echten Pageturner. Für eine Kriminalgeschichte ist das in meinen Augen jedoch leider etwas zu wenig.
Der Handlungsstrang rund um das Thema „Verschwörungstheorien“ war mir in der Geschichte ebenfalls zu wenig präsent, insbesondere daran gemessen, dass sowohl Titel als auch Klappentext des Buches so stark auf diesen Komplex Bezug nehmen und damit werben. Losgelöst davon betrachtet mochte ich die Ausflüge in die Welt der Verschwörungstheoretiker und die damit verbundenen Gefahren für die Gesellschaft aber wirklich gerne. Ein hoch aktuelles Thema, gut eingebettet in eine interessante Crime-Noir-Geschichte.
Fazit: Insgesamt eine solide Geschichte, die viel Potenzial hatte, davon aber leider einiges liegengelassen hat. Hier ist für einen zweiten Roman sicherlich noch deutlich Luft nach oben! Trotzdem ein unterhaltsames Buch mit einer etwas anderen Story.
Zwei Frauenleichen werden gefunden. Das Merkwürdige daran: Ihnen wurde fast das komplette Blut abgenommen. Das ruft die Polizei und den Privatermittler Bastian Becker auf den Plan. Die Ermittlungen laufen schleppend und die Bevölkerung hat Angst nicht mehr geschützt zu sein. So entstehen immer mehr Verschwörungstheorien im Internet.
Meine Meinung:
Das Cover hat eine tolle Aufmachung und der Klappentext klingt sehr vielversprechend. Mich hat es sehr neugierig gemacht, aber am Ende muss ich sagen, dass mich der Kriminalroman nur teilweise überzeugen konnte.
Ich hatte das Gefühl, dass man hier sehr viel auf wenigen Seiten unterbringen wollte. Dementsprechend fehlte mir oft der Tiefgang. Ich glaube, wenn das Buch etwas dicker geworden wäre, hätte man noch ziemlich viel rausholen können, denn die Grundidee und auch die Charaktere sind sehr vielversprechend.
Viel Neues gab es nicht zu entdecken. Besonders spannend finde ich das Thema rund um die Verschwörungsmärchen. Gerade auch, weil es so aktuell ist. Hier schlich immer eine subtile Spannung umher. Aber irgendwie fehlte mir da der letzte Biss, der letzte Wow Moment.
Der Schreibstil von Mark Benecke lässt sich sehr gut lesen und man kommt gut voran. Umso mehr glaube ich, dass der Autor noch einiges mehr bieten kann. Leicht irritiert war ich manchmal von den plötzlichen Blickwinkeländerungen, um wen es geht, aber daran habe ich mich relativ schnell gewöhnt.
Die Story an sich ist wahrlich nicht schlecht. Interessante Morde, Ermittlungen, Druck vom Ministerium, falsche Verdächtigungen, usw. Nur leider fehlten mir die Intensität, das Miträtseln und Überraschungen.
Es gibt viele Charaktere und damit verbundene Einzelschicksale. Diese wurden auch mit eingebaut, aber recht kurz. Der übliche Ermittler mit seinem Schicksal zum Beispiel. Aber dadurch, dass es so wenig war, wirkten mir die Figuren, obwohl sie interessante Züge haben, doch eher farblos. Was sehr schade ist, denn der Ansatz und der erste Eindruck macht schon neugierig auf die verschiedenen Charaktere.
Die Spannung hielt sich leider ebenfalls in Grenzen. Neben der subtilen Spannung zumindest. Erst gegen Ende kam ein bisschen Fahrt auf.
Insgesamt ist Viral.Blutrausch wahrlich kein schlechter Kriminalroman. Ich sehe da viel Potenzial, wenn man sich mehr Zeit bzw. mehr Seiten vornimmt um die Geschichte auszubauen. Viele interessante Punkte und Ansätze, die einfach nur ausführlicher sein müssten. Ich glaube, dass man dann einen sehr guten Krimi in den Händen halten könnte.
Fazit:
Eine gute Idee und ein interessantes Thema, allerdings mit Luft nach oben. Meiner Meinung nach fehlte es hier hauptsächlich an Platz. Wäre das Buch dicker, hätte es sicherlich mehr Tiefgang und Farbe bekommen. Insgesamt aber gut zu lesen. Ich glaube, da kann noch einiges auf uns zu kommen.
Wenn man sehr hohe Erwartungen hat, kann man tief fallen. Genau das ist mir mit diesem Buch leider passiert. Warum? Lies weiter und erfahre wie es mir beim Lesen ergangen ist.
