Die Pädagogin und Feministin Susanne Mierau ist eine von vielen New Moms, die ihre Töchter aufklären und stärken möchten gegen das Patriarchat und seine Folgen: Abwertung von Weiblichkeit, Diskriminierung, geschlechterstereotypes Rollenverhalten bis hin zu sexueller Gewalt. Was das in Bezug auf feministische und bedürfnisorientierte Erziehung heißt, erklärt sie in ihrem neuen Buch.
Gestützt auf pädagogische und psychologische Erkenntnisse sowie viele Beispiele von Mutter-Tochter-Beziehungen beschreibt Mierau, wie Mädchen konkret unterstützt und bestärkt werden können. Sie erläutert, was Mütter über Themen wie Pornos, Cybermobbing, Verhütung, Selbstwert & Selbstliebe, ein gutes Körpergefühl, Bildung &Karriere und viele weitere wissen müssen und wie sie ihre Töchter dabei begleiten. Nicht zuletzt geht es der Autorin darum, dass Mütter eigene stereotype Denk- und Verhaltensweisen erkennen, um sie nicht an ihre Rebel Girls weiterzugeben.
Mein Name ist Susanne Mierau. Geboren wurde ich 1980 in Berlin. Und hier in Berlin habe ich auch studiert: Kleinkindpädagogik an der Freien Universität Berlin. Dort habe ich während des Studiums an Forschungsprojekten von Prof. Dr. Kuno Beller & Simone Beller mitgearbeitet, zum Beispiel in der Weiterbildung von Erzieherinnen in Kindertageseinrichtungen zur Förderung des sprachlichen Anregungsniveaus und eines einfühlsamen Erziehungsstils. Als Erheberin der Kindergarten-Einschätz-Skala und verschiedener anderer Forschungsinstrumente habe ich das Land bereist und viele Kindertageseinrichtungen gesehen und bewertet. Nach dem Studium habe ich dann als Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Arbeitsbereich Kleinkindpädagogik der Freien Universität Berlin bei Prof. Dr. Wolfgang Tietze gearbeitet. Als Projektmanagerin war ich bis zu meiner ersten Schwangerschaft für das Forschungsprojekt „Familienzentren NRW“ zuständig.
Neben meiner wissenschaftlichen Arbeit war ich aber schon früh in der Praxis tätig und habe während des Studiums auch Weiterbildungen zur Stillberaterin und Babymassagekursleiterin absolviert. Etwas später schloss sich noch die Weiterbildung zur GfG-Geburtsvorbereiterin und GfG-Familienbegleiterin an. So arbeite ich nun seit 10 Jahren in der Elternbegleitung und -beratung.
2011 habe ich die Erlaubnis zur berufsmäßigen Ausübung der Heilkunde erhalten und arbeitete anschließend in eigener Praxis für Frauen- und Kindergesundheit und Familienbegleitung. Eine Ausbildung zur Traumatherapeutin (HP) rundet dieses Tätigkeitsfeld ab.
Als Ausbilderin für Babymassagekursleiter/innen bietet ich regelmäßig Workshops zur achtsamen Berührung bei Babys und Kleinkindern an, ebenso wie Weiterbildungen zur babyfreundlichen Beikosteinführung oder professionellen Schlafberatung. Meine Erfahrungen aus Theorie und Praxis der Kursarbeit habe ich in meinem 2012 erschienenen Buch „FABELhaft durchs erste Babyjahr“ einfließen lassen.
Im März 2016 erschien mein zweites Buch im Kösel Verlag „Geborgen wachsen: Wie Kinder glücklich groß werden“ – das Buch zum Blog über geborgenes Aufwachsen und die vielen unterschiedlichen Wege, die Eltern dafür heute gehen können.
Nach dem Erfolg des ersten Buches erscheint das Folgebuch „Geborgene Kindheit – Kinder vertrauensvoll und entspannt begleiten“ im Mai 2017 im Kösel Verlag.
Im September 2017 erscheint mein viertes Buch bei GU.
Meine Arbeit ist auch zugleich mein liebstes Hobby. Ich lese viel über kindliche Entwicklung, geborgenes Aufwachsen, Schwangerschaft, Mutterschaft und eben alles über Familien. Ich liebe es, Fortbildungen zu besuchen und lerne nicht nur von meinen Kindern beständig dazu – aber gerade auch von ihnen sehr viel.
Mutter sein hat mich vor neue Herausforderungen gestellt, mein Leben vollkommen verändert und ist mit das Beste, was mir passieren konnte. Meine Tochter wurde 2009 im Geburtshaus in Berlin geboren, mein erster Sohn kam 2012 zu Hause in Friedrichshain zur Welt und mein drittes Kind 2016 in einem Krankenhaus. Ich stille, ich trage, ich schlafe mit meiner Familie im Familienbett. Wer sagt, ich würde meine Kinder zu sehr verwöhnen, dem sage ich, dass ich sie einfach nur geborgen aufwachsen lasse – so, wie es ihnen gut tut.
