So hat Clara Clüver sich ihre besten Jahre nicht vorgestellt: Nach der Trennung von ihrem Ex kehrt die Großstadtpfarrerin eher widerwillig in die alte Heimat Travemünde zurück. Kaum dort, stolpert sie zu allem Überfluss auch noch über eine Leiche! Erich Konstantin, strenger Patriarch und lokaler Gastro-König, liegt tot am Niendorfer Hafen. Clüver folgt den Geistern der Vergangenheit und gerät in die Tiefen einer von Neid zerfressenen Unternehmerdynastie. Und irgendwann steht sie selbst im Visier des Mörders ...
„Mörderische Brise: Ein Fall für Clara Clüver“ ist der erste Band einer neuen Krimireihe von dem Autor und Journalisten Christian Humberg, der auch Buchwissenschaften studiert hat.
Clara Clüver ist Pfarrerin und war bisher in Wiesbaden tätig. Nachdem ihre Beziehung in die Brüche gegangen ist und sie an Angebot aus Travemünde erhält, das zugleich ihre ehemalige Heimat ist, nimmt sie das Angebot nach kurzem Zögern an. Nach der anstrengenden Zugfahrt ist ihr Start dort mehr als holprig. Im Pfarrbüro ist man überrascht über ihr Kommen, da der alte Gemeindepastor nicht gehen möchte. Zudem gibt es im Ort auch einen Toten, bei dem es sich um eine lokale Größe handelt und es wird entsprechend getratscht und spekuliert.
Der Schreibstil des Autors liest sich angenehm und ich bin direkt zusammen mit Clara in den Zug nach Travemünde gereist. Mir gefielen die örtlichen Beschreibungen sehr gut und ich hatte den Ort direkt vor Augen und konnte die Atmosphäre spüren. Clara war mir von Anfang an sympathisch. Ihre Gedanken und Gefühle sind nachvollziehbar. Direkt nach ihrer Ankunft lernt sie die Buchhändlerin Frieke und Jule mit ihren achtjährigen Zwillingen Lea und Timo kennen. Das ist ein Glücksfall für alle drei Frauen, da sie sich gut ergänzen.
Abgesehen von dem Toten und dem düsteren Einstieg, bei dem es um die Roggenbuk Sage ging, die zwischendurch immer mal wieder zum Thema wird, handelt es sich um ein Buch zum Wohlfühlen. Erst in der zweiten Buchhälfte wird es ein wenig spannender. Dennoch bleibt es bei einem atmosphärischen Wohlfühlkrimi, der mich sehr gut unterhalten hat. Für mich hat das Buch nicht von seiner Spannung, sondern von Clara, Frieke und Jule gelebt. Ich mag die drei Frauen einfach. Wäre da nicht das düstere Cover, das nach Spannung und Nervenkitzel aussieht, wäre für mich hier alles perfekt und das bleibt es auch, wenn ich dieses außer Acht lasse.
Ich kann das Buch allen Liebhabern von atmosphärischen Wohlfühlkrimis empfehlen und bin schon gespannt, was Clara in Band zwei in erleben wird.
Die Pastorin Clara Clüver ist auf dem Weg, um ihre erste Pfarrstelle in Travemünde anzutreten. Es ist für die ein Neuanfang. Doch daraus wird erst einmal nichts, da der alte Pfarrer seine Stell so einfach nicht räumt. Also macht sie sich auf die Suche nach einer Bleibe für die nächsten Tage. Zur gleichen Zeit wird am Stand von Niendorf ein Toter gefunden. Es handelt sich um den Gastronomen Erich Konstantin, der im Ort nicht nur Freunde hatte. Auf ihrer Suche trifft Clara auf Jule und ihre zwei Kinder und die Buchhändlerin Frieke, die ihr eine Unterkunft auf ihrem Hof anbietet. Die drei Frauen verstehen sich sehr gut und Jule, deren Ex-Mann Polizist ist, ermuntert Clara sich an den Ermittlungen zu beteiligen, da sie ja so einen klaren Verstand hat. So ermitteln die beiden und stellen den beteiligten Fragen, die für sie zielführend sind. Natürlich ist das nicht ganz legal, aber „Sherlock“ Clüver fühlt sich ganz wohl dabei. Doch sie ahnen nicht wie nah sie dem Mörder schon gekommen sind. Mörderische Brise ist ein Küstenkrimi von Christian Humberg. Die Ermittlerin ist hier die Pastorin Clara Clüver. Der Krimi zeichnet die wunderschönen Seiten der Ostseeküste von Travemünde auf und regt das Kopfkino an, dort zu verweilen. Auch die Personen sind sehr intensiv beschrieben, eine Frauenclique, die sich auf Mördersuche begibt. Die mitspielenden Männer kommen nicht gut weg in diesem Krimi. Jules Ex-Mann hat als Polizist und als Mensch keine guten Karten aus Sicht von Jule und Bengt wird auch als sehr tollpatschig beschrieben. Naja als Mann ist er für Clara schon interessant doch das wird hier nicht weiter thematisiert. Allerdings werden schon leichte sympathische Hinweise eingeflochten. Pastor Kruse, dessen Stelle Clara antreten soll wird als sehr unsympathisch beschrieben. Ansonten finde ich es sehr spannend die Sagengestalt des Roggenbuk hier einzubauen, dessen Festspiele auch in der Zeit stattfinden. Das an dieser Geschichte noch eine andere eingewoben wurde, ist in meinen Augen ein Schmankerl in diesem Buch. Die Mordgeschichte ist für diesen Krimi, habe ich den Eindruck, eher Beiwerk und dient dazu die Damen in ein schönes Licht zu setzen. Nichtsdestotrotz ist ein Spannungsmoment erkennbar und die Überraschung am Schluss auch so nicht vorhersehbar. Insgesamt finde ich diesen Krimi gut, nicht nur aufgrund der spannenden Story, sondern das Gesamtgebinde, also regionale Besonderheiten, Charaktere und Spannung, ist gut zusammengefügt. Der Titel bezieht sich allerdings mehr auf die Wetterlage als den Inhalt des Küstenkrimis.