Meine Meinung zum Cover: Das Cover ist für einen Erwachsenen-Krimi sehr ungewöhnlich. Es entspricht dem Stil des Autors und hat etwas für sich. Dennoch hätte ich dahinter niemals ein Buch aus diesem Genre vermutet, wenn ich nicht den Autorenname gelesen hätte
Meine Meinung zum Inhalt (ACHTUNG, leichte inhaltliche Spoiler): Da ich Mark Benecke aus diversen True-Crime TV-Formaten kenne, hatte ich sehr hohe Erwartungen an dieses Buch. Während dem Lesen stellte sich heraus, dass diese wohl zu hoch waren. Sein Schreibstil ist locker und flüssig zu lesen. Zeitweise nervten die teils gewollten und oft ungewollten Wortwiederholungen etwas. Trotzdem bin ich recht schnell durch die kurzweiligen Kapitel geflogen. Das Buch ist in drei Teile aufgeteilt. Erzählt wird die Geschichte aus vielen Perspektiven, die dauernd hin und her springen.
Die Grundidee, welche im Klappentext angesprochen wird, hatte mich sofort neugierig gemacht. Der Anfang schien vielversprechend. Gleichwohl stieß ich auf erste kleine Ungereimtheiten. Rauchen am Tatort? Fand ich sowas von unnötig. Überhaupt schienen die meisten Protagonisten Kettenraucher zu sein und rauchten beinahe überall. Grundsätzlich hätte mich das nicht gestört, doch an einem Tatort oder im Polizeipräsidium ist es ein No-Go.
Viel mehr störte mich, dass ich keinen Zugang zu den Protagonisten bekam. Fast jeder von ihnen schien psychische Probleme zu haben. Die Gründe wurden nur angekratzt oder gefühlt 1000-mal angedeutet. Erst im letzten Drittel erfuhr ich kleine Brocken. Es wurden viele Protagonisten eingeführt, die durch die kargen und emotionslosen Beschreibungen oberflächlich blieben. Warum wurde Becker – ein Privatermittler ins Team geholt? Keine Antwort. Details zu den Morden? Werden nur kurz angesprochen. Richtige Ermittlungen? Waren fast nicht vorhanden. Überhaupt schienen die Morde nur ein Hintergrundrauschen zu sein. Vielmehr ging es um die psychischen Probleme, Laster und Wehwehchen der Protagonisten.
Die Polizisten arbeiteten nicht wirklich zusammen und feindeten sich lieber an. Der Eine wird mit seiner Vergangenheit nicht fertig, die andere ist nur auf Erfolg aus. Ohne Rücksicht auf Verluste! Dann kamen immer mehr seltsame Aspekte und eindeutige Logiklücken. Ganz zu schweigen von Zeitsprüngen, die mich mehr als ärgerten. Alles was Spannung versprochen hätte, wurde nicht erzählt. Die halbherzigen Szenen mit den Privatschnüfflern wurden lieblos und schnell abgehandelt. Außerdem würde ein Untersuchungsrichter niemals einen Verdächtigen für den es nur Verdachtsmomente gab, mehr als 3 Wochen in Untersuchungshaft nehmen. Weder Indizien, noch irgendwelche Beweise gab es. Je weiter ich kam, umso öfter schüttelte ich den Kopf. Was sollte das alles? Des Weiteren wurden sämtliche Klischees von Krimis erfüllt, die einem einfallen können. Genauer darauf eingehen kann ich nicht, sonst würde ich dich spoilern.
Was im Klappentext versprochen wird, wurde für mich kaum eingehalten. Legenden die von Wahrheit verdrängt werden? Wo denn? Das mit den Verschwörungstheorien war an den Haaren herbeigezogen und unglaubwürdig dargestellt. Da war der Ermittlungsansatz von Alina logischer. Die Querdenker-Szene wurde unter allen Umständen in das Geschehen gezwungen, obwohl es nicht gepasst hat. Durch eintönige Recherchen und Erlebnisse von Becker wurde es immer langweiliger. Buchrausch? Fehlte! Selbt im Motiv des Täters. Schließlich kam es zu einer Wendung, die die Seltsamkeiten krönten. Für mich war es mehr als unlogisch. Zufälligerweise hat dann auch noch jemand „wichtiges“ Wissen aus einem jahrealten Fall nicht vergessen, dass angeblich nicht als relevant eingestuft war. Der Schlüssel zum Erfolg? Aha. Das letzte Drittel war wohl das Beste am ganzen Buch. Spannungstechnisch konnte es nicht viel herausreißen. Entstandene wurde vom Autor im „finalen Showdown“ sofort wieder erstickt. Zudem machten die glücklichen Zufälle alles noch unglaubwürdiger, als viele Elemente schon vorher waren. Nach dem Beenden war meine Enttäuschung groß.
Auf dem Titelblatt wird ein Dennis Sand erwähnt. Schrieb er mit Mark Benecke das Buch zusammen? In keiner Weise wird erwähnt, was er gemacht hat. Sowas sollte im Nachwort stehen.