Ich fand das Buch jetzt eher seicht und frage mich, wie oft wir denn eigentlich bei aktuellen Veröffentlichungen wieder ganz von vorne anfangen müssen, statt einen etwas radikaleren Ton anzuschlagen oder zumindest in die Tiefe zu gehen. Die Autorin sagt ganz am Anfang, dass es uns nicht gelingen wird das Patriarchat in einer Generation auszuhebeln. Naja. Für unmöglich halte ich das nicht. Aber so ganz überzeugt bin ich davon auch nicht, dass zu dieser Idee Bücher dieser Art beitragen.
Erfrischend, flüssig zu lesen und extrem hilfreiches Buch für Eltern (ja, auch für Väter interessant!), die ihre Kinder (ja, auch für Eltern mit Söhnen interessant!) in ein Leben als eigenständige, selbstbewusste und resiliente Menschen begleiten wollen.
Der Fokus liegt natürlich auf der Beziehung von Mutter zu Tochter, unterstützt aber hervorragend dabei, diese Geschlechterrollen zu hinterfragen und ein eigenes Konzept zu entwickeln. Es begleitet uns durch die eigene Familiengeschichte, fragt nach Dynamiken, die es uns erschweren können, die Mutter zu sein die wir sein möchten und nimmt zugleich den Druck, die "perfekte" Mutter zu sein. Susanne Mierau weist uns zugleich auf die typischen Stolpersteine im Heranwachsen unserer Töchter hin und gibt uns Hilfestellung für dem Umgang damit.
Ich empfehle das Buch allen Müttern von Töchtern, und allen Vätern und Eltern von Söhnen, die den Mut haben, die Menschen von morgen ins Leben zu begleiten, die das Patriarchat stürzen werden.
Der vollständige Titel ist "Unsere Töchter für ein gleichberechtigtes Leben stärken". Susanne Mierau, Kleinkindpädagogin und Familienbegleiterin erklärt in ihrem Buch, wie Mütter ihre Töchter stark machen können für eine Welt, in der sie immer noch als das schwächere Geschlecht gesehen werden und sich gegen immer die gleichen Vorurteile wehren müssen.
Zitat: "Don't save your daughters, educate your boys."
Diesen Satz habe ich schon mehrmals gehört und ich finde ihn immer wichtiger. Es geht nicht (nur) darum, Mädchen beizubringen, wie sie sich wehren können. Hauptsächlich aber sollten Situationen vermieden werden, in denen sie sich wehren oder rechtfertigen müssen, eben weil sie Mädchen sind. Aber solange das noch nicht passiert ist, müssen wir unseren Töchtern die richtigen Werkzeuge mitgeben.
Vieles von der Art, wie Mütter ihre Töchter erziehen, hängt mit ihrer eigenen Erziehung zusammen. Susanne Mierau setzt sich daher zu einem großen Teil mit der Erziehung der Mütter zusammen. Sie vergleicht unsere Mütter mit der Mutter, die wir für unserer Töchter sein wollen. Das kann stellenweise sehr konfrontierend sein, gerade beiden Dingen, die in unserer Erziehung nicht so passiert sind, wie wir uns das gewünscht hätten. Rückblickend ist das immer leicht zu sehen, aber aus einer gewachsenen Situation heraus ist es schwer.
Seit die Mütter von heute Töchter waren, hat sich sicherlich vieles verändert. Wenn ich vergleiche, welche Möglichkeiten unsere Mütter haben und welche unsere Töchter haben werden, ist der Unterschied gewaltig. Aber viele Themen sind immer noch da, wenn auch in anderem Kleid. Neue Themen sind dazugekommen wie zum Beispiel Cybermobbing. Das ist etwas, was Mütter in ihrer Jugend nicht erlebt haben. So müssen sie gleichzeitig lernen, aber auch beschützen und als wichtigste Aufgabe auch helfen, sich selbst zu helfen.
Sprache ist ein wichtiges Thema, wie Susanne Mierau am Beispiel des Begriffs "Mädels" erklärt. Der ist immer noch allgegenwärtig in Medien. Vielleicht stößt mir diese Tatsache so auf, weil ich das Wort und den Umgang damit selbst nicht mag. Werbung und auch in unserer Sprache. Aber während es Männerwochenenden gibt, gibt es Mädelsabende. Ich finde, wir reden uns damit immer noch klein.
