Ein Mädchen wird brutal vergewaltigt. Noch während die toughe Rubina Hiller und der charmante Simon Peick in dem Fall ermitteln, werden ihre Verdächtigen kurz hintereinander Opfer von Verstümmelungen. Ein Vergeltungsschlag? Oder stammt der Täter aus dem Drogenmilieu? Als ein weiterer Mann verstümmelt aufgefunden wird, suchen die beiden Kommissare Hilfe bei einer engagierten Journalistin. Doch dann eskaliert die Lage völlig und plötzlich schwebt jeder in Lebensgefahr, auch die Kommissare selbst.
ᴛʜʀɪʟʟᴇʀ ⭐️⭐️⭐️1/2⭐️ . . Gemeinsam mit @kleine_leseecke und @fuexchen_101 habe ich den zweiten Teil der Ruby und Spike Reihe von @charlottecharonne_autorin gelesen - vielen Dank Mädels für den tollen Austausch
Das Buch beginnt mit einer grauenhaften Vergewaltigung einer Jugendlichen die mir nicht nur als Frau sondern vor allem auch als Mutter das Herz zerrissen hat
Die Autorin spricht in dem Buch viele gerade ziemlich aktuelle Themen an wie die Flüchtlingsproblematik und Fremdenhass und beleuchtet diese Themen auch aus verschiedenen Blickwinkeln - eingebettet in einen Thriller
Themen die mir persönlich nicht so zusagen - dafür kann aber die Autorin nichts und Geschmäcker sind ja Gott sei Dank verschieden
Das Ende hat mir dann wieder gut gefallen und hat mich auch überrascht - ich hätte aber sehr gerne mehr über Maria und Emi erfahren über ihre Gedanken, Überzeugungen und Beweggründe
ich weiß dass ganz viele das Buch sehr toll finden - für mich persönlich kommt es leider nicht ganz an den ersten Teil heran - was wohl auch daran liegen kann dass Asklepios nach wie vor eines meiner Alltime Highlights aus dem Genre Thriller ist ❤️ deshalb macht euch am besten selbst ein Bild und genießt den fast schon poetischen Schreibstil von @charlottecharonne_autorin
Ich freue mich auf jeden Fall schon auf den nächsten Teil der Reihe der mich hoffentlich dann wieder zu Begeisterungsstürmen hinreißen wird ❤️🔥
Ein spannender, packender, emotionaler und leider sehr realistischer Thriller!
,,Artemis“ von Charlotte Charonne ist ein Thriller, der am 10. Februar 2022 im Edition Krimi-Verlag erschienen ist. Dies ist der zweite Fall für das taffe, sympathische und authentische Ermittlerduo Simon Peick (Spike) und Rubina Hiller (Ruby), die es in diesem neuen Werk der Autorin erneut mit ganz besonders abscheulichen Verbrechen zu tun haben. Da das Privatleben der beiden zeitgleich alles andere als rund läuft, lasten die Ermittlungen umso härter an ihnen. Sie müssen es gleichzeitig mit mehreren Fällen aufnehmen und tappen lange Zeit im Dunkeln – bis ein brutaler Mord geschieht, der den Ermittlern persönlich sehr nahe geht und sie selbst in akuter Gefahr schweben …
Der Vorgänger ,,Asklepios“ hat mir schon unheimlich gut gefallen, aber ,,Artemis“ empfinde ich als eine sehr gut gelungene Steigerung. Hier hat die Autorin Mut bewiesen und hochsensible, sehr empfindliche, aktuelle und leider auch absolut realistische Themen in einen unglaublich spannenden, fesselnden und packenden Thriller verarbeitet. Die Ausübung der hier geschilderten Taten entsprechen der Fiktion von Charlotte Charonne, der Rest ist der Realität jedoch gefährlich nah gekommen. Deswegen hat mich dieses Buch auch so mitgenommen.
Diese Handlung beinhaltet zwei sehr brisante Themen, auf die ich jetzt nicht näher eingehen möchte, da ich ansonsten zu viel spoilern würde. Bevor ich mit dem Buch angefangen habe, hat die Autorin das Andenken an den Brandanschlag von Solingen am 29. Mai 1993 und die Kölner Silvesternacht 2015 erwähnt und diese somit wieder in mein Bewusstsein gerufen. Migrantenkriminalität und Ausländerfeindlichkeit spielen neben einer sehr komplexen Erkrankung der Psyche große Rollen, sodass mich dieser Thriller auch noch nach der letzten Seite beschäftigt hat. Die Autorin ist vollkommen wertungsfrei an ihr Werk gegangen und ich konnte erkennen, dass sie hier mit sehr viel Feingefühl gearbeitet und ausgiebige Recherchen geführt hat.
Der zweite Fall für Ruby und Spike hat mich von der ersten Seite an in den Bann gezogen. Obwohl hier verstörende Abläufe geschildert werden, wurde auf detaillierte Beschreibungen verzichtet. Diese haben mir gereicht, um das Motiv des Täters zu erkennen und verstehen. Der Täter, der in dieser Geschichte der Reihe nach Männer verstümmelt, ist relativ schnell klar. Doch bis zum Ende hin blieb dieser ein Phantom ohne ein eindeutiges Gesicht oder Name, weshalb ich mit der überraschenden Auflösung am Ende wirklich nicht gerechnet habe. Ich habe mir darüber deshalb immer wieder den Kopf zerbrochen und mitgerätselt, aber bis zum Schluss hat Charlotte Charonne nicht nur ihr Ermittlerteam, sondern auch mich auf falsche Fährten geführt. Diese sind gut gelungen und haben für ordentlich Spannung und Nervenkitzel gesorgt. Das brutal vergewaltigte Mädchen konnte ich die ganze Zeit über nicht richtig einordnen, jedoch waren ihre akuten Seelenqualen deutlich spüren.