Mein Fazit: Von Mark Beneckes ersten Kriminalroman hatte ich hohe Erwartungen, die bitter enttäuscht wurden. Die handelnden Protagonisten blieben größtenteils oberflächlich. Sie haben teilweise psychische Probleme (über die wir kaum was erfahren), sind Kettenraucher oder nur auf Karriere aus. Die Ermittlungen wurden meistens außen vorgelassen. Lieber wurden Zeitsprünge mit Logiklücken oder unglaubwürdigen Wendungen gemacht. Die Grundidee hätte wunderbar viel hergeben. Leider blieben die Morde im Hintergrund. Die Querdenker-Szene wurde unnötigerweise und vor allem eintönig dargestellt. Für die Handlung war sie kaum brauchbar, denn da hätte es was anderes genauso gut getan. Der Klappentext und der Buchtitel haben mich beide irregleitet. Ich bekam eine andere Geschichte vorgesetzt, der es an Spannung fehlte. Selbst das Ende konnte sie nicht retten. Richtig schön fand ich Cover und Innengestaltung.
Ich vergebe 2 von 5 möglichen Sternen!
Das Buch wurde mir über eine Leserunde als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst!
Mit dem Werk „Viral. Blutrausch“ hat der bekannte Kriminalbiologe Marck Benecke seinen ersten Kriminalroman geschrieben, welche als Crime- Noir- Geschichte angepriesen wird. Diese kann man ohne Vorkenntnisse lesen.
Klappentext: Eine Mordserie erschüttert eine deutsche Großstadt. Leichen von jungen Frauen tauchen an unterschiedlichen Fundorten auf. Der Gerichtsmediziner macht eine grausige Feststellung: Den Frauen wurden mit chirurgischer Genauigkeit große Mengen Blut abgenommen. Die Polizei steht vor einem Rätsel. Wer steckt hinter den Schneewittchen-Morden? Hauptkommissarin Christine Peterson fordert die Unterstützung der Privatermittler Janina Funke und Bastian Becker an. Doch die Spurensuche erweist sich als schleppend. Je länger die Mordermittlungen andauern, desto mehr Verschwörungsmärchen verbreiten sich im Netz. Nach und nach entwickeln sie sich zu einer ganz eigenen, echten Bedrohung.
Ich habe bereits mehreren Vorträgen von Marck Benecke gelauscht. Daher war ich sehr auf seinen Kriminalroman gespannt, konnten mich seine Vorträge bisher immer begeistern. Auch der Klappentext klang sehr vielversprechend, blutleere Leichen klang nach einem spannenden Abenteuer. Doch leider wurden meine Erwartungen nicht erfüllt. Mich hat dieser Kriminalroman jedoch etwas ratlos zurückgelassen. Schon der Schreibstil konnte mich leider nicht so richtig überzeugen. Dieser war recht emotionslos und stellenweise auch recht holprig. Die Zeitformen wurden nicht immer konsequent eingehalten und auch die Dialoge wirkten zum Teil sehr sperrig. Es konnte meiner Meinung nach auch keine richtige Atmosphäre aufgebaut werden. Es gibt in Bezug zu den Lokalitäten auch nur recht vage Andeutungen, sodass es mir schwergefallen ist, mir sowohl die Örtlichkeiten als auch die Charaktere vorzustellen. Zu Beginn wird man gleich in die Story hineingeworfen, sodass man sich gleich am ersten Tatort empfindet. Dieser direkte Einstieg gefällt mir eigentlich recht gut. Doch bei diesem Roman wird man erst einmal mit Namen überrumpelt, welche man erst einmal sortieren muss. Mir fehlt hier ein bisschen die durchdachte Charaktereinführung. Auch allgemein werden die Charaktere in diesem Buch nur sehr oberflächlich dargestellt. Es gibt eine breite Bandbreite an Personen, welche für den Fall wichtig sind. Teilweise klingen hierbei die Frauennamen auch noch recht ähnlich. Doch eine Charaktertiefe, auch bei den Protagonisten, sucht man hier vergeblich. Dies führt dazu, dass ich auch keine Verbindung zu ihnen aufbauen konnte. Mir persönlich war es eigentlich egal, ob sie innerlich leiden mussten. Benecke bedient sich hier auch einiger Klischees. Ein ehemaliger Polizist, der jetzt als Privatermittler arbeitet, dabei sein Leben nicht in den Griff bekommt und mit der Hierarchiestruktur der Polizeibehörde nicht zurechtkommt. Oder eine junge zielstrebige Polizistin, die sich in ihren Theorien verrennt und dabei die klassischen Polizeiarbeiten über Bord wirft, um auf eigene Faust den Fall zu lösen. Ich finde es ebenfalls schade, dass die Polizeiarbeit hier auch nur knapp angerissen wird. Ein roter Faden ist leider nicht wirklich erkennbar. Teilweise gibt es inhaltliche Sprünge, sodass man sich als Leser fragt, ob man vielleicht etwas überlesen hat. Es wird ein möglicher Täter präsentiert. Aber wie man genau auf diesen gekommen ist, wird nicht weiter ausgeführt. All dies führt dazu, dass kein richtiger Spannungsbogen aufgebaut wird. Es fehlt einfach an Spannung auf allen möglichen Ebenen. Es werden lediglich diverse Tatsachen aneinandergereiht. ohne dabei auf die Zusammenhänge einzugehen. Dies führt auch dazu, dass kein richtiges Gefühl für die Geschichte aufkommt. Viele – teils unglaubwürdige- Zufälle führen am Ende dazu, dass dann doch noch der richtige Täter gefunden wird. Und diese letzten Seiten erzeugen wenigstens ein paar spannende Momente. Dennoch kann dieser kurze Ausbruch an Spannung nicht über die vorherigen Seiten hinwegtrösten.