Das Buch zu lesen war konfrontierend, weil ich vieles aus meiner eigenen Erziehung wiedererkannt habe. Aber ich fand auch spannend, einen anderen Blickwinkel gezeigt zu bekommen. Vom Titel hätte ich ein Buch erwartet, das auf Mütter jüngerer Töchter abzielt, aber es geht um Töchter jeden Altern, auch noch um die erwachsenen.
Es ist immer wieder erschreckend zu sehen, in wie vielen Bereichen die Geschlechtszuschreibung eines Kindes Einfluss hat. Auch wenn man viele der Fakten in diesem Buch schon einmal gehört hat, schafft es die Autorin, verständlich und augenöffnend auf den weitgehenden Einfluss des Patriarchats in unserer Gesellschaft aufmerksam zu machen.
Besonders gut finde ich, wie viel Fokus Susanne Mierau auf die Aufarbeitung der eigenen Geschichte legt und wie sich das eigene Trauma durch mehrere Generationen ziehen kann. Durch Reflexionsaufgaben kann man während der Lektüre aktiv mitarbeiten und sein Weltbild hinterfragen. Wer die Bücher von Stefanie Stahl gelesen und durchgearbeitet hat, hat dadurch vielleicht einen kleinen Vorsprung, aber notwendig ist es natürlich nicht.
Für mich ist dieses Buch eine wahre Bereicherung. Ich habe während des Lesens so viel angestrichen und aufgeschrieben, und auch mein Partner wird es noch lesen, bevor wir in die Familienplanung gehen.
Einige Passagen des Buchs empfand ich als gut recherchiert, herausragend formuliert und passend strukturiert. Leider nicht alle. Es befindet sich zudem eine theologische Falschaussage im Text aber das nur nebenbei. Denn vor allem die große Lücke der Intersektionalität ist mir aufgefallen. Der Text schweigt auffallend laut zu den Fragen der Sozio-ökonomischen Klassen und noch lauter zu race und Ethnien. Auch dem Ableismus ist kein Kapitel gewidmet.
In einem Werk, dass sich für ein kollektives Aufbrechen der Stereotype einsetzt, hätte ich ein kollektives Aufbrechen von mehr Stereotypen und Unterdrückung erwartet, die Menschen, die als Frau gelesen werden, betreffen. Schade!
In ihrem Sachbuch zeigt Susanne Mierau Wege aus dem Patriarchat für junge Mütter auf. Nach einer Bestandsaufnahme der Probleme, denen Frauen in unserer heutigen Gesellschaft begegnen und Ursachen dafür, stellt sie zum Schluss auch Möglichkeiten vor, wie heutige Mütter ihre Tochter feministisch und vor allem gleichberechtigt erziehen und für die Zukunft stärken können.
Im ersten Teil, der Bestandsaufnahme, zeigt sie viele Beispiel auf, wie das Patriarchat heute noch auf Frauen wirkt, wobei vieles davon bereits bekannt ist. Besonders viel Raum nimmt dann ihre Analyse ein, welche Ursachen es immer noch für die Ungleichberechtigung von Frauen gibt. Dieser Teil schneidet viele Themenbereiche an wie zum Beispiel Kriegstraumata. Letztlich kristallisiert sich hier aber immer wieder heraus, dass Bindung der entscheiden Faktor ist. Hier hätte man sicherlich einige Aspekte auslassen können und nur auf entsprechende Quellen verweisen können. Zu guter Letzt nennt sie dann Maßnahmen, die Müttern helfen sollen, ihre Kinder feministisch zu erziehen und kämpferisch gegen das Patriarchat zu machen. Leider ist dieser Teil des Buches, der das eigentliche Verkaufsargument ist, jedoch viel zu kurz geraten und schneidet nur einige Bereiche an.
Insgesamt ein interessanter pädagogischer Leitfaden zur feministischen Erziehung, der jedoch leider nicht alles hält, was er verspricht.
Gut geschriebenes Buch, angenehm zu lesen. Für mich leider kaum neue Informationen, da ich viele der zitierten Bücher zu Bindungsorientierung und Feminismus bereits gelesen habe. Als Einstieg in beide Themen sicher ein tolles Buch. Interessant für mich waren die Kapitel gegen Ende über Sexualerziehung und Pupertät. Die Liste mit Worterklärungen im letzten Kapitel finde ich sehr übersichtlich und sinnvoll.
New Moms for rebel girls hat mich vor allem wegen des Covers direkt angesprochen.Ich finde es wirklich schön und liebe die Farbe. All das spiegelt sich auch im inneren des Buches wieder. Die Aufmachung ist was ganz besonderes und in meinen Augen sehr gelungen. Vor allem die Illustrationen von Nadine Roßa sind immer wieder schön und machen dieses Werk zu etwas ganz besonderem.
