»Ich lasse einen Mann nicht hungrig ins Bett gehen. Ich bin Koch, das liegt in meiner Natur.«
HIGHLANDS. HERZSCHMERZ. RAUE KLIPPEN. Nach einem dramatischen Vorfall wird Rupert Hargreave, Viscount of Bainbridge, von seiner Familie auf deren schottischen Landsitz geschickt, um dem drohenden Medienrummel zu entkommen. Nur widerwillig reist der freudlose Rupert, von der Presse wegen seines miesepetrigen Verhaltens nur Pisscount genannt, mit seinem Kater Monty auf die Insel Skye, wo er dem fröhlichen, lebenslustigen Koch Cameron MacGregor begegnet. Cameron ist auf Cairnroch Estate für das leibliche Wohl zuständig. Diese Aufgabe nimmt er sich ganz besonders zu Herzen, als er dem Viscount mit den müden Augen begegnet. Gemeinsam mit seinen schrulligen Freunden aus dem Pub schafft er es, etwas Sinn und Freude in das Leben seines Dienstherrn zurückzubringen und ihm dabei zu helfen, besser mit seinen Problemen zurechtzukommen. Doch die Gefühle, die Rupert und Cameron füreinander entwickeln, bringen neue Schwierigkeiten. Denn die Gesellschaft, aus der Rupert kommt, würde eine Beziehung wie ihre niemals akzeptieren ...
Eine Geschichte mit viel Tiefgang und einer guten Prise Humor im wunderschönen Setting der schottischen Insel Skye.
Ruperts Geschichte ist ein gutes Beispiel dafür, dass Geld und „Erfolg“ nicht alles im Leben ist. Sie wirft die Frage auf, welche Verpflichtungen wirklich Pflichten sind und welche Ansprüche man an sich selbst stellen soll.
Sowohl Rupert als auch Cameron haben, jeder auf seine Art, ihr Päckchen zu tragen. Als die beiden unterschiedlichen Männer aufeinandertreffen, begegnen sich Mutlosigkeit und Lebensfreude, Dunkelheit und Energie. Während Cameron nach Lösungen sucht ist Rupert gehemmt durch völlige Erschöpfung und die strengen Strukturen, die seinen Alltag bisher geprägt haben.
Jona Dreyer lässt uns in die Gefühle ihrer Protagonisten eintauchen. Die Emotionen und Beweggründe der beiden sind jeder Zeit spür- und nachvollziehbar.
Einen großen Anteil daran, dass die Geschichte trotz der ernsten Thematik eine gewisse unterhaltsame Leichtigkeit behält, haben Camerons Freunde. Die Stammgäste seines Lieblingspubs zeichnet nicht nur ein ausgeprägter Hang zur Dorftratschverbreitung, sondern auch ein großes Herz, Zusammenhalt und Hilfsbereitschaft aus.
Ich habe „An deinen rauen Klippen“ gerne gelesen, mich sehr gut unterhalten gefühlt und ich empfehle das Buch ebenso gerne weiter.