Insgesamt konnte mich Mark Benecke mit „Viral. Blutrausch“ mit seinem Kriminalroman nicht überzeugen. Es hält einfach nicht, was sowohl Titel als auch Klappentext versprechen. Mir hat es hier persönlich an allem gefehlt, zum Beispiel Charaktertiefe oder auch spannende Ermittlungsarbeiten. Lediglich die letzten Seiten zeigen, dass der Autor Spannung erzeugen kann. Daher kann ich leider nur 2 Sterne vergeben.
Kurz nacheinander findet man in einer Großstadt zwei Frauenleichen. Bei beiden Frauen wurde ihr Blut vollständig abgenommen. Damit die Polizei diesen Fall aufklären kann, ziehen sie den Privatermittler Bastian Becker und seine Freundin dazu. Recht schnell wird ein Mann festgenommen, der der Täter sein soll, jedoch glaubt Bastian Becker fest an seine Unschuld. Aber wer ist dann der Mörder?
Dieses Buch habe ich im Rahmen einer Leserunde auf LovelyBooks gelesen und somit dieses Buch als Rezensionsexemplar erhalten. Vielen Dank für die tolle Leserunde! Dies beeinflusst jedoch in keiner Weise meine Meinung! Vorab möchte ich noch kurz anmerken, dass es sich bei dieser Rezension um meine eigene Meinung handelt und nicht dazu dienen soll, dass Buch in irgendeiner Art und Weise schlecht zu reden, überzeugt euch am besten selbst davon!
Kommen wir erst einmal zu den Charakteren. Gleich zu Beginn lernen wir schnell recht viele Charaktere kennen, was das lesen ein wenig beeinträchtigt, da man sich somit nicht auf die einzelnen Charaktere konzentrieren konnte. Außerdem fand ich sie teilweise auch recht blass und deshalb konnte ich mich auch nur schwer mit ihnen vertraut machen. Mir hat oft das Hintergrundwissen über diese Personen gefehlt. Daher konnte ich mir von diesen kein gutes Bild machen.
Und kommen wir nun einmal zum Titel, der ja das Wort ,,Blutrausch‘‘ beinhält. Jedoch erleben wir in dem Buch nichts von dem Blutrausch. Deshalb kam es auch nicht zu einem Spannungsbogen, was ich sehr schade finde. Außerdem finde ich, dass man sich zu sehr auf die Verschwörungstheorien eingeschossen hat. All das hat sich für mich auch nicht erschlossen, weshalb es für mich auch nicht spannend war und auch eher gesagt ,,blutleer‘‘. Abgesehen davon finde ich auch, dass man nicht wirklich die ,,richtige‘‘ Ermittlungsarbeit verfolgen konnte. Über das Cover möchte ich auch noch einmal kurz sprechen. Zu Beginn habe ich mir dadurch eher eine Fantasy Geschichte erwartet, was ja nicht der Fall war. Das war okay, aber dennoch fand ich nicht, dass dieses Cover zum Inhalt des Buches gepasst hat. Ich kann mir nicht erklären, was man sich dabei gedacht hat, denn für mich ergibt das leider überhaupt keinen Sinn.
Das Buch ist in drei Teile eingeteilt, wodurch beim Lesen Lücken durch die Zeitsprünge entstehen. Das fand ich sehr schade, da ich das Gefühl hatte beim Lesen würde mir etwas fehlen. Weil man ja dadurch auch nicht wusste, was in der Zwischenzeit passiert ist. Und auch die recht kurzen Kapitel fand ich nicht gut, da man so schnell von den einzelnen Perspektiven hin und hergeworfen wurde.