Aber natürlich ist auch der Inhalt wichtig. Vorweg: Es handelt sich definitiv um ein Buch für (werdende) Mütter. Also, eigentlich nichts für eine Frau ohne Kinderwunsch, wie ich es bin. Ich hatte vorab die Leseprobe gelesen und die hatte mir sehr gut gefallen. Klar, nicht mit allem konnte ich mich komplett identifizieren, aber ich fand die Themen sehr spannen und wollte das Buch trotzdem lesen. Denn auch ohne eigene Tochter spüre ich eine Verantwortung.
Beim ersten Teil hat das auch noch sehr gut funktioniert. Die Autorin konzentriert sich hier sehr auf allgemeine Probleme. Wo fehlt es an Gleichberechtigung und wo spüren Mädchen das? Hier gibt es viele Fakten, die für uns alle interessant sein dürften. Im zweiten Teil geht es dann sehr viel um die Rolle der Mutter. Um Ängste und eigene Probleme, die es aufzuarbeiten gilt. Hier gibt es auch regelmäßig die Möglichkeit zur Selbstreflexion. Im dritten Teil widmen wir uns der Partnerschaft und der väterlichen Rolle in einer feministischen Gesellschaft. Auch hier gibt es Raum zur Reflexion und viel zu lernen. Der vierte und letzte Abschnitt ist dann der Teil, in dem es ernst wird. Wie genau stärken wir Mädchen? Wie helfen und begleiten Mütter ihre Töchter am besten?
Zwischendurch gibt es kleine Interviews, die noch mal neue Perspektiven aufzeigen und sehr sympathische Menschen vorstellen. Dadurch wird das Buch auch immer etwas aufgelockert. Die Autorin hat nämlich sehr viel zu sagen und nutzt dazu viele Studien und Artikel verschiedenster Themen.
Ich bin sehr an diesen ‚Instagram‘ Feminismus gewöhnt. Laut und wütend. Dieses Buch ist anders. Inhaltlich mindestens genauso gut und wertvoll, aber in meinen Augen sehr viel ruhiger und auch vergebender. Ich glaube, dass hier auch ältere Frauen abgeholt werden, die Feminismus vorher gar nicht so genau betrachtet haben. Aber natürlich gibt es hier auch genug für alle, die schon im Thema sind, zu lernen. Am Ende des Buches gibt es wieder mal eine Liste der wichtigsten (neuen) Begriffe.
Wie gesagt, war dieses Buch nicht für mich geschrieben Es hat mir trotzdem sehr gut gefallen, auch wenn ich zwischendurch mal Absätze nur überflogen habe. Es ist schwer, zu beurteilen, ob euch das ähnlich gehen wird, wenn ihr keine Kinder habt oder wollt. Ich bin mir aber sehr sicher, dass dieses Buch eine Bereicherung für Eltern und vor allem ihre Töchter ist.
Ein Buch zum Nachdenken und Überdenken Dieses Buch ist nicht nur für Mütter von Töchtern geeignet. Hier geht es um viel mehr. Hier geht es um Frauenrechte im Allgemeinen. Aber auch Mütter von Söhnen sollten dieses Buch lesen, denn es geht schon lange nicht mehr darum, die zukünftigen Frauen vor Männern zu schützen, sondern auch die zukünftige Generation von Männern so zu erziehen, dass sie Frauen als gleichgestellt ansehen. Dieses Buch hat mir gezeigt, dass es viel mehr braucht als Erziehung von Mädchen. Es braucht vor allem ein Umdenken der eigenen Erziehung. Unsere Welt ist noch lange nicht so weit, wie es behauptet wird. Gleichberechtigung ist hier noch lange nicht an der Tagesordnung. Wer das behauptet, will nur die anderen beruhigen oder den Frauen verkaufen, wie gut es ihnen doch ginge im Vergleich zu früher. Ich möchte etwas ändern, meine Erziehung überdenken und diese Erkenntnisse an die zukünftigen Generationen weitergeben. Meine Zukunftspläne haben sich dementsprechend auch verändert und ich danke der Autorin sehr, dass sie mich einmal mehr zum Umdenken gebracht hat. Dieses Buch ist absolut wertvoll und gehört für mich in jede Bibliothek. Dieses Buch sollte jede Frau lesen, egal ob Mutter, Tante oder Bekannte, denn hier geht es nicht nur um die Zukunft der jetzigen Kinder, sondern auch um unsere. Der Wunsch der Gleichstellung aller Geschlechter ist mit diesem Buch noch einmal gewachsen und ich hoffe so sehr, dass es irgendwann wirklich dazu kommt, auch wenn ich dies vermutlich nicht mehr erleben werde. Dieses Thema geht uns alle etwas an. Jetzt braucht es nur noch das Buch „New Dads for Rebel Girls“, denn liegt mindestens genauso viel Arbeit vor uns, wie bei den aktuellen Frauen dieser Welt. Ich kann übrigens allen, die sich mit Sachbüchern schwertun, das Hörbuch empfehlen. Es ist großartig gesprochen und fantastisch umgesetzt.
