Ich hatte mich lange auf „Snow Bone“ gefreut, da andere Rezensenten das Buch mit den Werken Richard Laymons verglichen hatten, wurde jedoch rasch enttäuscht. Zwar war das Setting des Snow Hill Hotels grundlegend vielversprechend, doch spielte sich die Handlung des Romans die ganze Zeit über in den gleichen wenigen Zimmern ab. Zudem waren die allermeisten Protagonisten dermaßen unsympathisch (und damit meine ich nicht nur die Jäger, sondern auch Ned, den überheblichen Anführer der Wanderer), dass ich geradezu darauf hoffte, sie würden endlich zurück in den Schneesturm geschickt oder niedergemetzelt.
Der Autor wob immer wieder übergangslos grausame „Visionen“ in die Geschichte ein, wodurch ich irgendwann verwirrt war, was eigentlich real war und was nicht. Man sollte definitiv nicht zu zartbesaitet sein, denn neben einigen unnötig pornographischen Szenen wurden auch unzählige Abscheulichkeiten in aller Ausführlichkeit beschrieben: (SPOILER) eine Kreuzigung, das Aufessen anderer Menschen, fürchterliche Verstümmelungen sowie vieles mehr. (SPOILER ENDE)
Mich hatte das Buch dort längst verloren, auch wenn ich mich bis zum Schluss durchkämpfte, der selbstverständlich die dunkle Vergangenheit des Snow Hill Hotels enthüllte.
Fazit: Leider nichts für mich. Abgesehen von der Häufung an Fehlern artete die Geschichte bald in eine Aneinanderreihung von Sex- und Ekelszenen aus, die es versäumten, einen Spannungsbogen zu tragen. Sämtliche Charaktere waren entweder zu blass oder unsympathisch – möglicherweise, weil sie ohnehin niedergemetzelt werden sollten …
Noch eine Anmerkung: Auf Seite 27 steht „Caleb Ehefrau“ statt „Calebs Ehefrau“, außerdem sind bei „die im Nachnamen jedoch ein u statt ein a trug“ die einzelnen Buchstaben kleingeschrieben und der Kasus des zweiten unbestimmten Artikels ist fälschlicherweise Nominativ. Auf Seite 30 fehlt ein Komma vor „aber“, ebenso auf Seite 32 bei „bedächtig aber bestimmt“. Auf Seite 43 steht „turnte“ statt „turnten“, auf Seite 65 „die daraufhin hinwiesen“ statt „die darauf hinwiesen“, auf Seite 70 „Idioten wir dir“ statt „Idioten wie dir“, auf Seite 87 „beruhigte“ statt „beruhigten“, und auf Seite 88 fehlt wieder ein Komma bei „unbestimmtes aber beklemmendes“. Auf Seite 90 ist die Kursivschreibung ohne ersichtlichen Grund in der Mitte des Absatzes kurz unterbrochen, auf Seite 102 steht „ihr Meter langer Darm“ statt „ihr meterlanger Darm“, auf Seite 110 fehlt bei „schleichend aber stetig“ erneut ein Komma und auf Seite 129 steht „basierte auf negative Erfahrungen in seiner Kindheit“ statt „basierte auf negativen Erfahrungen in seiner Kindheit“. Auf Seite 145 steht „den Pakt“ statt „der Pakt“, auf Seite 152 „hinter denen“ statt „hinter dem“, auf Seite 200 zweimal „physisch“ bei „nicht nur die physischen, sondern auch die physischen Wunden“ und auf Seite 211 müsste bei „und wollte in einem Anflug von ungewohnter Fürsorglichkeit, Laura an die Hand nehmen“ entweder ein Komma zu Beginn des Einschubs ergänzt oder das am Ende gestrichen werden. Auf Seite 213 ist das Komma bei „Ned fühlte sein Inneres, wie Wachs zerfließen“ inkorrekt, da es sich um einen Vergleich handelt, auf Seite 241 müsste statt „Trotz der Kühlung fängt der Verwesungsgeruch bereits ein“ entweder „fängt […] an“ oder „setzt […] ein“ stehen und auf Seite 244 müsste bei „weich aber kalt“ abermals ein Komma ergänzt werden. Auf Seite 255 fehlt das Komma nach der einleitenden Formel bei „Wie lange wusste er später nicht mehr zu sagen“, auf Seite 281 müsste man „geradeso“ bei „Es schien geradeso, als […]“ mit „geradezu“ ersetzen und auf Seite 284 „soweit“ bei „robbte soweit unter das Bett“ mit „so weit“. Auf Seite 286 müsste man bei „Atemlos hielt Caleb inne und starrte, wie hypnotisiert auf die Reste aus […]“ entweder am Ende des Einschubs ein Komma ergänzen oder das zu Beginn entfernen, auf Seite 293 „geradeso“ bei „Geradeso, als wäre […]“ wieder mit „geradezu“ ersetzen und auf Seite 310 fehlt „zu“ bei „Doch der Hausmeister hatte sich geweigert, darüber reden“. Auf Seite 322 steht „neben dem“ statt „neben der“ (bezieht sich auf eine Tür), auf Seite 388 fehlt das Komma am Ende eines Relativsatzes, auf Seite 345 steht „eine einschneidiges Zeremonienschwert“ statt „ein einschneidiges Zeremonienschwert“, auf Seite 400 „Fußball Spiel“ statt „Fußballspiel“ und auf Seite 401 „diesem lag eine bestimmte Macht inne“ statt „diesem wohnte eine bestimmte Macht inne“. Schließlich müsste auf Seite 407 bei „Als er sich gerade von der kreisrunden Öffnung weit über ihm, abwenden wollte, verharrte er kurz“ nochmals entweder ein Komma am Einschubanfang ergänzt oder am -ende gestrichen werden und auf Seite 415 erstreckt sich die Kursivschreibung bei „Das sind alles nur Sinnestäuschungen“ nicht über den ganzen Satz.