Zum Schreibstil möchte ich noch kurz sagen, dass ich ihn echt gut fand. Er hat einen angenehmen und flüssigen Schreibstil, den ich sehr gerne verfolgt habe. Der Lesefluss wurde auch nicht wirklich durch den Schreibstil gestört, sondern man kam recht gut durch die Seiten durch.
,,Viral. Blutrausch‘‘ ist für mich ein Buch, das man nicht gelesen haben muss. Da gibt es eine Menge Bücher, die viel besser sind als dieses. Aber hey, vielleicht gibt es ja auch den ein oder anderen da draußen, der Spaß an dem Buch hatte und der vom Inhalt überzeugt war, darüber freue ich mich natürlich sehr!
Zwei junge Jogger stolpern förmlich über eine weibliche Leiche. Die herbeigerufene Kommissarin Christine Peterson kann trotz ihrer langjährigen Erfahrung nicht unbeteiligt bleiben. Wenn so junge Menschen eines wohl unnatürlichen Todes sterben, muss sie einfach herausfinden, wer dafür verantwortlich ist. Der Toten soll Gerechtigkeit widerfahren, wenn sie schon nicht geschützt oder gerettet werden konnte. Doch es gibt nicht viele Spuren, außer dass die Verstorbene kaum noch Blut im Körper hatte. Peterson ruft deshalb ihren ehemaligen Kollegen Bastian Becker als Berater ins Team. Nach der Sache damals hat er die Polizei verlassen. Seine unkonventionelle Denkweise scheint seine Mitarbeit für diesen Fall besonders wertvoll zu machen.
Der Kriminalbiologe Mark Benecke präsentiert hier seinen ersten Kriminalroman. Dafür hat er ein interessantes Team zusammengestellt. Die erfahrene Kommissarin Christine Peterson, ihre junge und forsche Kollegin Alina Brinkmeier und als externe Berater Bastian Becker und seine Partnerin Janina. Ein cooles Team, das für die unterschiedlichen Ansätze und Herangehensweisen steht. Verschiedene Blickwinkel sind genau das, was in diesem Fall wichtig zu sein scheint. Warum hatte das Opfer kaum noch Blut im Körper? Inwieweit ist die Art, wie die Leiche abgelegt wurde, von Bedeutung? Der Gedanke liegt nahe, dass weitere Opfer zu befürchten sind. Sollte es eine Spur in die Subkultur geben?
Mit Kommissarin Peterson und ihren Mitstreitern betritt ein sympathisches neues Team die Welten der Kriminalromane. Die bodenständige Kommissarin versteht es, ihre Kollegen anzuleiten und gleichzeitig für Ideen offen zu sein. Auch wenn der Fall etwas vorhersehbar wirkt und die Stadt ruhig genauer verortet werden könnte, so ist es doch spannend, wie das Team an die Ermittlung herangeht und mit welcher Gewieftheit es auch ungewöhnlichen Spuren nachgeht. Dabei erweist sich gerade Becker als Bereicherung für die Untersuchung, weil er sich nicht beirren lässt. Auch wenn noch etwas Luft nach oben ist, heißt man dieses neue Team, das sich hier zusammenfindet, doch gerne willkommen.
Mark Benecke hat seinen ersten Kriminalroman geschrieben und sich dabei ein tolles Thema ausgesucht. Es geht um blutleere Frauenleichen. Die Ermittlungen führen in ein Milieu, in dem sich Blutsauger wohlfühlen könnten. Privatermittler und Polizei arbeiten zusammen, um die Mordserie zu stoppen, doch bis dahin gibt es noch viel zu ermitteln. Ein gelungener Fall, der für mich ruhig noch 100 Seiten hätte länger sein dürfen.
Viral. Blutrausch ist ein moderner, aktueller Krimi. Es gibt Verschwörungstheoretiker in Form von Doktor Q, Menschen, die einem Vampir in Menschengestalt huldigen und eine Polizei, die von der Politik beeinflusst wird. Alle Themen fließen spannend in die Handlung ein, hätten aber ruhig etwas mehr Raum bekommen können.
Die gilt auch für die Entwicklung der Charaktere. Sich dabei auf Bastian Becker, einen ehemaligen Polizisten mit Psychosen, und Janina Funke zu konzentrieren, die als Privatermittler andere Wege als die Polizei zu gehen bereit sind, ist hervorragend. Während die Polizei schnell schon einen Täter präsentieren kann, der sich auch noch in seiner Opferrolle suhlt, erkennt nur Bastian, dass dieser es nicht sein kann. Die Ermittlungsarbeit hat also gerade erst begonnen, als man schon mitten im vampirischen Umfeld angekommen ist. Doch der "Schneewittchen-Mörder" macht es ihnen nicht so einfach.