Zum Buch: New Moms for Rebel Girls ist ein Ratgeber/Sachbuch von einer Mama für ihre Tochter geschrieben bzw. für alle Mamas und ihre Töchter. Es geht um Stärkung und Aufklärung für Mädchen. Die Autorin ist eine bekennende Feministin und Kleinkindpädagogin. Sie setzt sich für Gleichberechtigung ein und führt einen Blog.
Meine Meinung: Gut, ich würde mich jetzt nicht unbedingt als Feministin bezeichnen, ich bin aber sehr gerne Mama und ich habe drei ganz wunderbare Kinder. Aber beim Lesen des Buches stiß mir schon in der Einleitung ein Satz schwer auf, als die Autorin meinte, sie wünsche sich ein Mädchen und träumt von gemeinsamen Eisessen im Bett und Filme gucken, kann man ja nur mit Mädchen machen ... Gut, meine Kinder sind dem Kleinkindalter schon entwachsen, ich habe sie ohne Ratgeber aufgezogen und ja, man kann die heutige Zeit nicht damit vergleichen wie wir aufwuchsen. Aber mich konnte auch der Rest des Buches nicht überzeugen. Natürlich wird es allerhöchste Zeit, dem alten Rollenverhalten zu entfliehen und mit einigen Klischees aufzuräumen. Dennoch bin ich persönlich der Meinung eine Mama soll zuerst auf ihr Bauchgefühl hören und Umdenken müssen oftmals nicht die Mamas sondern das Umfeld. Wir brauchen keine New Moms sondern einfach alles neu. Starke Kinder können sich gegen Rollenklischees wehren und Eltern stehen hinter ihren Kindern. Ich war enttäuscht von dem Buch, hatte mir einfach viel mehr erhofft. Ich persönlich habe eher Angst das Mädchen in Rollen und Entscheidungen gedrängt werden, nur weil ihre eigentliche Wahl zu Klischeebelastet sein könnte.
Als Mama von 3 Mädels und einem Jungen war ich doch sehr neugierig auf das Buch.
Der Buchtitel "New Moms for Rebel Girls" ist meiner Meinung auch sehr gut gewählt und hat mich dadurch auch sehr angesprochen.
Da dies mein erstes Buch, mein erster Ratgeber von Susanne Mierau ist, hatte ich mich komplett überraschen lassen, was mich hier erwartet.
Durch pädagogische und psychologische Erkenntnisse und Erfahrungsberichte zeigt die Autorin auf, wie man seine Töchter in der heutigen Entwicklung stärken kann.
Man wird aber auch dazu angehalten eigene Denk- und Verhaltensweisen zu reflektieren und so zu erkennen, wie es früher bei einem selber so war und wie man selber in der Erziehung so ist.
Ich würde es aber nicht unbedingt als normalen Ratgeber bezeichnen, sondern eher als einen Wegweiser oder als Buch, welches einen Denkanstöße gibt.
Der Schreibstil und die Wortwahl der Autorin hat mir sehr gut gefallen und ich habe bemerkt, wie ich doch immer wieder eine Pause gemacht habe um zu reflektieren, wie es den bei mir/uns so ist. Dabei ist mir dann auch erstmal so richtig aufgefallen, wie viele Rollenbilder es zur heutigen Zeit eigentlich doch noch gibt und was zum Teil doch auch noch irgendwie "automatisch" so ist.
Folgendes Zitat hat mir besonders gut gefallen und ich habe es mir gleich raus geschrieben:
"Zu lieben bedeutet, das individuelle Wohl eines anderen Menschen im Blick zu haben und mit diesem Menschen mitzuwachsen."
Meiner Meinung nach ist das sehr zutreffend formuliert!