„Mörderische Brise“ von Christian Humberg ist der erste Teil einer neuen Küsten-Krimi-Serie um die Pastorin Clara Clüver. Die Pfarrerin hat ihre Zelte in Wiesbaden abgebrochen und wagt einen Neuanfang in ihrer alten Heimat Travemünde, wo eine Pfarrstelle auf sie wartet. Leider kommt alles ganz anders und Clara lernt Land und Leute erst einmal aufgrund eines Mordes kennen. Schnell knüpft sie erste Kontakte zu den Einheimischen und folgt den Spuren des Mörders von Erich Konstantin, der tot am Strand aufgefunden wurde. Das Buch hat mir sehr gut gefallen. Die Handlung ist stimmig, die handelnden Personen allesamt sympathisch und auch die Spannung kommt nicht zu kurz. Vor allem aber auch die liebevolle Beschreibung von Travemünde und Umgebung macht dieses Buch zu einem echten Küstenkrimi mit Sehnsuchtspotential. Ebenso kann auch die Idee, eine Pfarrerin auf Mörderjagd zu schicken, als äußerst originell bezeichnet werden. Insofern setzt Christian Humberg sich deutlich von anderen Autoren ab. Das Einzige, was mir nicht so gut gefallen hat, sind die vielen Zufälle, die dazu führen, dass Clara Clüver gar keine Zeit hat, sich um ihre Pfarrstelle zu kümmern und dass sie sich fast schon zu problemlos in die Travemünder Gesellschaft einfügt. Lange ist nicht klar, wie die einzelnen Stränge zusammenhängen (in einem zweiten Part wird auf einer anderen Zeitebene die Geschichte des Roggenbuk erzählt) und als es dann klar wurde, war es mir wieder zu viel des Zufalls. Auf diese Story hätte Christian Humberg meiner Meinung nach gut verzichten können – das Buch bleibt dennoch spannend und einzigartig. Auch, wenn die Handlung manchmal mit zu viel Wohlfühleffekt dahinplätschert: dieses Buch ist auf jeden Fall lesenswert und ich freue mich schon jetzt auf den nächsten Band.
Meinung: Ich hatte dieses Buch bei Lesejury gesehen und musste es aufgrund des Klappentextes und des Covers haben. Ich muss sagen, ich habe es keineswegs bereut! Das Cover hat mir nämlich auch als Taschenbuch gefallen, sogar noch mehr als sowieso schon gedacht. Det Inhalt hat mich eigentlich auch nicht enttäuscht. Der einzige Kritikpunkt von mir ist, dass es sich hierbei weniger um einen Krimi als um einen Roman mit einem im Hintergrund laufendem Fall handelt. Ich finde hierbei also die Bezeichnung Krimi etwas irreführend. Ansonsten kann ich mich jedoch kaum beschweren. Ich habe mich direkt in die Atmosphäre und den beschriebenen Ort verliebt. Außerdem fand ich die seicht dahin plätschernde Spannung durchaus angenehm. Das gesamte Werk habe ich dementsprechend durchaus als Wohlfühlbuch empfunden. Vor allem Clara, die Hauptprotagonistin, hat es mir angetan, genauso wie Frieke. Besonders beide in Kombination fand ich sehr sympathisch und unterhaltsam. Allgemein finde ich, dass die Protagonisten überaus gelungen sind. Keiner scheint mir zu perfekt. Viel mehr wirken alle durch ihre unterschiedlichen Charaktereigenschaften sehr authentisch. Den Schreibstil des Autoren fand ich mehr als nur angenehm. Ich bin dadurch förmlich über die Seiten geflogen und wurde direkt in die Geschichte hinein gezogen. . Fazit: Alles in allem ist es also von meiner Seite aus eine absolute Leseempfehlung! Man sollte sich jedoch weniger auf Mord und Todschlag und Spannung, als auf Wohlfühlmomente einstellen.