Insgesamt sind die meisten hier vorkommenden Protagonisten sehr tief ausgearbeitet, sodass ich mich in dessen Gedanken- und Gefühlswelten sehr gut hineinversetzen konnte. Besonders Ruby und Spike kamen sehr authentisch und lebendig rüber, da sie neben der harten Arbeit auch noch mit privaten Problemen belastet werden. Diese Einblicke fand ich abwechslungsreich und sie haben den Spannungsbogen nicht gestört, im Gegenteil. Ich fand es unterhaltsam, wie beide versucht haben, ihr Privatleben auf die Reihe zu bekommen. Denn auch für das taffe Duo gab es während der Handlung einige Neuigkeiten, die erst einmal verdaut werden mussten. Diese privaten Einblicke haben Ruby und Spike erst recht menschlich erscheinen lassen. Sie haben sich seit dem letzten Thriller ordentlich weiterentwickelt, was mich sehr gefreut hat. Es gibt zahlreiche Nebencharaktere, die am Anfang des Buches sorgfältig aufgeführt werden, sodass ich mit dessen Zuordnungen keine Probleme hatte. Es hat nicht lange gedauert, bis ich von allen Charakteren ein klares und deutliches Bild hatte.
Der Schreibstil der Autorin ist flüssig und authentisch, sodass die kompletten 429 Seiten unheimlich lebendig rüberkamen. Die Atmosphäre ist jederzeit dicht und sie hat sich jedem Strang hervorragend angepasst. 116 sehr kurze Kapitel sind in vier Teile aufgeteilt und mit Zeitangaben versehen. Viele davon haben dank gekonnt gesetzte Cliffhanger automatisch für einen schnellen Lesefluss gesorgt. Zu einem Thriller gehört auf jeden Fall auch manch falsche Fährte, die hier definitiv nicht zu kurz kommen.
,,Artemis“ ist eine unglaublich spannende, rasante und gleichzeitig bewegende Geschichte, die mich auf eine abwechslungs- und überraschungsreiche sowie dramatisch-bewegende Reise mitgenommen hat. Der Inhalt überzeugt mit starken Charakteren und einem gut durchdachten, geschickten und stimmigen Plot, weshalb ein wahres Lesefeuer entzündet wurde. Es wird über die Frage geschrieben, was passieren muss, dass Opfer selbst zu Täter werden und ich habe mir Gedanken gemacht, was Selbstjustiz für schwer traumatisierte Opfer bedeutet und wie diese mit stark seelisch schädigenden Ereignissen umgehen können. Ich habe nicht oft Mitgefühl und Mitleid für Täter aus Thriller, die ich lese. Doch hier konnte ich das Motiv klar erkennen und mit der Zeit sogar verstehen. Ich habe deshalb, besonders am Ende, Mitgefühl für einen ganz besonderen Täter entwickelt.
Das Ende hat mich fast zum Heulen gebracht, denn mit einem sehr emotionalen Moment hat Charlotte Charonne ihr gelungenes Werk beendet. Artemis hat in diesem Thriller eine klare Botschaft übermittelt, da sie in der griechischen Mythologie die Göttin der Jagd, des Waldes, der Geburt und des Mondes sowie die Hüterin der Frauen und Kinder war. Sie zählt zu den zwölf großen olympischen Göttern und ist die Tochter des Zeus, der Leto und Zwillingsschwester des Apollon. Von mir gibt es eine ganz klare Leseempfehlung und ich hoffe, dass ich Ruby und Spike auch noch ein drittes Mal über die Schulter schauen kann, wenn sie versuchen, die Welt etwas besser zu gestalten.
Artemis: Göttin der Jagd, Hüterin der Frauen und Kinder, Göttin des Waldes, der Geburt und des Mondes - und Namensgeberin für diesen einzigartigen und vielschichtigen Psychothriller.
Bereits der erste Band ASKLEPIOS hat mich gefesselt und mit Spannung auf den nächsten Teil warten lassen. Durch den dichten, intensiven und bildgewaltigen Schreibstil von Charlotte Charonne, war ich durchgängig gepackt von der Thematik der Geschichte und in tiefe Empfindungen gerissen. Es sind keine leicht verdaulichen Geschehnisse, tragen sie doch viel Realität in sich. Eine Realität, in der wir leben, mit der wir wiederkehrend konfrontiert werden.
Genau deshalb, ist es eine mutige Geschichte, eine, die alle Seiten zeigt, nicht wertet, aber auch nicht beschönigt. Menschlich und abgründig. Gute Seelen, Täter, Opfer und von Hass durchdrungene Menschen – manchmal stehen sie auf der einen, dann auf der anderen Seite.
Es war mir eine besondere Freude, dem Ermittlerteam Ruby und Spike, wieder zu begegnen. Beide befinden sich in schwierigen Lebenssituationen – zum einen engagieren sie sich mit vollem Einsatz in einem erschütternden Fall, der ihnen erschreckend nah kommt, gleichzeitig ringen sie um ihren eigenen Frieden.
Es ist eine Geschichte, die nachdenklich macht und weiterwirkt, auch wenn der Buchdeckel geschlossen wurde. Begeisterung, gepaart mit einem ordentlichen Kloß im Hals, beschreibt es gut. Das Buch bietet weit mehr als Unterhaltung! Kompliment an die Autorin für dieses mutige Werk und eine Leseempfehlung für alle, die sich von einer Geschichte mehr wünschen, als seichte Unterhaltung.