Von Gleichberechtigung sind wir in vielen Bereichen noch weit entfernt. Ich finde es wichtig, dass meine Enkelinnen zu selbst-reflektierten, selbstbewussten und gestärkten Frauen heranwachsen. Daher fand ich diesen Ratgeber sehr interessant. Man merkt, dass die Autorin nicht nur vom Fach, sondern auch selbst Mutter ist. Besonders gut gefallen hat mir, dass die Autorin einfühlsam und verständnisvoll schreibt. Der Ratgeber ist leicht verständlich und flüssig zu lesen. Er ist auch so interessant geschrieben, dass es Spaß macht, ihn zu lesen und man ihn gar nicht beiseitelegen kann. Er gibt viele fachliche Informationen zu den Themen Cybermobbing, Selbstwert, etc., Denkanstöße und wertvolle Tipps, wie Töchter unterstützt und bestärkt werden können. Am Ende des Buches gibt es noch eine Übersicht über aktuelle Begriffe, die für mich sehr hilfreich war. Die Autorin regt auch dazu an, das eigene Verhalten und eigene Werte in den Blick zu nehmen und zu reflektieren. Und auch dazu, eigene stereotype Denk- und Verhaltensweisen zu hinterfragen, um sie nicht an Töchter weiterzugeben. Durch die Hintergrundinformationen kann man die Tochter bzw. Enkelin besser verstehen und unterstützen lernen. Ein sehr wertvolles Buch, ich persönlich habe einiges daraus mitgenommen!
Als Mutter einer Tochter musste ich dieses Buch natürlich haben. Ich habe auch nicht erwartet, dass es so gut sein wird. Es lädt zur Selbstreflexion ein, wie die eigene Kindheit gelaufen ist, warum man auf eine bestimmte Art handelt. Gleichzeitig zeigt es auch neue Wege, wie man die eigene Tochter in der heutigen Zeit zu seiner selbstbewussten, unabhängigen Frau erziehen kann. Was mir besonders gut gefallen hat ist, dass nicht versucht wird, die Mädchen unbedingt in eine Männerdomäne zu drängen, sondern dass klar gesagt wird, dass man ihnen alle Möglichkeiten offen lassen soll und sie in ihrer eigenen Entscheidung bestärkt.
Es enthält viele Referenzen zu wissenschaftlichen Arbeiten, ist aber trotzdem nicht trocken. Gleichzeitig findet man immer wieder Zitate von Müttern, mit denen man sich sehr gut identifizieren kann.
Das Buch ist sehr lehrreich und interessant, und ich kann es nur weiterempfehlen.
"New Moms for Rebel Girls" ist allgemein ein guter Erziehungsratgeber und enthält viele interessante Aspekte, welche Eltern (nicht nur Mütter) bei der Erziehung ihrer Kinder (nicht nur Töchter) beachten sollten. Lobend hervorzuheben ist meiner Meinung nach vor allem, dass das Buch das Verständnis für die eigene Kindheit fördern will, um so die Erziehung der eigenen Kinder in bessere Bahnen lenken zu können. Besonders negativ aufgefallen sind mir plakative, überspitzte, sich wiederholende Beispiele von Rollenklischees. Gewiss mögen einige Fälle hiervon auch in der heutigen Zeit existieren, jedoch bedient sich die Autorin hier seltener Extremfälle, anstatt von gängigen Standards auszugehen, um so Ihrer Forderung nach einer feministischeren Grundhaltung mehr Nachdruck verleihen zu können. Klammert man diesen Punkt jedoch aus, enthält es einige gute Gedanken zur Kindererziehung, welche die Empathie und Bindung zwischen Eltern und Kind(ern) fördern können.
In Ihrem Buch "New Moms for Rebel Girls" bringt die bekannte Pädagogin und Autorin Susanne Mierau ein wichtiges Thema zur Sprache.
Die Mutter-Tochter-Beziehung ist eine ganz Besondere. Im unserer, an vielen Stellen, immer noch patriarchalischen Welt ist es umso wichtiger den Mädchen der nächsten Generation Mut und Rückhalt zu vermitteln für sich selbst einzustehen. Wir Mutter müssen uns auch damit auseinander setzen wie wir aufgewachsen sind, in welche Rolle wir schlüpfen und wie wir unsere Töchter stark für die Zukunft machen können.
Das Buch hat mich nicht mehr losgelassen. Der Schreibstil ist prima eingängig und lässt sich leicht lesen. Am Ende des Buches befindet sich ein Glossar, das sehr hilfreich ist und viele aktuelle Begriffe erläutert.
Das Cover ist natürlich auch ein Hingucker, pink und auffällig. Ich kann eine klare Leseempfehlung aussprechen.
Das Buch New Moms for Rebel Girls von Susanne Mierau ist ein richtiger Mehrwert hinsichtlich Erziehungspädagogik - ich möchte es nicht als Ratgeber bezeichnen, denn es ist etwas mehr, als das.
Besonders hervorzuheben ist in meinen Augen der Aufbau des Buches - für ein Buch dieses Genres hat es sich besonders flüssig lesen lassen - die Gliederung ist sehr strukturiert und es war immer der rote Faden vorhanden. Der Comicstyle bringt immer wieder etwas Auflockerung hinein und hat gut gepasst.