Der richtige Täter hat es dann auch verdient, dass man als Leser froh ist, dass er erwischt wird. Es ist also ein Crime Noir Krimi, wie er sein muss: spannende Handlung, tolles Thema, interessante Ermittler und der Wunsch nach mehr.
Deshalb kann ich auch nur hoffen, dass Mark Benecke weitere Krimis mit Bastian Becker schreiben wird. Ich fände es toll, wenn ich mehr über dessen Leben und seine Ermittlungsmethoden erfahren könnte. Ein Debut, dass Lust auf mehr macht. Das, was man zu lesen bekommt, ist spannend und unterhaltsam, weshalb ich es Fans seltsamer Kriminalfälle empfehlen kann.
Worum gehts? In einer deutschen Großstadt werden kurz aufeinander zwei junge Frauenleichen gefunden, denen jede Menge Blut entnommen wurden. Die Polizei tritt auf der Stelle und steht vor einem Rätsel, während sich im Internet und auch auf Demos die Aluhutträger sammeln und wilde Verschwörungstheorien verbreiten.
Meine Meinung:
Mir hat die Crime-Noir Geschichte von @markito_benecke wirklich gut gefallen. Die Protagonisten haben alle ihr Päckchen zu tragen, sind mal mehr und mal weniger sympathisch, wie man das halt aus sämtlichen Krimi/Thrillern schon kennt. Das Buch ist relativ dünn und ist in 3 Teile gegliedert. Ich finde den Aufbau des Buchs und der Geschichte wirklich mega gut und durchdacht und was mir am meisten imponiert, ist dass der Autor auf unnötige Ausschmückungen einfach verzichtet. Der Schreibstil ist flüssig und man fliegt nur durch die Seiten. Besonders den Aspekt des Real-Vampirismus fand ich sehr interessant, da es mal was anderes ist. Die Geschichte war durchgehend spannend, das Ende für mich persönlich dann doch ein bisschen vorhersehbar. Auch der Aspekt der Aluhutträger (Verschwörungstheoretiker) fand ich interessant, da dieses Thema ja auch durchaus aktuell ist. Alles in allem ist Viral.Blutrausch ein genial durchdachter Kriminalroman, der einfach Spaß macht. An manchen Punkten waren für mich aber die Charaktere ein klein bisschen überzogen, vorallem Becker war wirklich eine extrem bemitleidenswerte Persönlichkeit. Das Cover würde ich persönlich wirklich toll finden, wäre da nicht dieser eingedruckte Aufkleber, der einem so provokant ins Auge springt 😬 Von mir gibts 4,5/5 ⭐️⭐️⭐️⭐️,5 Sternen und eine Leseempfehlung 💀🖤
Privatermittler Bastian Becker hat eher schlecht als recht versucht, mit Geschehnissen aus seiner Vergangenheit abzuschließen. Als ihn eine ehemalige Polizei-Kollegin jedoch um Hilfe bittet, kann er nicht anders, als zuzusagen. Es geht um die sogenannten Schneewittchenmorde, bei denen den weiblichen Opfern mit chirurgischer Präzision große Mengen Blut abgenommen wurden. Becker muss nun nicht nur einen perfiden Mörder finden, sondern auch gegen seine eigenen Dämonen ankämpfen.
Das Cover und die Aufmachung des Buches gefallen mir sehr gut, die farbigen Seiten zwischen den verschiedenen Abschnitten peppen das Buch auf und das Cover macht neugierig.
Der Schreibstil ist anfangs etwas gewöhnungsbedürftig, das verfliegt jedoch mit der Zeit. Zunächst erfährt man nur wenig über die Protagonisten, was sich im Verlauf der Geschichte ändert und ich denke, dass es auch noch einen Nachfolgeband geben wird, wo man sie noch besser kennenlernen kann. Der Krimi ist solide aufgebaut, es gab ab und zu falsche Spuren und die Auflösung ist schlüssig.
Ich habe zwar irgendwie eine andere Geschichte erwartet, nichtsdestotrotz hat mich das Buch gut unterhalten und ich gebe 4 Sterne.
Der Klappentext klang sehr vielversprechend und hat mich neugierig gemacht. Das Buch lies sich sehr gut lesen. Die Kapitel waren kurz gehalten und die Perspektiven haben sich sehr oft abgewechselt, weswegen keine Langeweile aufgekommen ist. Es hat mich aber sehr verwirrt, dass die Perspektiven scheinbar auch mitten im Kapitel gewechselt haben? Außerdem hat mir die Tiefe der Charaktere gefehlt. Dadurch, dass es aus so vielen Perspektiven geschrieben wurde, konnten in dem kurzen Verlauf alle nur oberflächlich beschrieben werden (außer vielleicht Becker). Auch das Ermittlungsverfahren ist in der kurzen Zeit etwas zu oberflächlich für meinen Geschmack gewesen. Ich hätte anhand des Klappentexts erwartet, dass die Verschwörungstheorien einen viel stärkeren Einfluss auf die Ermittlung nehmen. Und zu guter letzt fand ich den Hinweis auf den Täter zu Beginn der Handlung viel zu offensichtlich.