"Mörderische Brise" des Autors Christian Humberg sieht von außen aus wie der perfekte Krimi – innen punktet er jedoch mit anderen Werten. Die Geschichte um Clara Clüver finde ich sehr gelungen. Clara ist eine total liebe Protagonistin, die ich sofort in mein Herz geschlossen habe. Sie ist sehr menschlich, hat Ecken und Kanten, und genau das gefällt mir so gut an der Pfarrerin. Auch die anderen Protagonisten finde ich gelungen. Besonders gut gefallen hat mir bei diesem Buch aber etwas, das ich gar nicht erwartet hätte: unheimlich tolle Beschreibungen der Umgebung und ein Schreibstil, der keine Wünsche offen lässt.
Mich hat "Mörderische Brise" wirklich sehr gut unterhalten. Es gab einen Toten und Ermittlungen, ja, doch die geraten eher in den Hintergrund und scheinen gar nicht so wichtig zu sein. Wesentlich Interessanter fand ich dabei das "neue Leben" von Clara. Und obwohl mir das Buch so unheimlich gut gefallen hat, muss ich leider einen Stern abziehen, denn der Leser erwartet einen spannender Krimi, und das ist das Buch nicht unbedingt. Wer jedoch gerne nicht blutige Wohlfühlkrimis liest, der wird hier vollends auf seine Kosten kommen. 4 Sterne
Mit „Mörderische Brise: Ein Fall für Clara Clüver“ ist der erste Band einer neuen Krimireihe von dem Autor und Journalisten Christian Humberg im Lübbe Verlag erschienen.
Der Schreibstil des Autors liest sich wirklich sehr angenehm und flüssig. Für mich war es als würde ich direkt zusammen mit Clara am Bahnhof von Travemünde ankommen. Ganz besonders hat mir die Beschreibung der Orte gefallen, als wäre ich dort und könnte die Atmosphäre spüren.
Auch die Beschreibung der Charakter ist gelungen. Clara, die Buchhändlerin Frieke und Jule mit ihren achtjährigen Zwillingen Lea und Timo. Alle haben mir sehr gut gefallen.
Eingerahmt wird die Geschichte rund um den Mord und die Ermittlungen von Clara & Jule durch die Roggenbuk Sage durch welche wir noch ein wenig mehr über Clara und ihre Vergangenheit lernen.
Würde es sich um einen regionalen Roman rund um Travemünde und die gemeinsame Geschichte der Protagonisten handeln würde ich ohne zu zögern vier Sterne vergeben. In dieser Hinsicht ist das Buch rundherum gelungen. Ein Wohlfühl-Roman für schöne Stunden.
Schaue ich mir jedoch die Bezeichnung Küsten-Krimi an, dann leider nicht. Das Buch lebte für mich durch Clara, Frieke und Jule. Ich hatte eher das Gefühl wissen zu wollen wie die Roggenbuk Sage mit Clara und ihrer Vergangenheit zusammenhängt, als den Mörder ermitteln zu wollen. Für mich stand dieser durch die weiteren Charaktere und ihren Platz in der Geschichte bereits sehr früh fest, wenn die Tat durch ihn auch aus einem anderen Grund als den von mir vermuteten begangen wurde. Das düstere Cover hat in mir doch Erwartung von Spannung und Nervenkitzel geweckt, aber hieran fehlte es für mich eindeutig.
Fazit
Für Fans von Wohlfühlkrimis für angenehme Lesestunden mit ein ganz klein wenig Spannung eindeutig zu empfehlen. Für eingefleischte Krimi-Fans von spannenden, rasanten, durch Pageturner gezeichneten Krimis, denke ich ist „Mörderische Brise“ von Christian Humberg sicherlich nicht die richtige Wahl. Sucht man aber einen unterhaltsamen, flüssig zu lesenden Krimi, dann kann Mann/Frau hier gern zugreifen.
„Ein netter Wohlfühlkrimi“ – mit Tendenzen eher Richtung Frauenroman
Ein echter Wohlfühl-Krimi mit einer rundum sympathischen Hauptfigur und einem spannenden Mordfall. Hier hat einfach alles zusammengepasst, eine Brise Urlaubsfeeling inklusive. Ich hoffe wirklich sehr, dass es eine Fortsetzung geben wird!