Beim Lesen des Buches beginnt man seine eigene Kindheit und die Erziehung, die man auf seine Kinder ausübt, zu hinterfragen. Der Prozess der Selbstreflektion startet. Ein Anreiz, um aus gesellschaftlichen Strukturen auszubrechen - sehr wichtig für Mädchen/Frauen, aber sicherlich auch bei Jungs.
Ich kann dieses Buch absolut weiterempfehlen - für alle Elternteile.
Das neue Buch von Susanne Mierau ruft zur Rebellion auf! Die Autorin betrachtet die Rolle der Frau und Mutter im historischen und gesellschaftlichen Kontext und möchte Wege aufzeigen ein gleichberechtigteres Leben anzustreben. Es geht hierbei nicht nur um die Mutter-Tochter-Beziehung im Einzelnen, sondern auch um den Stand der Frau im Patriarchat. Das Buch ist in vier Teile gegliedert, Suanne Mierau führt Beispiele aus ihrer Berufspraxis an und hinterlegt ihre Thesen mit zahlreichen Studien. Gespickt ist das Buch zudem mit Kurzinterviews und Reflexionsfragen. Das neue Buch der Geborgen Wachsen-Autorin liest sich wunderbar und gibt viele Anregungen. Ein wertvoller Ratgeber mit Denkanstößen und Tipps, um unsere Töchter in der heutigen Zeit wertschätzend und stärkend beim Aufwachsen zu begleiten.
Susanne Mietkaution möchte ihre Töchter zu selbstbewussten starken Frauen erziehen. Aufklärung und Stärkung stehen ganz oben. Pädagogische und psychologische Beispiele zeigen auf, wie man aus dem geschlechterstereotypen Rollenverhalten rauskommt.
Ich behaupte mal, meine Mutter hat mich schon zu einem selbstbewussten Menschen erzogen, trotzdem möchte ich meinen zukünftigen Töchtern, die ich vielleicht mal habe, als gutes Beispiel vorangehen. In meinem Momentanen Job sehe ich leider tagtäglich noch das alte Rollenverhalten und möchte gerne dagegen wirken. Daher hat mich dieses Buch sehr interessiert. Die Autorin legt mit vielen Beispielen dar, das wir noch sehr weit entfernt sind von Gleichberechtigung. Und das in einem modernen Land. Ich fand die Lektüre sehr interessant und auch informativ und hoffe ich kann einiges davon umsetzen.
Wieder einmal ein großartiges Buch von Susanne Mierau. Thema ist, wie Mütter ihre Töchter in der heutigen, leider immernoch, patriarchal geprägten Welt stützen und stark machen können. Wie machen wir unsere Töchter zu starken, unabhängigen und empathischen Frauen? Dieser Frage geht die Autorin nach und findet gut recherchierte und verständliche Antworten. Besonders schön finde ich, dass das Buch durchzogen ist mit kurzen Beiträgen, von Frauen über ihre eigenen Erfahrungen als Mutter und/oder Tochter und Berichten aus dem Familienpädagogischen Alltag der Autorin.
Für mich keinerlei neue Informationen und nichts neues bzgl Erziehung vin Töchtern, auf das ich nicht eh schon achte/mit Gedanken dazu gemacht habe. Als Einstieg für Leute, die noch gar keinen Blick für Gender-Ungerechtigkeiten und Feminismus haben sicherlich toll.
Ein kluges, wichtiges Buch. Es hat mir natürlich nicht alle meine Befürchtungen in Bezug auf die Erziehung und das Aufwachsen meiner Tochter genommen, und doch hat es meine Selbstwirksamkeit gefühlt wachsen lassen und mich etwas sicherer und optimistischer gemacht.
Mir hat das Buch auf einige Misstände in der heutigen Welt aufmerksam gemacht. Und ein paar gute Tipps im Umgang mit den Kindern und dem Mann nehme ich mit. Für mich war es lesenswert.
Das Buch gehört in jede Bücherei, in Kita-Bücherregale, öffentliche Bücherschränke usw, auf dass es eine möglichst breite Leser*innenschaft erreicht - für weibliche Solidarität und gemeinsame Kämpfe. Dies vermittelt das Buch sehr gut, ohne dabei ideologisch oder zu radikal daher zu kommen.
Es ist dabei eher als Einstiegslektüre in feministische Themen zu sehen, viele Inhalte über Aspekte und Auswirkungen des Patriarchats waren mir bekannt. Persönlich hätte ich mir stattdessen etwas mehr Tiefgang im letzten Teil des Buches gewünscht, wenn es um die tatsächliche Auseinandersetzung mit unseren Töchtern geht.
Als Mutter von 2 Töchtern stehe ich vor der großen Aufgabe, sie stark und selbstbestimmt großzuziehen, sodass sie dem Patriarchat und allen damit zusammenhängenden Widrigkeiten trotzen können. Da kommt Susanne Mieraus neues Buch „New Moms for Rebel Girls – Unsere Töchter für ein Gleichberechtigtes Leben stärken“ aus dem Beltz-Verlag genau richtig.