Alles in allem ist es ein schönes Buch für zwischendurch und ein solider erster Kriminalroman mit Luft nach oben für die nächsten Bücher.
Zunächst war ich etwas enttäuscht, weil ich befürchtete, es bliebe bei einem gewöhnlichen Ermittlerkrimi. Aber dann kam doch noch eine gute Portion Benecke in die Sache. 😁 Allerdings nicht genug, um hier fünf Sterne zu geben. Und auch nicht aus seiner beruflichen Richtung, wie ich mir erhofft hatte.
Es werden einige Themen aufgegriffen, die für manche Menschen nach wie vor befremdlich sind. Mark Benecke versucht hier durch Hintergrundinfos mit Vorurteilen aufzuräumen und mehr Akzeptanz zu schaffen.👍
Mein größter Stolperer: es gibt elektrische /verspätete/ komfortabel Züge, aber keine autistische. Ansonsten: nette Figurenkonstellation.
Ich hab zwar Fragen zu der Hauptperson, aber nicht groß was zu meckern. Warum hat er Geldsorgen, wenn er Tickets, Taxis und Hotels zahlen kann? Der Typ ist also flüssig, er kriegt es nur nicht auf die Reihe, seine Rechnungen zu zahlen. Dauerauftrag einrichten....
Ein unterhaltsames Buch, wenn auch merkbar ein Erstlingswerk. Klassische Charaktere, bewährt aber zu erwarten. Benecke überzeugt mich durch seine Kreativität was die Ausgestaltung der Charaktere & die Umstände der Tat angeht sowie durch die ungewöhnliche Covergestaltung, die sich auch im Buch fortsetzt. Alles in allem: auch sein nächstes fiktives Werk werde ich lesen.
ich muss sagen das Buch war echt nicht gut es ging mehr um Politik und Verschwörungstheorien als um die morde die Charaktere waren mir nicht greifbar und es hat sich in die länge gezogen band 2 werde ich nicht mehr lesen.
"Viral. Blutrausch" der erste Krimi / Roman von Mark Benecke. Normalerweise kenne ich ihn ja eher als Sachbuchautor, daher war ich schon überrascht, dass jetzt ein Krimi gekommen ist. Ich muss sagen, den Klappentext hab ich im Vorfeld mir gar nicht durchgelesen, eher nachdem ich das Buch gelesen habe. Und irgendwie muss ich sagen, dass der Klappentext irgendwie viel mehr verspricht, als die letztendliche Geschichte bietet. Im Zentrum der Geschichte stehen: - Christine Petersen, die Kommissarin, - Sebastian Becker, der Detektiv/Privatermittler - Alina Brinkmeier, Polizistin - Janina, Assistentin von Becker - Daniel Richter (?) der Forensiker - und der Journalist, obwohl der ja bisher sehr kurz mit dabei war.
Aber von den 5 sind es eher Becker, Petersen und Alina im Fokus. Die beiden Ermittler scheinen ihrerseits von psychischen Problemen gezeichnet zu sein, was sich in Schlaflosigkeit und Halluzinationen deutlich macht. Becker scheint zudem noch in der Vergangenheit gefangen zu sein, denn immer wieder nimmt er auf einen früheren Fall bezug, wo er mit seiner Ermittlungsarbeit zu spät kam. An sich konnte ich die Charaktere nicht so einschätzen, weil sie doch etwas unnahbar erschienen und ein klaren Bild sich nicht abzeichnete. Es hatte eher was wie ein alter Krimi, wo es zwar die Charaktere gibt, aber sie doch irgendwie im Hintergrund bleiben. Im Klappentext wird von Serienmorden gesprochen, effektiv gab es 2 Tote, da würde ich noch nicht so wirklich von einer Serie sprechen, auch wenn die Ursache scheinbar gleich war. Zudem wird von den Schwierigkeiten im Fokus der Öffentlichkeit gesprochen. Wie schnell sich die Menschen von Demonstrationen und der Presse aufstacheln (lassen) um für ihre Rechte einzutreten. Genau dieser Punkt war für mich nicht so nachvollziehbar. Es wurde nur kurz erwähnt, dass es nen Zeitungsartikel gab und auf einmal fangen die Leute an zu demonstrieren. Der Bezug hat irgendwie gefehlt.
