Die Einwohner des Irischen Dorfes, in dem Brandy Thomson mit ihrer Großmutter lebt, sind davon überzeugt, dass sie Zauberkräfte hat. Egal ob Fußpilz, Liebeskummer oder unliebsame Kollegen: Mit fast jedem Problem kommt man zu ihr. Und das zu Recht, denn Brandy ist wie alle ihre Vorfahrinnen eine Hexe. Leider kann sie das nicht vor dem Bankrott bewahren und so geschieht eines Tages das Unausweichliche: Ein Immobilienhai steht vor ihrer Tür. Ash Coleburn, aalglatt und eingebildet, schleicht auf ihrem Grund und Boden herum und zählt schon die Millionen, die er damit verdienen wird, wenn er Brandy erst einmal losgeworden ist. Seit Urzeiten gehört das Land auf den Klippen ihren Ahninnen. Es zu verlieren, ist für sie unerträglich. Also beschließt Brandy, etwas zu tun, das keiner Hexe erlaubt ist: Sie bezieht sich selbst in einen Zauber mit ein und bindet Ash Coleburn an sich, um seine Kaufabsichten über den Haufen zu werfen. Allerdings hat dieser verbotene Fluch Nebenwirkungen, die ihre kühnsten Befürchtungen übertreffen ...
Verflucht! Völlig verschwendete Zeit … Was passiert, wenn eine Hexe sich selbst in einen ihrer Flüche einbaut und somit ihre Macht missbraucht? Was Schreckliches!!! Vor allem der Leser leidet … Also wirklich!!! Mit „Witch Curse – Verflucht verliebt“ präsentiert Lara Steel keinen romantischen Fantasy-Roman, sondern die nervtötende Beschreibung einer Art „Suche“. Dagegen wäre nichts einzuwenden - das ist schließlich ein bekanntes und gängiges Motiv im Fantasy Bereich – wenn das Buch auch so vermarktet würde. Wird es aber nicht. Wer erwartet, dass sich Gefühle entwickeln, das Funken der Leidenschaft sprühen und vielleicht sogar noch ein Hauch Komik auftaucht, der wird bitter enttäuscht werden. Brandy und Ash sind so eindimensional, dass sie einfach keinen Spaß machen. Die einzige Tiefe in der Geschichte ist der bescheu*** Abgrund, in dem die beiden ihre sogenannten Abenteuer bestehen müssen. Die Story fängt noch ganz passabel an, wird aber zunehmend langweiliger. Wie bei einem Computerspiel lösen die beiden Protas (ich will sie noch nicht mal „Helden“ nennen) eine Aufgabe nach der anderen, bis (Spoileralarm?) „PUFF“ alles wieder in Ordnung kommt. Oder hätte ich das gar nicht verraten dürfen? Je länger ich über die Story nachdenke, desto ärgerlicher werde ich. Nahezu jede Chance, einer Szene etwas Tiefe zu geben, einen Moment liebevoll auszugestalten, so dass er etwas Besonderes, Unvergessliches wird, wurde glorreich ignoriert.
Sorry, aber das hier war in meinen Augen so gar nichts. Dabei kann Lara Steel schreiben! Es gibt eine Menge richtig toller, spannender, gefühlvoller Bücher von ihr, die man gerne nicht nur einmal, sondern mehrmals liest. Bei „Witch Curse“ war schon das erste Mal unerträglich. Dafür kann und will ich nicht mehr als einen Punkt vergeben.