Die Pädagogin widmet sich zunächst dem Patriarchat und erklärt, warum es immer noch keine Gerechtigkeit gibt. Außerdem zeigt sie Probleme, die vor allem Mütter aus ihrer eigenen Kindheit kennen und oft unbewusst an ihre Töchter weitergeben und wirft auch einen Blick auf die Männer in unserem Leben. Im letzten Kapitel geht sie dann konkret drauf ein, was wir unseren Töchtern für die Zukunft mitgeben sollten.
Gerade wer sich noch nicht mit dem Patriarchat und dem Feminismus auseinandergesetzt hat, erhält viele wichtige Informationen und Daten dazu – der erste Meilenstein, um in künftigen Generationen etwas zu ändern und mehr Gleichberechtigung herzustellen. Die eigentlichen Tipps und Anregungen zur Erziehung unserer Töchter fällt mir allerdings zu knapp und allgemein aus. Gerade Praxisbeispiele und konkrete Situationen oder Empfehlungen fehlen. Vieles im Umgang mit unseren Kindern, was im Buch beschrieben wird, betrifft zudem nicht speziell das Empowerment von Mädchen, sondern im Allgemeinen die Beziehung zu unseren Kindern.
Susanne Mierau legt plausibel dar, warum es noch immer keine Gleichberechtigung gibt und warum es wichtig ist, dafür zu kämpfen, um unseren Kindern, insbesondere den Mädchen ein selbstbestimmtes Leben zu ermöglichen. Allerdings bleibt mir der Handlungsteil zu abstrakt und allgemein gehalten.
Im Buch geht es um die feministische Betrachtung von Mutter-Tochter-Beziehungen und es werden Ansätze gegeben, wie man feministisch in diesem Beziehungskonstrukt handeln kann. Das Buch ist sehr ausführlich und unterstützt die eigenen Positionen immer mit Quellen. Es werden weitreichende Themen angesprochen, welche gut aufgeschlüsselt sind. Auch wenn Intersektionalität thematisch nicht das Hauptaugenmerk des Buches ist, wird diese immer angesprochen und auch andere Arten der Diskriminierungen werden konkret benannt. Vor allem Adultismus, die Diskriminierung von Kindern, wird immer wieder herangezogen. Die Themen sind gut miteinander verbunden und es wird flüssig von einem zum nächsten übergeleitet. Die Arbeit der Autorin auf sozialen Plattformen, auch oft Geschichten von Betroffenen in den Situationen, fließt mit ein, was eine neue Perspektive gibt. Die persönlichen Geschichten sind immer wieder in den Text eingestreut, was meiner Meinung nach zu einem greifbareren Verständnis der dargelegten Probleme führt. Die Autorin hat einen empathischen Blick auf Mutterschaft und es gibt viele Reflexionsübungen, welche ich persönlich sehr passend finde. Manchmal hat mich das Buch auch ganz schön zum Nachdenken gebracht, sodass ich es für einen Moment zuschlagen musste, um meinen Gedanken nachzuhängen. Etwas schwierigere oder gar englische Begriffe werden im laufenden Text und auch am Ende noch einmal erklärt, sodass man auch etwas mit den Begriffen anfangen kann.
Wer ein Buch sucht, dass einem einen guten Überblick über den Feminismus verschafft, speziell wenn es um die Einflüsse auf Kinder, hier hauptsächlich Töchter, geht, dem würde ich dieses Buch empfehlen. Es bietet einen guten Überblick.
Längst überfälliger Erziehungsratgeber - nicht nur für Mütter!
Dieses Buch ist nicht nur für Mütter, sondern alle Erziehungsberechtigten geeignet. Und ich wage mal zu behaupten, nicht nur für Menschen, die Töchter erziehen.
Susanne Mierau gibt in diesem Buch erstmal eine Einführung zu Patriarchat und Feminismus. Für Menschen, die sich mit dem Thema schon etwas beschäftigt haben, ist also vieles nicht neu. Toll ist jedoch das, um das es wirklich geht: feministische Erziehung, sowohl von Mädchen als von Jungs. Hier hatte ich das Gefühl, dass noch mehr auf die feministische Erziehung von Jungs eingegangen werden könnte - aber das ist nicht das Ziel des Buches. Das Buch ist nicht einfach zu lesen und ich habe entsprechend lang dafür gebraucht, aber es ist wirklich sehr interessant geschrieben und geht meiner Meinung nach jeden was an. Dies war mein erstes Buch von Frau Mierau, wird aber definitiv nicht das letzte bleiben. Sehr spannend und informativ.