Es war halt oft eher der Fall, dass nur erzählt wurde, was passiert, aber wenig gezeigt wurde. Man musste es einfach hinnehmen. Wie gesagt, scheinen die Ermittler ja alle irgendwie angeschlagen zu sein, und alle eine dunkle Vergangenheit aufgewiesen haben. Viel wurde nicht immer darüber verloren, aber es wurden Andeutungen gemacht. Was auch dazu führt, dass es wahrscheinlich noch weitere Bücher geben wird, weil man mit diesem Band eher "angefüttert" wurde.
Das Buch selbst ist in 3 Teile geteilt, wobei teilweise zwischen den Teilen eine unbestimmte Zeit vergangen ist, was es dann etwas schwer machte, die Lücken zu füllen, was in der Zwischenzeit passiert ist. Durch die relativen kurzen Kapitel oder Abschnitte innerhalb eines Kapitels, kommt man mit dem Lesen sehr schnell vorran. Was wahrscheinlich auch den vielen Perspektivwecheln geschuldet ist.
Vielen Dank an den Benevento-Verlag und Lovelybooks für die unterhaltsame Leserunde zu dem Buch.
Mark Benecke kannte ich aus diversen Sendungen und Artikeln, die ich spannend und interessant fand. Deshalb waren die Erwartungen an den Krimi von ihm hoch. Vielleicht etwas zu hoch. Der Titel suggerierte einen schaurigen und hochansteckenden Fall und heraus kam eine recht einfache, leicht vorhersehbare und wenig spannende Geschichte.
Schade, denn der Schreibstil von Mark Benecke war gut. Aber aus meiner Sicht hat er zu viel auf den wenigen Seiten gewollt. Neben dem Fall mit den blutleeren Leichen kam noch etwas Politik und Querdenken bzw. Verschwörungstheorien dazu und eine Prise Forensik und etwas Machtkampf zwischen dem kriminalistischen Personal.
Die Themen (jedes für sich) sind interessant, aber die Mischung in diesem Krimi passte leider nicht. Alles wurde nur angerissen und eingeworfen, aber nichts wirklich bis in die Tiefe fortgeführt. Die Charaktere blieben größtenteils oberflächlich und waren dadurch leider recht blass und für mich wenig ansprechend.
Ich hoffe, dass ein zweiter Band sich mehr auf ein Thema konzentriert und dafür aber in die Tiefe geht und dadurch eine durchgehende Spannung erzeugt.
Ich habe schon einige Bücher von Benecke nur so verschlungen. Bei diesem war ich leider ein kleines Bisschen enttäuscht. Es handelt sich um sein Krimidebüt, weswegen ich ihm auch drei Sterne gebe. Die Bewertung wäre sonst etwas schlechter ausgefallen.
Zuallererst muss ich sagen, dass ich das Cover recht gerne mag. Jedoch ist es für mich eher ein Jugendbuchcover als ein Cover eines Krimis. Aber das ist wohl einfach Beneckes Stil. Ich finde es einfach nicht so recht passend.
Beim Schreibstil bin ich hin und her gerissen. Ich weiß nicht so recht, ob ich diese kurzen nicht ganz vollständigen Sätze mag, die hin und wieder mit eingewoben wurden. Auf jeden Fall ließ es sich aber gut lesen und ich finde auch, dass die Kapitel eine gute Länge hatten.
Mit den Charakteren bin ich kaum warm geworden. Man erfährt einfach viel zu wenig über sie, als das man eine Bindung zu ihnen aufbauen könnte. Da hätte man noch einiges einarbeiten können. Vor allem weil auch ein kleines bisschen Vergangenheit mit drin steckte, die für meinen Geschmack aber viel zu kurz kamen. Außerdem waren mir die Namen etwas zu ähnlich. Zumindest was Janina, Alina und Selina anging.
Auf mich wirkte das Buch etwas unvollständig und husch husch hingeklatscht. Da hatte ich mir weitaus mehr erhofft. Vor allem da das Buch nicht mal 250 Seiten fasst. Ein bisschen Mehr wäre da schon schön gewesen. Ich weiß auch nicht, ob ich folgende Bände lesen werde. Auf der einen Seite möchte ich zwar gerne noch mehr über die Charaktere wissen, auf der anderen Seite bin ich mir unschlüssig, ob in weiteren Büchern wirklich mehr erklärt wird, wenn es hier schon so dürftig war.
Ich bin nicht begeistert. Das Buch zog sich für mich ganz schön. Es geht viel mehr um politische Debatten und Berichterstattung neben dem Fall und viel zu wenig um den Mord selbst. Eigentlich hatte ich mir durch den Klappentext auch mehr gruselige Atmosphäre erwartet. Ich habe jetzt schon vergessen, wie der Fall eigentlich aufgelöst wurde.